Kaufberatung
Mainboard kaufen: Sockel, Chipsatz und Ausstattung richtig wählen
Von der Preisdrache-Redaktion · Aktualisiert am · So arbeiten wir
<p>Das richtige Mainboard richtet sich zuerst nach dem Prozessor-Sockel (AM5, LGA 1851, LGA 1700 oder AM4) und dem Speichertyp; für die meisten Neuaufbauten reicht ein B850- (AMD) oder B860-Board (Intel) mit DDR5, vier Speicherplätzen und zwei bis drei M.2-Slots. Ein Z890 oder X870E lohnt sich nur bei CPU-Übertakten, vielen SSDs oder USB4. Der Formfaktor (ATX oder micro ATX) muss zum Gehäuse passen.</p><p>Diese Seite stützt sich auf eine eigene Auswertung von 292 Mainboard-Datenblättern (Icecat, Stand 11.10.2026) und auf Herstellerseiten. Es ist eine Auswertung von Datenblättern, keine Praxisprüfung: Wir haben keines der Boards selbst eingebaut. Wo ein Hersteller etwas nicht nennt, steht „k. A.“.</p>
Mainboards im Vergleich 2026
| Platz | Modell | Wertung | Sockel / Chipsatz | Formfaktor | Arbeitsspeicher | M.2 / LAN / WLAN | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Unser FavoritGIGABYTE B850 EAGLE WIFI7 ICE | 8,7 | AM5 / AMD B850 | ATX | 4× DDR5, bis 256 GB | 3× M.2 (1× PCIe 5.0, 2× PCIe 4.0) / 2,5 GbE / Wi-Fi 7 | Preis prüfen* |
| 2 | Für Intel-EnthusiastenGIGABYTE Z890 AORUS ELITE WIFI7 ICE | 8,5 | LGA 1851 / Intel Z890 | ATX | 4× DDR5, bis 256 GB | 4× M.2 (1× PCIe 5.0, 3× PCIe 4.0) / 2,5 GbE / Wi-Fi 7 | Preis prüfen* |
| 3 | KompaktMSI B850M GAMING PLUS WIFI | 8,2 | AM5 / AMD B850 | micro ATX | 4× DDR5, bis 256 GB | 2× M.2 (1× PCIe 5.0, 1× PCIe 4.0) / 5 GbE / Wi-Fi 7 | Preis prüfen* |
| 4 | Für Core UltraASUS PRIME B860M-A WIFI | 7,8 | LGA 1851 / Intel B860 | micro ATX | 4× DDR5, bis 256 GB | 2× M.2 (1× PCIe 5.0, 1× PCIe 4.0) / 2,5 GbE / Wi-Fi 6E | Preis prüfen* |
| 5 | Für LGA 1700ASUS PRIME B760M-A WIFI II | 7,3 | LGA 1700 / Intel B760 | micro ATX | 4× DDR5, bis 256 GB | 2× M.2 (PCIe 4.0) / 2,5 GbE / Wi-Fi 6E | Preis prüfen* |
| 6 | Für EinsteigerASUS PRIME B550M-K WIFI | 6,6 | AM4 / AMD B550 | micro ATX | 2× DDR4, bis 64 GB | 2× M.2 (PCIe 4.0 und 3.0) / 1 GbE / Wi-Fi 6 | Preis prüfen* |
GIGABYTE B850 EAGLE WIFI7 ICE
Für alle, die einen neuen AM5-PC mit ausgewogener Ausstattung bauen.
- Vier DDR5-Plätze, bis 256 GB laut Hersteller
- Ein M.2-Slot mit PCIe 5.0
- 2,5-GbE-LAN und Wi-Fi 7 onboard
- ATX-Format mit Platz für Erweiterungskarten
- Chipsatz-M.2 nur mit PCIe 4.0 x2 angebunden
- Kein USB4 beim B850 (laut AMD bei X870/X870E)
- Sockel / Chipsatz
- AM5 / AMD B850
- Formfaktor
- ATX
- Arbeitsspeicher
- 4× DDR5, bis 256 GB
- M.2 / LAN / WLAN
- 3× M.2 (1× PCIe 5.0, 2× PCIe 4.0) / 2,5 GbE / Wi-Fi 7
GIGABYTE Z890 AORUS ELITE WIFI7 ICE
Für Intel-Core-Ultra-Aufbauten mit CPU-Übertakten und vielen SSDs.
