Kaufberatung
Externe SSD kaufen: worauf es im Datenblatt ankommt
Von der Preisdrache-Redaktion · Aktualisiert am · So arbeiten wir
<p>Für Fotos, Backups und Dokumente reicht dir eine externe SSD mit USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s) und etwa 1.000 MB/s; mehr Tempo bekommst du nur, wenn auch dein Rechner einen passenden Port hat. Eine Gen-2x2-, USB4- oder Thunderbolt-SSD läuft an einem gewöhnlichen USB-Anschluss mit 5 oder 10 Gbit/s einfach langsamer. Verschlüsselung und IP-Schutz brauchst du nur in bestimmten Fällen, Gewicht und Gehäuse sind eher Geschmackssache.</p><p>Diese Seite stützt sich auf eine Zählung über 86 Datenblätter externer SSDs (Icecat, Stand 11.10.2026) und auf Herstellerangaben von Samsung, ADATA, Kingston und LaCie/Seagate. Das ist eine Auswertung von Datenblättern, keine Messung und keine Marktstatistik: Wir haben kein Laufwerk selbst benutzt. Wo ein Hersteller etwas nicht nennt oder sich Quellen widersprechen, steht „k. A.“.</p>
Externe SSDs im Vergleich 2026
| Platz | Modell | Wertung | Schnittstelle | Lesen/Schreiben | Hardware-Verschlüsselung | Gewicht | Schutz | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Unser FavoritADATA SC740 (SC740-1000G-CBU, 1 TB) | 8,6 | USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s) | 1.050 / 1.000 MB/s | k. A. | 40 g | 1,22 m MIL-STD-Falltest | Preis prüfen* |
| 2 | Schnell & kompaktADATA SE880 (2 TB) | 8,4 | USB 3.2 Gen 2x2 (20 Gbit/s) | 2.000 / 2.000 MB/s | k. A. | 31 g | k. A. | Preis prüfen* |
| 3 | Für ProfisSamsung P9 (MU-PJ4T0G/WW, 4 TB) | 8,3 | USB4 (40 Gbit/s) | 4.000 / 3.800 MB/s | k. A. | 96 g | Fall bis 6,5 ft (rund 2 m) | Preis prüfen* |
| 4 | RobustLaCie Rugged SSD PRO5 (Seagate STNA2000400, 2 TB) | 8,0 | Thunderbolt 5 (80 Gbit/s) | 6.700 / 5.300 MB/s (mit 50-GB-Cache) | k. A. | 150 g | IP68, Fall bis 3 m | Preis prüfen* |
| 5 | Für EinsteigerSamsung T5 EVO (MU-PM2T0G/WW, 2 TB) | 7,4 | USB 3.2 Gen 1 (5 Gbit/s) | 460 / 460 MB/s | Ja (AES 256 Bit) | 102 g | Fall aus 2 m | Preis prüfen* |
| 6 | VerschlüsseltKingston IronKey Vault Privacy 80 (3,84 TB) | 7,1 | USB 3.2 Gen 1 (5 Gbit/s) | 230 / 250 MB/s (Datenblatt) | Ja (XTS-AES 256 Bit) | k. A. | k. A. | Preis prüfen* |
ADATA SC740 (SC740-1000G-CBU, 1 TB)
Für alle, die ein schnelles, leichtes Laufwerk für Backups und Alltag mit 10-Gbit/s-Port suchen.
- 1.050 MB/s lesend und 1.000 MB/s schreibend laut ADATA-Datenblatt
- Nur 40 g mit fest eingebautem USB-C-Kabel laut ADATA
- 500 GB, 1 TB und 2 TB laut ADATA
- Fallschutz 1,22 m laut ADATA
- Hardware-Verschlüsselung im Datenblatt nicht genannt
- Schutz nur als Fallschutz angegeben, keine IP-Klasse und keine Betriebstemperatur im Datenblatt
- Schnittstelle
- USB 3.2 Gen 2 (10 Gbit/s)
- Lesen/Schreiben
- 1.050 / 1.000 MB/s
- Hardware-Verschlüsselung
- k. A.
