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DDR5-RAM kaufen: Latenz, Kits, Kompatibilität

Von der Preisdrache-Redaktion · Aktualisiert am · So arbeiten wir

<p>DDR5 kaufst du nicht nach der höchsten MT/s-Zahl, sondern nach drei Fragen: Was kann dein Prozessor offiziell, wie viel Gigabyte brauchst du mit nur zwei Modulen, und wie kurz ist die Latenz in Nanosekunden? Für die meisten neuen Gaming- und Arbeits-PCs läuft das auf ein Zweier-Kit mit DDR5-6000 und CL30 hinaus: rechnerisch 10,0 ns, gegenüber 16,67 ns beim Standardwert DDR5-4800 CL40, mit dem jedes dieser Kits ohne Profil startet.</p><p>Diese Seite wertet 318 DDR5-Datenblätter aus unserer Datenbank aus (Icecat, Stand 12.10.2026), rechnet die echte Latenz für alle gängigen Stufen, nennt die offiziellen Speichergrenzen von AMD und Intel und erklärt 24-Gbit-Module, CUDIMM und das On-Die-ECC. Dazu kommen sechs Kits mit Werten aus den Herstellerdatenblättern. Das ist eine Auswertung von Datenblättern, kein Praxistest.</p>

DDR5-Kits im Vergleich 2026

Stand 15. Oktober 2026 · Werbung Links mit * sind Affiliate-Links

PlatzModellWertungKapazität / KitProfil und LatenzOhne Profil (JEDEC)Plattform / Bauhöhe
1 Unser FavoritKingston FURY Beast DDR5 KF564C32BBEK2-64 8,7 64 GB (2 x 32 GB), 2Rx8DDR5-6400 CL32-39-39 oder 6000 CL30-36-36, je 1,4 V (10,0 ns)DDR5-4800 CL40-39-39 bei 1,1 VEXPO v1.1 und XMP 3.0, 288-polig, 34,9 mm hoch Preis prüfen*
2 Kurze LatenzKlevv FIT V KD5AGU880-60B280F 8,5 32 GB (2 x 16 GB), 2 Ranks laut IcecatDDR5-6000 CL28-36-36-76 (9,33 ns), 1,35 V laut IcecatDDR5-4800 40-40-40-77 bei 1,1 VXMP 3.0 und EXPO, 136,34 x 33,21 x 6,2 mm Preis prüfen*
3 48 GBXPG Lancer Blade RGB DDR5 AX5U6000C3024G-DTLABRWH 8,2 48 GB (2 x 24 GB, 24-Gbit-Klasse)DDR5-6000 CL30 (10,0 ns), Spannung k. A.k. A.XMP 3.0 und EXPO, 288-polig, Höhe k. A. Preis prüfen*
4 EinstiegKingston FURY Beast DDR5 KF560C36BBE2K2-32 7,9 32 GB (2 x 16 GB), 1Rx8DDR5-6000 CL36-44-44 bei 1,35 V (12,0 ns)DDR5-4800 CL40-39-39 bei 1,1 VEXPO v1.1 und XMP 3.0, 288-polig, 34,9 mm hoch Preis prüfen*
5 Ohne ÜbertaktungKingston ValueRAM KVR56U46BD8K2-96 7,7 96 GB (2 x 48 GB), 2Rx8, 24-Gbit-Chipskein ProfilDDR5-5600 CL46-45-45 bei 1,1 V (16,43 ns)288-polig, Platine 31,25 mm, ohne Kühlkörper Preis prüfen*
6 CUDIMMKingston FURY Renegade RGB CUDIMM KF584CU40RSAK2-48 7,5 48 GB (2 x 24 GB), 1Rx8XMP DDR5-8400 CL40-52-52 bei 1,45 V (9,52 ns), dazu 8000 CL38 und 7600 CL38DDR5-6400 CL52-52-52 bei 1,1 V (16,25 ns)nur XMP 3.0, CUDIMM, 45 mm hoch Preis prüfen*
1
Unser Favorit

Kingston FURY Beast DDR5 KF564C32BBEK2-64

Für alle, die 64 GB mit zwei Modulen wollen und auf AMD wie Intel ein Ausweichprofil schätzen.