- Z890 erlaubt laut Intel CPU- und Speicher-Übertakten
- Vier M.2-Slots
- Wi-Fi 7 und 2,5 GbE
- Vier SATA-Anschlüsse
- Oberklasse-Chipsatz, den ohne Übertakten kaum jemand ausreizt
- Speichertakt bis 9.200 MT/s nur als Übertaktungswert
- Sockel / Chipsatz
- LGA 1851 / Intel Z890
- Formfaktor
- ATX
- Arbeitsspeicher
- 4× DDR5, bis 256 GB
- M.2 / LAN / WLAN
- 4× M.2 (1× PCIe 5.0, 3× PCIe 4.0) / 2,5 GbE / Wi-Fi 7
MSI B850M GAMING PLUS WIFI
Für kleinere Gehäuse mit AM5 und schnellem Netzwerk.
- Vier DDR5-Plätze bei micro ATX
- 5-Gigabit-LAN laut Handbuch
- Wi-Fi 7 mit Bluetooth 5.4
- Vier SATA-Anschlüsse
- Nur zwei M.2-Slots für SSDs (der dritte M.2-Platz ist der WLAN-Slot)
- Nicht mit dem Modell WIFI6E verwechseln
- Sockel / Chipsatz
- AM5 / AMD B850
- Formfaktor
- micro ATX
- Arbeitsspeicher
- 4× DDR5, bis 256 GB
- M.2 / LAN / WLAN
- 2× M.2 (1× PCIe 5.0, 1× PCIe 4.0) / 5 GbE / Wi-Fi 7
ASUS PRIME B860M-A WIFI
Für einen Core-Ultra-PC in kompaktem Gehäuse ohne Übertakten.
- Vier DDR5-Plätze, bis 256 GB
- Ein M.2-Slot mit PCIe 5.0
- 2,5-GbE-LAN
- Wi-Fi 6E mit Bluetooth 5.3
- Nur zwei M.2-Slots
- B860 erlaubt laut Intel kein CPU-Übertakten
- Sockel / Chipsatz
- LGA 1851 / Intel B860
- Formfaktor
- micro ATX
- Arbeitsspeicher
- 4× DDR5, bis 256 GB
- M.2 / LAN / WLAN
- 2× M.2 (1× PCIe 5.0, 1× PCIe 4.0) / 2,5 GbE / Wi-Fi 6E
Preise vergleichen*
Werbung Preis inkl. MwSt. laut Händler-Feed, Stand 11.10.2026 21:12 Uhr · notebooksbilliger: 163,79 €, versandkostenfrei, ca. 5-10 Werktage. Maßgeblich ist der Preis im Shop.ASUS PRIME B760M-A WIFI II
Für Besitzer einer Intel-CPU der 12. bis 14. Generation, die auf DDR5 wechseln.
- Unterstützt Core 12. bis 14. Generation laut ASUS
- DDR5 mit vier Plätzen
- 2,5-GbE-LAN und Wi-Fi 6E
- Vier SATA-Anschlüsse
- Ältere Plattform; die aktuellen Core-Ultra-Prozessoren brauchen LGA 1851
- M.2 nur PCIe 4.0
- Sockel / Chipsatz
- LGA 1700 / Intel B760
- Formfaktor
- micro ATX
- Arbeitsspeicher
- 4× DDR5, bis 256 GB
- M.2 / LAN / WLAN
- 2× M.2 (PCIe 4.0) / 2,5 GbE / Wi-Fi 6E
ASUS PRIME B550M-K WIFI
Für AM4-Bestandssysteme mit DDR4, die ein einfaches Board brauchen.
