Kaufberatung
M.2-SSD (NVMe) kaufen: worauf es bei Slot, Baulänge und Kühlung ankommt
Von der Preisdrache-Redaktion · Aktualisiert am · So arbeiten wir
<p>Eine M.2-SSD kaufst du nach vier Fragen: Welche PCIe-Generation liefert dein Steckplatz, welche Baulänge passt hinein (2230, 2242 oder 2280), ist unter einem Kühlkörper überhaupt Platz, und reicht die Schreibhaltbarkeit (TBW) für deine Nutzung. Die Geschwindigkeit steht erst an fünfter Stelle: Ein PCIe-5.0-Modell im PCIe-4.0-Slot läuft nur mit der Geschwindigkeit des Slots, und eine zu hohe Platine passt in kein Notebook.</p><p>Diese Seite ist die Unterseite zu unserem Hauptratgeber <a href="/ratgeber/ssd-kaufen/">SSD kaufen</a>. Dort geht es um die Grundsatzfrage SATA, NVMe oder extern; hier geht es nur um interne M.2-Laufwerke. Die Zahlen stammen aus 124 M.2-Datenblättern unserer <a href="/produkt/ssd/">Produktdatenbank</a> (Icecat, Stand 11.10.2026) und, wo wir sie selbst gelesen haben, aus Herstellerunterlagen von Kingston, MSI, Seagate, ADATA, GIGABYTE und Goodram. Wo wir eine Angabe nicht bestätigen konnten, steht „k. A.“.</p>
M.2-SSDs im Vergleich 2026
| Platz | Modell | Wertung | PCIe-Generation | Baulänge | Kühlkörper / Bauhöhe | TBW (laut Datenblatt) | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Unser FavoritADATA LEGEND 900 PRO 2 TB (SLEG-900P-2TCS) | 8,7 | PCIe 4.0 x4; an PCIe 3.0 ca. 3.400/3.000 MB/s (laut ADATA) | M.2 2280 (laut ADATA) | 3,43 mm mit, 2,15 mm ohne Kühlkörper (laut ADATA) | 1.200 TB (laut Datenblatt, Icecat) | Preis prüfen* |
| 2 | Für ProfisMSI SPATIUM M580 PCIe 5.0 NVMe M.2 FROZR 2 TB | 8,5 | PCIe 5.0 x4, NVMe 2.0, kompatibel bis Gen1 (laut MSI) | M.2 2280 (laut MSI) | Turm-Kühlkörper, 71,65 mm Höhe (laut MSI) | 1.400 TB (laut MSI) | Preis prüfen* |
| 3 | GIGABYTE AORUS Gen4 7300 2 TB (AG4732TB N) | 8,2 | PCIe 4.0 (laut Datenblatt, Icecat) | M.2 2280, 80 x 22 mm (laut GIGABYTE) | 3,5 mm hoch, doppelseitig (laut GIGABYTE); Kühlkörper im Datenblatt nicht genannt | 1.400 TB (laut GIGABYTE) | Preis prüfen* |
| 4 | Seagate FireCuda 530R 2 TB (ZP2000GM3A063) | 8,0 | PCIe Gen4 x4, abwärtskompatibel zu Gen3 (laut Seagate) | M.2 2280, M-Key (laut Seagate) | 8,8 g (laut Datenblatt, Icecat); Variante ZP2000GM3A073 mit 120 g | k. A. (Seagate nennt „bis zu 5.050 TBW“ für die Baureihe) | Preis prüfen* |
| 5 | KompaktKingston NV3 2 TB M.2 2230 (SNV3SM3/2T0) | 7,8 | PCIe 4.0 x4 NVMe (laut Kingston) | M.2 2230, 22 x 30 mm (laut Kingston) | 2,3 mm hoch, 2,8 g, einseitig (laut Kingston) | 640 TB (laut Kingston) | Preis prüfen* |
| 6 | Für ältere BoardsGoodram PX500 Gen. 3 1 TB (SSDPR-PX500-01T-80-G3) | 6,7 | PCIe 3.0 (laut Datenblatt, Icecat) | M.2 2280, M-Key, 80 x 22 x 3,8 mm (laut Goodram) | 3,8 mm hoch, 7 g (laut Goodram); Kühlkörper im Datenblatt nicht genannt | 600 TB (laut Goodram) | Preis prüfen* |
ADATA LEGEND 900 PRO 2 TB (SLEG-900P-2TCS)
Für Desktop, Notebook und PS5-Schacht mit PCIe-4.0-Slot, wenn eine flache Bauhöhe wichtig ist.
