Kaufberatung
Grafikkarte kaufen — die ehrliche Kaufberatung
Von der Preisdrache-Redaktion · Aktualisiert am · So arbeiten wir
Für WQHD (2.560 × 1.440) ist eine Karte mit 16 GB Grafikspeicher und 180 bis 300 W Leistungsaufnahme die sinnvolle Mitte; für Full HD genügen 8 bis 12 GB, für 4K sollten es mindestens 16 GB und ein Netzteil von 750 W aufwärts sein (Herstellerangabe für RTX 5070 Ti und RX 9070 XT). Entscheidend sind drei Dinge, die auf dem Karton selten stehen: Passt die Karte in Dein Gehäuse (229 bis 342 mm Länge bei den Beispielen), reicht das Netzteil samt Stecker, und passt der Speicher zur Auflösung. Wir haben Datenblätter von NVIDIA, AMD, Intel und den Boardpartnern ausgewertet (Stand 09.10.2026); einen Praxistest haben wir nicht gemacht.
Grafikkarten im Vergleich 2026
| Platz | Modell | Wertung | VRAM | Leistung (TBP/TGP) | Netzteil laut Hersteller | Länge / Slots | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Unser FavoritSapphire Pulse Radeon RX 9070 XT 16GB | 8,8 | 16 GB GDDR6 | 304 W (AMD-Referenz) | 750 W (AMD) | 320 mm, 3 Slots | Preis prüfen* |
| 2 | Für 4KGigabyte GeForce RTX 5070 Ti Gaming OC 16G | 8,7 | 16 GB GDDR7 | 300 W (NVIDIA) | 750 W (Gigabyte) | 342 mm, Höhe 70 mm | Preis prüfen* |
| 3 | Preis-LeistungASUS Dual GeForce RTX 5060 Ti 16G OC | 8,3 | 16 GB GDDR7 | 180 W (NVIDIA) | 550 W (ASUS), NVIDIA nennt 600 W | 229 mm, 2,5 Slots | Preis prüfen* |
| 4 | Für EinsteigerSapphire Radeon RX 9060 XT 16GB Pulse Gaming OC | 7,9 | 16 GB GDDR6 | 160 W (AMD-Referenz, Boardwerte können abweichen) | 450 W (AMD) | k. A. | Preis prüfen* |
| 5 | KompaktMSI GeForce RTX 5070 12G Ventus 2X OC | 7,6 | 12 GB GDDR7 | 250 W | 650 W | 236 mm, Dicke 50 mm | Preis prüfen* |
| 6 | BudgetASRock Arc B580 Challenger 12GB OC | 7,2 | 12 GB GDDR6 | 190 W TBP (Intel) | 600 W (Intel-Referenz) | k. A. | Preis prüfen* |
Sapphire Pulse Radeon RX 9070 XT 16GB
Für alle, die WQHD oder 4K mit hohen Details wollen und ein Gehäuse mit rund 32 cm Platz haben.
- 16 GB GDDR6 an 256 Bit laut AMD
- 304 W Referenz-TBP, 750 W Netzteilempfehlung
- Zwei 8-Pin-Anschlüsse laut AMD-Referenz
- Sapphire nennt 320 × 120,25 × 61,6 mm, 3 Slots
- Platzbedarf: 3 Slots, 320 mm
- 750-W-Netzteil als Minimum
- VRAM
- 16 GB GDDR6
- Leistung (TBP/TGP)
- 304 W (AMD-Referenz)
- Netzteil laut Hersteller
- 750 W (AMD)
- Länge / Slots
- 320 mm, 3 Slots
Preise vergleichen*
Werbung Preis inkl. MwSt. laut Händler-Feed, Stand 08.10.2026 21:12 Uhr · notebooksbilliger (SAPPHIRE PULSE AMD RADEON RX 9070 XT GAMING Grafikkarte): 889,00 €, versandkostenfrei, sofort ab Lager. Maßgeblich ist der Preis im Shop.Gigabyte GeForce RTX 5070 Ti Gaming OC 16G
Für Spieler, die mit NVIDIA-Funktionen (DLSS 4) in WQHD hoch oder 4K spielen und ein großes Gehäuse haben.