- Unterstützt Ryzen 5000, 5000 G, 4000 G und 3000 laut ASUS
- Zwei M.2-Slots
- Wi-Fi 6 onboard
- Vier SATA-Anschlüsse
- Nur zwei DDR4-Plätze, 64 GB Maximum
- Nur 1-GbE-LAN
- Sockel / Chipsatz
- AM4 / AMD B550
- Formfaktor
- micro ATX
- Arbeitsspeicher
- 2× DDR4, bis 64 GB
- M.2 / LAN / WLAN
- 2× M.2 (PCIe 4.0 und 3.0) / 1 GbE / Wi-Fi 6
Preise vergleichen*
Werbung Preis inkl. MwSt. laut Händler-Feed, Stand 11.10.2026 21:12 Uhr · notebooksbilliger: 73,34 €, versandkostenfrei, sofort ab Lager. Maßgeblich ist der Preis im Shop.So entsteht die Wertung: Die Wertung gewichtet Datenblattangaben zu Plattform, Formfaktor, Speicherausbau und Anschlüssen im Verhältnis zur Chipsatzklasse, wie in diesem Ratgeber beschrieben; widersprüchliche oder fehlende Angaben geben Abzug. Es ist kein Praxistest; Werte ohne Herstellerbeleg stehen als „k. A.“. Preise ändern sich laufend – den aktuellen Preis siehst du beim Händler. *Affiliate-Links: Als Amazon-Partner und Partner weiterer Shops verdienen wir an qualifizierten Verkäufen eine Provision; für dich ändert sich der Preis nicht.
Welches Mainboard passt zu dir?
Die Wahl beginnt nicht beim Mainboard, sondern beim Prozessor: Der Sockel legt fest, welche CPU überhaupt passt. Auf dem Sockel AM5 laufen laut AMD alle AM5-Prozessoren auf allen AM5-Boards der 600er- und 800er-Chipsatzreihe; bei Ryzen 8000 und 9000 auf einem 600er-Board kann ein BIOS-Update nötig sein. Intels aktuelle Core-Ultra-Prozessoren der Serie 2 sitzen laut ASUS im LGA 1851, ältere Core-Generationen (12. bis 14. Gen) im LGA 1700. Der Sockel AM4 ist die Bestandsplattform mit DDR4.
- Neuer Gaming- oder Arbeits-PC ohne Altlasten: AM5 mit B850 oder LGA 1851 mit B860/Z890, jeweils mit DDR5. Wer gleich einen kompletten Rechner plant, findet im Ratgeber Gaming-PC kaufen die Gesamtabstimmung.
- Bestehende CPU weiterverwenden: Das Board muss zum vorhandenen Sockel und Speicher passen (LGA 1700 mit DDR4 oder DDR5, AM4 mit DDR4).
- Kompakter Rechner: micro ATX oder mini ITX, dann zuerst das Gehäuse prüfen.
- Übertakten: Bei Intel bietet laut Intel nur der Z890 das CPU-Übertakten; beim B860 ist nur das Speicher-Übertakten vorgesehen.
Eine Faustregel: Kaufe das Mainboard erst, wenn Prozessor, Arbeitsspeicher-Typ und Gehäuseformat feststehen. Dann entscheidest du nur noch über Ausstattung, nicht mehr über Kompatibilität.
Was die Datenblätter zeigen
Diese Seite stützt sich auf eine eigene Auswertung von Datenblättern. In den 292 Datenblättern unserer Produktdatenbank (Icecat, Stand 11.10.2026) verteilen sich die Prozessorsockel so: 140 Sockel AM5, 75 LGA 1851, 36 LGA 1700 und 17 Sockel AM4; die übrigen 24 sind Server- und Workstation-Sockel (SP5, SP6, sTR5, LGA 4677, LGA 4710-2, BGA 2227). Das ist eine Zählung über diese Datenblätter, keine Marktstatistik. Alle Datenblätter findest du in der Mainboard-Übersicht unter /produkt/mainboards/. Drei Marken kommen vor: ASUS (144 Datenblätter), GIGABYTE (80) und MSI (68).