- Bis zu 7.400 MB/s lesend und 6.500 MB/s schreibend laut ADATA
- Flacher Kühlkörper mit 3,43 mm Höhe, laut ADATA für den PS5-Schacht
- Nutzt laut ADATA HMB
- 5 Jahre Garantie laut ADATA
- Gen4 statt Gen5, bei sehr großen Dateien nicht das Maximum
- TBW der 2-TB-Karte nur im Icecat-Datenblatt, nicht auf der ADATA-Seite
- PCIe-Generation
- PCIe 4.0 x4; an PCIe 3.0 ca. 3.400/3.000 MB/s (laut ADATA)
- Baulänge
- M.2 2280 (laut ADATA)
- Kühlkörper / Bauhöhe
- 3,43 mm mit, 2,15 mm ohne Kühlkörper (laut ADATA)
- TBW (laut Datenblatt)
- 1.200 TB (laut Datenblatt, Icecat)
MSI SPATIUM M580 PCIe 5.0 NVMe M.2 FROZR 2 TB
Für Desktop-Boards mit Gen5-Slot und viel Platz, die große Dateien oft kopieren.
- Bis zu 14.600 MB/s lesend und 12.700 MB/s schreibend laut MSI
- 4 GB LPDDR4-DRAM-Cache bei 2 TB laut MSI
- 1.400 TB TBW und 5 Jahre Garantie laut MSI
- AES256/OPAL 2.0 laut MSI
- Der Turmkühler passt nicht in Notebooks oder Konsolen
- Maximal 11,5 W im Betrieb laut MSI, Gen5-Slot nötig
- PCIe-Generation
- PCIe 5.0 x4, NVMe 2.0, kompatibel bis Gen1 (laut MSI)
- Baulänge
- M.2 2280 (laut MSI)
- Kühlkörper / Bauhöhe
- Turm-Kühlkörper, 71,65 mm Höhe (laut MSI)
- TBW (laut Datenblatt)
- 1.400 TB (laut MSI)
GIGABYTE AORUS Gen4 7300 2 TB (AG4732TB N)
Für Desktop-Systeme mit PCIe-4.0-Slot, die eine ausdauernde Karte suchen.
- Bis zu 7.300 MB/s lesend und 6.850 MB/s schreibend laut GIGABYTE
- 1.400 TB TBW und 5 Jahre Garantie (oder bis zum Erreichen der TBW) laut GIGABYTE
- 2 GB DDR4-DRAM-Cache und 3D-TLC-NAND laut GIGABYTE
- 1,6 Mio. Stunden MTBF laut GIGABYTE
- Ob ein Kühlkörper dazugehört, nennt das GIGABYTE-Datenblatt nicht; auf die genaue Variante achten
- 8,1 W Leseleistung laut Datenblatt (Icecat)
- PCIe-Generation
- PCIe 4.0 (laut Datenblatt, Icecat)
- Baulänge
- M.2 2280, 80 x 22 mm (laut GIGABYTE)
- Kühlkörper / Bauhöhe
- 3,5 mm hoch, doppelseitig (laut GIGABYTE); Kühlkörper im Datenblatt nicht genannt
- TBW (laut Datenblatt)
- 1.400 TB (laut GIGABYTE)
Seagate FireCuda 530R 2 TB (ZP2000GM3A063)
Für Gaming-PCs mit PCIe-4.0-Slot, die ein M.2-2280-Laufwerk ohne Kühlkörper wollen.
- 7.400 MB/s lesend und 6.900 MB/s schreibend laut Datenblatt (Icecat)
- 5 Jahre Garantie und 3 Jahre Rescue Services laut Seagate
- Laut Seagate unterstützt sie Microsoft DirectStorage
- 1,3 Mio. IOPS bei 4K laut Datenblatt (Icecat)
- TBW der 2-TB-Karte nicht bestätigt
- Kühlung muss das Board oder Zubehör liefern
- PCIe-Generation
- PCIe Gen4 x4, abwärtskompatibel zu Gen3 (laut Seagate)
- Baulänge
- M.2 2280, M-Key (laut Seagate)
- Kühlkörper / Bauhöhe
- 8,8 g (laut Datenblatt, Icecat); Variante ZP2000GM3A073 mit 120 g
- TBW (laut Datenblatt)
- k. A. (Seagate nennt „bis zu 5.050 TBW“ für die Baureihe)
Kingston NV3 2 TB M.2 2230 (SNV3SM3/2T0)
Für schlanke Notebooks und Handhelds, in denen nur eine M.2-2230-Karte Platz hat.
