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Kaufberatung

WLAN-Router kaufen: die ehrliche Kaufberatung

Von der Preisdrache-Redaktion · Aktualisiert am 7. Oktober 2026

<p>Der WLAN-Router ist die Schaltzentrale deines Heimnetzes: Er verbindet dich mit dem Internet, verteilt die Verbindung per Kabel und Funk, schützt das Netz per Firewall und steuert bei vielen Modellen auch Telefonie und Smart Home. Bei der Auswahl hängt fast alles an einer Frage, die viele zuletzt stellen: <strong>Welchen Anschluss hast du?</strong> Ein Router für DSL braucht ein eingebautes DSL-Modem, ein Kabelrouter ein DOCSIS-Modem, und bei Glasfaser entscheidet der Anbieter, ob du ein eigenes Glasfasermodem brauchst. Erst danach lohnt der Blick auf WLAN 6, 6E oder 7.</p><p>Dieser Ratgeber erklärt die Kaufkriterien ohne Marketing-Nebel, grenzt den Router sauber vom Mesh-System ab und nennt typische Fehlkäufe. Die Vergleichstabelle oben stützt sich auf Datenblattangaben der Hersteller und Händler, nicht auf eigene Messungen. Wenn dein Haus groß ist und ein einzelnes Gerät nicht reicht, ist ein Mesh-System die Alternative.</p>

WLAN-Router im Vergleich 2026

Stand 2026-10-07 · Werbung Links mit * sind Affiliate-Links

PlatzModellWertungWLAN-StandardInternetanschlussLAN-Ports
1 Unser FavoritAVM FRITZ!Box 7690 9,0 WLAN 7 (2,4 + 5 GHz, kein 6 GHz)VDSL Supervectoring bis 300 MBit/s, ADSL2+; 2,5-GbE-WAN/LAN2 x 2,5 GbE, 2 x 1 GbE Preis prüfen*
2 Für GlasfaserAVM FRITZ!Box 5690 Pro 8,9 WLAN 7 Tri-Band (2,4/5/6 GHz)Glasfaser GPON bis 2,5 GBit/s, AON bis 1 GBit/s; DSL Supervectoring 35b1 x 2,5 GbE (WAN/LAN), 4 x 1 GbE Preis prüfen*
3 Für KabelanschlussAVM FRITZ!Box 6690 Cable 8,3 WLAN 6 (2,4 + 5 GHz, 4x4)Kabel DOCSIS 3.1 (abwärtskompatibel zu 3.0)1 x 2,5 GbE, 3 x 1 GbE Preis prüfen*
4 Mit vielen 2,5-GbE-PortsTP-Link Archer BE550 8,2 WLAN 7 Tri-Band (BE9300, 2,4/5/6 GHz)Nur Ethernet-WAN (2,5 GbE), kein xDSL5 x 2,5 GbE (1 WAN + 4 LAN) Preis prüfen*
5 Für GamerASUS RT-AX86U Pro 7,6 WLAN 6 (AX5700, Dual-Band)Ethernet-WAN; Modem/ONT nötig (kein DSL-Modem in den Angaben)1 x 2,5 GbE (Rolle k. A.), 4 x 1 GbE Preis prüfen*
6 Für EinsteigerAVM FRITZ!Box 7530 AX 7,4 WLAN 6 (2,4 + 5 GHz)VDSL Supervectoring 35b bis 300 MBit/s4 x 1 GbE Preis prüfen*
1
Unser Favorit

AVM FRITZ!Box 7690

Für DSL-Haushalte, die WLAN 7, 2,5-GbE-Ports und Telefonanlage in einem Gerät wollen.

9,0/10
  • Eingebautes VDSL-Modem plus 2,5-GbE-Port für externes Modem/ONT
  • WLAN 7 mit 4x4 und bis zu 5.760 MBit/s auf 5 GHz (laut AVM)
  • DECT-Basis für bis zu 6 Mobilteile, 2 analoge Anschlüsse
  • VPN mit WireGuard und IPsec, Zigbee und DECT ULE
  • Kein 6-GHz-Band
  • Nur ein USB-2.0-Port
WLAN-Standard
WLAN 7 (2,4 + 5 GHz, kein 6 GHz)
Internetanschluss
VDSL Supervectoring bis 300 MBit/s, ADSL2+; 2,5-GbE-WAN/LAN
LAN-Ports
2 x 2,5 GbE, 2 x 1 GbE
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2
Für Glasfaser

AVM FRITZ!Box 5690 Pro

Für Glasfaser-Anschlüsse mit eigenem Gerät und Anspruch an WLAN 7 über drei Bänder.

