Kaufberatung
Vollmodulares Netzteil kaufen: Leistung, ATX 3.1, 12V-2x6 und Bautiefe
Von der Preisdrache-Redaktion · Aktualisiert am · So arbeiten wir
<p>Ein vollmodulares Netzteil lohnt sich, wenn du nur die Kabel im Gehäuse haben willst, die dein Rechner wirklich braucht, und wenn du eine Grafikkarte mit 16-poligem Anschluss einplanst. Die Datenblätter zeigen, dass der Unterschied zu festverkabelten Geräten nicht nur das Kabelmanagement ist: In den 136 Datenblättern unserer Produktdatenbank (Icecat, Stand 12.10.2026) mit Kabelmanagement „Vollständig modular“ liegt die Nennleistung im Median bei 1.000 W, bei den 84 Datenblättern mit „Nicht-modular“ nur bei 675 W. Vier Angaben entscheiden über die Wahl: die Nennleistung in Watt, die Ausstattung mit PCIe- und 12V-2x6-Steckern, die Bautiefe im Gehäuse und die Garantiedauer. Die Zahlen sind eine Zählung über diese Datenblätter, keine Marktstatistik. Dieser Ratgeber ist die Unterseite zum <a href="/ratgeber/pc-netzteil-kaufen/">PC-Netzteil-Ratgeber</a>, der Leistung und Grundbegriffe allgemein erklärt; hier geht es nur um modulare Geräte. Am Ende stehen sechs vollmodulare Modelle im Vergleich, die der Hauptratgeber nicht enthält.</p>
Vollmodulare Netzteile im Vergleich 2026
| Platz | Modell | Wertung | Leistung / 80 PLUS | ATX-Version / 12V-2x6 | Lüfter / Semi-passiv | Maße / Bautiefe | Garantie | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | OberklasseFSP MEGA TI 1350W (PPA13F0201) | 8,9 | 1.350 W, 80 PLUS Titanium, Cybenetics Titanium (Lambda A++) (laut FSP) | ATX 3.1, 2 × 12V-2x6, 6 × PCIe 6+2 (laut FSP) | 135 mm FDB; Zero-RPM-Schalter, Lüfter steht unter 40 % Last (laut FSP) | 180 mm lang (180 × 150 × 86 mm, laut FSP) | 10 Jahre (laut FSP) | Preis prüfen* |
| 2 | Unser FavoritFSP VITA GM 850W (PPA8504202) | 8,4 | 850 W, 80 PLUS Gold, Cybenetics Gold (laut FSP) | ATX 3.1 (EPS 2.92), 1 × 12V-2x6, 4 × PCIe 6+2 auf 2 Kabeln (laut FSP) | 120 mm HYB; Semi-passiv-Modus auf der FSP-Seite nicht genannt (laut FSP) | 140 mm lang (140 × 150 × 86 mm, laut FSP) | 10 Jahre (laut FSP) | Preis prüfen* |
| 3 | Für viel LeistungXPG CYBERCORE II 1000W (15260158) | 8,3 | 1.000 W, 80 PLUS Platinum, Cybenetics Platinum (laut XPG) | ATX 3.1, 1 × 12V-2x6 (Serienangabe), 6 × PCIe 6+2, 4 × Molex (laut XPG) | 120 mm; Semi-passiv-Modus auf der XPG-Seite nicht genannt (laut XPG) | 160 × 150 × 86 mm für die Serie, Achsenfolge k. A. (laut XPG) | 10 Jahre; MTBF 125.000 h bei 25 °C (laut XPG) | Preis prüfen* |
| 4 | Für kleine GehäuseXPG PYMCORE 850W SFX Gold (75261741) | 8,2 | 850 W, 80 PLUS Gold, Cybenetics Platinum (laut XPG) | Intel ATX v3.1, 12V-2x6 k. A., 3 × PCIe 6+2, 2 × Molex (laut XPG) | 92 mm, 3.100 U/min; Semi-passiv-Modus auf der XPG-Seite nicht genannt (laut XPG) | 125 × 100 × 63,5 mm, SFX (laut XPG) | 7 Jahre (laut XPG) | Preis prüfen* |
| 5 | Für den AlltagCougar GEX PRO 850 | 8,0 | 850 W, 80 PLUS Gold (laut Cougar) | ATX 3.1, 1 × 12V-2x6 (12+4), 3 × PCIe 6+2, 8 × SATA, 3 × Peripherie (laut Cougar, Tabelle schwer lesbar) | 120 mm HDB; Semi-passiv-Modus auf der Cougar-Seite nicht genannt (laut Cougar) | 140 × 150 × 86 mm, Achsenfolge k. A. (laut Cougar) | 10 Jahre (laut Cougar-Garantieseite); MTBF 100.000 h (laut Cougar) | Preis prüfen* |
| 6 | Für den EinstiegDeepCool PN750M (R-PN750M-FC0B-EU) | 7,8 | 750 W, 80 PLUS Gold, Cybenetics Gold (laut DeepCool) | ATX 3.1, 1 × 12V-2x6, PCIe 6+2 k. A. (Angaben widersprüchlich) (laut DeepCool) | 120 mm FDB; Semi-passiv-Modus nicht genannt, Drehzahl passt sich dem Kühlbedarf an (laut DeepCool) | 140 mm lang (150 × 140 × 86 mm B × L × H, laut DeepCool) | 10 Jahre; MTBF 100.000 h (laut DeepCool) | Preis prüfen* |
FSP MEGA TI 1350W (PPA13F0201)
Für Rechner mit sehr großer Grafikkarte oder zwei Grafikkarten, die zwei 12V-2x6-Anschlüsse und viel Reserve brauchen.