- 16 GB GDDR7, 256 Bit laut NVIDIA
- 300 W TGP, 750 W Netzteil
- 12V-2x6 mit Adapter auf 3 × 8-Pin im Karton
- Maße 342 × 142 × 70 mm laut Gigabyte
- Sehr groß, nicht für kleine Gehäuse
- Slotzahl nicht belegt
- VRAM
- 16 GB GDDR7
- Leistung (TBP/TGP)
- 300 W (NVIDIA)
- Netzteil laut Hersteller
- 750 W (Gigabyte)
- Länge / Slots
- 342 mm, Höhe 70 mm
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Werbung Preis inkl. MwSt. laut Händler-Feed, Stand 08.10.2026 21:12 Uhr · notebooksbilliger (GIGABYTE GeForce RTX 5070 Ti Gaming OC 16G - 16GB GDDR7, HDMI, 3x DP): 1.299,00 €, zzgl. 8,99 € Versand, sofort ab Lager. Maßgeblich ist der Preis im Shop.ASUS Dual GeForce RTX 5060 Ti 16G OC
Für WQHD und kompakte Gehäuse mit moderatem Netzteil.
- 16 GB GDDR7 an 128 Bit
- 180 W TGP, ein 8-Pin-Anschluss
- Nur 229 × 120 × 50 mm, 2,5 Slots laut ASUS
- 1 × HDMI 2.1b, 3 × DisplayPort 2.1b
- 128-Bit-Interface
- Netzteilangaben von ASUS (550 W) und NVIDIA (600 W) weichen ab
- VRAM
- 16 GB GDDR7
- Leistung (TBP/TGP)
- 180 W (NVIDIA)
- Netzteil laut Hersteller
- 550 W (ASUS), NVIDIA nennt 600 W
- Länge / Slots
- 229 mm, 2,5 Slots
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Werbung Preis inkl. MwSt. laut Händler-Feed, Stand 08.10.2026 21:12 Uhr · notebooksbilliger (ASUS Dual GeForce RTX 5060 Ti 16G OC - 16GB GDDR7, HDMI, 3x DP): 749,00 €, zzgl. 8,99 € Versand, sofort ab Lager. Maßgeblich ist der Preis im Shop.Sapphire Radeon RX 9060 XT 16GB Pulse Gaming OC
Für WQHD mit mittleren bis hohen Details bei sparsamem Netzteil.
- 16 GB GDDR6 an 128 Bit laut AMD
- 160 W Referenz, 450 W Netzteilempfehlung
- 32 Compute Units, 2.048 Stream-Prozessoren
- Feed-Angabe: 2 × HDMI, DisplayPort
- Länge und Slots hier nicht belegt
- Speicher an 128 Bit
- VRAM
- 16 GB GDDR6
- Leistung (TBP/TGP)
- 160 W (AMD-Referenz, Boardwerte können abweichen)
- Netzteil laut Hersteller
- 450 W (AMD)
- Länge / Slots
- k. A.
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Werbung Preis inkl. MwSt. laut Händler-Feed, Stand 08.10.2026 21:12 Uhr · notebooksbilliger (Sapphire Radeon RX 9060 XT 16GB PULSE Gaming OC - 16GB GDDR6, 2x HDMI, DP): 699,00 €, versandkostenfrei, sofort ab Lager. Maßgeblich ist der Preis im Shop.MSI GeForce RTX 5070 12G Ventus 2X OC
Für WQHD in kompakten Gehäusen mit Gen-5-Stecker.