8,9/10
  • Glasfaser- und DSL-Anschluss in einem Gerät
  • Tri-Band mit 6 GHz (WLAN 7, 6E und 6)
  • SFP-Module für GPON/AON je nach Anbieter im Lieferumfang
  • DECT, Zigbee und USB 3.1
  • Für Glasfaser ist der Anbieter-Anschluss vorab zu klären
  • Kompatibilität mit dem Anbieter vorher klären
WLAN-Standard
WLAN 7 Tri-Band (2,4/5/6 GHz)
Internetanschluss
Glasfaser GPON bis 2,5 GBit/s, AON bis 1 GBit/s; DSL Supervectoring 35b
LAN-Ports
1 x 2,5 GbE (WAN/LAN), 4 x 1 GbE
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3
Für Kabelanschluss

AVM FRITZ!Box 6690 Cable

Für Kabelanschlüsse (Koax) mit Gigabit-Tarif und Telefonanlage.

8,3/10
  • DOCSIS 3.1, laut AVM bis 6 GBit/s Downstream
  • 4x4 WLAN 6 mit 4.800 + 1.200 MBit/s (laut AVM)
  • 2 x USB 3.0 und DECT-Basis für bis zu 6 Telefone
  • Mesh-fähig
  • Nur für Kabelnetze, nicht für DSL
  • Kein 6 GHz, kein WLAN 7
WLAN-Standard
WLAN 6 (2,4 + 5 GHz, 4x4)
Internetanschluss
Kabel DOCSIS 3.1 (abwärtskompatibel zu 3.0)
LAN-Ports
1 x 2,5 GbE, 3 x 1 GbE
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4
Mit vielen 2,5-GbE-Ports

TP-Link Archer BE550

Für alle mit Modem, ONT oder Kabelrouter davor, die WLAN 7 und viele schnelle Kabelports wollen.

8,2/10
  • Fünf 2,5-GbE-Ports laut Hersteller
  • 6 GHz mit 320-MHz-Kanälen und MLO
  • EasyMesh-kompatibel
  • VPN-Client und -Server laut Listing
  • Kein DSL-Modem, braucht Modem oder ONT davor
  • Interne Antennen; bei großen Wohnungen die Reichweite vorab bedenken
WLAN-Standard
WLAN 7 Tri-Band (BE9300, 2,4/5/6 GHz)
Internetanschluss
Nur Ethernet-WAN (2,5 GbE), kein xDSL
LAN-Ports
5 x 2,5 GbE (1 WAN + 4 LAN)
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5
Für Gamer

ASUS RT-AX86U Pro

Für Haushalte mit Modem oder ONT, die WLAN 6, Gaming-Funktionen und AiMesh wünschen.

7,6/10
  • AX5700 (Summenrate aller Bänder) und 160-MHz-Kanäle laut Händlerangabe
  • 2,5-GbE-Port und dediziertes Gaming-Port-Feature
  • AiMesh-kompatibel
  • AiProtection-Sicherheitssuite laut Händlerangabe
  • Nur WLAN 6, kein 6 GHz
  • Portbelegung in den Quellen uneinheitlich
WLAN-Standard
WLAN 6 (AX5700, Dual-Band)
Internetanschluss
Ethernet-WAN; Modem/ONT nötig (kein DSL-Modem in den Angaben)
LAN-Ports
1 x 2,5 GbE (Rolle k. A.), 4 x 1 GbE
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6
Für Einsteiger

AVM FRITZ!Box 7530 AX

Für DSL-Anschlüsse bis 300 MBit/s, kleinere Wohnungen und alle, die FRITZ!OS und Telefonanlage ohne Spitzentechnik wollen.