- Chipsatz (288 Datenblätter mit Angabe): B850 51-mal, Z890 41-mal, X870E 34-mal, X870 22-mal, B860 22-mal, B760 19-mal, B550 14-mal, B650 12-mal, B840 11-mal, H810 und A620A je 7-mal.
- Formfaktor (290 mit Angabe): ATX 163, micro ATX 86, Erweitertes ATX 20, mini ITX 13.
- Speichertyp (292): 267 Datenblätter nennen DDR5, 25 nennen DDR4. Auf AM5 (140) und LGA 1851 (75) ist es durchgehend DDR5; auf LGA 1700 sind es 28 DDR5 und 8 DDR4.
- Steckplätze (291): Der Median liegt bei 4 Speicherplätzen; 224 Boards haben 4, 45 haben 2.
- Maximaler Speicher (277): Median 256 GB; 160 Boards nennen 256 GB, 53 nennen 128 GB, 40 nennen 192 GB.
- M.2-Steckplätze (288): Median 3; 79 Boards haben 2, 78 haben 3, 65 haben 4, 32 haben nur einen. Je Sockel liegt der Median bei AM5 (139 Datenblätter) bei 3, bei LGA 1851 (74) bei 4, bei LGA 1700 (34) und AM4 (17) bei 2.
- PCIe-Generation der M.2-Slots (188 mit Angabe): 124-mal PCIe 5.0, 55-mal 4.0, 9-mal 3.0. Auf AM5 nennen 88 von 105 Datenblättern PCIe 5.0, auf LGA 1700 sind es 16 von 17 mit PCIe 4.0.
- SATA (271): 221 Boards haben 4 Anschlüsse, 34 haben nur 2.
- LAN (240): 160-mal 2,5 Gigabit, 60-mal 5 Gigabit, 18-mal 10 Gigabit, 2-mal 25 Gigabit.
- WLAN (243): 144-mal Wi-Fi 7, 40-mal Wi-Fi 6E, 14-mal Wi-Fi 6, 1-mal Wi-Fi 5; bei 44 Datenblättern steht „nicht verfügbar“.
- Maximaler Speichertakt (218): Median 8.200 MHz. Je Sockel liegt der Median bei AM5 (104) bei 8.200 MHz, bei LGA 1851 (56) bei 8.800 MHz, bei LGA 1700 (31) bei 5.600 MHz und bei AM4 (14) bei 3.200 MHz.
Diese Takte sind Herstellerangaben für Übertaktungsprofile (XMP/EXPO) mit bestimmter Bestückung, keine Garantie für jedes Speicherkit. Lies die Werte als Obergrenze der Plattform, nicht als Normalfall.
Sockel und Plattform: AM5, LGA 1851, LGA 1700 oder AM4
AM5 (AMD): Die Plattform ist rein DDR5. AMD hat auf der Computex 2026 angekündigt, den Sockel AM5 bis 2029 zu unterstützen; wer jetzt einsteigt, kann also laut Hersteller später die CPU tauschen. Im Datenblatt-Bestand sind AM5-Boards mit 140 von 292 die größte Gruppe.
LGA 1851 (Intel): Der Sockel der Core-Ultra-Serie 2, ebenfalls nur mit DDR5 (75 von 75 Datenblättern). Er bietet im Datenblatt-Bestand den höchsten Median bei M.2-Steckplätzen (4) und beim Speichertakt (8.800 MHz).
LGA 1700 (Intel): Der Vorgänger für die 12. bis 14. Core-Generation. Er ist die einzige Plattform im Bestand, bei der DDR4- und DDR5-Boards vorkommen, nie aber am selben Board. Wer eine vorhandene CPU und DDR4-Module weiterverwenden will, braucht ein DDR4-Board; ein Wechsel auf DDR5 bedeutet neue Module. Der Median von 2 M.2-Steckplätzen und das meist PCIe 4.0 zeigen, dass diese Plattform eher die Mittelklasse bedient.