- Nur 22 x 30 x 2,3 mm und 2,8 g laut Kingston
- 6.000 MB/s lesend und 5.000 MB/s schreibend laut Kingston
- 640 TB TBW und 5 Jahre Garantie laut Kingston
- Zielt laut Kingston auf Laptops und tragbare Spielekonsolen
- Datenblatt nennt keinen DRAM-Cache (k. A.)
- Laut Kingston nicht für Serverumgebungen und vor dem Einbau beim Gerätehersteller zu klären
- PCIe-Generation
- PCIe 4.0 x4 NVMe (laut Kingston)
- Baulänge
- M.2 2230, 22 x 30 mm (laut Kingston)
- Kühlkörper / Bauhöhe
- 2,3 mm hoch, 2,8 g, einseitig (laut Kingston)
- TBW (laut Datenblatt)
- 640 TB (laut Kingston)
Goodram PX500 Gen. 3 1 TB (SSDPR-PX500-01T-80-G3)
Für ältere PCs und Notebooks mit PCIe-3.0-Slot, die keine Spitzenleistung brauchen.
- 3.300 MB/s lesend und 2.700 MB/s schreibend laut Goodram
- 230.000/300.000 IOPS bei 4K laut Goodram
- 600 TB TBW bei 1 TB und 3 Jahre Garantie (begrenzt durch die TBW) laut Goodram
- Leicht mit 7 g laut Goodram
- Deutlich langsamer als PCIe-4.0- und -5.0-Karten
- Nur 3 Jahre Garantie, begrenzt durch die TBW, laut Goodram
- PCIe-Generation
- PCIe 3.0 (laut Datenblatt, Icecat)
- Baulänge
- M.2 2280, M-Key, 80 x 22 x 3,8 mm (laut Goodram)
- Kühlkörper / Bauhöhe
- 3,8 mm hoch, 7 g (laut Goodram); Kühlkörper im Datenblatt nicht genannt
- TBW (laut Datenblatt)
- 600 TB (laut Goodram)
So entsteht die Wertung: Die Wertung gewichtet Datenblattangaben zu PCIe-Generation, Baulänge, Kühlkörper/Bauhöhe und TBW, wie in diesem Ratgeber beschrieben; fehlende oder nicht eindeutig belegte Angaben geben Abzug. Es ist keine Praxismessung; Werte ohne Herstellerbeleg stehen als „k. A.“ oder mit Herkunft Icecat. Preise ändern sich laufend – den aktuellen Preis siehst du beim Händler. *Affiliate-Links: Als Amazon-Partner und Partner weiterer Shops verdienen wir an qualifizierten Verkäufen eine Provision; für dich ändert sich der Preis nicht.
Zuerst klären: was dein Steckplatz überhaupt kann
„M.2“ beschreibt nur die Bauform der Steckkarte, nicht die Technik darauf. Auf einer M.2-Karte kann ein SATA-Controller sitzen oder ein NVMe-Controller an PCIe. In den 124 Datenblättern unserer Produktdatenbank (Icecat, Stand 11.10.2026) nennen 122 PCI Express als Schnittstelle (60 mal PCIe 4.0, 37 mal PCIe 3.0, 25 mal PCIe 5.0), die übrigen 2 Serial ATA III, beide von Lenovo; die Zählung bezieht sich auf diese 124 Datenblätter, nicht auf den Markt. Eine M.2-SATA-Karte erreicht laut diesen beiden Datenblättern 520 MB/s lesend und schreibend, also das Niveau einer 2,5-Zoll-SATA-SSD.
Der Unterschied ist für dich wichtig, weil nicht jeder Steckplatz beides kann. Manche Boards und Notebooks bestücken ihren M.2-Slot nur mit PCIe, andere nur mit SATA, einige mit beiden. M.2-SATA-Laufwerke und NVMe-Laufwerke haben eine unterschiedliche Kerbung am Steckerende; die genaue Kodierung (B+M-Key bei SATA-Karten, M-Key bei NVMe) nennt das jeweilige Datenblatt. Crucial beschreibt das für die eigenen Laufwerke so: B- und M-Kerbe für SATA, nur M-Kerbe für NVMe-PCIe-Laufwerke; andere Hersteller können abweichen, und manche Slots (A/E) sind für WLAN-Karten reserviert. Seagate führt für die FireCuda 530R im Datenblatt ausdrücklich einen „M.2 (M key) slot, PCIe G4 x4“ als Systemvoraussetzung auf. Schau also vor dem Kauf ins Handbuch deines Mainboards oder in die Wartungsanleitung des Notebooks und suche dort den Eintrag zum M.2-Slot: Steht dort „PCIe x4“ oder „NVMe“, kannst du NVMe verbauen; steht dort nur „SATA“, bleibt dir nur die SATA-Karte.