- Zwei 12V-2x6-Stecker laut FSP
- Semi-passiver Modus per Schalter laut FSP
- 10 Jahre Garantie laut FSP
- Mit 180 mm lang: Gehäuse prüfen
- Hohe Nennleistung nur sinnvoll bei entsprechendem Bedarf
- Leistung / 80 PLUS
- 1.350 W, 80 PLUS Titanium, Cybenetics Titanium (Lambda A++) (laut FSP)
- ATX-Version / 12V-2x6
- ATX 3.1, 2 × 12V-2x6, 6 × PCIe 6+2 (laut FSP)
- Lüfter / Semi-passiv
- 135 mm FDB; Zero-RPM-Schalter, Lüfter steht unter 40 % Last (laut FSP)
- Maße / Bautiefe
- 180 mm lang (180 × 150 × 86 mm, laut FSP)
- Garantie
- 10 Jahre (laut FSP)
Preise vergleichen*
Werbung Preis inkl. MwSt. laut Händler-Feed, Stand 11.10.2026 21:12 Uhr · notebooksbilliger: 327,04 €, zzgl. 8,99 € Versand, ca. 2-4 Werktage. Maßgeblich ist der Preis im Shop.FSP VITA GM 850W (PPA8504202)
Für Gaming-Rechner der Oberklasse, die ein Gold-Gerät mit 12V-2x6 und 140 mm Länge suchen. Unser Favorit für die meisten Käufer, weil 850 W, Gold, ATX 3.1, 12V-2x6, 140 mm Länge und 10 Jahre Garantie laut FSP-Herstellerseite vollständig belegt sind.
- 12V-2x6 und 4 PCIe-Stecker laut FSP
- Kompakt mit 140 mm
- 10 Jahre Garantie laut FSP
- Kein Semi-passiv-Modus genannt
- Nur 1 × 12V-2x6
- Leistung / 80 PLUS
- 850 W, 80 PLUS Gold, Cybenetics Gold (laut FSP)
- ATX-Version / 12V-2x6
- ATX 3.1 (EPS 2.92), 1 × 12V-2x6, 4 × PCIe 6+2 auf 2 Kabeln (laut FSP)
- Lüfter / Semi-passiv
- 120 mm HYB; Semi-passiv-Modus auf der FSP-Seite nicht genannt (laut FSP)
- Maße / Bautiefe
- 140 mm lang (140 × 150 × 86 mm, laut FSP)
- Garantie
- 10 Jahre (laut FSP)
Preise vergleichen*
Werbung Preis inkl. MwSt. laut Händler-Feed, Stand 11.10.2026 21:12 Uhr · notebooksbilliger: 95,81 €, zzgl. 5,99 € Versand, ca. 2-4 Werktage. Maßgeblich ist der Preis im Shop.XPG CYBERCORE II 1000W (15260158)
Für Gaming-Rechner mit großer Grafikkarte, die 1.000 W und Platinum wollen.
- Platinum bei 1.000 W laut XPG
- 6 PCIe-Stecker laut XPG
- 10 Jahre Garantie laut XPG
- Modularität auf der Herstellerseite nicht ausdrücklich genannt (Icecat: vollständig modular)
- Kein Semi-passiv-Modus genannt
- Leistung / 80 PLUS
- 1.000 W, 80 PLUS Platinum, Cybenetics Platinum (laut XPG)
- ATX-Version / 12V-2x6
- ATX 3.1, 1 × 12V-2x6 (Serienangabe), 6 × PCIe 6+2, 4 × Molex (laut XPG)
- Lüfter / Semi-passiv
- 120 mm; Semi-passiv-Modus auf der XPG-Seite nicht genannt (laut XPG)
- Maße / Bautiefe
- 160 × 150 × 86 mm für die Serie, Achsenfolge k. A. (laut XPG)
- Garantie
- 10 Jahre; MTBF 125.000 h bei 25 °C (laut XPG)
XPG PYMCORE 850W SFX Gold (75261741)
Für kleine Rechner im SFX-Format, die trotzdem 850 W und ATX 3.1 brauchen.