8,7/10
  • Zwei Profilstufen je Standard laut Kingston-Datenblatt
  • 64 GB mit nur zwei Modulen
  • Rechnerisch 10,0 ns in beiden Stufen
  • Dual-Rank-Module belasten den Speichercontroller stärker als Single Rank
  • Beide Profile mit 1,4 V
Kapazität / Kit
64 GB (2 x 32 GB), 2Rx8
Profil und Latenz
DDR5-6400 CL32-39-39 oder 6000 CL30-36-36, je 1,4 V (10,0 ns)
Ohne Profil (JEDEC)
DDR5-4800 CL40-39-39 bei 1,1 V
Plattform / Bauhöhe
EXPO v1.1 und XMP 3.0, 288-polig, 34,9 mm hoch
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2
Kurze Latenz

Klevv FIT V KD5AGU880-60B280F

Für Spieler mit AM5- oder Intel-System, die bei 32 GB die kürzeste Latenz dieser Liste wollen.

8,5/10
  • Kürzeste Profil-Latenz der sechs Kits bei 6000 MT/s
  • Flacher Kühlkörper, 33,21 mm hoch
  • XMP und EXPO laut Klevv
  • Klevv nennt für die 6000er-Stufe 1,35 oder 1,4 V ohne Zuordnung zum Kit
  • Nur 32 GB je Kit
Kapazität / Kit
32 GB (2 x 16 GB), 2 Ranks laut Icecat
Profil und Latenz
DDR5-6000 CL28-36-36-76 (9,33 ns), 1,35 V laut Icecat
Ohne Profil (JEDEC)
DDR5-4800 40-40-40-77 bei 1,1 V
Plattform / Bauhöhe
XMP 3.0 und EXPO, 136,34 x 33,21 x 6,2 mm
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3
48 GB

XPG Lancer Blade RGB DDR5 AX5U6000C3024G-DTLABRWH

Für alle, denen 32 GB knapp werden, die aber bei zwei Modulen bleiben wollen.

8,2/10
  • 48 GB ohne vier Module
  • Latenz rechnerisch 10,0 ns
  • XMP 3.0 und EXPO laut Icecat-Datenblatt
  • Spannung und Standardwert ohne Profil im Datenblatt nicht angegeben
  • Ältere DDR5-Boards brauchen für 24-GB-Module eventuell ein BIOS-Update
Kapazität / Kit
48 GB (2 x 24 GB, 24-Gbit-Klasse)
Profil und Latenz
DDR5-6000 CL30 (10,0 ns), Spannung k. A.
Ohne Profil (JEDEC)
k. A.
Plattform / Bauhöhe
XMP 3.0 und EXPO, 288-polig, Höhe k. A.
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4
Einstieg

Kingston FURY Beast DDR5 KF560C36BBE2K2-32

Für einen AM5- oder Intel-PC, der mit 32 GB und einem einfachen Profil laufen soll.

7,9/10
  • Single-Rank-Module laut Datenblatt
  • Ausweichprofil 5600 CL40 bei 1,25 V
  • Niedrige Profilspannung von 1,35 V
  • 12,0 ns, 2 ns mehr als CL30-Kits
  • Nur 32 GB je Kit
Kapazität / Kit
32 GB (2 x 16 GB), 1Rx8
Profil und Latenz
DDR5-6000 CL36-44-44 bei 1,35 V (12,0 ns)
Ohne Profil (JEDEC)
DDR5-4800 CL40-39-39 bei 1,1 V
Plattform / Bauhöhe
EXPO v1.1 und XMP 3.0, 288-polig, 34,9 mm hoch
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5
Ohne Übertaktung

Kingston ValueRAM KVR56U46BD8K2-96

Für Workstations und große Projekte, bei denen Kapazität und Normbetrieb vor Latenz gehen.

7,7/10
  • 96 GB mit nur zwei Modulen
  • Läuft nach Norm ohne Profil
  • Flachstes Kit dieser Liste
  • Latenz rechnerisch 16,43 ns
  • Non-ECC, keine Fehlerkorrektur über das Board
Kapazität / Kit
96 GB (2 x 48 GB), 2Rx8, 24-Gbit-Chips
Profil und Latenz
kein Profil
Ohne Profil (JEDEC)
DDR5-5600 CL46-45-45 bei 1,1 V (16,43 ns)
Plattform / Bauhöhe
288-polig, Platine 31,25 mm, ohne Kühlkörper
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6
CUDIMM

Kingston FURY Renegade RGB CUDIMM KF584CU40RSAK2-48

Für Systeme mit Intel Core Ultra 200S und 800er-Chipsatz, die über DDR5-8000 hinaus wollen.