Wie viele M.2-Slots dein Board hat und welche davon direkt an der CPU hängen, steht im Handbuch. Wenn du ohnehin ein neues Board planst, hilft dir der Ratgeber Mainboard kaufen bei der Auswahl; wer ein ganzes System zusammenstellt, findet im Gaming-PC-Ratgeber die Einordnung, wie viel Speicher-Tempo dort überhaupt gebraucht wird.
PCIe 3.0, 4.0 oder 5.0: was dein Mainboard hergibt
Die PCIe-Generation entscheidet über die Obergrenze der Übertragung, und sie ist abwärtskompatibel. Seagate schreibt im Datenblatt der FireCuda 530R: „PCIe G4 x4 interface (backwards compatible with PCIe G3 interface)“. ADATA nennt für die LEGEND 900 PRO auf der Produktseite bis zu 7.400 MB/s lesend und 6.500 MB/s schreibend und gibt für PCIe-3.0-Systeme rund 3.400 MB/s lesend und 3.000 MB/s schreibend an. Das ist ein guter Anhaltspunkt: Steckst du eine schnelle PCIe-4.0-Karte in einen PCIe-3.0-Slot, halbiert sich ungefähr das Tempo, die Karte funktioniert aber.
Ein PCIe-5.0-Laufwerk lohnt sich nur, wenn dein Board einen Gen5-fähigen M.2-Slot hat. Die MSI SPATIUM M580 FROZR gibt laut MSI-Datenblatt mit der 2-TB-Variante bis zu 14.600 MB/s lesend und 12.700 MB/s schreibend an und ist laut MSI mit PCIe Gen5 bis Gen1 kompatibel. Im Gen4-Slot nutzt du davon nur einen Teil, brauchst aber die Gen5-Technik samt dem Kühlungsaufwand. Für Spiele, Office und Videoschnitt in Full-HD bis 4K reicht PCIe 4.0 in der Regel aus; Gen5 ist für sehr große Dateien sinnvoll, die du ständig kopierst.
Praktische Reihenfolge: Erst nachsehen, welche Generation dein Slot hat. Dann entscheiden, ob du die nächsthöhere Generation brauchst. PCIe 3.0 ist für ältere Notebooks und Büro-PCs weiterhin ausreichend; die Goodram PX500 Gen. 3 mit laut Datenblatt (Icecat) 3.300 MB/s lesend und 2.700 MB/s schreibend zeigt, wo diese Klasse liegt.
Baulänge: 2230, 2242 oder 2280
Die vierstellige Zahl nach „M.2“ nennt Breite und Länge in Millimetern: 2280 heißt 22 mm breit und 80 mm lang, 2230 heißt 22 mm mal 30 mm. Die 2280 ist der Standard in Desktop-PCs und den meisten Notebooks. Die kleine 2230 findest du in schlanken Notebooks und tragbaren Spielekonsolen. Kingston bietet die NV3 laut Datenblatt in beiden Größen an: „Erhältlich in den kompakten Single-Sided-Größen M.2 2280 (22x80mm) und 2230 (22x30mm), um Festspeicher mit kleinem Formfaktor in Laptops und tragbaren Spielekonsolen zu erweitern“. Die Teilenummern unterscheiden sich: SNV3S/… für 2280 und SNV3SM3/… für 2230. Kingston weist zudem darauf hin, vor dem Einbau den Gerätehersteller zu fragen.
Die 2230-Version der NV3 misst laut Kingston-Datenblatt 22 x 30 x 2,3 mm und wiegt 2,8 g (2 TB), die 2280-Version wiegt 7 g. Im Icecat-Material ist das mit 2,6 g (500 GB, 2230) auch das leichteste von 71 Datenblättern mit Gewichtsangabe; der Median liegt dort bei 10 g.
Ein Fehlkauf passiert hier schnell: Eine 2280-Karte lässt sich nicht in einen 2230-Schacht zwingen, und das Gegenstück, eine 2230-Karte in einem 2280-Slot, braucht einen Montagerahmen oder einen Schraubpunkt am richtigen Gewinde. Kürzere Karten wie 2242 sind für manche Notebooks vorgesehen; für diese Länge führt keines unserer sechs Vergleichsmodelle ein Datenblatt, hier hilft nur die Gerätedokumentation.
