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Kaufberatung

SSD kaufen: die ehrliche Kaufberatung

Von der Preisdrache-Redaktion · Aktualisiert am · So arbeiten wir

Für die meisten PCs, Notebooks und die PS5 ist eine interne M.2-NVMe-SSD mit PCIe 4.0 die richtige Wahl: Sie liefert laut Datenblatt rund 7.000 MB/s sequenziell und reicht damit weit über die 5.500 MB/s, die Sony für die PS5 empfiehlt. PCIe 5.0 lohnt sich nur bei sehr großen Dateien und passenden Anwendungen, eine SATA-SSD nur, wenn Dein Gerät keinen M.2-Steckplatz hat. Entscheidend sind außerdem Haltbarkeit in TBW (bei 2 TB üblicherweise 440 bis 1.200 TBW), die Frage nach DRAM-Cache und die Kühlung. Die Zahlen stammen von Herstellerseiten und Datenblättern; einen Praxistest haben wir nicht gemacht.

Interne SSDs (2 TB) im Vergleich 2026

Stand 2026-10-09 · Werbung Links mit * sind Affiliate-Links

PlatzModellWertungSchnittstelleLesen / Schreiben (sequenziell)Haltbarkeit (2 TB)DRAM-Cache
1 Unser FavoritSamsung 990 PRO 2 TB 9,0 M.2 2280, PCIe 4.0 x4, NVMe 2.07.450 / 6.900 MB/s1.200 TBW2 GB LPDDR4 Preis prüfen*
2 Für ProfisSamsung 9100 PRO 2 TB 8,7 M.2 2280, PCIe 5.0 x4, NVMe 2.014.700 / 13.400 MB/s1.200 TBW2 GB LPDDR4X Preis prüfen*
3 Für GamerWD_BLACK SN850X 2 TB 8,5 M.2 2280, PCIe 4.0 x4, NVMe7.300 / 6.600 MB/s1.200 TBWDRAM-Chip (Größe k. A.) Preis prüfen*
4 EffizientWD_BLACK SN7100 2 TB 8,3 M.2 2280, PCIe 4.0 x4, NVMe7.250 / 6.900 MB/s1.200 TBWohne DRAM Preis prüfen*
5 Preis-LeistungCrucial P310 2 TB 7,8 M.2 2280, PCIe 4.0 x4, NVMe7.100 / 6.000 MB/s440 TBWohne DRAM Preis prüfen*
6 SATA-KlassikerSamsung 870 EVO 2 TB 6,9 2,5 Zoll, SATA III 6 Gbit/s560 / 530 MB/s1.200 TBW2 GB LPDDR4 Preis prüfen*
1
Unser Favorit

Samsung 990 PRO 2 TB

Für die meisten: PC, Notebook mit Slot und PS5 (mit Kühlkörper).

9,0/10
  • DRAM-Cache und 1.200 TBW
  • Bis zu 1.400.000 IOPS lesend laut Datenblatt
  • Datenblatt nennt die PlayStation 5 als Anwendung
  • Fünf Jahre Garantie
  • Für PS5 Heatsink-Variante nötig
  • Keine PCIe-5.0-Geschwindigkeit
Schnittstelle
M.2 2280, PCIe 4.0 x4, NVMe 2.0
Lesen / Schreiben (sequenziell)
7.450 / 6.900 MB/s
Haltbarkeit (2 TB)
1.200 TBW
DRAM-Cache
2 GB LPDDR4

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Werbung Preise inkl. MwSt. laut Händler-Feed, Stand 08.10.2026 23:08 Uhr · expert (990 Pro, 2 TB, NVMe M.2 SSD): 399,00 €, zzgl. 6,99 € Versand, Lieferzeit 1 - 3 Werktage · notebooksbilliger (Samsung 990 PRO SSD 2TB M.2 PCIe Gen4 NVMe Internes Solid-State-Module): 449,00 €, zzgl. 8,99 € Versand, sofort ab Lager. Maßgeblich ist der Preis im Shop.
2
Für Profis

Samsung 9100 PRO 2 TB

Für Videoschnitt und PCIe-5.0-Mainboards mit großen Dateien.