- 12 GB GDDR7 an 192 Bit laut NVIDIA
- 250 W, 650 W Netzteil laut MSI
- 236 × 126 × 50 mm, 774 g
- 16-Pin-Anschluss, ATX 3.1 empfohlen
- 12 GB sind für 4K knapp
- 16-Pin-Anschluss: Netzteil und Kabel prüfen
- VRAM
- 12 GB GDDR7
- Leistung (TBP/TGP)
- 250 W
- Netzteil laut Hersteller
- 650 W
- Länge / Slots
- 236 mm, Dicke 50 mm
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Werbung Preis inkl. MwSt. laut Händler-Feed, Stand 08.10.2026 21:12 Uhr · notebooksbilliger (MSI GeForce RTX 5070 12G VENTUS 2X OC - 12GB GDDR7, HDMI, 3x DP): 890,73 €, zzgl. 8,99 € Versand, sofort ab Lager. Maßgeblich ist der Preis im Shop.ASRock Arc B580 Challenger 12GB OC
Für Full HD und moderate WQHD-Details bei kleinem Budget.
- 12 GB GDDR6 an 192 Bit, 456 GB/s laut Intel
- 20 Xe-Kerne, 190 W
- Ein 8-Pin-Anschluss laut Intel-Referenz
- Bildausgänge: HDMI und 3 × DisplayPort
- PCIe 4.0 x8: auf älterem PCIe 3.0 prüfen
- Treiber- und Spielekompatibilität vorab prüfen
- VRAM
- 12 GB GDDR6
- Leistung (TBP/TGP)
- 190 W TBP (Intel)
- Netzteil laut Hersteller
- 600 W (Intel-Referenz)
- Länge / Slots
- k. A.
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Werbung Preis inkl. MwSt. laut Händler-Feed, Stand 08.10.2026 21:12 Uhr · notebooksbilliger (ASRock Arc B580 Challenger 12GB OC Grafikkarte - 12GB GDDR6, HDMI, DP, 2x DP): 369,00 €, versandkostenfrei, sofort ab Lager. Maßgeblich ist der Preis im Shop.So entsteht die Wertung: Die Wertung gewichtet nach Datenblatt die Kriterien dieses Ratgebers (Grafikspeicher, Leistungsaufnahme und Netzteil, Baugröße). Alle Angaben stammen von Herstellerseiten (Stand 09.10.2026), nicht vermerkt heißt „k. A.“. Kein Praxistest. Preise ändern sich laufend – den aktuellen Preis siehst du beim Händler. *Affiliate-Links: Als Amazon-Partner und Partner weiterer Shops verdienen wir an qualifizierten Verkäufen eine Provision; für dich ändert sich der Preis nicht.
Kurzempfehlung: welche Grafikkarte zu wem passt
Full HD mit knappem Budget: Eine Karte der Einstiegsklasse mit 8 bis 12 GB reicht, zum Beispiel die ASRock Arc B580 Challenger OC (12 GB GDDR6, 190 W laut Intel) oder eine RTX 5060 mit 8 GB GDDR7 (145 W). WQHD (2.560 × 1.440 Pixel) als Standard: Nimm 16 GB, etwa die ASUS Dual GeForce RTX 5060 Ti 16G OC (180 W, 229 mm lang) oder die Sapphire Radeon RX 9060 XT 16GB Pulse Gaming OC (160 W). Hohe Details in WQHD und 4K: Die Sapphire Pulse Radeon RX 9070 XT (16 GB, 304 W, 750 W Netzteil laut AMD) oder die Gigabyte GeForce RTX 5070 Ti Gaming OC 16G (300 W, 750 W laut Gigabyte) sind die Oberklasse dieser Auswahl. Kleines Gehäuse: Prüfe zuerst die Kartenlänge, denn Karten mit gleichem Chip gibt es von 229 bis 342 mm.
Welche Karte zu welchem Rechner gehört, steht im Ratgeber Gaming-PC kaufen; den passenden Bildschirm zur Karte findest Du unter Gaming-Monitor kaufen. Die Reihenfolge ist wichtig: Erst Auflösung und Bildwiederholrate festlegen, dann die Karte wählen, zuletzt das Netzteil prüfen.