7,4/10
  • Bewährter DSL-Router mit FRITZ!OS
  • Bis zu 6 DECT-Mobilteile und ein a/b-Port
  • Mesh-Master für FRITZ!-Repeater
  • Integrierte DECT-Basis und Telefonanlage
  • Nur Gigabit-LAN
  • Kein 6-GHz-Band, kein WLAN 7
WLAN-Standard
WLAN 6 (2,4 + 5 GHz)
Internetanschluss
VDSL Supervectoring 35b bis 300 MBit/s
LAN-Ports
4 x 1 GbE
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So entsteht die Wertung: Die Wertung entsteht aus gewichteten Datenblattangaben (Standard und Bänder, Anschlussvielfalt, Ports) nach den Kriterien dieses Ratgebers. Es ist kein Praxistest; Angaben ohne verlässlichen Beleg sind mit „k. A.“ markiert. Preise ändern sich laufend – den aktuellen Preis siehst du beim Händler. *Affiliate-Links: Als Amazon-Partner und Partner weiterer Shops verdienen wir an qualifizierten Verkäufen eine Provision; für dich ändert sich der Preis nicht.

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Zuerst der Anschluss: DSL, Kabel oder Glasfaser?

Der häufigste Fehlkauf ist ein schneller WLAN-Router, der an deinem Anschluss gar nicht läuft. Prüfe deshalb zuerst, was in deiner Wand steckt:

  • DSL/VDSL (Telefondose): Du brauchst einen Router mit eingebautem DSL-Modem. Beispiele sind die FRITZ!Box 7690 (VDSL mit Supervectoring bis 300 MBit/s laut AVM) und die FRITZ!Box 7530 AX (Supervectoring 35b). Reine WLAN-Router wie der TP-Link Archer BE550 unterstützen laut Händlerangaben kein xDSL.
  • Kabelanschluss (Koax-Dose): Du brauchst einen Router mit DOCSIS-Kabelmodem, etwa die FRITZ!Box 6690 Cable (DOCSIS 3.1, laut AVM bis 6 GBit/s im Downstream). Sie funktioniert nur am Kabelnetz, nicht an DSL. Die Freischaltung am Kabelanschluss läuft über den Anbieter.
  • Glasfaser: Hier gibt es zwei Varianten. Viele Anbieter bauen hinter der Glasfaserdose ein eigenes Glasfasermodem (ONT) ein, an dem du per Netzwerkkabel jeden Router mit WAN-Port anschließen kannst. Alternativ nimmst du einen Glasfaserrouter mit integriertem Modem wie die FRITZ!Box 5690 Pro (GPON bis 2,5 GBit/s und AON bis 1 GBit/s laut Händlerangaben, zwei SFP-Module liegen je nach Anbieter bei).

Die Reihenfolge ist deshalb: Anschlussart klären, Tarifgeschwindigkeit notieren (Download und Upload), dann erst WLAN-Standard und Ausstattung wählen. Ein Gigabit-Tarif ohne 2,5-GbE-Port am Router ist kein Drama, aber ein 100-MBit-Anschluss macht aus WLAN 7 keinen Geschwindigkeitsgewinn im Internet; im Heimnetz (zum NAS, zwischen Geräten) schon.

Routerfreiheit: Du darfst dein Gerät selbst wählen

Seit dem 1. August 2016 gilt in Deutschland die freie Endgerätewahl: Dein Internetanbieter darf dich nicht zwingen, einen bestimmten Router zu mieten oder zu benutzen. Die Zuständigkeit des Anbieters endet am passiven Netzabschlusspunkt, also an der Telefondose, der Kabeldose oder der Glasfaseranschlussdose. Die Bundesnetzagentur hat nach einem Antrag mehrerer Branchenverbände bestätigt, dass die freie Endgerätewahl auch in Glasfasernetzen am passiven Netzabschlusspunkt gilt; bei Glasfaser bist du dann für Modem (ONT) und Router selbst verantwortlich.

Praktisch heißt das:

  • Du musst den Miet-Router deines Anbieters nicht nehmen. Ein eigener Router spart langfristig die Mietgebühr und gibt dir mehr Funktionen und Updates.
  • Du brauchst die Zugangsdaten (bei DSL: Benutzerkennung und Passwort, bei Kabel meist eine Freischaltung der Modem-Kennung). Frag sie bei deinem Anbieter ab.
  • Bei Glasfaser hängt vieles davon ab, wo der Anbieter sein Modem (ONT) montiert. Lies vor dem Kauf die Hinweise deines Anbieters.
  • Auch Telefonie läuft über deinen Router. Die FRITZ!Box-Modelle bringen dafür eine DECT-Basis (bis zu 6 Mobilteile) und analoge Anschlüsse mit; reine WLAN-Router haben das nicht.

WLAN 6, WLAN 6E oder WLAN 7: was steckt dahinter?