- Gewicht
- 40 g
- Schutz
- 1,22 m MIL-STD-Falltest
ADATA SE880 (2 TB)
Für alle mit einem 20-Gbit/s-Port, die ein kleines, schnelles Arbeitslaufwerk wollen.
- 2.000 MB/s lesend und schreibend laut Datenblatt
- Nur 31 g
- Gen 2x2 zählt zu den 20 Gbit/s des USB-3.2-Standards
- 500 GB, 1, 2 und 4 TB laut ADATA-Datenblatt
- Volles Tempo nur an einem Gen-2x2-Port
- Schutz- und Verschlüsselungsangaben fehlen im Datenblatt
- Schnittstelle
- USB 3.2 Gen 2x2 (20 Gbit/s)
- Lesen/Schreiben
- 2.000 / 2.000 MB/s
- Hardware-Verschlüsselung
- k. A.
- Gewicht
- 31 g
- Schutz
- k. A.
Samsung P9 (MU-PJ4T0G/WW, 4 TB)
Für Kreative mit USB4- oder Thunderbolt-Rechner, die große Dateien direkt vom Laufwerk bearbeiten.
- Bis zu 4.000 MB/s lesend laut Samsung
- In 1, 2, 4 und 8 TB laut Samsung
- Fallschutz bis 6,5 ft laut Samsung-Spec-Sheet
- 5 Jahre Garantie laut Spec-Sheet
- Nutzt sein Tempo nur an USB4/Thunderbolt-Port
- Hersteller nennt im Spec-Sheet weder Verschlüsselung noch IP-Klasse, Icecat führt Verschlüsselung als „Ja“
- Schnittstelle
- USB4 (40 Gbit/s)
- Lesen/Schreiben
- 4.000 / 3.800 MB/s
- Hardware-Verschlüsselung
- k. A.
- Gewicht
- 96 g
- Schutz
- Fall bis 6,5 ft (rund 2 m)
LaCie Rugged SSD PRO5 (Seagate STNA2000400, 2 TB)
Für Profis mit Thunderbolt-5-Rechner und Außeneinsatz.
- 6.700 MB/s lesend laut Seagate-Datenblatt
- Thunderbolt 5 mit 80 Gbit/s, kompatibel mit Thunderbolt 4
- IP68 und Fall bis 3 m laut Seagate
- Rescue-Datenrettung und 5 Jahre Garantie laut Seagate
- Nur mit Thunderbolt-5-Port voll nutzbar
- Schreibrate fällt nach dem 50-GB-Cache laut Hersteller auf bis zu 1.800 MB/s; Verschlüsselung nennt das Datenblatt nicht
- Schnittstelle
- Thunderbolt 5 (80 Gbit/s)
- Lesen/Schreiben
- 6.700 / 5.300 MB/s (mit 50-GB-Cache)
- Hardware-Verschlüsselung
- k. A.
- Gewicht
- 150 g
- Schutz
- IP68, Fall bis 3 m
Samsung T5 EVO (MU-PM2T0G/WW, 2 TB)
Für alle mit älterem Rechner und 5-Gbit/s-Port, die viel Kapazität für Backups wollen.
- AES-256-Bit-Hardware-Verschlüsselung laut Samsung-Datenblatt
- Fall aus 2 m laut Samsung
- 2, 4 und 8 TB laut Samsung-Datenblatt
- Betriebstemperatur 0 bis 60 °C laut Samsung
- Mit 460 MB/s deutlich langsamer als Gen-2-Laufwerke
- Datenblatt: 3 Jahre Garantie, Gewicht kann je nach Kapazität abweichen
- Schnittstelle
- USB 3.2 Gen 1 (5 Gbit/s)
- Lesen/Schreiben
- 460 / 460 MB/s
- Hardware-Verschlüsselung
- Ja (AES 256 Bit)
- Gewicht
- 102 g
- Schutz
- Fall aus 2 m
Kingston IronKey Vault Privacy 80 (3,84 TB)
Für alle, die sensible Daten mit PIN am Gerät und FIPS-197-Verschlüsselung transportieren.
