Kaufberatung
Warmwasserspeicher und Boiler kaufen: elektrisch oder mit Wärmepumpe
Von der Preisdrache-Redaktion · Aktualisiert am · So arbeiten wir
Wenn du Platz für ein Standgerät in einem Keller oder Hauswirtschaftsraum hast, ist eine Warmwasser-Wärmepumpe die sparsamste Art, Warmwasser mit Strom zu bereiten: Im EU-Label braucht sie für dieselbe Zapfmenge rund ein Drittel des Stroms eines Boilers mit Heizstab. Fehlt der Platz, ist ein elektrischer Wandspeicher mit 50 bis 120 Litern die übliche Lösung, am besten mit Smart-Funktion, die das Zapfverhalten lernt. Kleinspeicher mit 5 oder 10 Litern taugen nur für ein einzelnes Waschbecken. Welche Größe du brauchst, wie viel Wärme ein Speicher im Stand verliert und was das Label wirklich vergleicht, steht hier, mit Zahlen aus 624 Speichergeräten der EU-Energielabel-Datenbank EPREL.
Warmwasserspeicher und Warmwasser-Wärmepumpen im Vergleich 2026
| Platz | Modell | Wertung | Bauart | Speicherinhalt | Lastprofil | Jahresverbrauch (EU-Label) | Wirkungsgrad | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Unser FavoritStiebel Eltron WWK-I 200 Plus | 9,1 | Warmwasser-Wärmepumpe, Umluft | 200 l | L | 583 kWh (Klasse A+) | 176 % | Preis prüfen* |
| 2 | Leise WärmepumpeAriston Nuos Plus S2 Wi-Fi 200 | 8,6 | Warmwasser-Wärmepumpe | 200 l | L | 719 kWh (Klasse A+) | 142 % | Preis prüfen* |
| 3 | Auch mit AußenluftVaillant aroSTOR VWL B 200/6 | 8,4 | Warmwasser-Wärmepumpe, Raum- oder Außenluft | 202 l | L | 774 kWh (Klasse A+) | 132 % | Preis prüfen* |
| 4 | Wärmepumpe für die WandAriston Nuos Evo A+ 80 WH | 7,8 | Warmwasser-Wärmepumpe, wandhängend | 80 l | M | 479 kWh (Klasse A+) | 105 % | Preis prüfen* |
| 5 | Smarter ElektroboilerAriston Velis Tech 50 | 6,8 | Elektro-Wandspeicher, Heizstab | 50 l | M | 1.284 kWh (Klasse B) | 40 % | Preis prüfen* |
| 6 | Gorenje TGRH80W | 6,4 | Elektro-Wandspeicher, Heizstab | 80 l | M | 1.316 kWh (Klasse B) | 39 % | Preis prüfen* |
Stiebel Eltron WWK-I 200 Plus
Für Häuser mit Keller und drei bis vier Personen, die Warmwasser mit möglichst wenig Strom wollen.
- Höchster Wirkungsgrad der Liste: 176 %, niedrigster Verbrauch im Profil L mit 583 kWh
- Leistungszahl COP 4,27 nach EN 16147 bei 20 °C Luft
- Mit Netzstecker, 230 V, Absicherung C16 A; SG-Ready-Schnittstelle für Photovoltaik
- Kältemittel R290, Signalanode
- Schallleistung 56,5 dB(A), die lauteste Wärmepumpe der Liste
- Braucht mindestens 13 m³ Raumvolumen und mindestens 6 °C Raumluft
- 100 kg Gewicht
- Bauart
- Warmwasser-Wärmepumpe, Umluft
- Speicherinhalt
- 200 l
- Lastprofil
- L
- Jahresverbrauch (EU-Label)
- 583 kWh (Klasse A+)
- Wirkungsgrad
- 176 %
Ariston Nuos Plus S2 Wi-Fi 200
Für Häuser, in denen die Wärmepumpe nah an Wohnräumen steht.
- Schallleistung innen 48 dB laut EU-Datenblatt, deutlich leiser als die WWK-I
- 142 % Wirkungsgrad, Klasse A+
- Bei wärmerem Klima 158 % Wirkungsgrad
- Bei kälterem Klima steigt der Verbrauch laut Datenblatt auf 1.025 kWh
- Verbrauch im Profil L höher als bei der WWK-I 200 Plus (719 gegen 583 kWh)
- Bauart
- Warmwasser-Wärmepumpe
- Speicherinhalt
- 200 l
- Lastprofil
- L
- Jahresverbrauch (EU-Label)
- 719 kWh (Klasse A+)
- Wirkungsgrad
- 142 %
Vaillant aroSTOR VWL B 200/6
Für Häuser, in denen der Keller zu klein oder zu kalt ist und Außenluft angesaugt werden soll.