Die Zahl beschreibt die Funkgeneration. Für die Kaufentscheidung zählen drei Dinge: welche Frequenzbänder das Gerät hat, wie breit die Kanäle sind und was deine Endgeräte überhaupt können.

  • WLAN 6 (802.11ax): Nutzt 2,4 und 5 GHz. Schon seit Jahren verbreitet, effizient bei vielen Geräten gleichzeitig. Beispiele: FRITZ!Box 7530 AX (1.800 MBit/s auf 5 GHz, 600 MBit/s auf 2,4 GHz brutto laut Händlerangaben), FRITZ!Box 6690 Cable (4.800 + 1.200 MBit/s laut AVM-Angaben), ASUS RT-AX86U Pro (AX5700, laut Händlerangaben 160-MHz-Kanäle).
  • WLAN 6E: Wie WLAN 6, aber mit zusätzlichem 6-GHz-Band. In Deutschland hat die Bundesnetzagentur 2021 den Bereich 5945 bis 6425 MHz freigegeben, in Innenräumen mit höherer Sendeleistung (Low Power Indoor); draußen gelten engere Grenzen. Der Vorteil: ein weitgehend leeres Band ohne alte Nachbargeräte.
  • WLAN 7 (802.11be): Kommt mit Multi-Link Operation (MLO, mehrere Bänder gleichzeitig), 4K-QAM und im 6-GHz-Band Kanälen mit bis zu 320 MHz. Beispiel: TP-Link Archer BE550 (laut Hersteller 574 + 2.880 + 5.760 MBit/s, zusammen als BE9300 beworben) und FRITZ!Box 5690 Pro (Tri-Band mit 6 GHz, bis 18,5 GBit/s Summenrate laut Anbieter).

Wichtige Einschränkung: WLAN 7 ist nicht automatisch Tri-Band. Die FRITZ!Box 7690 funkt laut Händler- und Herstellerangaben zwar nach WLAN 7, aber nur auf 2,4 und 5 GHz; ein 6-GHz-Band hat sie nicht. Die beworbenen Summenwerte (BE9300, AX5700 …) addieren die Höchstraten aller Bänder. Kein einzelnes Gerät erreicht sie; sie taugen nur zum Vergleich innerhalb einer Technikstufe.

Was du wirklich brauchst: Endgeräte und Tempo

Ein neuer Router macht nur so schnell, wie das schwächste Glied der Kette. Prüfe deshalb, was bei dir tatsächlich ankommt:

  • Dein Handy oder Notebook: Ein Gerät mit WLAN 5 profitiert nicht von WLAN 7. Die 6-GHz-Vorteile nutzen nur Endgeräte mit 6E oder 7. Schau im Datenblatt deiner wichtigsten Geräte nach.
  • Die Leitung: Bei 250 MBit/s im Download ist ein WLAN-6-Router wie die FRITZ!Box 7530 AX in der Praxis nicht der Engpass. WLAN 7 lohnt sich eher bei Gigabit-Anschlüssen, vielen gleichzeitigen Streams oder schnellem Heimnetz-Datenverkehr.
  • Entfernung und Wände: Höhere Frequenzen haben meist die geringere Durchdringung durch Betondecken und tragende Wände. Wenn dein Router in der Ecke steht, ist das 5-GHz-Band oft entscheidender als das 6er.
  • Zahl der Geräte: Smart-Home-Geräte hängen fast alle im 2,4-GHz-Band. Ein modernes Gerät mit WLAN 6/7 verwaltet viele Teilnehmer deutlich besser als ein altes.

Eine ehrliche Faustregel: Für Haushalte mit DSL bis 250 MBit/s und wenigen Geräten reicht ein solider WLAN-6-Router. Wer langfristig plant (Glasfaser, Gigabit, WLAN-7-Handys), kauft WLAN 7 und spart sich den Wechsel in zwei Jahren.

Anschlüsse am Gerät: LAN, 2,5 Gigabit, USB, Telefon

Die LAN-Ports werden oft unterschätzt. Wer einen Fernseher, eine Konsole oder ein NAS per Kabel anbindet, entlastet das WLAN spürbar.