- XTS-AES-256 und FIPS-197-Zertifizierung laut Kingston-Datenblatt
- Touchscreen für PIN oder Passphrase
- Schlüssel wird laut Kingston nach 15 falschen Eingaben gelöscht (einstellbar 10 bis 30)
- 960 GB, 1,92, 3,84 und 7,68 TB laut Kingston-Datenblatt
- Nur 230 bis 250 MB/s
- Gewicht und IP-Klasse nennt das Datenblatt nicht; Maße 122,5 x 84,2 x 18,5 mm
- Schnittstelle
- USB 3.2 Gen 1 (5 Gbit/s)
- Lesen/Schreiben
- 230 / 250 MB/s (Datenblatt)
- Hardware-Verschlüsselung
- Ja (XTS-AES 256 Bit)
- Gewicht
- k. A.
- Schutz
- k. A.
So entsteht die Wertung: Die Wertung gewichtet Datenblattangaben zu Schnittstelle, Lese-/Schreibtempo, Verschlüsselung, Gewicht und Schutz, wie in diesem Ratgeber beschrieben; fehlende oder nicht eindeutig bestätigte Angaben geben Abzug. Es ist keine Praxismessung; Werte ohne Herstellerbeleg stehen als „k. A.“. Preise ändern sich laufend – den aktuellen Preis siehst du beim Händler. *Affiliate-Links: Als Amazon-Partner und Partner weiterer Shops verdienen wir an qualifizierten Verkäufen eine Provision; für dich ändert sich der Preis nicht.
Was eine externe SSD von einer externen Festplatte unterscheidet
Eine externe SSD speichert auf Flash-Chips und hat keine drehenden Teile. Das hat drei praktische Folgen: Sie ist gegen Stöße deutlich unempfindlicher, sie startet ohne Anlaufzeit, und sie liefert auch bei vielen kleinen Dateien ein Vielfaches der Geschwindigkeit einer mechanischen Platte. Eine mechanische Platte erreicht nur einen Bruchteil davon; in den 86 Datenblättern unserer Produktdatenbank liegt der Median der angegebenen Leserate bei 1.050 MB/s.
Dafür kostet Flash-Speicher pro Terabyte mehr, und große Kapazitäten sind seltener. Wenn du vor allem sehr viele Terabyte für selten genutzte Archive suchst, sind Festplatten im NAS-Festplatten-Ratgeber und ein Heimserver aus dem Ratgeber NAS kaufen die passendere Richtung. Für alles, was du mitnimmst, schnell brauchst oder direkt vom Laufwerk bearbeitest (Videoschnitt, Fotokatalog, Spiele-Bibliothek), ist die externe SSD die bessere Wahl.
Der Unterschied zur internen SSD, über die der Ratgeber SSD kaufen informiert, liegt vor allem im Gehäuse und im Anschluss: Die externe Variante bringt den Controller für die USB-Brücke mit, und genau dieser Anschluss begrenzt das Tempo.
USB-Standards: Gen 1, Gen 2, Gen 2x2, USB4 und Thunderbolt
Die Bezeichnungen sind verwirrend, weil das USB Implementers Forum die Namen mehrfach geändert hat. Laut usb.org benennt USB 3.2 drei Übertragungsraten: 5 Gbit/s, 10 Gbit/s und 20 Gbit/s, wobei die 20 Gbit/s aus zwei Leitungspaaren mit je 10 Gbit/s entstehen. In den Datenblättern begegnen dir diese Namen:
- USB 3.2 Gen 1 (früher USB 3.0 / 3.1 Gen 1): 5 Gbit/s. Rechnerisch bleiben davon nach Protokoll-Overhead etwa 400 bis 500 MB/s übrig. Ein Beispiel ist die Samsung T5 EVO mit 460 MB/s laut Samsung.
- USB 3.2 Gen 2 (früher USB 3.1 Gen 2): 10 Gbit/s, in der Praxis rund 1.000 MB/s. Die ADATA SC740 nennt 1.050 MB/s lesend und 1.000 MB/s schreibend.
- USB 3.2 Gen 2x2: 20 Gbit/s, Datenblätter nennen meist 1.600 bis 2.000 MB/s, zum Beispiel die ADATA SE880 mit 2.000 MB/s.
- USB4 mit 40 Gbit/s: Samsung gibt für die P9 bis zu 4.000 MB/s lesend und 3.800 MB/s schreibend an.