8,7/10
  • Doppelte sequenzielle Rate gegenüber Gen4
  • Bis zu 1.850.000 IOPS lesend (2 TB)
  • Samsung-Controller mit 2 GB DRAM
  • Datenblatt nennt die PlayStation 5 als Anwendung
  • Mehr Wärme, Kühlung nötig
  • In PS5 und Gen4-Slots nicht ausgereizt
Schnittstelle
M.2 2280, PCIe 5.0 x4, NVMe 2.0
Lesen / Schreiben (sequenziell)
14.700 / 13.400 MB/s
Haltbarkeit (2 TB)
1.200 TBW
DRAM-Cache
2 GB LPDDR4X

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3
Für Gamer

WD_BLACK SN850X 2 TB

Für Gamer und PS5 mit Fokus auf Gen4-Leistung mit DRAM-Chip.

8,5/10
  • 1.200 TBW laut Datenblatt
  • Bis zu 1.200.000 IOPS lesend
  • DRAM-Chip laut StorageReview-Test
  • Heatsink-Variante verfügbar
  • Cache-Größe nicht angegeben
  • Schreibrate 6.600 MB/s, unter 990 PRO und SN7100
Schnittstelle
M.2 2280, PCIe 4.0 x4, NVMe
Lesen / Schreiben (sequenziell)
7.300 / 6.600 MB/s
Haltbarkeit (2 TB)
1.200 TBW
DRAM-Cache
DRAM-Chip (Größe k. A.)

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4
Effizient

WD_BLACK SN7100 2 TB

Für Notebook, Handheld und Dauerbetrieb mit Fokus auf Energieeffizienz.

8,3/10
  • Laut Sandisk-Datenblatt bis zu 100 % effizienter als die Vorgängergeneration
  • Hohe Schreibrate von 6.900 MB/s
  • 1.200 TBW
  • Fünf Jahre Garantie
  • Kein DRAM-Cache
  • NVMe-Version im Datenblatt nicht genannt (k. A.)
Schnittstelle
M.2 2280, PCIe 4.0 x4, NVMe
Lesen / Schreiben (sequenziell)
7.250 / 6.900 MB/s
Haltbarkeit (2 TB)
1.200 TBW
DRAM-Cache
ohne DRAM

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5
Preis-Leistung

Crucial P310 2 TB

Für Alltag und Gaming bei knappem Budget.

7,8/10
  • 7.100 MB/s lesend, genug für die PS5
  • Tom's Hardware misst über 7.000 MB/s lesend
  • Fünf Jahre Garantie
  • 2230-Variante als eigenes Produkt
  • Nur 440 TBW
  • Kein DRAM-Cache
Schnittstelle
M.2 2280, PCIe 4.0 x4, NVMe
Lesen / Schreiben (sequenziell)
7.100 / 6.000 MB/s
Haltbarkeit (2 TB)
440 TBW
DRAM-Cache
ohne DRAM

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6
SATA-Klassiker

Samsung 870 EVO 2 TB

Für ältere Rechner und Notebooks ohne M.2-Steckplatz.

6,9/10
  • Passt in fast jeden älteren PC
  • 1.200 TBW laut Samsung
  • DRAM-Cache
  • Fünf Jahre Garantie
  • Durch SATA auf rund 560 MB/s begrenzt
  • Nicht für die PS5-Erweiterung
Schnittstelle
2,5 Zoll, SATA III 6 Gbit/s
Lesen / Schreiben (sequenziell)
560 / 530 MB/s
Haltbarkeit (2 TB)
1.200 TBW
DRAM-Cache
2 GB LPDDR4

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So entsteht die Wertung: Die Wertung gewichtet nach Datenblatt die Kriterien dieses Ratgebers: Haltbarkeit (TBW) und DRAM am stärksten, dann sequenzielle Raten und Schnittstelle. Alle Modelle sind die 2-TB-Variante ohne Kühlkörper. Die Angaben stammen aus Hersteller-Datenblättern (Samsung, Sandisk), für Crucial aus Tests (Tom's Hardware, StorageReview); „k. A.“ heißt nicht belegt. Kein Praxistest. Preise ändern sich laufend – den aktuellen Preis siehst du beim Händler. *Affiliate-Links: Als Amazon-Partner und Partner weiterer Shops verdienen wir an qualifizierten Verkäufen eine Provision; für dich ändert sich der Preis nicht.

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Kurzantwort: welche SSD zu wem passt

Standard für PC, Notebook und PS5: M.2 2280, NVMe, PCIe 4.0 x4. Beispiele aus der Auswahl: Samsung 990 PRO (laut Samsung bis 7.450 MB/s lesen), WD_BLACK SN850X (bis 7.300 MB/s) und Crucial P310 (bis 7.100 MB/s).