7,5/10
  • Clock Driver auf dem Modul (CUDIMM)
  • Schon ohne Profil DDR5-6400
  • Drei XMP-Stufen laut Datenblatt
  • Kein EXPO; laut Kingston auf Ryzen 7000/8000 mit 600er-Chipsatz nicht lauffähig
  • 45 mm Bauhöhe
  • 1,45 V im Profil
Kapazität / Kit
48 GB (2 x 24 GB), 1Rx8
Profil und Latenz
XMP DDR5-8400 CL40-52-52 bei 1,45 V (9,52 ns), dazu 8000 CL38 und 7600 CL38
Ohne Profil (JEDEC)
DDR5-6400 CL52-52-52 bei 1,1 V (16,25 ns)
Plattform / Bauhöhe
nur XMP 3.0, CUDIMM, 45 mm hoch
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So entsteht die Wertung: Die Wertung gewichtet Datenblatt-Kriterien aus diesem Ratgeber: Kapazität mit zwei Modulen, Latenz im Profil (CL x 2.000 / MT/s, eigene Rechnung), Verhalten ohne Profil und Plattformbreite (EXPO/XMP, CUDIMM). Werte aus den Herstellerdatenblättern von Kingston und Klevv sowie den Icecat-Datenblättern (XPG, Ranks und Spannung bei Klevv). Was dort nicht steht, ist als k. A. markiert. Kein Praxistest. Preise ändern sich laufend – den aktuellen Preis siehst du beim Händler. *Affiliate-Links: Als Amazon-Partner und Partner weiterer Shops verdienen wir an qualifizierten Verkäufen eine Provision; für dich ändert sich der Preis nicht.

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DDR5 oder DDR4: Die Plattform entscheidet, nicht das Modul

Ob DDR5 überhaupt in Frage kommt, steht im Datenblatt des Prozessors. AMD nennt für den Ryzen 7 9800X3D (Sockel AM5) als Speichertyp ausschließlich DDR5 und als Untertyp UDIMM, Intel für den Core Ultra 9 285K (Sockel LGA 1851) ebenfalls nur DDR5. Anders bei Intels 14. Core-Generation: Der Core i5-14600K verarbeitet laut Intel DDR5 bis 5600 MT/s oder DDR4 bis 3200 MT/s, welches von beiden, legt das Mainboard fest. Ein Board hat immer nur eine Sorte Steckplätze.

Daraus folgt eine einfache Regel: Neues System auf AM5 oder LGA 1851 bedeutet DDR5, ohne Alternative. Ein vorhandenes LGA-1700-Board mit DDR4-Steckplätzen rüstest du mit DDR4 auf, ein Wechsel auf DDR5 hieße neues Mainboard. Die Grundlagen zu Generationen, Bauformen und Server-Speicher stehen im allgemeinen Ratgeber Arbeitsspeicher kaufen; diese Seite geht bei DDR5 tiefer: echte Latenz in Nanosekunden, offizielle Grenzen der Prozessoren, 24-Gbit-Module, CUDIMM und die Frage, warum vier Riegel bremsen. Für Notebooks und Mini-PCs mit 262-poligen Modulen gibt es den Ratgeber Laptop-Arbeitsspeicher kaufen.

Was 318 DDR5-Datenblätter zeigen

Grundlage ist unsere lokale Auswertung der Icecat-Datenblätter für Arbeitsspeicher (590 Einträge, Stand 12.10.2026). Davon nennen 318 die Generation DDR5: 250 sind 288-polige DIMM für Desktop-PCs, 68 sind 262-polige SO-DIMM. Die 250 Desktop-Module teilen sich in 151 ungepufferte Module (UDIMM), 11 getaktete ungepufferte Module (CUDIMM, mehr dazu unten), 84 Server-Module mit Register (RDIMM) und 4 ohne Angabe. Für einen normalen PC zählen nur UDIMM und CUDIMM. Die Zählung beschreibt die Datenblätter, nicht den Verkauf im Handel.

  • Datenrate der 151 UDIMM: 5600 MT/s (61 Datenblätter), 6000 MT/s (51), 6400 MT/s (20), 6800 MT/s (10), 8000 MT/s (4), 4800 MT/s (3), je einmal 7200 und 7600 MT/s.
  • Häufigste Kombinationen aus Datenrate und CAS-Latenz: 6000 CL30 (32-mal), 6400 CL32 (19), 5600 CL46 (14), 6000 CL36 (11) und 6800 CL34 (10).
  • Spannung: 57 UDIMM nennen nur 1,1 Volt, also den Standardwert ohne Übertaktungsprofil; 72 nennen 1,35 bis 1,45 Volt, das sind Kits mit XMP- oder EXPO-Profil.
  • Kits: 66 der 151 UDIMM-Datenblätter beschreiben ein Zweier-Kit, 85 ein Einzelmodul.
  • Ranks: 70 Datenblätter nennen sie, 40-mal Single Rank (1R) und 30-mal Dual Rank (2R).
  • CAS-Latenz fehlt bei 46 der 151 UDIMM, fast nur bei Nachbau-Modulen ohne Profil. Wer die Latenz vergleichen will, braucht dann das Herstellerdatenblatt.