- SFX-Format mit 850 W laut XPG
- Cybenetics Platinum trotz Gold-Stufe laut XPG
- Kürzere Garantie (7 Jahre)
- Anzahl 12V-2x6 und Modularität nicht auf der Herstellerseite genannt
- Leistung / 80 PLUS
- 850 W, 80 PLUS Gold, Cybenetics Platinum (laut XPG)
- ATX-Version / 12V-2x6
- Intel ATX v3.1, 12V-2x6 k. A., 3 × PCIe 6+2, 2 × Molex (laut XPG)
- Lüfter / Semi-passiv
- 92 mm, 3.100 U/min; Semi-passiv-Modus auf der XPG-Seite nicht genannt (laut XPG)
- Maße / Bautiefe
- 125 × 100 × 63,5 mm, SFX (laut XPG)
- Garantie
- 7 Jahre (laut XPG)
Cougar GEX PRO 850
Für Rechner mit Mittelklasse-Grafikkarte, die ein Gold-Gerät mit ATX 3.1 suchen.
- ATX 3.1 mit 12V-2x6 laut Cougar
- 8 SATA-Stecker laut Cougar
- 10 Jahre Garantie laut Cougar
- Kein Semi-passiv-Modus genannt
- Datenbank führt nur das GEX850
- Leistung / 80 PLUS
- 850 W, 80 PLUS Gold (laut Cougar)
- ATX-Version / 12V-2x6
- ATX 3.1, 1 × 12V-2x6 (12+4), 3 × PCIe 6+2, 8 × SATA, 3 × Peripherie (laut Cougar, Tabelle schwer lesbar)
- Lüfter / Semi-passiv
- 120 mm HDB; Semi-passiv-Modus auf der Cougar-Seite nicht genannt (laut Cougar)
- Maße / Bautiefe
- 140 × 150 × 86 mm, Achsenfolge k. A. (laut Cougar)
- Garantie
- 10 Jahre (laut Cougar-Garantieseite); MTBF 100.000 h (laut Cougar)
DeepCool PN750M (R-PN750M-FC0B-EU)
Für Rechner mit Mittelklasse-Grafikkarte, die 750 W und ATX 3.1 mit 12V-2x6 brauchen.
- 10 Jahre Garantie laut DeepCool
- Kompakt mit 140 mm
- ATX 3.1 mit 12V-2x6 laut DeepCool
- PCIe-Anzahl auf der Herstellerseite widersprüchlich
- Wenige Stecker für Erweiterungen
- Leistung / 80 PLUS
- 750 W, 80 PLUS Gold, Cybenetics Gold (laut DeepCool)
- ATX-Version / 12V-2x6
- ATX 3.1, 1 × 12V-2x6, PCIe 6+2 k. A. (Angaben widersprüchlich) (laut DeepCool)
- Lüfter / Semi-passiv
- 120 mm FDB; Semi-passiv-Modus nicht genannt, Drehzahl passt sich dem Kühlbedarf an (laut DeepCool)
- Maße / Bautiefe
- 140 mm lang (150 × 140 × 86 mm B × L × H, laut DeepCool)
- Garantie
- 10 Jahre; MTBF 100.000 h (laut DeepCool)
So entsteht die Wertung: Die Wertung ist eine Datenblatt-Einschätzung nach den Kriterien dieses Ratgebers (Leistung und 80-PLUS-Stufe, ATX-Version und 12V-2x6-Ausstattung, Lüfter, Maße, Garantie); sie beruht auf Herstellerangaben und Icecat-Datenblättern, nicht auf einem Praxisvergleich. Bei Abweichungen gilt die Herstellerseite; „k. A.“ heißt: keine verlässliche Angabe gefunden. Preise ändern sich laufend – den aktuellen Preis siehst du beim Händler. *Affiliate-Links: Als Amazon-Partner und Partner weiterer Shops verdienen wir an qualifizierten Verkäufen eine Provision; für dich ändert sich der Preis nicht.
Was „vollmodular“ bedeutet und wann es sich lohnt
Das Icecat-Feld „Kabelmanagement“ kennt in unseren Daten drei Werte: „Vollständig modular“ (136 Datenblätter), „Nicht-modular“ (84) und „Semi-Modular“ (5); bei 8 Datenblättern der Kategorie fehlt die Angabe. Bei einem vollmodularen Netzteil sind die Kabel steckbar, so führen es FSP und Cougar auf ihren Herstellerseiten als „fully modular“. Du steckst nur an, was du brauchst: Mainboard, Prozessor, Grafikkarte und Laufwerke. Übrige Kabel bleiben in der Schachtel.