AM4 (AMD): Bestandsplattform mit DDR4. Das ASUS PRIME B550M-K WIFI nennt als unterstützte Prozessoren die Ryzen-Serien 5000, 5000 G, 4000 G und 3000. Für einen Neukauf lohnt sich AM4 nur, wenn Prozessor und DDR4-Speicher schon vorhanden sind.
Chipsatz: B850, X870, Z890, B860, B760 und Co.
Der Chipsatz bestimmt, wie viele Anschlüsse das Board bereitstellen kann und ob Übertakten erlaubt ist. Er sagt nichts über die Qualität der Spannungsversorgung, die jeder Hersteller selbst auslegt.
Intel: Laut Intel (Produktdaten der 800er-Serie) liefert der H810 maximal 8, der B860 14 und der Z890 24 PCIe-4.0-Lanes am Chipsatz. Das CPU-Übertakten (IA und BCLK) sowie das Speicher-Übertakten bietet nur der Z890; der B860 erlaubt nur das Speicher-Übertakten, der H810 keines von beiden. Im Datenblatt-Bestand stehen 41 Z890-, 22 B860- und 7 H810-Boards. Wer keinen Prozessor mit offenem Multiplikator übertakten will, braucht keinen Z890.
AMD: Laut AMD bieten X870 und X870E zusätzlich USB4 und PCIe-5.0-Unterstützung für NVMe-SSDs; der X870E gilt als die höchste Ausbaustufe. In den Datenblättern ist der B850 (51) häufiger als X870E (34) und X870 (22). Bei den einfacheren AM5-Chipsätzen B840 (11 Datenblätter) und A620A (7) sind Ausstattung und Steckplätze oft knapper; das ASUS A620M-F GAMING WIFI nennt laut Datenblatt nur 2 Speicherplätze und maximal 128 GB.
Entscheidungshilfe: Für die meisten reicht ein B850 (AMD) oder B860 (Intel). Ein X870E oder Z890 lohnt sich, wenn du viele M.2-SSDs, USB4 oder CPU-Übertakten brauchst. Bei Bürorechnern genügen H810 oder A620A. Lies in jedem Fall die Beschreibung des Einzelmodells, denn Hersteller bestücken gleiche Chipsätze sehr unterschiedlich.
Formfaktor und Gehäuse
Der Formfaktor bestimmt, ob das Board ins Gehäuse passt. Laut Gigabyte misst ein ATX-Board 30,5 × 24,4 cm; ein micro-ATX-Board ist laut ASUS 9,6 × 9,6 Zoll groß, also etwa 24,4 × 24,4 cm, und damit schmaler. Mini ITX ist nochmals kleiner.
- ATX (163 der 290 Datenblätter mit Angabe): die Standardwahl mit den meisten Steckplätzen; passt in Midi- und Big-Tower.
- micro ATX (86): spart Platz und passt in kleinere Gehäuse. Die Zahlen zeigen die Kehrseite: Auf LGA 1700 sind 21 von 36 Boards micro ATX, auf AM5 haben 36 von 139 diesen Formfaktor – oft mit weniger M.2-Slots.
- mini ITX (13): für sehr kleine Rechner, mit höherem Aufwand bei Kühlung und Verkabelung.
- Erweitertes ATX (20): größer als ATX und nicht in jedes Gehäuse passend.
Prüfe in der Gehäuse-Beschreibung, welche Formate unterstützt werden; der Ratgeber PC-Gehäuse kaufen erklärt die Maße im Zusammenhang. Ein ATX-Board in einem Gehäuse nur für micro ATX passt nicht.