- Thunderbolt 5 mit 80 Gbit/s: Das LaCie-Modell STNA2000400 nennt laut Seagate-Datenblatt bis zu 6.700 MB/s lesend und 5.300 MB/s schreibend (mit 50-GB-Cache; danach bis zu 1.800 MB/s schreibend).
Wichtig: Die Zahl vor „MB/s“ ist ein Höchstwert des Herstellers unter Idealbedingungen, kein Versprechen. Die Brutto-Rate des Anschlusses (Gbit/s) und die Datenrate der SSD (MB/s) sind zwei verschiedene Angaben; achte darauf, dass beide zueinander passen. Eine SSD mit 460 MB/s an einem 40-Gbit/s-Anschluss wird dadurch nicht schneller.
Die reale Geschwindigkeit hängt vom Port deines Rechners ab
Eine externe SSD läuft immer mit dem kleineren Wert aus „Fähigkeit der SSD“ und „Fähigkeit von Port und Kabel“. Eine Gen-2x2-SSD an einem Gen-2-Port arbeitet mit 10 Gbit/s, nicht mit 20. Das ist der häufigste Fehlkauf bei schnellen Laufwerken, denn viele Notebooks und Desktop-Boards haben USB-C-Buchsen, die nur 5 oder 10 Gbit/s liefern. USB 3.2 Gen 2x2 ist außerdem nicht bei jedem Rechner vorhanden. Auch ADATA weist bei der SE880 darauf hin, dass USB4- und Thunderbolt-4-Hosts den 20-Gbit/s-Modus nicht zwingend unterstützen und dann auf 10 Gbit/s zurückfallen.
So prüfst du es vor dem Kauf:
- Schau im Handbuch oder Datenblatt deines Rechners nach der Angabe zum USB-C-Port. Steht dort nur „USB 3.2 Gen 1“, sind es 5 Gbit/s; steht „USB4“ oder „Thunderbolt 4“, sind es bis zu 40 Gbit/s.
- Ein Blitz-Symbol am Port steht für Thunderbolt, ein „SS 10“ oder „SS“ am Port für USB-Superspeed. Das Logo allein verrät die Rate aber nicht immer.
- Das mitgelieferte Kabel nutzen: Für 20 und 40 Gbit/s ist ein passendes USB-C-Kabel nötig, ein altes Ladekabel begrenzt auf USB-2-Tempo.
- Ein USB-A-Anschluss am Rechner reicht für Gen 1 oder Gen 2, aber nie für 20 Gbit/s.
Wenn dein Rechner nur 5 Gbit/s liefert, zahlst du bei einer Gen-2-SSD nichts umsonst, denn sie läuft rückwärtskompatibel; du holst allerdings nicht das Maximum heraus. Wer in absehbarer Zeit einen neuen Rechner kauft, kann das Tempo gleich auf den künftigen Port auslegen, sonst ist Gen 2 der vernünftige Kompromiss.
Was die Datenblätter zeigen
In den 86 Datenblättern unserer Produktdatenbank (Icecat, Stand 11.10.2026) lässt sich zählen, was Hersteller bei externen SSDs tatsächlich angeben. Das ist eine Zählung über diese Datenblätter, keine Marktstatistik; n nennen wir jeweils dazu. Alle Modelle findest du im Bereich externe SSDs.
- Kapazität (n = 86): Median 2.000 GB; am häufigsten sind 1 TB und 2 TB mit je 25 Datenblättern, danach 4 TB mit 11 und 512 GB mit 8.
- Schnittstelle (n = 85): USB 3.2 Gen 2 in 32 Datenblättern, Gen 1 in 21, Gen 2x2 in 20, USB4 in 12 (9 mal Gen 3x2, 3 mal Gen 2x2). Der 10-Gbit/s-Standard ist also am verbreitetsten, Gen 2x2 und USB4 zusammen stellen mehr als ein Drittel.