Aktuelle Generationen: RTX 50, RX 9000 und Arc B
NVIDIA GeForce RTX 50 (Architektur Blackwell) umfasst im Handel unter anderem RTX 5050, 5060, 5060 Ti (8 oder 16 GB), 5070 (12 GB), 5070 Ti (16 GB) und 5080 (16 GB), alle mit GDDR7 außer der RTX 5050, die in den Händlerdaten mit 8 GB GDDR6 geführt wird. Laut NVIDIA haben RTX 5070 Ti und 5070 ein Speicherinterface von 256 beziehungsweise 192 Bit; RTX 5060 und 5060 Ti nutzen 128 Bit. AMD Radeon RX 9000 (RDNA 4) umfasst RX 9060 XT (8 oder 16 GB GDDR6), RX 9070 GRE (12 GB), RX 9070 und RX 9070 XT (je 16 GB GDDR6, 256 Bit). Intel Arc B (Battlemage) startete mit der Arc B580 (12 GB GDDR6, 192 Bit, 20 Xe-Kerne, vorgestellt am 3. Dezember 2024); dazu kommt die B570 mit 10 GB.
Auf eine Nachfolgegeneration musst Du nicht warten: Berichte über eine RTX-50-Super-Auffrischung nennen mal das dritte Quartal 2026, mal Januar 2027 oder eine Streichung; bestätigt hat NVIDIA nach unseren Quellen keinen Termin. Wer jetzt eine Karte braucht, kauft aus den drei genannten Familien. Ältere Karten wie RTX 3050, RTX 3060 oder RX 7600 stehen noch im Handel, haben gegenüber den neuen Familien aber weniger Funktionen, etwa kein DLSS 4 mit Multi Frame Generation, das NVIDIA für die RTX 50 nennt.
Wichtig bei Namen: Dieselbe Bezeichnung kann verschiedene Speichergrößen bedeuten. Die RTX 5060 Ti gibt es mit 8 und 16 GB, die RX 9060 XT ebenfalls. Der Zusatz „Ti“ oder „XT“ sagt nichts über den Speicher, lies die GB-Angabe im Titel.
VRAM: wie viel Grafikspeicher für welche Auflösung
Der Grafikspeicher nimmt Texturen, Geometrie und Raytracing-Daten auf. Läuft er voll, fällt die Bildrate spürbar ein und Texturen laden nach. Die Zahlen unten sind Faustregeln aus unserer Einschätzung, keine Normwerte; Spiele unterscheiden sich stark, und die Hersteller geben keine offizielle Empfehlung je Auflösung.
Full HD (1.920 × 1.080): 8 GB genügen für viele Spiele, bei hohen Texturen in neuen Titeln wird es eng; 12 GB sind eine sichere Wahl. WQHD (2.560 × 1.440): Plane 12 GB als Untergrenze und 16 GB als Reserve ein. 4K (3.840 × 2.160): 16 GB sind der vernünftige Einstieg, bei hohen Texturen und Raytracing hilft jede weitere Reserve. Mit nur 8 GB bei 4K solltest Du Texturen senken. Mehr Speicher macht die Karte nicht schneller, er verhindert nur Einbrüche. Ebenso zählt die Anbindung: NVIDIA nennt 128 Bit für RTX 5060 und 5060 Ti, 192 Bit für die RTX 5070 und 256 Bit für die RTX 5070 Ti.
Umgekehrt gilt: Wer in Full HD spielt und nicht modden will, hat von 16 GB wenig Nutzen. Wer mehrere Jahre mit einer Karte auskommen will oder KI-Anwendungen und Videoschnitt nutzt, profitiert von mehr Speicher. Beachte, dass die 8-GB- und die 16-GB-Variante einer Karte oft dieselbe Rechenleistung haben und nur der Speicher unterscheidet.
Leistungsaufnahme (TGP) und Netzteil-Empfehlung laut Hersteller
Die Hersteller nennen zwei Zahlen: die Leistungsaufnahme der Karte (NVIDIA: Total Graphics Power, TGP; AMD und Intel: Total Board Power, TBP) und eine empfohlene Gesamtleistung des Netzteils. Letztere ist ein Mindestwert für ein Standardsystem; NVIDIA gibt als Basis einen PC mit Ryzen 9 9950X an und weist darauf hin, dass der Bedarf je nach Konfiguration abweichen kann.