Kühlkörper und Bauhöhe: Notebook, PS5, Desktop
Die dritte Maßzahl ist die Höhe. Eine nackte M.2-Karte ist nach Kingston-Datenblatt 2,3 mm hoch, bei ADATA sind es laut Produktseite 2,15 mm ohne und 3,43 mm mit dem dünnen Kühlkörper der LEGEND 900 PRO. Das Gewicht wächst entsprechend: 6,2 g ohne und 9,2 g mit Kühlkörper bei ADATA. Das liegt in einem Bereich, der in die meisten Schächte passt, die einen flachen Kühler vorsehen.
Ganz anders ein Turmkühler wie bei der MSI SPATIUM M580 FROZR: Das MSI-Datenblatt nennt Abmessungen von 94,8 mm (L) x 24,0 mm (B) x 71,65 mm (H). Das ist ein Kühlkörper für Desktop-Boards mit freiem Platz über dem Slot, nicht für Notebooks oder die Konsole. Auch innerhalb einer Baureihe kann es Varianten geben: Bei Seagate führen die Icecat-Datenblätter die FireCuda 530R ZP2000GM3A063 mit 8,8 g, die Variante ZP2000GM3A073 aber mit 120 g, also deutlich mit Kühlkörper. Bei GIGABYTE sollte man ebenfalls auf die genaue Modellnummer achten.
Für die PlayStation 5 gilt: Sie nimmt laut Seagate-Produktseite NVMe-SSDs mit bestimmten Größen- und Geschwindigkeitsvorgaben auf, die Platzvorgaben gibt Sony vor. ADATA führt für die LEGEND 900 PRO an, dass sie als Speichererweiterung in den PS5-Schacht passt. Fehlt ein Kühlkörper, brauchst du einen passenden aus dem Zubehör; ist schon einer verbaut, prüfe vor dem Kauf die Gesamthöhe.
Im Notebook gilt eine einfache Faustregel: Karte ohne Kühlkörper nehmen. Das Gerät kühlt selbst, und jeder Millimeter Höhe kann den Deckel blockieren. Im Desktop darfst du frei wählen; Mainboards liefern oft eigene M.2-Kühlplatten mit, dann ist ein Karten-Kühlkörper doppelt gemoppelt. Mehr zur Wahl des Gesamtsystems findest du im Gaming-PC-Ratgeber.
TBW und Garantie: wie viel Schreiben die SSD aushält
TBW (Terabytes Written) gibt an, wie viel Daten über die Lebenszeit auf die SSD geschrieben werden dürfen, bevor der Hersteller die Garantie beendet. Bei Kingston wird der Wert laut Datenblatt vom JEDEC Client-Workload (JESD219A) abgeleitet. Die NV3 liegt dort bei 160 TB (500 GB), 320 TB (1 TB), 640 TB (2 TB) und 1.280 TB (4 TB), die Garantie beträgt 5 Jahre. MSI nennt für die SPATIUM M580 FROZR 700 TB (1 TB), 1.400 TB (2 TB) und 3.000 TB (4 TB) bei 5 Jahren Garantie „oder bis zum Erreichen der maximalen TBW, was zuerst eintritt“. Die TBW wächst also etwa mit der Kapazität, und größere Modelle halten mehr aus.
Ein Rechenbeispiel zur Einordnung: 640 TBW über 5 Jahre sind rund 350 GB pro Tag (640 TB geteilt durch 1.825 Tage); 1.400 TBW entsprechen rund 770 GB pro Tag. Das ist ein Mehrfaches dessen, was ein normaler Heimanwender schreibt. Wer täglich Videomaterial rendert oder große Datenbanken bewegt, sollte auf die höhere TBW achten. Beim Spielen und Arbeiten im Büro spielt die Zahl dagegen kaum eine Rolle; die Garantiedauer ist dann der aussagekräftigere Wert.
Hüte dich vor vergleichbar aussehenden Zahlen aus verschiedenen Quellen. Die Seagate-Unterlage wirbt mit „endurance of up to 5,050TBW“; das ist der Höchstwert der Baureihe, nicht der Wert der 2-TB-Variante. Deshalb steht beim Seagate-Modell in unserer Tabelle „k. A.“. Bei ADATA nennt die Produktseite 2.400 TB als Wert des größten Modells; für die 2-TB-Karte stehen im Icecat-Datensatz 1.200 TB.