- Geschwindigkeit (n = 83): Median 1.050 MB/s lesend und 1.000 MB/s schreibend. Häufigste Werte lesend: 448 MB/s (14 Datenblätter, das sind die verschlüsselten iStorage-Laufwerke), 1.000 MB/s (13) und 1.050 MB/s (11). Einzelne Ausreißer im Datenblatt, etwa 10.000 MB/s bei einem USB-3.2-Gen-2-Laufwerk, sind offensichtliche Fehler und zählen wir nicht.
- Übertragungsrate (n = 42): 10 Gbit/s in 19 Datenblättern, 20 Gbit/s in 12, 40 Gbit/s in 6, 5 Gbit/s in 4 und 80 Gbit/s in einem.
- Anschluss (n = 86): USB Typ-C in 68, Typ-A/Typ-C kombiniert in 14, nur Typ-A in 3, Micro-USB B in 1.
- Thunderbolt (n = 65): „Ja“ nur in 4 Datenblättern, „Nein“ in 61.
- Hardware-Verschlüsselung (n = 59): „Ja“ in 27, „Nein“ in 32; bei 27 weiteren Datenblättern fehlt die Angabe.
- Gewicht (n = 86): Median 62,5 g, das schwerste Laufwerk wiegt 288,5 g; häufig sind 40 g (12 Datenblätter) und 58 g (9).
- Gehäuse (n = 64): Metall in 19, Kunststoff in 16, Polycarbonat in 9, Aluminium in 6.
- Betriebstemperatur (n = 80): Die untere Grenze liegt bei 57 Datenblättern bei 0 °C, bei 14 bei 5 °C und bei 9 bei −10 °C.
- Marken: Verbatim (22 Datenblätter), ADATA (14), iStorage (14), Samsung (11), Lenovo (7).
Auffällig ist die Lücke bei Schutzangaben: Eine IP-Klasse nennt in dieser Zählung kaum ein Datenblatt als eigenes Merkmal, das Feld für Staub- und Wasserschutz fehlt in den Icecat-Daten. Willst du ein robustes Laufwerk, musst du die Herstellerseite lesen.
Verschlüsselung: Hardware, Software und wann du sie brauchst
Wenn du nur Urlaubsfotos und Spielstände sicherst, reicht der Passwortschutz deines Betriebssystems. Verschlüsselung lohnt sich, sobald das Laufwerk mit personenbezogenen Daten, Kundendaten oder Geschäftsunterlagen unterwegs ist: Geht es verloren, sind die Daten ohne Passwort unlesbar. Das ist ein Baustein für die technischen Schutzmaßnahmen nach Art. 32 DSGVO, ersetzt aber keine Datenschutzprüfung.
Es gibt zwei Wege. Software-Verschlüsselung (BitLocker unter Windows, FileVault auf dem Mac) ist kostenlos und schnell, setzt aber voraus, dass du sie einrichtest und das Laufwerk am gleichen System nutzt. Hardware-Verschlüsselung läuft im Laufwerk selbst; der Schlüssel verlässt es nie. Bei den Datenblättern: Das Standardverfahren heißt AES 256 Bit, beschrieben im Bundesstandard FIPS 197 des NIST (veröffentlicht am 26.11.2001, zuletzt redaktionell aktualisiert am 09.05.2023).
Vorsicht bei der Angabe „Hardwareverschlüsselung: Ja“: Sie sagt nicht, wie gut das umgesetzt ist. Samsung nennt bei der T5 EVO AES-256-Bit-Verschlüsselung. Kingston dagegen beschreibt die IronKey Vault Privacy 80 als Laufwerk mit Touchscreen für PIN oder Passphrase, XTS-AES-256 und FIPS-197-Zertifizierung; nach 15 falschen Eingaben in Folge löscht sich der Schlüssel laut Kingston-Datenblatt standardmäßig (einstellbar von 10 bis 30). Dafür zahlst du mit Tempo: Die Vault Privacy 80 liegt laut Kingston-Datenblatt bei 230/250 MB/s, und auch die iStorage-Modelle liegen laut Datenblatt bei 448 MB/s lesend. Hardware-Verschlüsselung und hohes Tempo schließen sich zwar nicht aus, in unseren 86 Datenblättern kommen sie aber selten zusammen vor.