Bei den 68 DDR5-SO-DIMM steht durchgehend 1,1 Volt im Datenblatt, 58 davon laufen mit 5600 MT/s. Übertaktungsprofile spielen im Notebook-Bestand praktisch keine Rolle. Alle Module findest du im Hub Arbeitsspeicher.

Echte Latenz in Nanosekunden: die Rechnung hinter CL30 und CL36

Die CAS-Latenz (CL) zählt Taktzyklen, nicht Zeit. Weil ein schnelleres Modul kürzere Zyklen hat, sagt CL40 bei DDR5-8000 etwas anderes als CL40 bei DDR5-4800. Vergleichbar wird es erst in Nanosekunden: Latenz in ns = CL x 2.000 / Datenrate in MT/s. Der Faktor 2.000 kommt daher, dass DDR pro Takt zwei Übertragungen schafft. Die folgenden Werte sind unsere Rechnung aus den Herstellerangaben, keine Messung:

  • DDR5-4800 CL40 (Standardwert, mit dem fast jedes Gaming-Kit ohne Profil startet): 16,67 ns
  • DDR5-5600 CL46 (Standardmodul ohne Profil, zum Beispiel Kingston ValueRAM): 16,43 ns
  • DDR5-6400 CL52 (Standardwert eines CUDIMM): 16,25 ns
  • DDR5-6000 CL36: 12,0 ns
  • DDR5-6000 CL30 und DDR5-6400 CL32: je 10,0 ns
  • DDR5-6000 CL28: 9,33 ns
  • DDR5-8000 CL36: 9,0 ns, DDR5-8400 CL40: 9,52 ns

Zwei Dinge fallen auf. Erstens bleiben die Standardstufen nach JEDEC fast gleich langsam: Ob 4800, 5600 oder 6400 MT/s, die Latenz liegt zwischen 16,2 und 16,7 ns. Mehr Takt ohne Profil bringt also Bandbreite, aber keine kürzere Wartezeit. Zweitens drückt ein Profil die Latenz um rund 40 Prozent, von 16,67 auf 10,0 ns beim Sprung von 4800 CL40 auf 6000 CL30. Jenseits davon wird der Gewinn klein: DDR5-8000 CL36 ist mit 9,0 ns nur 1,0 ns schneller als 6000 CL30, verlangt aber laut Herstellern 1,45 statt 1,35 bis 1,4 Volt und einen Prozessor, der den Takt mitmacht.

In unseren Datenblättern haben 105 der 151 UDIMM eine CL-Angabe. Davon kommen 70 auf 10 ns oder weniger, 14 liegen über 10 bis 12 ns, eines bei 13,3 ns und 20 zwischen 16,0 und 16,7 ns. Der Median liegt bei genau 10,0 ns. Die Bandbreite rechnest du ebenso einfach: Ein DDR5-Modul überträgt 64 Bit, also 8 Byte je Transfer. DDR5-6000 schafft damit 48 GB/s pro Kanal, zwei Kanäle 96 GB/s. Für DDR5-5600 ergibt die Rechnung 89,6 GB/s, genau den Wert, den Intel für den Core i5-14600K als maximale Speicherbandbreite angibt.

Was der Prozessor offiziell schafft und was ein Profil ist

Jeder Prozessor hat eine offizielle Speichergrenze. Alles darüber ist Übertaktung über ein Profil (Intel XMP oder AMD EXPO), die das Board anbietet, die der Prozessorhersteller aber nicht zusichert. Die Werte laut Herstellerseiten:

  • AMD Ryzen 7 9800X3D (Ryzen 9000): DDR5-5600 mit zwei Modulen, egal ob Single oder Dual Rank (2x1R und 2x2R); mit vier Modulen DDR5-3600.
  • AMD Ryzen 5 7600 (Ryzen 7000): DDR5-5200 mit zwei Modulen, DDR5-3600 mit vier.
  • Intel Core Ultra 9 285K (Core Ultra 200S): bis DDR5-6400; laut Intel-Produktbrief gilt der Wert für ein Modul pro Kanal, auch für CUDIMM.
  • Intel Core i5-14600K (14. Generation): bis DDR5-5600 oder DDR4-3200.