DRAM-Cache und HMB: warum manche SSDs ohne Speicher auskommen
Eine SSD muss eine Tabelle führen, wo welche Daten liegen. Hochwertige Modelle halten diese Tabelle in eigenem DRAM-Speicher auf der Karte. Einfachere Modelle sparen den Chip und leihen sich per HMB (Host Memory Buffer) einen kleinen Teil des Arbeitsspeichers des PCs. Das merkst du vor allem bei dauerhaft hoher Last, etwa beim Kopieren sehr großer Datenmengen; beim alltäglichen Arbeiten kaum.
Die Hersteller geben das unterschiedlich genau an. MSI führt im Datenblatt für die M580 FROZR einen DRAM-Cache von 4 GB LPDDR4 bei 2 TB (2 GB bei 1 TB, 8 GB bei 4 TB) und den Controller PHISON E26. ADATA schreibt auf der Produktseite der LEGEND 900 PRO, die Karte nutze „HMB (Host Memory Buffer) technology“. Das Kingston-Datenblatt der NV3 nennt weder DRAM noch HMB; hier steht daher „k. A.“, wir behaupten nichts. GIGABYTE nennt im Datenblatt der AORUS Gen4 7300 einen DDR4-DRAM-Cache von 2 GB (2 TB); für Goodram nennt das Datenblatt der PX500 gen. 3 weder DRAM noch HMB, hier konnten wir die Angabe nicht bestätigen.
Das Merkmal taucht in den Icecat-Datenblättern nur selten als eigene Kennzahl auf. Die Zufallswerte (4K) sind dort häufiger, nämlich bei 94 von 124 Datenblättern, mit einem Median von 540.000 IOPS beim Lesen und 490.000 IOPS beim Schreiben. Einzelne Werte in dieser Spalte sind offensichtlich Datenblattfehler (etwa 1.600 IOPS bei einem Gen5-Modell) und wurden für unsere Aussagen nicht herangezogen.
Was die Datenblätter zeigen
In den 124 Datenblättern unserer Produktdatenbank (Icecat, Stand 11.10.2026) ist die Bauform ausnahmslos M.2. Das ist eine Zählung über diese Datenblätter, keine Marktstatistik. Wichtig zur Einordnung: 33 der 124 Datenblätter stammen von Origin Storage, einem Anbieter von Ersatz- und OEM-Laufwerken. Er trägt 32-mal dieselben Werte (2.100 MB/s lesend, 1.900 MB/s schreibend, 100 TBW) und verzerrt damit häufigste Werte und Mittelwerte. Wir formulieren deshalb Aussagen bevorzugt als Zählung nach Schnittstelle und als Spanne.
- Schnittstelle (n=124 von 124): 60 mal PCI Express 4.0, 37 mal PCI Express 3.0, 25 mal PCI Express 5.0 und 2 mal Serial ATA III.
- Lesegeschwindigkeit (n=116 von 124): von 520 bis 14.800 MB/s, Median 5.350 MB/s. Häufigster Einzelwert sind 2.100 MB/s (32 mal), also der Origin-Wert.
- Schreibgeschwindigkeit (n=116 von 124): von 400 bis 13.400 MB/s, Median 4.800 MB/s.
- Haltbarkeit (TBW) (n=91 von 124): von 100 bis 5.050 TB, Median 350 TB; 30 Datenblätter nennen genau 100 TB, überwiegend Origin Storage.
- Speichertyp (n=118 von 124): 48 mal „3D TLC“, 32 mal „3D NAND“, 21 mal „3D TLC NAND“, 13 mal „V-NAND TLC“, 3 mal „TLC 3D NAND“ und 1 mal „3D eTLC“; kein Datenblatt nennt QLC.
- Energieverbrauch beim Lesen (n=56 von 124): von 2,84 W bis 11,5 W, MSI nennt für die M580 im Datenblatt 11,5 W als Maximum im Betrieb.
- Gewicht (n=71 von 124): von 2,6 g bis 120 g, Median 10 g; die Spanne zeigt, wie sehr Kühlkörper ins Gewicht fallen.
- Geeignet für (n=124 von 124): 70 mal „PC/Laptop“, 20 mal „PC“, 11 mal „PC/Notebook/Spielkonsole“, 9 mal „PC/Spielekonsole“ und 7 mal „Server“.