Für Videoschnitt und große Dateien: PCIe 5.0 wie die Samsung 9100 PRO mit laut Samsung-Datenblatt 14.700 MB/s Lesen und 13.400 MB/s Schreiben (2 TB), sofern Dein Mainboard einen PCIe-5.0-Steckplatz hat. Im Alltag beim Spielen oder Booten ist der Unterschied zu PCIe 4.0 oft klein.

Altes Notebook oder PC ohne M.2: SATA-SSD im 2,5-Zoll-Format wie die Samsung 870 EVO. Sie ist durch die SATA-Schnittstelle auf rund 560 MB/s begrenzt.

NAS oder Server: Achte auf Dauerbetrieb und Haltbarkeit; mehr dazu im Ratgeber NAS kaufen. Für den Spiele-PC gibt der Ratgeber Gaming-PC kaufen den Rahmen vor, für mobile Rechner der Ratgeber Gaming-Laptop kaufen.

Dieser Ratgeber behandelt interne SSDs. Externe SSDs mit USB-Gehäuse (Portable SSD) folgen anderen Kriterien wie Schnittstelle USB 3.2 und Gehäuseschutz.

Schnittstelle: SATA, NVMe, PCIe 4.0 und 5.0

SATA III überträgt mit 6 Gbit/s; nach Abzug der Kodierung bleiben rechnerisch rund 600 MB/s. Praktisch erreichen SATA-SSDs etwa 560 MB/s beim Lesen und 530 MB/s beim Schreiben, so nennt es Samsung für die 870 EVO. Schneller geht es über diese Schnittstelle nicht.

NVMe ist das Protokoll für SSDs direkt am PCIe-Bus. Eine M.2-SSD kann auch per SATA laufen: Das Format M.2 2280 sagt nur etwas über Größe und Stecker, nicht über das Protokoll. Prüfe deshalb die Bezeichnung „NVMe“ im Datenblatt.

PCIe 4.0 x4 bietet 16 GT/s pro Lane (so nennt es auch das Sandisk-Datenblatt der SN850X) und damit rechnerisch rund 7,9 GB/s in jede Richtung bei vier Lanes. Die schnellen Gen4-Modelle erreichen laut Datenblatt knapp darunter: Samsung 990 PRO 7.450 MB/s, WD_BLACK SN850X 7.300 MB/s, WD_BLACK SN7100 7.250 MB/s und Crucial P310 7.100 MB/s.

PCIe 5.0 x4 verdoppelt das auf rechnerisch rund 15,8 GB/s. Die Samsung 9100 PRO erreicht laut Samsung-Datenblatt im 2-TB-Modell 14.700 MB/s Lesen und 13.400 MB/s Schreiben.

Wie viel davon im Alltag ankommt, hängt von der Art der Zugriffe ab. Beim Kopieren großer Dateien zählt die sequenzielle Rate. Beim Starten von Windows oder Spielen kommen viele kleine Zugriffe, die in IOPS gemessen werden: Die Samsung 990 PRO nennt laut Datenblatt bis zu 1.400.000 IOPS lesend und 1.550.000 IOPS schreibend, die 9100 PRO (2 TB) bis zu 1.850.000 und 2.600.000. Die SATA-SSD 870 EVO kommt auf 98.000 und 88.000 IOPS. Der Abstand zwischen SATA und NVMe ist also bei kleinen Zugriffen noch größer als bei den sequenziellen Raten, aber für normale Büro- und Spielelasten kaum zu spüren.

Formfaktor und Steckplatz: passt die SSD in Dein Gerät?

Die gängige Größe ist M.2 2280: 22 mm breit und 80 mm lang (Samsung nennt für die 990 PRO 80 x 22 x 2,3 mm). Daneben gibt es 2230 und 2242 für Notebooks und Handhelds sowie 22110 für lange Server-Module. Die PS5 akzeptiert laut Sony 2230, 2242, 2260, 2280 und 22110.