Ein Kit mit „DDR5-6000 CL30“ läuft also auf jedem dieser Prozessoren außerhalb der Spezifikation, sobald du das Profil aktivierst. Ohne Profil startet es mit dem Wert, der im SPD-Chip als Standard hinterlegt ist. Bei den Kingston-FURY-Beast-Kits dieser Seite ist das laut Datenblatt DDR5-4800 CL40-39-39 bei 1,1 Volt, bei Klevv FIT V ebenfalls 4800 MT/s mit 40-40-40-77 bei 1,1 Volt. Ein Profil enthält oft mehr als eine Stufe: Das Kingston-Kit KF564C32BBEK2-64 bringt als EXPO- und XMP-Profil 6400 CL32 und zusätzlich 6000 CL30, beide bei 1,4 Volt. Läuft die höhere Stufe auf deinem System nicht stabil, nimmst du die zweite, statt Timings von Hand zu suchen.

EXPO ist für AMD gedacht, XMP für Intel; viele Kits tragen beides. Einige Hochtakt-Kits nennen nur XMP, so das Kingston-CUDIMM-Kit dieser Seite und das FURY Renegade KF580C36RLAK2-48 mit DDR5-8000 CL36. Auf einem AM5-Board stellst du dann Takt und Timings notfalls von Hand ein. Wie Profile im BIOS aktiviert werden, beschreibt der allgemeine Arbeitsspeicher-Ratgeber.

Kapazität: 32, 48, 64 oder 96 GB und die 24-Gbit-Module

Mit DDR5 gibt es erstmals Zwischengrößen. Kingston beschreibt sie als „Non-Binary“-Speicher: Module mit DRAM-Chips von 24 Gbit statt 16 oder 32 Gbit, daraus entstehen 12, 24, 48 und 96 GB. Ein Kit aus 2 x 24 GB ergibt 48 GB, eins aus 2 x 48 GB 96 GB, jeweils mit nur zwei Modulen. In unseren Datenblättern tragen 13 der 162 ungepufferten DDR5-DIMM (UDIMM und CUDIMM) Module mit 24 oder 48 GB.

Zwei Hinweise von Kingston dazu: Alle DDR5-Plattformen von Intel und AMD seien für 24-Gbit-Speicher freigegeben, bei Boards der ersten DDR5-Generation könne aber ein BIOS-Update nötig sein. Und Kits mit unterschiedlicher Chipdichte solltest du nicht mischen, weil das Übertakten dann scheitern oder das System instabil werden kann. Wer heute 2 x 16 GB kauft und später 2 x 24 GB dazusteckt, landet genau in diesem Fall.

Zur Größe selbst: 32 GB (2 x 16 GB) sind die häufigste Kit-Größe in unseren Gaming-Datenblättern. 48 GB lohnen sich, wenn 32 GB knapp werden, aber vier Module wegen des Taktverlusts (nächster Abschnitt) nicht in Frage kommen. 64 GB (2 x 32 GB) und 96 GB (2 x 48 GB) sind etwas für Videoschnitt, große Fotobibliotheken, virtuelle Maschinen oder lokale KI-Modelle. Intel nennt für die Core-Ultra-200S-Serie CUDIMM bis 48 GB pro Modul und 192 GB insgesamt; die volle Menge erreicht das System laut Produktbrief nur mit zwei Modulen pro Kanal.

Zwei oder vier Module, Ranks und Bandbreite

Ein Desktop-Prozessor für AM5 oder LGA 1851 hat zwei Speicherkanäle. Die meisten Boards haben vier Steckplätze, also zwei pro Kanal. Steckt in jedem Kanal ein zweites Modul, sinkt die offizielle Grenze deutlich: beim Ryzen 7 9800X3D von DDR5-5600 auf DDR5-3600, beim Ryzen 5 7600 von DDR5-5200 auf DDR5-3600. Rechnerisch fällt die Bandbreite damit von 89,6 auf 57,6 GB/s, ein Minus von 36 Prozent. Ein XMP- oder EXPO-Profil über 6000 MT/s läuft mit vier Riegeln oft nicht mehr stabil. Für DDR5 gilt deshalb: lieber 2 x 32 GB als 4 x 16 GB, lieber 2 x 48 GB als 4 x 24 GB.