Arbeitsspeicher: DDR5 oder DDR4, Steckplätze und Takt
DDR4 und DDR5 sind nicht kompatibel; ein DDR5-Modul passt nicht in einen DDR4-Steckplatz. Im Datenblatt-Bestand sind 267 von 292 Boards DDR5-Boards, nur 25 DDR4. Für Neuaufbauten ist DDR5 damit der Normalfall; DDR4 ergibt nur Sinn, wenn du Module aus einem alten Rechner übernimmst.
Steckplätze und Kapazität: Bei vier Steckplätzen und 256 GB Maximum (der häufigste Wert) hast du reichlich Spielraum. Boards mit nur zwei Steckplätzen begrenzen später die Aufrüstung: Die ASUS PRIME B860M-K und PRIME B850M-K nennen laut Datenblatt jeweils 128 GB bei zwei Plätzen. Wer jetzt zwei Module einbaut und später erweitern will, sollte vier Plätze wählen.
Takt und Realität: Hohe Werte wie 8.000 bis 9.000 MHz stehen im Datenblatt als übertakteter Modus. Das Gigabyte Z890 AORUS ELITE WIFI7 ICE nennt laut Hersteller bis 9.200 MT/s als Übertaktungswert, im Handbuch aber niedrigere Basiswerte. Ob ein Kit die Werte erreicht, hängt von Modul, Bestückung und CPU ab. Mit mehr Modulen sinkt der erreichbare Takt, wie MSI beim B850M GAMING PLUS WIFI zeigt: Laut MSI erreichen Konfigurationen mit einem Modul je Kanal 8.200+ MT/s, mit zwei Modulen je Kanal nur 6.000+ MT/s.
Kapazität, Kits und Latenzen erklärt der Ratgeber Arbeitsspeicher kaufen.
M.2, SATA, Netzwerk und WLAN
M.2-Steckplätze: Bei Datenträgern entscheidet die Zahl der Slots und die PCIe-Generation. Im Datenblatt-Bestand hat die Mehrheit 2 bis 4 Slots. Ein Board mit nur einem Slot (32 Datenblätter) lässt später keine zweite SSD zu. Nicht jeder Slot ist gleich schnell: Beim Gigabyte B850 EAGLE WIFI7 ICE liefert laut Hersteller ein Slot PCIe 5.0, zwei sind PCIe 4.0, und der am Chipsatz hängende Slot ist auf PCIe 4.0 x2 begrenzt. Im ASUS PRIME B550M-K WIFI läuft der erste Slot mit Ryzen 5000 und 3000 auf PCIe 4.0, mit G-Prozessoren nur auf PCIe 3.0. Welche SSD dazu passt, steht im Ratgeber SSD kaufen.
SATA: Vier Anschlüsse (221 von 271) reichen für Laufwerke und optische Geräte. Boards mit zwei SATA-Anschlüssen (34) sind meist für reine M.2-Systeme gedacht.
LAN: 2,5 Gigabit ist der Standard: 163 von 291 Datenblättern mit Angabe nennen diese Stufe, 128 davon als einzige; 5 und 10 Gigabit nutzt du nur mit passendem Switch. Das MSI B850M GAMING PLUS WIFI nennt laut Handbuch einen Realtek-8126-Controller mit 5 Gbit/s, das ASUS PRIME B550M-K WIFI nur 1 Gbit/s.
WLAN: 144 von 243 Datenblättern nennen Wi-Fi 7. Beim ASUS PRIME B860M-A WIFI und B760M-A WIFI II ist das 6-GHz-Band laut Hersteller nur unter Windows 11 oder neuer nutzbar. Hängt dein Rechner per Kabel am Router, ist WLAN verzichtbar.
Grafikkarte: Der oberste Steckplatz nimmt die Grafikkarte auf. Passende Kombinationen beschreibt der Ratgeber Grafikkarte kaufen.