Gewicht, Gehäuse und IP-Schutz
Das Gewicht unterscheidet sich stärker, als man erwartet. Das leichteste Modell in unserer Auswahl, die ADATA SE880, wiegt laut Hersteller 31 g, die SC740 40 g, die Samsung P9 etwa 96 g (Samsung-Datenblatt, Höchstwert), die T5 EVO 102 g laut Datenblatt und das LaCie-Modell STNA2000400 150 g (Seagate-Datenblatt). Bei der Kingston Vault Privacy 80 nennt das Datenblatt keine Gewichtsangabe, nur die Maße von 122,5 x 84,2 x 18,5 mm. Für den Rucksack ist das egal, für die Hosentasche oder das Kabel am Smartphone nicht.
Beim Schutz gibt es drei Ebenen:
- Fallschutz: Samsung nennt für die T5 EVO einen Fall aus 2 m, ADATA für die SC740 1,22 m nach MIL-STD, Seagate für das LaCie-Modell bis 3 m. Das beschreibt Stürze auf den Boden, nicht Wasser oder Staub.
- IP-Klasse nach IEC 60529: Die erste Ziffer bewertet Staub, die zweite Wasser. IP68 heißt staubdicht und dauerhaft untertauchbar unter vom Hersteller festgelegten Bedingungen. Seagate nennt für das LaCie-Modell STNA2000400 im Datenblatt IP68 und Widerstand gegen den Druck eines etwa 2 Tonnen schweren Fahrzeugs.
- Betriebstemperatur: Samsung nennt für die T5 EVO 0 bis 60 °C im Betrieb, Kingston für die Vault Privacy 80 ebenfalls. Wer draußen im Winter arbeitet, sollte darauf achten.
Ein Metallgehäuse leitet die Wärme besser ab als Kunststoff. Das ist bei Dauerlast sinnvoll, weil SSDs bei Überhitzung die Leistung drosseln. Silikonhüllen schützen vor Stürzen, halten aber die Wärme fest. Für das Foto-Backup im Wohnzimmer sind das Nebensächlichkeiten, bei längeren Videoprojekten nicht.
Kapazität, Dateisystem und Lebensdauer
Plane großzügig, denn eine SSD mit weniger als 20 % freiem Platz wird bei Schreiblast oft langsamer. Als grobe Richtwerte: 500 GB bis 1 TB für Dokumente und Fotos, 2 TB für eine Spielebibliothek oder Videoschnitt in HD, 4 TB und mehr für 4K-Material oder Komplett-Backups eines Notebooks mit großer interner SSD. Das Datenblatt gibt die Kapazität in Dezimaleinheiten an (1 TB = 1.000.000.000.000 Byte); das Betriebssystem zeigt dann weniger an, etwa rund 931 GB bei 1 TB.
Kümmere dich auch um das Dateisystem. Neu gekaufte Laufwerke sind häufig mit exFAT formatiert, das Windows, macOS und Linux lesen und schreiben. NTFS ist unter macOS nur lesbar, APFS nur auf dem Mac sinnvoll. Wenn du Windows und Mac im Wechsel nutzt, bleib bei exFAT. Bei einer Spielekonsole prüfe die Herstellerangaben, welche Formate sie akzeptiert.
Eine externe SSD ist kein Backup-Konzept. Bewährt ist die 3-2-1-Regel: drei Kopien, auf zwei verschiedenen Medien, eine davon außer Haus. Ein NAS, wie im Ratgeber NAS kaufen beschrieben, deckt den zweiten und dritten Punkt gut ab, die externe SSD ist dann die mitnehmbare Kopie.
Flash-Speicher verschleißt durch Schreibvorgänge, nicht durch Lesen. Bei normaler Nutzung erreichst du die Schreibgrenze in der Regel nicht; Hersteller geben für externe SSDs meist eine Garantie von 3 bis 5 Jahren an (Samsung P9: 5 Jahre laut Spec-Sheet, Samsung T5 EVO: 3 Jahre laut Samsung). Als Dauerarchiv ohne Strom sind SSDs nicht gedacht, denn die Ladung der Speicherzellen kann über Jahre abnehmen. Schließ ein Archiv-Laufwerk deshalb mindestens einmal im Jahr an und kopiere wichtige Daten regelmäßig auf ein zweites Medium.