- RTX 5060: 145 W, Netzteil 550 W (NVIDIA)
- RTX 5060 Ti: 180 W, 600 W (NVIDIA); ASUS nennt für die Dual 16G 550 W
- RTX 5070: 250 W, 650 W (NVIDIA)
- RTX 5070 Ti: 300 W, 750 W (NVIDIA)
- RTX 5080: 360 W, 850 W (NVIDIA)
- RX 9060 XT: 150 W (8 GB) bzw. 160 W (16 GB), Netzteil 450 W (AMD)
- RX 9070 XT: 304 W, 750 W (AMD)
- Arc B580: 190 W TBP (Intel), 600 W Netzteil laut Angabe zur Referenzkarte
Partnerkarten mit Werksübertaktung (OC) können über der Referenz liegen, AMD weist darauf hin, dass Boardpartner abweichen dürfen. Prüfe daher das Datenblatt der exakten Karte. Rechne außerdem Prozessor und Laufwerke ein: Ein Netzteil an der Untergrenze läuft laut, altert schneller und kann bei Lastspitzen abschalten. Lass bei Karten ab 300 W lieber Luft nach oben. MSI empfiehlt für die RTX 5070 Ventus 2X ein Netzteil nach ATX 3.1, das den 16-Pin-Stecker (12V-2x6) mitbringt.
Anschlüsse: PCIe, 12V-2x6, 8-Pin und Bildausgänge
Strom: Je nach Modell sitzen ein oder mehrere 8-Pin-Anschlüsse oder ein 16-Pin-Stecker (12V-2x6) auf der Karte. NVIDIA nennt für RTX 5060 und 5060 Ti ein 8-Pin-Kabel oder ein PCIe-Gen-5-Kabel mit mindestens 300 W (Adapter im Karton). Für RTX 5070 und 5070 Ti sind zwei 8-Pin-Kabel oder ein Gen-5-Kabel mit mindestens 300 W vorgesehen; die RTX 5080 braucht laut Kurzanleitung drei 8-Pin-Kabel oder ein einzelnes Gen-5-Kabel mit mindestens 450 W. Die Gigabyte RTX 5070 Ti Gaming OC hat einen 16-Pin-Anschluss und liefert einen Adapter von 12V-2x6 auf 3 × 8-Pin mit, die ASUS Dual RTX 5060 Ti nutzt einen 8-Pin-Anschluss, die AMD-Referenz der RX 9070 XT zwei 8-Pin-Anschlüsse. Stecke den 12V-2x6-Stecker vollständig ein und knicke das Kabel nicht direkt am Stecker.
PCIe: Moderne Karten stecken in einem x16-Steckplatz. Die Intel Arc B580 nutzt nur PCIe 4.0 x8; auf einem älteren Mainboard mit PCIe 3.0 kann sie langsamer laufen, prüfe das vor dem Kauf. Bildausgänge: Die Karten im Feed bieten meist einmal HDMI und dreimal DisplayPort (ASUS Dual 5060 Ti: HDMI 2.1b und DisplayPort 2.1b). Für einen Monitor mit 4K und hoher Bildrate zählt die Version der Ausgänge, nicht nur die Zahl; Details dazu im Ratgeber Gaming-Monitor kaufen.
Länge, Dicke und Gehäuse: das Maß zählt
Die Bauform unterscheidet sich enorm, selbst beim selben Chip. Laut Herstellerseiten: Die MSI GeForce RTX 5070 12G Ventus 2X OC misst 236 × 126 × 50 mm (774 g), die ASUS Dual GeForce RTX 5060 Ti 16GB OC 229 × 120 × 50 mm (2,5 Slots), die Sapphire Pulse Radeon RX 9070 XT 320 × 120,25 × 61,6 mm (3 Slots) und die Gigabyte RTX 5070 Ti Gaming OC 342 × 142 × 70 mm. Von Gigabyte gibt es die RTX 5070 Ti zusätzlich als Windforce OC SFF (304 × 126 × 50 mm) und als Windforce OC V2 (261 × 126 × 50 mm). ASUS führt die Dual RTX 5060 Ti auch als EVO mit 225 × 120 × 42 mm, die TUF-Version misst 302 × 133,5 × 62 mm.