Wichtig vor dem Kauf: Prüfe im Handbuch Deines Mainboards oder Notebooks, ob der Steckplatz PCIe-NVMe unterstützt (Key M), welche Länge passt und welche PCIe-Generation anliegt. Eine PCIe-5.0-SSD läuft auch in einem PCIe-4.0-Steckplatz, dann aber nur mit der geringeren Geschwindigkeit. Umgekehrt bremst eine Gen4-SSD in einem Gen3-Slot. Manche Boards teilen die Lanes zwischen M.2-Slot und SATA-Ports; dann fallen Ports weg, wenn der Slot belegt ist (je nach Board, k. A.).

Für Notebooks gilt: Viele Modelle sind verlötet oder haben nur einen Steckplatz, oft im Format 2230 oder 2242. Die Modelle in der Tabelle sind M.2 2280 (SATA 2,5 Zoll bei der 870 EVO); für kleinere Formate suche gezielt nach der Variante mit 2230. Die Crucial P310 gibt es laut Tom's Hardware auch als 2230-Variante, die ein anderes Produkt ist.

Der Mainboard-Kühlkörper über dem Slot kann die Höhe beschränken. SSDs mit mitgeliefertem Kühlkörper (etwa die 990 PRO mit Heatsink, für die Samsung ein eigenes Datenblatt führt) passen nicht in jede Halterung.

DRAM, HMB und SLC-Cache: was die Zusatzchips bedeuten

Jede SSD führt eine Zuordnungstabelle, die logische Adressen auf die Speicherzellen abbildet. Diese Tabelle liegt entweder in einem eigenen DRAM-Chip auf der SSD oder, bei DRAM-losen Modellen, teilweise im Arbeitsspeicher des Rechners (Host Memory Buffer, HMB). HMB ist seit NVMe 1.2 Teil des Standards und erlaubt günstigeren SSDs ohne DRAM, den Rückstand auf Modelle mit DRAM deutlich zu verkleinern. Eine Fachveröffentlichung in PLOS ONE (2020) fand, dass DRAM-lose SSDs ohne HMB bei der Ein-/Ausgabeleistung schlechter abschneiden als Modelle mit DRAM, der Abstand mit aktiviertem HMB aber deutlich schrumpft.

In der Auswahl haben laut Samsung-Datenblatt die Samsung 990 PRO (2 GB LPDDR4), die Samsung 9100 PRO (2 GB LPDDR4X) und die Samsung 870 EVO (2 GB LPDDR4) einen DRAM-Cache. Auch die WD_BLACK SN850X hat einen DRAM-Chip: StorageReview zeigt ihn im Test auf der Platine, die Größe nennt das Sandisk-Datenblatt nicht (k. A.). Ohne DRAM arbeiten die WD_BLACK SN7100 (das Sandisk-Datenblatt nennt sie ausdrücklich DRAM-los) und die Crucial P310 (laut Tom's Hardware ein DRAM-loser Controller mit HMB und QLC-Speicher). Das ist kein Mangel an sich, denn die SN7100 wird von Sandisk wegen der Energieeffizienz beworben (laut Sandisk-Datenblatt bis zu 100 Prozent mehr gegenüber der Vorgängergeneration). Bei dauerhafter Last mit vielen kleinen Zugriffen, etwa in Servern oder auf sehr voll belegten Laufwerken, hat DRAM Vorteile.

Zusätzlich nutzen fast alle Consumer-SSDs einen SLC-Cache: Ein Teil des TLC-Speichers wird temporär wie schnelleres SLC-Speicher beschrieben. Ist er voll, sinkt die Schreibrate auf die native TLC-Geschwindigkeit. Die Werbewerte im Datenblatt beziehen sich auf den Cache. Wie groß er ist und wie stark die Rate einbricht, steht selten im Datenblatt (k. A.) und variiert mit Füllstand und Kapazität. Wer regelmäßig Dutzende Gigabyte am Stück schreibt, etwa Videomaterial, schaut deshalb auf Tests mit Dauerschreiben statt auf die Spitzenwerte.