Stromversorgung, Kühlung und typische Fehlkäufe
Netzteil und Kühler müssen zum Board passen. Das Netzteil muss die geforderten Stecker liefern; Hinweise dazu im Ratgeber PC-Netzteil kaufen. Der Prozessorkühler muss für den Sockel geeignet sein: AM5, LGA 1851 und LGA 1700 haben jeweils eigene Halterungen, die in der Kühler-Beschreibung stehen; mehr dazu im Ratgeber CPU-Kühler kaufen. Mit 4 Gehäuselüfter-Anschlüssen (Median über 211 Datenblätter mit Angabe) kommst du bei den meisten Gehäusen aus.
- Falscher Sockel oder falscher RAM-Typ: Das passiert am häufigsten. Prüfe vor dem Kauf CPU-Unterstützungsliste und Speichertyp.
- BIOS zu alt: Neue Prozessoren brauchen auf älteren Boards manchmal ein BIOS-Update; AMD weist darauf hin, dass für Ryzen 8000 und 9000 auf 600er-Boards eines nötig sein kann. Lies im Handbuch nach, ob dein Board ein Update ohne eingebaute CPU zulässt.
- Zu wenige M.2-Slots oder Speicherplätze: Fällt erst beim Aufrüsten auf.
- Teurer Chipsatz ohne Nutzen: Ein Z890 oder X870E bringt dir ohne Übertakten, viele SSDs oder USB4 wenig.
- Fertig-PC-Boards: Manche Komplettrechner nutzen Sonderformate; ein Standardboard passt dann nicht.
- Verwechslung ähnlicher Namen: Beim MSI B850M GAMING PLUS WIFI6E (anderes Modell als das B850M GAMING PLUS WIFI) sind LAN und WLAN laut MSI schwächer (2,5G und Wi-Fi 6E statt 5G und Wi-Fi 7). Achte auf Zusätze wie WIFI, WIFI7, ICE, CSM.
Die Modelle der Vergleichstabelle und Empfehlung nach Typ
Die Tabelle oben führt sechs Boards aus drei Marken und vier Plattformen. Alle sechs stehen in unserer Produktdatenbank; die Angaben wurden zusätzlich an Herstellerseiten oder Handbüchern geprüft. Wo Datenblatt und Hersteller abweichen, gilt der Hersteller; bei Widerspruch steht „k. A.“.
- GIGABYTE B850 EAGLE WIFI7 ICE: ATX-Board für AM5 mit vier DDR5-Plätzen, 256 GB, drei M.2-Slots, 2,5 GbE und Wi-Fi 7. Die ausgewogene Wahl für die meisten.
- GIGABYTE Z890 AORUS ELITE WIFI7 ICE: Oberklasse für LGA 1851 mit vier M.2-Slots; sinnvoll bei Übertakten oder vielen SSDs.
- MSI B850M GAMING PLUS WIFI: kompaktes micro-ATX-Board für AM5 mit zwei M.2-Slots, 5-GbE-LAN und Wi-Fi 7.
- ASUS PRIME B860M-A WIFI: micro ATX für LGA 1851 mit zwei M.2-Slots, 2,5 GbE und Wi-Fi 6E; solide Mittelklasse für Core Ultra.
- ASUS PRIME B760M-A WIFI II: DDR5-Board für LGA 1700; passend, wenn du eine vorhandene Intel-CPU der 12. bis 14. Generation weiterverwendest.
- ASUS PRIME B550M-K WIFI: AM4-Einsteigerboard mit DDR4, zwei Speicherplätzen und 64 GB Maximum.
Empfehlung nach Typ: Für einen neuen Allround-PC nimm ein B850- oder B860-Board in ATX. Für kleine Gehäuse ein micro-ATX-Modell, dann aber Slots zählen. Wenn du eine Intel-CPU der 12. bis 14. Generation besitzt, bleib bei LGA 1700. Für AM4-Bestandssysteme genügt ein einfaches B550-Board. Das ist eine Datenblatt-Auswertung, keine Praxisprüfung der Boards.
Modelle nachschlagen: Produktdaten
Häufige Fragen
Wie finde ich heraus, welches Mainboard zu meinem Prozessor passt?