Ranks beschreiben, wie viele Chip-Gruppen ein Modul hat. Single Rank (1R) belastet den Speichercontroller weniger, Dual Rank (2R) bringt mehr Kapazität pro Modul. AMD nennt beim 9800X3D für beides denselben Wert, DDR5-5600 mit zwei Modulen. Die Kits dieser Seite: 16-GB- und 24-GB-Module sind laut Kingston-Datenblättern 1Rx8, das 64-GB-Kit KF564C32BBEK2-64 und das 96-GB-Kit KVR56U46BD8K2-96 2Rx8. Klevv nennt für das FIT-V-Kit laut Icecat-Datenblatt zwei Ranks.

Ein DDR5-Modul hat zwar zwei interne Subkanäle mit je 32 Datenbit, das ersetzt aber nicht das zweite Modul: Ein einzelner Riegel belegt nur einen der beiden Kanäle des Prozessors. Mit einem 32-GB-Einzelmodul halbierst du die Bandbreite gegenüber 2 x 16 GB.

CUDIMM: der Taktpuffer ab DDR5-6400

CUDIMM steht für „Clocked Unbuffered DIMM“. Auf dem Modul sitzt ein Client Clock Driver (CKD), der das Taktsignal des Prozessors auffrischt. Laut Kingston verlangt der JEDEC-Standard diesen Baustein bei UDIMM ab DDR5-6400; CUDIMM haben dieselbe Form und dieselben 288 Kontakte wie normale Module. Das erklärt ein Detail in unseren Daten: Alle elf CUDIMM-Datenblätter haben einen Standardwert von 6400 MT/s oder mehr, fünf Kingston-ValueRAM-Module laufen mit DDR5-6400 CL52 nach Norm, sechs Kingston FURY Renegade mit einem XMP-Profil von 8400 MT/s CL40. Bei den Laptop-Modulen heißen sie CSODIMM; fünf solche Datenblätter liegen vor, alle mit DDR5-6400.

Ob ein CUDIMM etwas bringt, hängt von der Plattform ab. Laut Kingston:

  • Intel Core Ultra 200S auf Boards mit 800er-Chipsatz: die erste Plattform, die den Clock Driver nutzt.
  • Ältere Intel-Boards: Das BIOS überbrückt den Clock Driver und taktet auf 5600 MT/s oder weniger herunter; Vorteile gibt es dann keine, eventuell ist ein BIOS-Update nötig.
  • AMD Ryzen 9000 auf Boards mit 800er-Chipsatz: Betrieb im Bypass-Modus mit den unterstützten Taktraten.
  • AMD Ryzen 7000 und 8000 auf Boards mit 600er-Chipsatz: CUDIMM laufen nicht; das System kann einen Speicherfehler melden oder nicht starten.

Für einen AM5-PC ist ein CUDIMM-Kit deshalb keine gute Wahl. Für ein Intel-System mit Core Ultra 200S kann es sinnvoll sein, wenn du über DDR5-8000 hinaus willst. Das Kingston-Kit KF584CU40RSAK2-48 meldet sich ohne Profil laut Datenblatt mit DDR5-6400 CL52-52-52 bei 1,1 Volt, also schon im Standard mit dem offiziellen Höchstwert des Core Ultra 9 285K.

Kompatibilität prüfen: QVL, BIOS und der lange erste Start

Die verlässlichste Quelle ist die Speicher-Kompatibilitätsliste (QVL) deines Mainboards auf der Herstellerseite. Dort steht das genaue Kit mit Artikelnummer, Kapazität, Rank und dem Takt, den der Boardhersteller damit freigibt. Steht dein Kit nicht darauf, heißt das nicht, dass es nicht läuft, nur dass niemand es geprüft hat. Kingston führt zusätzlich eine eigene Liste von Boards, die für seine FURY-DDR5-Module freigegeben sind. Prüfe außerdem die BIOS-Version: Für 24-Gbit-Module und CUDIMM kann laut Kingston ein Update nötig sein.

Ein Punkt, der viele beim Erststart verunsichert: DDR5-Systeme trainieren den Speicher. Laut Kingston-Support läuft dieses Training nach dem ersten Start, nach jeder Änderung der Bestückung und nach einem BIOS-Update. Manche DDR5-PCs brauchen dafür 3 bis 5 Minuten, Workstations und Server bis 15 Minuten, und je mehr Speicher steckt, desto länger dauert es. Der Bildschirm bleibt in dieser Zeit oft schwarz. Kingston rät, mindestens 10 Minuten zu warten, bevor du den PC ausschaltest, und das Training nicht über BIOS-Einstellungen zu umgehen. Spätere Starts sind deutlich kürzer.