Haltbarkeit: TBW, Garantie und Datenblatt-Zahlen

TBW steht für „Terabytes Written“: die Datenmenge, die der Hersteller über die Lebensdauer garantiert. Fällt die SSD vorher aus oder ist die Grenze erreicht, endet die Garantie. Bei 2 TB nennen die Hersteller:

  • Samsung 990 PRO: 1.200 TBW
  • Samsung 9100 PRO: 1.200 TBW
  • WD_BLACK SN850X: 1.200 TBW (Sandisk-Datenblatt)
  • WD_BLACK SN7100: 1.200 TBW
  • Samsung 870 EVO: 1.200 TBW
  • Crucial P310: 440 TBW

Alle Modelle der Auswahl haben laut Hersteller fünf Jahre Garantie oder bis zum Erreichen der TBW, je nachdem, was zuerst eintritt. Was heißt 1.200 TBW im Alltag? Wer täglich 50 GB schreibt, braucht rechnerisch über 65 Jahre, um 1.200 TB zu erreichen; selbst 440 TBW wären bei 50 GB am Tag nach rund 24 Jahren erreicht. Normale Nutzer kommen an die Grenzen nicht heran. Relevant wird TBW bei Videoschnitt mit Rohmaterial, Datenbanken oder NAS-Cache-Betrieb.

Beachte den Unterschied zwischen Modellen mit gleichem Namen und unterschiedlichen Kapazitäten: TBW skaliert mit der Größe. Die 2-TB-Variante der Samsung 870 EVO hat laut Samsung 1.200 TBW, die 1-TB-Variante weniger. Werbeangaben auf Shopseiten können abweichen; im Zweifel zählt das Datenblatt des Herstellers. Garantie und Haltbarkeit sind keine Datensicherung: Lege wichtige Daten zusätzlich auf einem zweiten Medium ab.

Kühlung, Temperatur und Throttling

Schnelle NVMe-SSDs erwärmen sich bei Last und senken ihre Leistung ab, um sich zu schützen (Thermal Throttling). Wie früh und wie stark die Drosselung einsetzt, ist je Modell verschieden (k. A. im Datenblatt). Für Mainboards mit M.2-Kühlkörper ist eine SSD ohne eigenen Kühlkörper meist richtig; passt kein Board-Kühler, nimmt man die Variante mit Heatsink.

Gen5-SSDs wie die Samsung 9100 PRO erzeugen bei voller Last mehr Wärme als Gen4. Absolute Wattzahlen nennt das Samsung-Datenblatt, Temperaturen unter Dauerlast zeigen unabhängige Tests (k. A. hier). Für Gen5 ist gute Belüftung des Slots sinnvoll.

Bei der PS5 ist eine Wärmeableitung Pflicht: Sony schreibt vor, dass der Kühlkörper bis zu 25 mm breit und höchstens 11,25 mm dick sein darf (davon 8,0 mm über und 2,45 mm unter der Platine). Eine SSD mit mitgeliefertem Heatsink muss in diese Maße passen. In Notebooks gibt es meist keinen Platz für Kühlkörper; hier wählst Du stromsparende Modelle wie die SN7100 (laut Sandisk-Datenblatt für Laptops und Handhelds gedacht) oder die P310 (Tom's Hardware lobt ihre Energieeffizienz).

Praktisch heißt das: Kaufe nicht die schnellste SSD, wenn Dein Gehäuse sie nicht kühlen kann. Eine Gen4-SSD mit gutem Luftstrom liefert im Alltag oft mehr Dauerleistung als eine heiße Gen5-SSD ohne Kühlung.

PS5: welche SSD passt in die Konsole

Sony nennt für die PS5 folgende Anforderungen an eine M.2-SSD: PCI-Express-Gen4-x4-NVMe mit Key M, Kapazität von 250 GB bis 8 TB, empfohlene Lesegeschwindigkeit von 5.500 MB/s oder schneller, Formfaktoren 2230, 2242, 2260, 2280 und 22110 sowie eine Wärmeableitung durch Kühlkörper oder Folie. Anschluss: Sockel 3 mit Key M.

Aus der Auswahl erfüllen die Gen4-Modelle Samsung 990 PRO, WD_BLACK SN850X, WD_BLACK SN7100 und Crucial P310 die Datenblatt-Anforderung von 5.500 MB/s deutlich (7.100 bis 7.450 MB/s). Die Samsung 9100 PRO passt als Gen5-Modell mit Gen4-Tempo ebenfalls, denn Sony nennt für die PS5 die Gen4-Schnittstelle; ihr Mehrwert verpufft in der Konsole. Eine SATA-SSD wie die 870 EVO ist für die PS5-Erweiterung nicht geeignet.