Das hilft vor allem in drei Fällen. Erstens bei Gehäusen mit wenig Platz hinter dem Mainboard-Tray, in denen jedes überflüssige Kabel Platz kostet. Zweitens bei Gehäusen mit Glasseite, in denen die Verkabelung sichtbar ist. Drittens bei Rechnern, die später erweitert werden: Eine zweite Grafikkarte oder weitere Laufwerke brauchen dann nur ein zusätzliches Kabel. Wie viel Luftstrom ein aufgeräumtes Gehäuse bringt, steht in keinem der ausgewerteten Datenblätter; das ist eine Folge der Bauweise, keine Messgröße. Wer einen kleinen Bürorechner mit einer Platte und ohne Grafikkarte baut, braucht die Steckbarkeit nicht, und ein einfaches Gerät reicht. Zur Gehäusewahl findest du Anhaltspunkte im Midi-Tower-Ratgeber.
Was die Datenblätter zeigen
In den 136 Datenblättern unserer Produktdatenbank (Icecat, Stand 12.10.2026) mit Kabelmanagement „Vollständig modular“ liegt die Nennleistung bei einem Minimum von 550 W, einem Median von 1.000 W und einem Maximum von 3.000 W (n = 136 von 136). Am häufigsten stehen 850 W und 1.000 W mit je 33 Datenblättern, danach 750 W (23), 1.200 W (17), 650 W (9) und 1.600 W (6). Bei den 84 Datenblättern mit „Nicht-modular“ liegt der Median bei 675 W und das Maximum bei 1.000 W (n = 84 von 84); dort führen 750 W (23), 650 W (18), 850 W (12) und 550 W (11). Modulare Geräte stecken also in unserer Stichprobe vor allem in den höheren Leistungsklassen.
Bei der 80-PLUS-Stufe stehen unter den vollmodularen Geräten 77 Mal Gold, 38 Mal Platinum, 11 Mal Titanium, 4 Mal Bronze und 1 Mal Silver (n = 131 von 136). Bei den nicht-modularen Geräten zählen wir Bronze 45 Mal, Gold 25 Mal, einfaches „80 PLUS“ 7 Mal, Silver 3 Mal und „Nein“ 2 Mal (n = 82 von 84). Die ATX-Version nennen 123 der 136 vollmodularen Datenblätter: ATX 3.1 steht in 111, ATX 3.0 in 12. Bei den nicht-modularen Geräten (n = 67 von 84) liegt der Median ebenfalls bei 3.1, aber dort stehen auch ATX 2.4 und 2.52 (je 5 Datenblätter) und als kleinster Wert 2.3.
Zur Ausstattung: Die Zahl der PCIe-Stecker (6+2-polig) liegt bei den vollmodularen Geräten im Median bei 4 (Minimum 1, Maximum 9; n = 129 von 136), 4 Stecker nennen 55 Datenblätter, 3 Stecker 38. Bei den nicht-modularen Geräten ist der Median 2 (Maximum 4; n = 76 von 84). SATA-Stromstecker: Median 7 bei vollmodularen (Maximum 16; n = 131 von 136) gegenüber 6 bei nicht-modularen (Maximum 8; n = 81 von 84). Molex-Stecker: Median 3 gegenüber 2 (n = 133 von 136 und n = 80 von 84). Die Kühlung ist bei 126 vollmodularen Geräten „Aktiv“ und bei 6 „Semi-passive“ (n = 132 von 136); bei den nicht-modularen steht in allen 83 Datenblättern mit Angabe „Aktiv“. Als Formfaktor nennen 129 Datenblätter ATX und 2 SFX (n = 131 von 136). Die mittlere Betriebsdauer (MTBF) liegt bei einem Median von 100.000 Stunden (n = 83 von 136); 45 Datenblätter nennen 100.000 und 34 nennen 120.000 Stunden. Bei den nicht-modularen Geräten gibt es mit 40.000 Stunden einen deutlich kleineren Mindestwert (n = 36 von 84).
Zur Einordnung der Stichprobe: Die Marken der 136 Datenblätter sind ASUS (38), FSP (19), be quiet! (15), MSI (13), XPG (10), GIGABYTE (8), Gamer Storm (8), Chieftec (7), DeepCool (5), Mars Gaming (5), COUGAR (5) und itek (3). ASUS stellt damit 38 der 136 Datenblätter, das ist mehr als ein Viertel der Stichprobe und verschiebt jede Zählung ein Stück zu ASUS-Geräten. Marken wie Corsair, Seasonic, Cooler Master, Thermaltake oder Fractal Design kommen in diesen Datenblättern nicht vor; die Zahlen sagen über deren Geräte nichts. Offensichtliche Datenblattfehler haben wir nicht verwendet: Zwei COUGAR-Datenblätter (CGR ST-550 und CGR ST-650) geben einen Wirkungsgrad von 99 % an, der Maximalwert in unserer Wirkungsgrad-Zählung stammt davon und ist nicht belastbar. Den Rest der Tabelle findest du im Netzteil-Hub mit allen Datenblättern.