Wirf Laufwerke nie ohne „Sicher entfernen“ ab, besonders bei laufenden Schreibvorgängen, da sonst das Dateisystem beschädigt werden kann. Prüfe bei Auffälligkeiten die Firmware-Version auf der Herstellerseite.
Typische Fehlkäufe
- Zu schnelle SSD für den Rechner: Eine Gen-2x2- oder USB4-SSD an einem 5-Gbit/s-Port ist kein Fehler, aber du zahlst für Tempo, das du nicht abrufst.
- Falsches Kabel: Das Ladekabel vom Handy begrenzt auf 480 Mbit/s (USB 2.0). Nimm das beiliegende oder ein ausdrücklich für 10, 20 oder 40 Gbit/s ausgewiesenes Kabel.
- Schreibrate ignoriert: Einige Laufwerke nennen große Lese-, aber kleine Schreibwerte. Bei Backups zählt das Schreiben; im Datenblatt steht es in einer eigenen Zeile (Beispiel: Goodram SSDPR-HX200-500-RG mit 1.500 MB/s lesend, aber 900 MB/s schreibend).
- Dauerlast erwartet: Die Höchstwerte gelten für kurze Schreibphasen im SLC-Cache. Bei langen Kopiervorgängen sinkt die Rate bei den meisten Laufwerken deutlich.
- Verschlüsselung angenommen: „Passwortschutz“ per App ist nicht dasselbe wie AES-256-Hardware-Verschlüsselung. Frag im Datenblatt gezielt nach.
- Datenblattfehler übernommen: Zahlen wie 10.000 MB/s bei einem 10-Gbit/s-Anschluss sind physikalisch unmöglich (10 Gbit/s entsprechen höchstens 1.250 MB/s brutto).
Wenn du nur einen kleinen, günstigen Zusatzspeicher für Dokumente suchst, ist auch ein USB-Stick eine Alternative. Für Notebooks mit wenig interner Kapazität lohnt zuerst der Blick in den Ratgeber Laptop kaufen für den Alltag, weil sich dort oft mit einem größeren internen Laufwerk Geld sparen lässt.
Welche Klasse passt zu wem
Grob lassen sich vier Gruppen unterscheiden. Alle Aussagen sind Datenblatt-Einordnungen:
- Alltag und Backup (Gen 1 oder Gen 2): Samsung T5 EVO (460 MB/s, 5 Gbit/s) oder ADATA SC740 (1.050/1.000 MB/s, 10 Gbit/s). Für Fotos, Dokumente und Smartphone-Sicherung genügt das.
- Schneller Arbeitsspeicher für Kreative (Gen 2x2): ADATA SE880 mit 2.000 MB/s, falls dein Rechner 20 Gbit/s liefert.
- Profis und große Dateien (USB4 / Thunderbolt): Samsung P9 (bis 4.000 MB/s lesend) oder das LaCie-Modell mit Thunderbolt 5. Sinnvoll, wenn dein Rechner Thunderbolt 4/5 oder USB4 hat und du direkt vom Laufwerk schneidest.
- Sensible Daten (Hardware-Verschlüsselung): Kingston IronKey Vault Privacy 80 oder iStorage diskAshur. Rechne mit langsameren Übertragungen.
Für Videoschnitt am Notebook ist zusätzlich die Wärmeabfuhr wichtig, für das Tablet eher das Gewicht; der Ratgeber Tablet kaufen zeigt, welche Ports dort überhaupt vorhanden sind. Die Tabelle oben fasst sechs Modelle aus diesen Gruppen zusammen. Die Wertung ist eine gewichtete Datenblatt-Einschätzung, keine Praxismessung.
Für den Einbau in PC, Laptop oder Konsole: M.2-SSD kaufen.
Modelle nachschlagen: Produktdaten
Häufige Fragen
Reicht USB 3.2 Gen 2 für eine externe SSD?
Für die meisten Aufgaben ja. Gen 2 liefert 10 Gbit/s und in den Datenblättern rund 1.000 MB/s; das ist ein Vielfaches einer mechanischen Platte. Erst bei großen Videoprojekten oder Ordnern mit mehreren hundert Gigabyte lohnt Gen 2x2 oder USB4, und nur wenn dein Rechner den passenden Port hat.