Wichtig: Prüfe, ob die Variante mit oder ohne Heatsink gekauft wird. Für die 990 PRO führt Samsung ein eigenes Datenblatt der Heatsink-Version; auch von der SN850X und der P310 gibt es Varianten mit Kühlkörper (Modellnummer vergleichen). Die Samsung-Datenblätter der 990 PRO und der 9100 PRO nennen die PlayStation 5 ausdrücklich als Anwendung. Ohne Heatsink brauchst Du einen passenden Kühler, der in die Maße von Sony passt. Das gilt auch für andere Konsolen und Handhelds, die M.2-Steckplätze bieten; hier gilt die Herstellerliste.

Hinweis: Nach dem Einbau formatiert die PS5 die SSD; bestehende Daten gehen verloren. Prüfe die Anleitung bei Sony.

Kapazität und typische Fehlkäufe

Kapazität: Für Windows plus Programme reichen 500 GB knapp, 1 TB ist für die meisten ein Standard, 2 TB ist sinnvoll für große Spielebibliotheken, Videoschnitt oder wenn der Rechner nur einen Slot hat. Der Preis pro Terabyte sinkt meist mit der Größe; achte auf das Verhältnis, nicht auf die absolute Zahl. Eine fast volle SSD wird langsamer, weil der SLC-Cache schrumpft; lasse etwa 10 bis 20 Prozent frei (Faustwert, keine Herstellerangabe).

Falsches Protokoll: Eine M.2-SSD mit SATA (zum Beispiel die Verbatim Vi560 S3) passt mechanisch, läuft aber nur mit rund 560 MB/s. Prüfe „NVMe“ und „PCIe“ im Titel.

Gen5 ohne Nutzen: Ein Gen5-Modell in einem Gen4-Slot liefert nur Gen4-Tempo. Wer nicht sehr große Dateien bewegt, spart mit Gen4 Geld und Wärme.

DRAM-lose Billigmodelle für Dauerlast: Für Datenbanken, NAS-Cache oder Server taugen Verbraucher-SSDs mit geringer TBW nur eingeschränkt. Die Crucial P310 nennt 440 TBW für 2 TB, deutlich weniger als die 1.200 TBW der Wettbewerber, und nutzt laut Tom's Hardware QLC-Speicher.

Tests falsch lesen: Beim Stichwort „SSD Test“ findest Du viele Messungen; achte auf die Firmware, die geprüfte Kapazität und ob Dauerschreiben getestet wurde. Ein Test der 1-TB-Variante sagt wenig über die 2-TB-Variante, denn Schreibraten und TBW hängen von der Kapazität ab. Besonders bei M.2-SSD-Tests gilt: Die Spitzenwerte stehen im Datenblatt, die Alltagswerte nicht.

Fehlende Datensicherung: Eine SSD fällt oft ohne Vorwarnung aus. Sichere wichtige Daten extern oder auf einem NAS, siehe NAS kaufen.

Empfehlung nach Typ

Für die meisten (PC, Notebook mit Slot, PS5): Samsung 990 PRO 2 TB. PCIe 4.0, 7.450 MB/s lesen, DRAM-Cache und 1.200 TBW laut Samsung. Für die PS5 die Heatsink-Variante.

Für Videoschnitt und Gen5-Boards: Samsung 9100 PRO 2 TB mit laut Samsung-Datenblatt 14.700 MB/s Lesen. Plane Kühlung ein und prüfe, ob Dein Slot PCIe 5.0 bietet.

Für Gamer, die Verbrauch und Leistung ausbalancieren: WD_BLACK SN850X oder WD_BLACK SN7100 (jeweils 1.200 TBW; die SN850X mit DRAM-Chip, die SN7100 ohne DRAM). Die SN7100 ist laut Sandisk effizienter und eignet sich auch für Handhelds.

Für das knappe Budget: Crucial P310 2 TB mit 7.100 MB/s lesen, ohne DRAM und mit 440 TBW. Für normale Nutzung reicht das; für Dauerlast nicht.

Für ältere Rechner ohne M.2: Samsung 870 EVO 2 TB (SATA, 560/530 MB/s, 1.200 TBW). Schneller geht es mit SATA nicht.

Die Auswahl in der Tabelle oben beruht auf Datenblattwerten, nicht auf einem Test. Bei allen Modellen ist die 2-TB-Variante ohne Kühlkörper gemeint. Die Links führen zu Amazon; dort siehst Du aktuelle Angebote und Lieferbedingungen.

Häufige Fragen

Welche SSD ist die beste für die PS5?