Welche Wattzahl bei einem modularen Netzteil passt
Die Leistung hängt an deinen Komponenten, nicht am Kabelmanagement. Den Bedarf der Grafikkarte nennt der Kartenhersteller als empfohlene Netzteilleistung; die Eckdaten gängiger Modelle findest du im NVIDIA-Grafikkarten-Ratgeber. Die Faustregel, ein Netzteil mit Reserve über dem Gesamtbedarf zu wählen, ist im Hauptratgeber erklärt und wird hier nicht wiederholt.
Was die Datenblätter für modulare Geräte ergänzen: Die Spanne reicht von 550 W bis 3.000 W, die häufigsten Klassen sind 850 W und 1.000 W (je 33 von 136 Datenblättern). Unterhalb von 650 W ist die Auswahl dünn: 9 Datenblätter nennen 650 W, und das Minimum liegt bei 550 W (n = 136 von 136). Wer einen Rechner mit kleiner Grafikkarte baut, findet vollmodulare Geräte ab 650 W, etwa das DeepCool PN750M mit 750 W im Vergleich unten; für Karten der oberen Klasse und Prozessoren mit hohem Verbrauch sind die 1.000-W-Klassen und darüber üblich, etwa das FSP MEGA TI mit 1.350 W (laut FSP). Wichtiger als die Nennleistung allein ist die Verteilung auf der 12-Volt-Schiene: Die Leistung auf 12 V liegt in den 113 Datenblättern mit Angabe im Median bei 999,6 W (n = 113 von 136), also fast auf der Nennleistung. Die Datenblätter geben die Verteilung also fast vollständig auf 12 V an.
80 PLUS und Cybenetics: Gold, Platinum oder Titanium
Die Stufen Bronze bis Titanium beschreiben den Wirkungsgrad. Unter den vollmodularen Datenblättern stehen 126 von 131 bei Gold, Platinum oder Titanium (77, 38 und 11). Bronze (4) und Silver (1) sind die Ausnahme (n = 131 von 136). Das ist ein Gegensatz zu den nicht-modularen Geräten, wo Bronze mit 45 von 82 Datenblättern die häufigste Stufe ist.
Den eigentlichen Wirkungsgrad geben nur 86 der 136 Datenblätter an; der Median ist 90 % und 48 Datenblätter nennen genau 90 % (n = 86 von 136). Das Datenblatt sagt dabei nicht, bei welcher Last und welcher Netzspannung der Wert gilt. Rechne daher nicht mit den Prozentwerten, sondern vergleiche die Stufe. Einige Hersteller nennen zusätzlich ein Cybenetics-Zertifikat: FSP führt das MEGA TI 1350W mit „Titanium, Lambda A++“ und das VITA GM 850W mit „Gold“ (laut FSP), XPG das PYMCORE 850W mit Cybenetics „Platinum“ trotz 80-PLUS-Stufe Gold (laut XPG), DeepCool das PN750M mit Cybenetics „Gold“ (laut DeepCool). Dass beide Siegel auseinanderliegen können, zeigt das PYMCORE: Ein Gerät kann nach der einen Prüfung eine Stufe höher liegen als nach der anderen, und beide Angaben sind für dasselbe Modell richtig.
Was bringt dir eine höhere Stufe? Weniger Verlustwärme bei gleicher Last und damit weniger Lüfterarbeit; wie viel das ausmacht, hängt von Betriebsstunden und Strompreis ab und lässt sich aus den Datenblättern nicht ableiten. Für einen Rechner, der wenige Stunden am Tag läuft, ist Gold die übliche Wahl; Platinum und Titanium zahlen sich vor allem bei Dauerbetrieb und hoher Last aus.
ATX 3.1 und der 12V-2x6-Stecker
Von 123 Datenblättern mit ATX-Version nennen 111 die Version 3.1 und 12 die Version 3.0 (n = 123 von 136). Damit ist ATX 3.1 bei vollmodularen Geräten in unserer Stichprobe der Normalfall. FSP gibt beim VITA GM 850W „ATX12V V3.1“ und „EPS12V V2.92“ an, DeepCool beim PN750M „ATX12V V3.1“, XPG beim PYMCORE 850W „Intel ATX v3.1“, Cougar beim GEX PRO 850 „ATX 3.1“ (jeweils laut Hersteller).