  • Gigabit-LAN ist Standard und reicht für fast alle Geräte. Die FRITZ!Box 7530 AX bietet 4 x Gigabit.
  • 2,5-Gigabit-LAN brauchst du, wenn dein Anschluss über 1 GBit/s liegt oder du ein NAS bzw. einen PC im Heimnetz mit mehr als Gigabit-Tempo anbinden willst. Der TP-Link Archer BE550 hat laut Hersteller fünf 2,5-GbE-Ports, die FRITZ!Box 7690 zwei (davon einer wahlweise als WAN), die FRITZ!Box 6690 Cable und die 5690 Pro je einen. Beim ASUS RT-AX86U Pro nennen die Quellen einen 2,5G-Port; ob WAN, LAN oder umschaltbar, ist in den geprüften Angaben uneinheitlich (k. A.).
  • USB: Praktisch für einen Speicherstick oder Drucker im Netz (FRITZ!Box 7530 AX: 1 x USB, 6690 Cable: 2 x USB 3.0, 5690 Pro: 1 x USB 3.1).
  • Telefon und DECT: Wenn du noch ein Festnetz- oder Schnurlostelefon betreibst, ist die FRITZ!Box-Reihe mit DECT-Basis und a/b-Anschlüssen der einfachste Weg. Reine WLAN-Router haben das nicht.

Ein Hinweis zu Smart Home: Die FRITZ!Box 7690 und 5690 Pro haben laut AVM einen integrierten Zigbee-Gateway. Wenn du schon Zigbee-Geräte nutzt, prüfe vorher, ob dein Setup das erfordert.

Router oder Mesh? Die klare Abgrenzung

Ein Router ist ein einzelnes Gerät, das den Internetzugang herstellt und das WLAN aussendet. Ein Mesh-System besteht aus mehreren Geräten, die gemeinsam ein Netz aufspannen. Es verbessert die Verteilung im Haus, nicht den Internetzugang. Die Faustregel:

  • Ein Router reicht, wenn du in einer Wohnung oder einem kleinen Haus lebst, das Gerät zentral stehen kann und keine dicken Betonwände dazwischen liegen.
  • Mesh lohnt bei mehreren Etagen, Anbauten oder verwinkelten Grundrissen. Die FRITZ!Box 7530 AX und die 6690 Cable sind laut Händlerangaben mesh-fähig, die 5690 Pro ein Triband-Mesh-Router; so kannst du später erweitern, ohne den Router zu tauschen. Auch der Archer BE550 ist laut Händlerangaben EasyMesh-kompatibel, der ASUS RT-AX86U Pro AiMesh-kompatibel.

Vor dem Kauf eines Mesh-Sets lohnt die Diagnose: Steht der Router ungünstig? Ist die Leitung der Engpass? Achte bei Mesh-Sets auf Backhaul, Funkbänder und Set-Größe. Wer schon einen guten Router hat, kann ihn oft mit einem Mesh-Satelliten erweitern, statt alles zu ersetzen.

Software, Updates und Sicherheit

Ein Router ist das Tor ins Heimnetz; Updates sind keine Nebensache. Achte auf folgende Punkte:

  • Update-Pflege: Seriöse Hersteller liefern über Jahre Sicherheitsupdates. FRITZ!Box-Geräte werden mit FRITZ!OS versorgt. Prüfe vor dem Kauf, ob ein Modell noch aktiv gepflegt wird; die konkrete Laufzeit nennt der Hersteller, sie ist hier nicht belegt (k. A.).
  • Verschlüsselung: WPA3 sollte unterstützt werden (Archer BE550 und ASUS RT-AX86U Pro nennen WPA3 laut Händlerangaben). WPA2 ist weiterhin üblich.
  • Zusatzfunktionen: VPN (WireGuard und IPsec bei der FRITZ!Box 7690 laut AVM), Kindersicherung, Gastnetz. Bei TP-Link läuft die Sicherheitssuite über HomeShield, bei ASUS über AiProtection Pro; welche Teile dauerhaft kostenlos sind, steht in den Herstellerangaben und kann sich ändern (k. A.).
  • App oder Weboberfläche: FRITZ!Box-Geräte lassen sich komplett im Browser verwalten. Viele andere Hersteller erwarten eine App; prüfe, ob ein Konto nötig ist und ob du das akzeptierst.

Eine wichtige Einstellung nach dem Kauf: Standardpasswort ändern, Fernzugriff nur bei Bedarf aktivieren, automatische Updates anlassen.