Achte auch auf die Bauhöhe. Die Kits dieser Seite reichen laut Herstellern von 31,25 mm (ValueRAM ohne Kühlkörper) über 33,21 mm (Klevv FIT V) und 34,9 mm (Kingston FURY Beast) bis 45 mm (FURY-Renegade-CUDIMM). Unter einem großen Tower-Luftkühler kann der Unterschied von 14 mm entscheiden, ob der erste Steckplatz frei bleibt. Den Freiraum nennt der Kühlerhersteller, mehr dazu im Ratgeber CPU-Kühler kaufen.

„ECC: Ja“ im Datenblatt: On-Die-ECC ist kein ECC-Speicher

Jeder DDR5-Chip hat eine eigene Fehlerkorrektur, das On-Die-ECC. Laut Kingston korrigiert es einzelne Bitfehler innerhalb des Chips, und zwar bei allen DDR5-Modulen, auch bei solchen ohne ECC. Echte ECC-Module haben zusätzliche Chips und damit eine breitere Datenleitung (72 oder 80 Bit), damit Prozessor und Board Fehler auf dem Weg zum Speichercontroller erkennen können. Das setzt voraus, dass Prozessor und BIOS ECC unterstützen. AMD nennt ECC beim Ryzen 7 9800X3D als unterstützt, sofern das Mainboard mitspielt.

In unseren Daten stiftet das Verwirrung: 56 der 151 UDIMM-Datenblätter melden „ECC: Ja“. 50 davon sind Gaming-Module von Kingston FURY (29) und XPG (21). Kingston beschreibt diese Module im Herstellerdatenblatt als 64 Bit breit mit On-Die-ECC, also ohne Zusatzchips. Wer echten ECC-Speicher für eine Workstation sucht, achtet auf die Bezeichnung „ECC Unbuffered“ und 72 oder 80 Bit Datenbreite, etwa bei Kingston-Server-Premier-Modulen wie dem KSM56E46BD8-32MH, das im Datenblatt als ECC und ungepuffert geführt wird. Registered-Module (RDIMM) sind laut Kingston nicht gegen ECC-UDIMM austauschbar.

Typische Fehlkäufe bei DDR5

  • Profil nie eingeschaltet: Ein Kit mit „6000 CL30“ läuft ab Werk meist mit 4800 CL40, rechnerisch 16,67 statt 10,0 ns.
  • Vier Module für mehr Kapazität: Beim Ryzen 7 9800X3D sinkt die offizielle Grenze von 5600 auf 3600 MT/s. Zwei größere Module sind die bessere Lösung, auch dank 24-Gbit-Modulen mit 24 oder 48 GB.
  • Nur auf die MT/s-Zahl geschaut: DDR5-8000 CL36 (9,0 ns) ist kaum schneller als DDR5-6000 CL30 (10,0 ns), braucht aber 1,45 Volt und einen Prozessor, der den Takt schafft.
  • CUDIMM für ein AM5-System gekauft: Auf Ryzen 7000 mit 600er-Chipsatz starten sie laut Kingston nicht, auf Ryzen 9000 laufen sie nur im Bypass-Modus.
  • Kits gemischt: Zwei gleich beschriftete Kits können unterschiedliche Chips tragen. Kingston rät von gemischten Dichten ab; kauf die gewünschte Gesamtmenge als ein Kit.
  • „ECC: Ja“ für Server-Qualität gehalten: Bei Gaming-Kits ist das On-Die-ECC, das jedes DDR5-Modul hat.
  • Schwarzen Bildschirm beim ersten Start als Defekt gedeutet: Das Speichertraining kann laut Kingston mehrere Minuten dauern.

Sechs DDR5-Kits im Datenblatt und Empfehlung nach Typ

Die Auswahl deckt die wichtigen DDR5-Fälle ab: Einstieg mit CL36, kurze Latenz, die 48-GB-Klasse, 64 GB mit zwei Profilstufen, 96 GB ohne Übertaktung und ein CUDIMM-Kit. Werte aus den Herstellerdatenblättern von Kingston und Klevv sowie aus den Icecat-Datenblättern; die Latenz in ns ist unsere Rechnung. Alle sechs haben eine Produktseite in unserer Datenbank.

Die Wertung in der Tabelle gewichtet Kapazität, Latenz im Profil, Verhalten ohne Profil und Plattformbreite. Sie ist eine Einschätzung der Datenblätter, kein Praxistest; ob ein Profil auf deinem System stabil läuft, entscheiden Prozessor und Board. Passende Boards vergleicht der Ratgeber AM5-Mainboard kaufen, für Intel Intel-Mainboard kaufen.

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Häufige Fragen

Lohnt sich DDR5-6000 CL30 gegenüber CL36?