Für dich ist vor allem der 16-polige Anschluss für Grafikkarten wichtig, den die Hersteller als 12V-2x6 führen. Laut DeepCool hat das PN750M einen 12V-2x6-Stecker (16-polig), laut FSP bietet das VITA GM 850W einen und das MEGA TI 1350W zwei, laut Cougar hat das GEX PRO 850 einen (12+4-polig). Das XPG PYMCORE 850W nennt auf der Spezifikationsseite keine Zahl; wir führen die Zahl deshalb als „k. A.“. Bei einigen Datenblättern steht „ATX 3.0“, obwohl der Hersteller 3.1 nennt: Das Icecat-Datenblatt des XPG CYBERCORE II 1000W führt ATX 3.0, XPG selbst nennt auf der Seite ATX 3.1. In so einem Fall gilt die Herstellerseite.
Praktisch heißt das: Hat deine Grafikkarte einen 16-poligen Anschluss, wähle ein Gerät, das diesen Stecker direkt mitbringt. Welche Grafikkarte wie viel Strom braucht, entscheidet der Kartenhersteller. Gibt die Karte zwei Anschlüsse vor, brauchst du ein Gerät wie das MEGA TI mit zwei 12V-2x6-Steckern (laut FSP).
Stecker und Kabel: PCIe, SATA, Molex und warum Kabel nicht gemischt werden sollten
Zähle, was du anschließt. Grafikkarten ohne 16-poligen Anschluss brauchen 6+2-polige PCIe-Stecker; wie viele, steht im Datenblatt der Karte. Die Ausstattung liegt bei vollmodularen Geräten im Median bei 4 PCIe-Steckern (n = 129 von 136). Die sechs Modelle zeigen die Bandbreite: Laut XPG hat das PYMCORE 850W 3 PCIe-Stecker (6+2) und 2 Molex-Stecker, laut Cougar das GEX PRO 850 3 PCIe, 8 SATA und 3 Peripherie-Stecker, laut XPG das CYBERCORE II 1000W 6 PCIe und 4 Molex, laut FSP das MEGA TI 1350W 6 PCIe und das VITA GM 850W 4 PCIe-Stecker auf 2 Kabeln. DeepCool listet beim PN750M „PCI-E(6+2)Pin x 1“ und „SATA x 4 + 4Pin Peripheral x 1“; die Einleitung derselben Seite spricht aber von fünf EPS/PCIe-Anschlüssen und das Icecat-Datenblatt von 3 PCIe-Steckern. Weil sich das widerspricht, steht die PCIe-Zahl beim PN750M im Vergleich als „k. A.“.
SATA und Molex brauchst du heute weniger als früher: Bei SSDs im M.2-Format entfallen sie ganz. Die Datenblätter nennen im Median 7 SATA-Stromstecker und 3 Molex-Stecker (n = 131 und n = 133 von 136).
Ein Hinweis zur Sicherheit: Nutze nur die Kabel, die dem Netzteil beiliegen. Laut NZXT sind modulare Kabel nicht zwischen Netzteil-Generationen oder Marken austauschbar, auch wenn die Stecker mechanisch passen; gleiche Stecker können verschieden belegt sein, und Schäden durch falsche Kabel deckt laut NZXT die eigene Garantie nicht (NZXT-Blog zur Kabelkompatibilität). NZXT gehört nicht zu den sechs Vergleichsmodellen; auf den von uns gelesenen Seiten von DeepCool, XPG, FSP und Cougar fanden wir keine ausdrückliche Warnung dazu, wir geben die Regel deshalb herstellerübergreifend als Vorsicht weiter.
Lüfter und Semi-passiv-Betrieb
Semi-passiv heißt, dass der Lüfter bei niedriger Last stillsteht. Das nennen nur wenige Datenblätter: 6 von 132 vollmodularen Datenblättern führen „Semi-passive“, 126 „Aktiv“ (n = 132 von 136). Bei den sechs Modellen im Vergleich bestätigt nur FSP diese Funktion beim MEGA TI 1350W: Ein Schalter aktiviert laut FSP den „Zero RPM“-Modus, der den Lüfter unter 40 % Last abschaltet. Bei DeepCool, XPG, Cougar und beim FSP VITA GM 850W steht auf den gelesenen Seiten kein Semi-passiv-Modus; beim PN750M schreibt DeepCool nur, die Lüfterdrehzahl passe sich dem Kühlbedarf an.
Die Lüfter sind 92 mm beim SFX-Modell PYMCORE 850W (3.100 U/min laut XPG), 120 mm beim PN750M, VITA GM 850W, GEX PRO 850 und CYBERCORE II 1000W und 135 mm beim MEGA TI 1350W (jeweils laut Hersteller). Die Lautstärke in dB geben die gelesenen Herstellerseiten nicht an, und Messwerte für Lautstärke liegen uns nicht vor. Ein größerer Lüfter muss sich für dieselbe Luftmenge langsamer drehen; ob das Gerät hörbar leiser ist, sagt das Datenblatt nicht.