Zum Vergleich haben wir die übrigen Bauarten derselben Kategorie gezählt: Unter 47 Datenblättern der 2,5-Zoll-Klasse nennen 31 Serial ATA III, 9 PCI Express 5.0, 3 U.3, 2 PCI Express 4.0, 1 SAS und 1 SATA. Das Lesetempo liegt dort bei einem Median von 490 MB/s (n=22 von 47), das Schreibtempo bei 460 MB/s. 43 dieser 47 Datenblätter nennen Server oder Arbeitsstation als Einsatz. Die 11 Datenblätter der 3,5-Zoll-Klasse sind ausnahmslos Serial ATA III, mit 480 MB/s Lesen (n=10 von 11). Wer eine externe oder 2,5-Zoll-Lösung sucht, findet dazu den Ratgeber Externe SSD kaufen; für Datenspeicher im Dauerbetrieb den Ratgeber NAS-Festplatte kaufen.
Was sich aus den Zahlen ablesen lässt: PCIe 4.0 ist in diesen Datenblättern die am häufigsten genannte Generation, aber die Spannen sind weit. Eine M.2-Karte mit 520 MB/s und eine mit 14.800 MB/s tragen dieselbe Bauformbezeichnung. Die Bauform sagt also nichts über die Leistung.
Die sechs Modelle der Tabelle und wie wir sie ausgewählt haben
Die sechs Modelle in der Vergleichstabelle stammen aus der Produktdatenbank; zu jedem gibt es dort ein Datenblatt. Wir haben bewusst andere Laufwerke gewählt als im Hauptratgeber und Server- oder Ersatzlaufwerke (Origin Storage, Enterprise-Reihen) ausgelassen. Die Auswahl deckt Gen3 (Goodram PX500), Gen4 in drei Ausprägungen (Kingston NV3 in 2230, ADATA LEGEND 900 PRO und Seagate FireCuda 530R, dazu GIGABYTE AORUS Gen4 7300) und Gen5 (MSI SPATIUM M580 FROZR) ab.
Die Wertung ist eine Datenblatt-Einschätzung nach den Kriterien dieser Seite (Generation, Baulänge, Bauhöhe/Kühlung, TBW) und keine Praxismessung. Fehlende Angaben geben Abzug, weil du sie vor dem Kauf nicht prüfen kannst. Die ADATA LEGEND 900 PRO steht vorn, weil Generation, Baulänge, flache Bauhöhe, HMB und Garantie belegt sind und die Karte in Desktop, Notebook und PS5-Schacht passt. Die MSI SPATIUM M580 FROZR liefert die höchste Leistung, setzt aber einen Gen5-Slot und viel Platz voraus. Die Kingston NV3 in 2230 ist die Wahl, wenn die Baulänge das Ausschlusskriterium ist. Die Goodram PX500 Gen. 3 ist ein Modell für ältere Systeme mit PCIe-3.0-Slot.
Typische Fehlkäufe und Einbauhinweise
- Falsche Schnittstelle: Eine NVMe-Karte läuft nicht in einem Slot, der nur SATA führt, und umgekehrt. Die Slot-Beschreibung im Handbuch zuerst prüfen.
- Zu langer Kühler: Der MSI-Turmkühler mit 71,65 mm Höhe passt nicht unter jede Grafikkarte und in kein Notebook. Maße vor dem Kauf prüfen.
- Gen5 im Gen4-Slot: Die Karte läuft, aber mit dem Tempo des Slots. Der Mehrwert verpufft.
- 2230 statt 2280: Beide Größen heißen M.2. Prüfe die Baulänge deines Geräts; Kingston rät im Datenblatt, vor dem Einbau den Gerätehersteller zu fragen.
- Server-Laufwerk im PC: 7 der 124 Datenblätter nennen „Server“ als Einsatz. Kingston weist bei der NV3 ausdrücklich darauf hin, dass sie für PC- und Notebook-Lasten gedacht ist und nicht für Serverumgebungen.
- Verwechselte Varianten: Mit und ohne Kühlkörper, unterschiedliche Modellnummern für dieselbe Reihe. Die Modellnummer mit dem Datenblatt abgleichen.
Zum Einbau: Netzteil vom Strom trennen, Schraubpunkt für die Baulänge suchen (am Board meist mit 2230, 2242, 2260, 2280 beschriftet), Karte schräg einstecken, runterdrücken und festschrauben. Die Kühlplatte des Mainboards kommt danach darüber. Ein Hinweis zu Daten: Wenn du ein bestehendes System umziehst, klone das Laufwerk vorher oder installiere neu; Herstellertools wie der Kingston SSD Manager zeigen den Garantieverbrauch an. Der Hauptratgeber SSD kaufen erklärt die Grundlagen zu Kapazität, Backup und Alternativen.
Modelle nachschlagen: Produktdaten
Häufige Fragen
Ist eine M.2-SSD immer eine NVMe-SSD?