Rechnerisch ja: CL30 bei 6000 MT/s ergibt 10,0 ns, CL36 12,0 ns, also 2 ns oder rund 17 Prozent weniger Latenz. Beide laufen über ein Profil oberhalb der offiziellen Grenze von AMD (DDR5-5600 beim Ryzen 7 9800X3D). Die Rechnung lautet CL x 2.000 / Datenrate in MT/s.

Wie rechne ich die echte Latenz von Arbeitsspeicher aus?

CAS-Latenz mal 2.000, geteilt durch die Datenrate in MT/s. DDR5-6000 CL30 ergibt 10,0 ns, DDR5-4800 CL40 16,67 ns, DDR5-8000 CL36 9,0 ns. Der Wert gilt für die erste Zugriffszeit; andere Timings wie tRCD und tRP kommen hinzu.

Warum läuft mein DDR5-Kit nur mit 4800 MT/s?

Weil der Standardwert im SPD-Chip gilt, bis du im BIOS XMP oder EXPO aktivierst. Die Kingston-FURY-Beast-Kits dieser Seite starten laut Datenblatt mit DDR5-4800 CL40-39-39 bei 1,1 Volt.

Sind 4 x 16 GB DDR5 schlechter als 2 x 32 GB?

Ja, beim Takt. AMD nennt beim Ryzen 7 9800X3D mit zwei Modulen DDR5-5600, mit vier Modulen DDR5-3600. Rechnerisch sind das 89,6 statt 57,6 GB/s Bandbreite. Bei gleicher Menge sind zwei Module die bessere Wahl.

Was sind 24-GB- und 48-GB-Module?

Module mit 24-Gbit-Chips, von Kingston „Non-Binary“ genannt. Damit sind 48 GB oder 96 GB mit nur zwei Modulen möglich. Ältere DDR5-Boards brauchen dafür laut Kingston eventuell ein BIOS-Update.

Läuft CUDIMM auf AMD AM5?

Laut Kingston nur eingeschränkt: Ryzen 9000 auf Boards mit 800er-Chipsatz betreiben CUDIMM im Bypass-Modus, Ryzen 7000 und 8000 auf Boards mit 600er-Chipsatz unterstützen sie nicht, das System startet unter Umständen nicht. Für AM5 kaufst du normale UDIMM.

Warum bleibt der Bildschirm nach dem RAM-Einbau schwarz?

Meist läuft das Speichertraining. Laut Kingston dauert es bei manchen DDR5-PCs 3 bis 5 Minuten, bei Workstations bis 15 Minuten; Kingston empfiehlt, mindestens 10 Minuten zu warten. Fehler zeigt das Board über LEDs oder Codes an.

Quellen und Stand

  1. Icecat Open Catalog: Datenblätter (eigene Zählung über 590 Arbeitsspeicher-Datenblätter, davon 318 DDR5, Stand 12.10.2026) (icecat.biz)
  2. AMD: Ryzen 7 9800X3D (Herstellerseite, Speicher-Spezifikation) (amd.com)
  3. AMD: Ryzen 5 7600 (Herstellerseite, Speicher-Spezifikation) (amd.com)
  4. Intel: Core Ultra 9 285K, Produktspezifikationen (intel.com)
  5. Intel: Produktbrief Core Ultra Desktop-Prozessoren (Serie 2) (intel.com)
  6. Intel: Core i5-14600K, Produktspezifikationen (intel.com)
  7. JEDEC: Pressemitteilung zu JESD79-5C (DDR5 bis 8800 MT/s) (jedec.org)
  8. Kingston: What is a CUDIMM / CSODIMM? (kingston.com)
  9. Kingston: Non-Binary Memory FAQs (24-Gbit-Module) (kingston.com)
  10. Kingston: What Is ECC in Memory and SSD? (kingston.com)
  11. Kingston Support: Desktop/Notebook Memory (Speichertraining) (kingston.com)
  12. Kingston: Datenblatt FURY Beast KF560C36BBE2K2-32 (kingston.com)
  13. Kingston: Datenblatt FURY Beast KF564C32BBEK2-64 (kingston.com)
  14. Kingston: Datenblatt FURY Renegade KF580C36RLAK2-48 (kingston.com)
  15. Kingston: Datenblatt FURY Renegade CUDIMM KF584CU40RSAK2-48 (kingston.com)
  16. Kingston: Datenblatt ValueRAM KVR56U46BD8K2-96 (kingston.com)
  17. Klevv: Produktblatt FIT V DDR5 (klevv.com)

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