Baugröße: ATX, SFX und die Bautiefe im Gehäuse
Von 131 Datenblättern mit Formfaktor sind 129 ATX und 2 SFX (n = 131 von 136). SFX-Geräte sind für kleine Gehäuse gedacht: Das XPG PYMCORE 850W misst laut XPG 125 × 100 × 63,5 mm. Interessant ist, dass unsere Datenbank das PYMCORE als „ATX“ führt, der Hersteller es aber als SFX-Gerät beschreibt. Der Formfaktor im Datenblatt stimmt also nicht immer. Prüfe ihn auf der Herstellerseite, bevor du ein Kleingehäuse bestückst.
Bei ATX-Geräten unterscheidet sich vor allem die Länge. Laut Hersteller messen das DeepCool PN750M 150 × 140 × 86 mm (B × L × H, also 140 mm tief), das FSP VITA GM 850W 140 × 150 × 86 mm (L × B × H), das FSP MEGA TI 1350W 180 × 150 × 86 mm und das Cougar GEX PRO 850 140 × 150 × 86 mm (Achsenfolge nicht genannt). XPG nennt für die CYBERCORE-Serie 160 × 150 × 86 mm. Der Längenunterschied von 140 zu 180 mm ist in einem engen Gehäuse entscheidend, vor allem, wenn dort Festplattenkäfige oder ein Netzteil-Tunnel stehen. Schau im Gehäusedatenblatt nach der maximalen Netzteillänge, bevor du ein langes Gerät bestellst; weitere Hinweise zu Gehäusen stehen im Midi-Tower-Ratgeber.
Garantie und Lebensdauer
Die Garantiedauer steht auf den Herstellerseiten und ist bei Netzteilen ein Qualitätssignal. Laut Hersteller geben DeepCool beim PN750M, FSP beim VITA GM 850W und MEGA TI 1350W, XPG beim CYBERCORE II 1000W sowie Cougar beim GEX PRO 850 (laut Cougar-Garantieseite: Serie GEX PRO) jeweils 10 Jahre, XPG beim PYMCORE 850W 7 Jahre. Nenne beim Kauf die genaue Variante (MPN), denn die Garantiebedingungen gelten je Modell.
Die mittlere Betriebsdauer (MTBF) liegt laut DeepCool beim PN750M bei 100.000 Stunden, laut Cougar beim GEX PRO 850 bei 100.000 Stunden und laut XPG beim CYBERCORE II 1000W bei 125.000 Stunden (bei 25 °C). Die MTBF ist eine statistische Herstellerangabe zur Ausfallrate, keine Zusage für die Lebensdauer deines Geräts. Ein Vergleich über Hersteller hinweg ist nur dann sinnvoll, wenn Prüftemperatur und Last gleich sind, und das nennen die Datenblätter selten.
Die sechs Modelle im Überblick und warum sie ausgewählt sind
Die Auswahl deckt eine 750-W-Klasse, drei 850-W-Geräte (davon ein SFX-Gerät), ein 1.000-W-Gerät und ein Gerät mit 1.350 W ab, mit den Stufen Gold, Platinum und Titanium und vier Marken: DeepCool, XPG, FSP und Cougar. Fünf Modelle stammen aus unserer Produktdatenbank (die Datenblätter erreichst du über den Netzteil-Hub), das Cougar GEX PRO 850 ist ein Modell, das wir an der Herstellerseite gelesen haben und das in der Datenbank nur als GEX850 vertreten ist.
Bei drei Modellen unserer Auswahl weichen Datenblatt und Herstellerseite voneinander ab, und wir folgen dem Hersteller: Beim XPG CYBERCORE II 1000W nennt Icecat ATX 3.0, XPG nennt ATX 3.1; die Zahl der PCIe-Stecker (6) stimmt überein. Beim XPG PYMCORE 850W steht im Icecat-Datenblatt 2 PCIe-Stecker und der Formfaktor ATX, XPG nennt 3 und SFX. Beim DeepCool PN750M nennt Icecat 3 PCIe-Stecker, die Herstellerseite widerspricht sich, daher „k. A.“. Dass die Modularität nicht überall auf der Herstellerseite genannt wird, ist ein weiterer Grund zur Vorsicht: Beim PN750M und beim CYBERCORE II steht „modular“ nur im Seitentitel beziehungsweise ohne Zusatz, die Einstufung „vollständig“ stammt dort aus dem Icecat-Datenblatt. Prüfe vor dem Kauf auf der Verpackung oder beim Hersteller, ob alle Kabel steckbar sind.
Die Wertung ist eine Datenblatt-Einschätzung nach den Kriterien dieses Ratgebers; sie sagt nichts über Praxiswerte wie Lautstärke oder Spannungsstabilität unter Last aus.