Entscheidend ist der Sockel. Im Datenblatt-Bestand von 292 Mainboards (Icecat, Stand 11.10.2026) haben 140 den Sockel AM5, 75 den LGA 1851, 36 den LGA 1700 und 17 den AM4. Prüfe zusätzlich die CPU-Unterstützungsliste des Herstellers, denn manche Prozessoren brauchen ein BIOS-Update.
Brauche ich DDR5 oder reicht DDR4?
Neue Plattformen (AM5, LGA 1851) laufen in unseren Datenblättern nur mit DDR5; insgesamt nennen 267 von 292 Boards DDR5. DDR4 gibt es noch bei LGA 1700 (8 von 36 Datenblättern) und AM4 (16 von 17). DDR4- und DDR5-Module sind nicht austauschbar.
Lohnt sich ein Z890 oder X870E?
Nur wenn du CPU-Übertakten, viele M.2-SSDs oder USB4 nutzen willst. Laut Intel erlaubt nur der Z890 das CPU-Übertakten; laut AMD bieten X870 und X870E USB4. Für die meisten reicht ein B860 oder B850.
Wie viele M.2-Steckplätze brauche ich?
Zwei decken die meisten Fälle ab. Der Median liegt bei den 288 Datenblättern mit Angabe bei 3 Steckplätzen. Prüfe, ob alle Steckplätze die gleiche PCIe-Generation haben; oft ist nur einer PCIe 5.0.
ATX oder micro ATX?
Das hängt vom Gehäuse ab. ATX misst laut Gigabyte 30,5 × 24,4 cm, micro ATX laut ASUS 9,6 × 9,6 Zoll. Von 290 Datenblättern mit Angabe sind 163 ATX und 86 micro ATX. micro ATX hat oft weniger Steckplätze.
Ist WLAN auf dem Mainboard nötig?
Nur ohne Netzwerkkabel. In 144 von 243 Datenblättern mit Angabe steht Wi-Fi 7; bei 44 steht „nicht verfügbar“. Wi-Fi 6E nutzt das 6-GHz-Band laut ASUS nur unter Windows 11 oder neuer.
Wie lange wird AM5 noch unterstützt?
AMD hat auf der Computex 2026 angekündigt, den Sockel AM5 bis 2029 zu unterstützen. Das ist eine Herstelleraussage, keine Garantie für jede CPU-Generation.
Quellen und Stand
- Icecat Open Catalog: Datenblätter (eigene Auswertung von 292 Mainboard-Datenblättern, Stand 11.10.2026) (icecat.biz)
- GIGABYTE: B850 EAGLE WIFI7 ICE, technische Daten (Herstellerseite) (gigabyte.com)
- GIGABYTE: Z890 AORUS ELITE WIFI7 ICE, technische Daten (Herstellerseite) (gigabyte.com)
- MSI: B850M GAMING PLUS WIFI, Benutzerhandbuch (Hersteller) (download-2.msi.com)
- ASUS: PRIME B860M-A WIFI, Tech Specs (Herstellerseite) (asus.com)
- ASUS: PRIME B760M-A WIFI II, Tech Specs (Herstellerseite) (asus.com)
- ASUS: PRIME B550M-K WIFI, Tech Specs (Herstellerseite) (asus.com)
- Intel: Desktop-Chipsätze, Produktspezifikationen (800er-Serie) (intel.com)
- AMD: Socket AM5 Chipsätze für Mainboards (Hersteller) (amd.com)
- AMD: Computex 2026, AM5-Unterstützung bis 2029 (Hersteller) (amd.com)
Technische Angaben im Modellvergleich: Hersteller- und Händlerdatenblätter, Stand 11. Oktober 2026; nicht belegte Werte stehen als „k. A.“. Aktualisiert am . Preisdrache testet nicht selbst im Labor — wie wir Daten auswählen und gewichten, steht unter So vergleichen wir; wie wir Geld verdienen, unter Wie wir Geld verdienen. Fehler gefunden? Schreib uns über die Adresse im Impressum.
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