Miss also die freie Länge im Gehäuse vom Slotblech bis zum Frontlüfter oder Radiator und addiere 2 bis 3 cm für Kabel. Prüfe die Höhe (70 mm bei der Gigabyte-Karte), die Zahl der Slots neben der Karte und ob das Netzteil die nötigen Kabel hat. Schwere Karten mit 3 Slots profitieren von einer Stütze. Für Mini-ITX-Gehäuse gibt es Low-Profile-Karten (zum Beispiel Gigabyte RTX 5060 OC Low Profile 8G), die aber mit kleinerem Kühler weniger Reserve haben.
Partnerkarten, OC und Modellnamen verstehen
Chip und Karte sind zwei Dinge. NVIDIA, AMD und Intel entwerfen die GPU; Boardpartner wie ASUS, Gigabyte, MSI, Sapphire, ASRock, XFX oder PowerColor bauen die Karte mit eigenem Kühler. Der Zusatz „OC“ steht für eine werkseitig höhere Taktrate und bringt meist nur wenige Prozent. Wichtiger sind Kühlung und Lautstärke. Namen wie „Gaming“, „Prime“, „Pulse“, „Eagle“ oder „Ventus“ bezeichnen die Baureihe des Herstellers, nicht eine Leistungsklasse.
Achte auf V2- und Varianten-Namen. Zwei Karten mit ähnlicher Bezeichnung können sich in Platine, Länge oder Stromanschluss unterscheiden; beim Händler helfen Teilenummer oder EAN. In unserem Vergleich sind exakte Modelle mit EAN hinterlegt, damit die Angebote zum Modell passen. Eine Radeon „AI PRO“ oder RTX „PRO“ (Blackwell) ist eine Workstation-Karte, im Feed mit 24 bis 96 GB, und für Spieler selten sinnvoll.
Typische Fehlkäufe
Zu wenig Speicher gespart: Eine 8-GB-Karte für WQHD mit hohen Texturen. Netzteil vergessen: Eine 300-W-Karte an einem 550-W-Netzteil ohne passenden Stecker. Falsche Länge: Eine Karte mit 342 mm in einem Gehäuse mit 320 mm Platz. Prozessor-Flaschenhals: Eine starke Karte in einem alten Rechner mit schwachem Prozessor liefert nicht ihre volle Leistung. Nur auf OC geachtet: Die Übertaktung bringt wenig, der Kühler entscheidet über die Lautstärke. Gebraucht ohne Prüfung: Gebrauchte Karten sind schwer zu beurteilen; frage nach Rechnung und Restgarantie und vergleiche den Preis über die Zeit, siehe Preisverlauf prüfen.
Grafikkarten testen: wie Du Tests liest und selbst prüfst
Ein seriöser Test nennt die Testplattform (Prozessor, Speicher, Treiberversion), die Spiele mit Einstellungen und die Auflösung. Achte auf die durchschnittlichen Bilder pro Sekunde und vor allem auf die 1-%-Low-Werte beziehungsweise Frametimes, die Ruckler zeigen. Lautstärke in dB(A), Temperatur und gemessene Leistungsaufnahme gehören ebenfalls dazu. Misstraue Tests, die nur Herstellerdaten abschreiben. Wir haben die Karten in diesem Ratgeber nicht selbst getestet; unsere Wertung beruht auf Datenblättern.
Selbst prüfen nach dem Einbau: Treiber frisch installieren, eine Stunde Last mit einem Spiel laufen lassen und die Temperatur beobachten. NVIDIA nennt als maximale GPU-Temperatur 87 °C für die RTX 5060 Ti und 89 °C für die RTX 5060; die Karte regelt vorher ab. Lege einen Preis-Alarm an, wenn Du nicht sofort kaufen musst.