Modelle nachschlagen: Produktdaten
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen vollmodular und nicht-modular?
Beim vollmodularen Netzteil sind die Kabel steckbar, beim nicht-modularen fest verbunden. In den 136 vollmodularen Datenblättern unserer Produktdatenbank (Icecat, Stand 12.10.2026) liegt der Median der Nennleistung bei 1.000 W, bei den 84 nicht-modularen bei 675 W. Das ist eine Zählung über diese Datenblätter, keine Marktstatistik.
Wie viel Watt brauche ich bei einem vollmodularen Netzteil?
Das hängt von Grafikkarte und Prozessor ab, nicht vom Kabelmanagement. Den Bedarf nennt der Kartenhersteller als empfohlene Netzteilleistung. In den 136 vollmodularen Datenblättern sind 850 W und 1.000 W mit je 33 Datenblättern am häufigsten, der Median liegt bei 1.000 W (n = 136 von 136).
Brauche ich ATX 3.1 und einen 12V-2x6-Stecker?
Wenn deine Grafikkarte einen 16-poligen Anschluss hat, ist ein Netzteil mit eigenem 12V-2x6-Stecker die direkte Lösung. Von 123 Datenblättern mit ATX-Version nennen 111 die Version 3.1 und 12 die Version 3.0 (n = 123 von 136). Das FSP MEGA TI 1350W hat laut FSP zwei 12V-2x6-Stecker, das FSP VITA GM 850W einen.
Kann ich Kabel von einem anderen Netzteil verwenden?
Nutze nur die beiliegenden Kabel. Laut NZXT sind modulare Kabel nicht zwischen Netzteil-Generationen oder Marken austauschbar, auch wenn die Stecker passen, und Schäden durch falsche Kabel deckt die NZXT-Garantie nicht. Bei den sechs Herstellern im Vergleich fanden wir keine ausdrückliche Warnung; wir geben die Regel als herstellerübergreifende Vorsicht weiter.
Welche Netzteile passen in ein kleines Gehäuse?
SFX-Geräte sind für kleine Gehäuse gedacht: Das XPG PYMCORE 850W misst laut XPG 125 × 100 × 63,5 mm. In den Datenblättern mit Formfaktor sind 129 ATX und 2 SFX (n = 131 von 136). Bei ATX-Geräten reicht die Länge von 140 mm (FSP VITA GM 850W, laut FSP) bis 180 mm (FSP MEGA TI 1350W, laut FSP).
Lohnt sich Platinum oder Titanium gegenüber Gold?
Höhere Stufen bedeuten laut 80-PLUS-Einteilung einen höheren Wirkungsgrad. Unter den vollmodularen Datenblättern stehen 77 Mal Gold, 38 Mal Platinum und 11 Mal Titanium (n = 131 von 136). Wie viel das im Betrieb ausmacht, hängt von Betriebsstunden und Last ab und lässt sich aus den Datenblättern nicht ableiten.
Haben vollmodulare Netzteile einen Semi-passiv-Modus?
Nur bei wenigen: 6 von 132 vollmodularen Datenblättern nennen „Semi-passive“, 126 „Aktiv“ (n = 132 von 136). Beim FSP MEGA TI 1350W schaltet ein Schalter laut FSP den Lüfter unter 40 % Last ab; bei DeepCool, XPG, Cougar und beim FSP VITA GM 850W fanden wir auf den gelesenen Seiten keinen solchen Modus.
Quellen und Stand
- DeepCool: PN750M (Produktseite) (deepcool.com)
- DeepCool: PN-M-Serie (Handbuch und Datenblatt) (deepcool.com)
- XPG: PYMCORE SFX GOLD (Spezifikation) (xpg.com)
- XPG: CYBERCORE II (Spezifikation) (xpg.com)
- FSP: VITA GM 850W (Produktseite) (fsplifestyle.com)
- FSP: MEGA TI 1350W (Produktseite) (fsplifestyle.com)
- Cougar: GEX PRO 650/750/850 (Produktseite) (cougargaming.com)
- Cougar: Garantiebedingungen (Garantiedauer je Serie) (cougargaming.com)
- NZXT: PSU-Kabelkompatibilität (modulare Kabel nicht mischen) (nzxt.com)
Technische Angaben im Modellvergleich: Hersteller- und Händlerdatenblätter, Stand 12. Oktober 2026; nicht belegte Werte stehen als „k. A.“. Aktualisiert am . Preisdrache testet nicht selbst im Labor — wie wir Daten auswählen und gewichten, steht unter So vergleichen wir; wie wir Geld verdienen, unter Wie wir Geld verdienen. Fehler gefunden? Schreib uns über die Adresse im Impressum.
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