Nein. M.2 beschreibt nur die Bauform. In den 124 Datenblättern unserer Produktdatenbank (Icecat, Stand 11.10.2026) nennen 2 Serial ATA III (beide Lenovo, 520 MB/s) und die übrigen PCI Express. Ob dein Slot SATA, NVMe oder beides kann, steht im Handbuch.
Läuft eine PCIe-5.0-SSD in einem PCIe-4.0-Slot?
Ja. Laut MSI-Datenblatt ist die SPATIUM M580 mit PCIe Gen5 bis Gen1 kompatibel, und Seagate nennt die FireCuda 530R abwärtskompatibel zu PCIe G3. Es gilt aber die Geschwindigkeit des Slots, nicht die der Karte.
Welche Baulänge brauche ich: 2230, 2242 oder 2280?
Das bestimmt dein Gerät. Desktop-Boards und die meisten Notebooks nehmen 2280 (22 x 80 mm). Die 2230 (22 x 30 mm) ist die Bauform für schlanke Notebooks und tragbare Spielekonsolen; Kingston bietet die NV3 laut Datenblatt in beiden Längen an. Frage im Zweifel den Gerätehersteller.
Brauche ich einen Kühlkörper für meine M.2-SSD?
Im Desktop sind schnelle PCIe-4.0- und -5.0-Karten mit Kühlung sinnvoll, oft liegt aber schon eine Platte am Mainboard. Im Notebook und in der PS5 zählt die Bauhöhe. ADATA gibt für die LEGEND 900 PRO 3,43 mm mit und 2,15 mm ohne Kühlkörper an; ein Turmkühler wie bei der MSI M580 (71,65 mm Höhe) passt nur in Desktops.
Wie viel TBW ist genug?
Für den Alltag reicht schon wenig: 640 TBW über 5 Jahre Garantie sind rechnerisch etwa 350 GB pro Tag. Höhere Werte, etwa 1.400 TBW bei der MSI M580 mit 2 TB, sind für Videoschnitt und viel Schreiblast sinnvoll. Vergleiche nur Modelle derselben Kapazität.
Ist eine SSD ohne DRAM schlechter?
Nicht grundsätzlich. Karten mit HMB, wie die ADATA LEGEND 900 PRO laut Produktseite, nutzen einen Teil des PC-Arbeitsspeichers. Der Unterschied zeigt sich vor allem bei anhaltend hoher Last. Kingston nennt zum Cache der NV3 im Datenblatt nichts, deshalb steht dort „k. A.“.
Passt eine M.2-SSD in die PS5?
Die PS5 nimmt NVMe-SSDs mit Vorgaben zu Größe und Geschwindigkeit auf (Hinweis auf der Seagate-Produktseite). ADATA gibt für die LEGEND 900 PRO an, dass sie in den PS5-Schacht passt. Prüfe die Gesamthöhe mit Kühlkörper vor dem Kauf.
Quellen und Stand
- Icecat Open Catalog: Datenblätter (eigene Auswertung von 124 M.2-SSD-Datenblättern, Stand 11.10.2026) (icecat.biz)
- Kingston: NV3 PCIe 4.0 NVMe SSD, Datenblatt (M.2 2280 und 2230) (kingston.com)
- MSI: SPATIUM M580 PCIe 5.0 NVMe M.2 FROZR, Datenblatt (storage-asset.msi.com)
- Seagate: FireCuda 530R SSD, Datenblatt (seagate.com)
- ADATA: LEGEND 900 PRO PCIe Gen4 x4 M.2 2280, Produktseite (adata.com)
- GIGABYTE: AORUS Gen4 7300 SSD, Datenblatt (1 TB und 2 TB) (download.gigabyte.com)
- Goodram: PX500 gen. 3, Datenblatt V.1.3 (512 GB, 1 TB, 2 TB) (goodram.com)
- Crucial: mSATA- und M.2-SSDs, Unterschiede und Kerbung (B- und M-Key) (eu.crucial.com)
- Seagate: Gaming-Laufwerke, Hinweis zu NVMe-Anforderungen der PlayStation 5 (seagate.com)
Technische Angaben im Modellvergleich: Hersteller- und Händlerdatenblätter, Stand 11. Oktober 2026; nicht belegte Werte stehen als „k. A.“. Aktualisiert am . Preisdrache testet nicht selbst im Labor — wie wir Daten auswählen und gewichten, steht unter So vergleichen wir; wie wir Geld verdienen, unter Wie wir Geld verdienen. Fehler gefunden? Schreib uns über die Adresse im Impressum.
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