Häufige Fragen
Wie viel VRAM brauche ich für WQHD?
Als Faustregel (keine Norm): 12 GB als Untergrenze, 16 GB als Reserve. Für Full HD reichen oft 8 GB, für 4K sind 16 GB der Einstieg. Entscheidend sind die Texturen-Einstellung und das einzelne Spiel.
Welches Netzteil brauche ich für eine RTX 5070 Ti?
NVIDIA nennt 300 W Leistungsaufnahme und 750 W als Gesamtleistung des Netzteils; die RTX 5070 steht bei 250 W und 650 W. Das sind Mindestangaben für ein Standardsystem, plane Reserve ein und prüfe die Stecker (zwei 8-Pin oder ein 12V-2x6-Kabel).
Ist die RX 9070 XT oder die RTX 5070 Ti besser?
Beide haben 16 GB und liegen bei etwa 300 W (AMD 304 W, NVIDIA 300 W). Unterschiede liegen bei Funktionen: NVIDIA nennt DLSS 4 mit Multi Frame Generation für die RTX 50. Vergleiche Tests mit Deinen Spielen statt Marken.
Was bedeutet OC bei einer Grafikkarte?
OC steht für eine werkseitig erhöhte Taktrate. Der Gewinn beträgt meist nur wenige Prozent; Kühler, Lautstärke und Länge der Karte sind wichtiger.
Passt jede Grafikkarte in mein Gehäuse?
Nein. Die Längen reichen in unseren Beispielen von 229 mm (ASUS Dual RTX 5060 Ti) über 320 mm (Sapphire Pulse RX 9070 XT) bis 342 mm (Gigabyte RTX 5070 Ti Gaming OC). Miss die freie Länge und Höhe und zähle die Slots.
Lohnt sich die Intel Arc B580?
Als Einstiegskarte mit 12 GB GDDR6 und 190 W laut Intel kann sie für Full HD und moderates WQHD passen. Sie nutzt PCIe 4.0 x8 und braucht einen Stromanschluss; prüfe vorher Dein Mainboard und aktuelle Treibertests.
Soll ich auf die RTX 50 Super warten?
Offiziell angekündigt ist sie nicht; Berichte nennen verschobene oder gestrichene Termine. Kaufe nach Bedarf, nicht nach Gerücht, und beobachte den Preisverlauf.
Quellen und Stand
- NVIDIA: GeForce RTX 5070 Familie (TGP, Netzteil, Anschlüsse) (nvidia.com)
- NVIDIA: GeForce RTX 5060 Familie (nvidia.com)
- NVIDIA: GeForce RTX 5080 (nvidia.com)
- AMD: Radeon RX 9070 XT (amd.com)
- AMD: Radeon RX 9060 XT (16 GB) (amd.com)
- AMD: Radeon RX 9060 XT (8 GB) (amd.com)
- Intel: Arc B580, Produktspezifikationen (intel.com)
- MSI: GeForce RTX 5070 12G Ventus 2X OC, Spezifikation (msi.com)
- Gigabyte: GeForce RTX 5070 Ti Gaming OC 16G, Spezifikationen (gigabyte.com)
- Sapphire: Pulse Radeon RX 9070 XT (sapphiretech.com)
- ASUS: Dual GeForce RTX 5060 Ti 16GB OC, Tech-Daten (asus.com)
- Igor's Lab: RTX 50 Super angeblich auf Q3 2026 verschoben (Bericht, unbestätigt) (igorslab.de)
Technische Angaben im Modellvergleich: Hersteller- und Händlerdatenblätter, Stand 9. Oktober 2026; nicht belegte Werte stehen als „k. A.“. Aktualisiert am . Preisdrache testet nicht selbst im Labor — wie wir Daten auswählen und gewichten, steht unter So vergleichen wir; wie wir Geld verdienen, unter Wie wir Geld verdienen. Fehler gefunden? Schreib uns über die Adresse im Impressum.
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