Sony verlangt eine M.2-NVMe-SSD mit PCIe Gen4 x4 und empfiehlt mindestens 5.500 MB/s Lesen, dazu einen Kühlkörper bis 25 mm Breite und 11,25 mm Dicke. Die Gen4-Modelle der Auswahl erfüllen das laut Datenblatt (7.100 bis 7.450 MB/s). Eine Gen5-SSD bringt in der Konsole keinen Vorteil, weil die PS5 Gen4 nutzt.

Lohnt sich PCIe 5.0 gegenüber PCIe 4.0?

Nur bei sehr großen sequenziellen Dateien, etwa Videoschnitt, und wenn Dein Mainboard PCIe 5.0 bietet. Die Samsung 9100 PRO nennt 14.700 MB/s Lesen gegen 7.450 MB/s bei der 990 PRO. Beim Spielen und Booten ist der Unterschied im Alltag klein, und Gen5 erzeugt mehr Wärme.

Brauche ich eine SSD mit DRAM?

Für normale Nutzung nicht zwingend. DRAM-lose Modelle wie die WD_BLACK SN7100 und die Crucial P310 nutzen den Host Memory Buffer und arbeiten im Alltag zügig; die WD_BLACK SN850X hat dagegen einen DRAM-Chip. Bei Dauerlast mit vielen kleinen Zugriffen, etwa Datenbanken oder Servern, hat DRAM Vorteile.

Was bedeutet TBW und wie viel brauche ich?

TBW ist die vom Hersteller garantierte Schreibmenge in Terabyte. Bei 2 TB nennen die Hersteller 440 TBW (Crucial P310) bis 1.200 TBW (Samsung, WD_BLACK). Wer täglich 50 GB schreibt, erreicht 440 TBW rechnerisch erst nach rund 24 Jahren; normale Nutzer kommen an die Grenze nicht.

Passt eine M.2-SSD in jedes Notebook?

Nein. Prüfe im Handbuch, ob der Steckplatz NVMe oder SATA unterstützt, welche Länge (2230, 2242, 2280) passt und ob die SSD verlötet ist. Die Modelle der Auswahl sind M.2 2280; die 870 EVO ist eine 2,5-Zoll-SATA-SSD.

Ist eine SATA-SSD noch sinnvoll?

Ja, wenn Dein Gerät keinen M.2-Steckplatz hat. Die Samsung 870 EVO erreicht 560 MB/s Lesen und 530 MB/s Schreiben und ist damit rund 13-mal langsamer als die Samsung 990 PRO, im Alltag aber deutlich schneller als eine Festplatte.

Brauche ich einen Kühlkörper?

Für die PS5 ja, Sony verlangt eine Wärmeableitung. Im PC liefern viele Mainboards einen M.2-Kühler mit. Gen5-SSDs wie die Samsung 9100 PRO werden unter Last wärmer und profitieren von guter Belüftung.

Quellen und Stand

  1. Sony PlayStation: M.2-SSD in die PS5 einbauen, Anforderungen (playstation.com)
  2. Samsung NVMe SSD 9100 PRO Datasheet Rev. 2.0 (download.semiconductor.samsung.com)
  3. Samsung NVMe SSD 990 PRO Datasheet Rev. 1.0 (download.semiconductor.samsung.com)
  4. Samsung SSD 870 EVO Data Sheet Rev. 1.1 (download.semiconductor.samsung.com)
  5. Sandisk: Data Sheet WD_BLACK SN850X NVMe SSD (documents.sandisk.com)
  6. Sandisk: Data Sheet WD_BLACK SN7100 NVMe SSD (documents.sandisk.com)
  7. StorageReview: WD_BLACK SN850X, Review (storagereview.com)
  8. Tom's Hardware: Crucial P310 (2280) SSD Review (tomshardware.com)
  9. HMB in DRAM-less NVMe SSDs: Their usage and effects on performance (PLOS ONE 2020) (pmc.ncbi.nlm.nih.gov)
  10. NVM Express: Spezifikationen (nvmexpress.org)

Technische Angaben im Modellvergleich: Hersteller- und Händlerdatenblätter, Stand 9. Oktober 2026; nicht belegte Werte stehen als „k. A.“. Aktualisiert am . Preisdrache testet nicht selbst im Labor — wie wir Daten auswählen und gewichten, steht unter So vergleichen wir; wie wir Geld verdienen, unter Wie wir Geld verdienen. Fehler gefunden? Schreib uns über die Adresse im Impressum.

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