Warum erreicht meine SSD nicht die Geschwindigkeit aus dem Datenblatt?
Häufige Ursachen sind ein langsamerer Port am Rechner (5 statt 10 oder 20 Gbit/s), ein ungeeignetes Kabel, ein volles Laufwerk oder lange Schreibvorgänge nach Ende des SLC-Caches. Die Werte im Datenblatt sind Höchstwerte unter Idealbedingungen.
Brauche ich eine verschlüsselte externe SSD?
Nur bei sensiblen Daten, etwa Kundenunterlagen oder personenbezogenen Daten. Für private Fotos genügt meist BitLocker oder FileVault. Hardware-Verschlüsselung (Kingston IronKey, iStorage) bringt mehr Schutz, kostet aber Tempo: Die Vault Privacy 80 nennt rund 250 MB/s, iStorage 448 MB/s lesend.
Was bedeutet IP68 bei einer externen SSD?
Nach IEC 60529 steht die 6 für staubdicht und die 8 für dauerhaftes Untertauchen unter vom Hersteller festgelegten Bedingungen. Es sagt nichts über Stürze aus; dafür gibt es separate Angaben wie 2 m (Samsung T5 EVO) oder 1,22 m MIL-STD (ADATA SC740).
Läuft eine USB4-SSD an einem normalen USB-A-Port?
Ja, mit passendem Adapter oder Kabel, aber nur mit dem Tempo des Ports (5 oder 10 Gbit/s). Das Laufwerk bleibt nutzbar; du holst nur nicht das Maximum heraus.
Welche Kapazität sollte ich nehmen?
In den 86 ausgewerteten Datenblättern sind 1 TB und 2 TB mit je 25 Datenblättern am häufigsten, der Median liegt bei 2.000 GB. Für Fotos und Dokumente reichen 500 GB bis 1 TB, für Videoschnitt oder Spiele eher 2 TB und mehr.
Ist eine externe SSD ein Ersatz für ein Backup?
Nein, sie ist eine Kopie. Ein belastbares Backup folgt der 3-2-1-Regel mit drei Kopien auf zwei Medien, davon eine außer Haus. Ein NAS ergänzt die externe SSD sinnvoll.
Quellen und Stand
- Icecat Open Catalog: Datenblätter (eigene Auswertung von 86 Datenblättern externer SSDs, Stand 11.10.2026) (icecat.biz)
- USB Implementers Forum: USB 3.2 (Übertragungsraten 5, 10 und 20 Gbit/s) (usb.org)
- NIST: FIPS 197, Advanced Encryption Standard (AES) (csrc.nist.gov)
- Samsung Semiconductor: P9 und P7 mit USB4 (Spezifikation 4.000/3.800 MB/s) (news.samsungsemiconductor.com)
- ADATA: SC740 External SSD Datasheet (PDF, ADATA-Datenblatt, Kopie beim Distributor atcomp.cz) (katalog.atcomp.cz)
- ADATA: SE880 External SSD Datasheet (PDF, ADATA-Datenblatt, Kopie beim Distributor atcomp.cz) (katalog.atcomp.cz)
- Samsung: Portable SSD T5 EVO 2023 Data Sheet (PDF, Samsung-Datenblatt, Kopie beim Distributor Ingram Micro) (inquirecontent2.ingrammicro.com)
- Samsung: P9 Spec Sheet (PDF, Samsung-Datenblatt, Kopie beim Händler abt.com) (content.abt.com)
- Seagate/LaCie: Rugged SSD Pro5 Data Sheet (PDF) (seagate.com)
- Kingston: IronKey Vault Privacy 80 External SSD Datasheet (PDF) (kingston.com)
Technische Angaben im Modellvergleich: Hersteller- und Händlerdatenblätter, Stand 11. Oktober 2026; nicht belegte Werte stehen als „k. A.“. Aktualisiert am . Preisdrache testet nicht selbst im Labor — wie wir Daten auswählen und gewichten, steht unter So vergleichen wir; wie wir Geld verdienen, unter Wie wir Geld verdienen. Fehler gefunden? Schreib uns über die Adresse im Impressum.
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