Typische Fehlkäufe

  1. Falscher Router für den Anschluss. Ein reiner WLAN-Router ohne Modem an einer Telefondose: Das Gerät bootet, hat aber kein Internet. Anschlussart zuerst prüfen.
  2. Kabelrouter an DSL (oder umgekehrt). Die FRITZ!Box 6690 Cable läuft laut Händlerangaben nur am Kabelnetz.
  3. Auf die Summenzahl hereinfallen. BE9300 oder AX5700 sind addierte Höchstraten. Wichtiger sind Bänder, Kanalbreite und Antennen.
  4. WLAN 7 mit 6 GHz verwechseln. Die FRITZ!Box 7690 ist WLAN 7 ohne 6-GHz-Band. Das kann trotzdem sinnvoll sein, du solltest es aber wissen.
  5. Provider-Router einfach tauschen. Bei Kabel und manchen Glasfaser-Tarifen brauchst du Freischaltung oder Zugangsdaten; Gerät erst nach Klärung kaufen.
  6. Zu viel Technik für kleine Wohnungen. Ein WLAN-7-Tri-Band-Router in einer Zwei-Zimmer-Wohnung mit 100-MBit-Anschluss verschenkt Geld. Ein WLAN-6-Gerät reicht dort meist völlig.
  7. Schlechter Standort. Der beste Router hinter dem Fernseher im Schrank bleibt langsam. Zentral, erhöht, frei aufstellen.

Fazit: So wählst du

  • DSL, wenige Ansprüche: FRITZ!Box 7530 AX (WLAN 6) oder, wenn du WLAN 7 und 2,5-GbE-Ports willst, die FRITZ!Box 7690.
  • Glasfaser mit eigenem Gerät: Glasfaserrouter wie die FRITZ!Box 5690 Pro oder ein Router mit WAN-Port hinter dem Anbieter-ONT.
  • Kabelanschluss: Kabelrouter wie die FRITZ!Box 6690 Cable.
  • Schon ein Modem vorhanden und WLAN 7 mit vielen Kabelports gewünscht: TP-Link Archer BE550.
  • Große Wohnfläche: Router plus Mesh-Erweiterung.

Die Wertungen in der Tabelle sind eine Einschätzung auf Basis von Datenblattangaben, kein Praxistest. Aktuelle Modelle und Preise siehst du direkt bei Amazon; sie ändern sich laufend. Links zu Amazon sind Werbung (Affiliate-Links).

Häufige Fragen

Welchen Router brauche ich für DSL?

Einen Router mit eingebautem DSL-Modem, zum Beispiel die FRITZ!Box 7530 AX oder 7690. Reine WLAN-Router ohne xDSL-Unterstützung wie der Archer BE550 funktionieren an der Telefondose nicht ohne zusätzliches Modem.

Kann ich einen Router für Kabel an DSL benutzen?

Nein. Die FRITZ!Box 6690 Cable hat laut Händlerangaben nur das Kabelmodem und lässt sich nicht an einem DSL-Anschluss nutzen. Kabel und DSL brauchen unterschiedliche Modems.

Brauche ich für Glasfaser einen eigenen Router?

Nicht zwingend. Viele Anbieter stellen ein Glasfasermodem (ONT) hin, an das du jeden Router mit WAN-Port anschließen kannst. Alternativ gibt es Glasfaserrouter mit eingebautem Modem, etwa die FRITZ!Box 5690 Pro. Frag vorher deinen Anbieter, wie sein Anschluss aufgebaut ist.

Lohnt sich WLAN 7 schon?

Wenn deine wichtigsten Geräte WLAN 7 oder 6E unterstützen und du einen schnellen Anschluss hast, ja. Sonst reicht oft ein WLAN-6-Router. Beachte: WLAN 7 hat nicht automatisch ein 6-GHz-Band; die FRITZ!Box 7690 funkt nur auf 2,4 und 5 GHz.

Router oder Mesh – was ist besser?

Das hängt vom Haus. In Wohnungen und kleinen Häusern reicht ein gut platzierter Router meist. Bei mehreren Etagen, Anbauten oder dicken Wänden lohnt Mesh. Mesh-Sets sind ein eigenes Thema.

Muss ich den Router vom Anbieter nehmen?

Nein, seit 2016 gilt die freie Endgerätewahl. Du brauchst aber die Zugangsdaten bzw. bei Kabel eine Freischaltung. Bei Glasfaser hängt es vom Anbieter und vom Modem (ONT) ab.

Wie wichtig sind 2,5-Gigabit-Ports?

Sie lohnen, wenn du einen Gigabit-Anschluss hast oder ein NAS und PC schneller als mit 1 GBit/s koppeln willst. Für normales Surfen und Streaming reicht Gigabit-LAN.

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