- Wärmequelle von minus 7 bis 43 °C laut Vaillant, Raum- oder Außenluft
- COP 3,15 bei 7 °C Luft und 55 °C Wasser
- Kältemittel R290, Touch-Display, Legionellen- und Frostschutzfunktion
- Schnittstelle für Photovoltaik und Smart Grid
- 774 kWh im Label, mehr als WWK-I und Nuos Plus
- Schallleistung innen im EU-Datenblatt nicht angegeben
- Bauart
- Warmwasser-Wärmepumpe, Raum- oder Außenluft
- Speicherinhalt
- 202 l
- Lastprofil
- L
- Jahresverbrauch (EU-Label)
- 774 kWh (Klasse A+)
- Wirkungsgrad
- 132 %
Ariston Nuos Evo A+ 80 WH
Für Wohnungen mit kleinem Warmwasserbedarf, in denen kein Standgerät Platz hat.
- Im Profil M rund ein Drittel des Verbrauchs eines Heizstab-Boilers (479 gegen 1.284 bis 1.316 kWh)
- Schallleistung 50 dB laut EU-Datenblatt
- Wandmontage
- Nur Profil M, für Familien zu klein
- Bei kälterem Klima 97 % Wirkungsgrad und 519 kWh
- Bauart
- Warmwasser-Wärmepumpe, wandhängend
- Speicherinhalt
- 80 l
- Lastprofil
- M
- Jahresverbrauch (EU-Label)
- 479 kWh (Klasse A+)
- Wirkungsgrad
- 105 %
Ariston Velis Tech 50
Für Mietwohnungen ohne Platz für eine Wärmepumpe, die einen sparsamen Wandspeicher suchen.
- Smart-Funktion laut EU-Datenblatt, Klasse B
- 1.284 kWh im Label, unter dem Median der Heizstab-Speicher im Profil M (1.358 kWh)
- Kein Geräusch (15 dB als Normwert)
- Rund 2,7-mal so viel Strom wie die Wärmepumpe Nuos Evo A+ 80 im selben Profil
- Smart-Effizienz laut Datenblatt nur im Smart-Modus
- Bauart
- Elektro-Wandspeicher, Heizstab
- Speicherinhalt
- 50 l
- Lastprofil
- M
- Jahresverbrauch (EU-Label)
- 1.284 kWh (Klasse B)
- Wirkungsgrad
- 40 %
Gorenje TGRH80W
Für den einfachen Austausch eines 80-Liter-Wandboilers.
- Klasse B ohne Smart-Kennzeichnung
- 1.316 kWh, unter dem Median im Profil M
- Höchster Verbrauch der Liste
- Mehr Inhalt als der Velis Tech 50 bei gleichem Lastprofil, also mehr Fläche für Wärmeverluste
- Bauart
- Elektro-Wandspeicher, Heizstab
- Speicherinhalt
- 80 l
- Lastprofil
- M
- Jahresverbrauch (EU-Label)
- 1.316 kWh (Klasse B)
- Wirkungsgrad
- 39 %
So entsteht die Wertung: Die Wertung gewichtet den Warmwasser-Wirkungsgrad und Jahresverbrauch laut EU-Label (EPREL, Verordnung (EU) Nr. 812/2013), Geräusch, Einsatzgrenzen und Anschluss laut Herstellerdatenblatt. Kein Praxistest. Verbrauchswerte sind nur innerhalb desselben Lastprofils direkt vergleichbar: Profil L bei den 200-Liter-Wärmepumpen, Profil M bei den übrigen Geräten. Der Speicherinhalt stammt aus Datenblatt oder Modellbezeichnung des Herstellers. Preise ändern sich laufend – den aktuellen Preis siehst du beim Händler. *Affiliate-Links: Als Amazon-Partner und Partner weiterer Shops verdienen wir an qualifizierten Verkäufen eine Provision; für dich ändert sich der Preis nicht.
Kleinspeicher, Wandspeicher, Standspeicher, Wärmepumpe: die vier Bauformen
Ein elektrischer Warmwasserspeicher, umgangssprachlich Boiler, hält eine feste Menge Wasser auf Temperatur. Vier Bauformen decken unterschiedliche Bedarfe ab. Kleinspeicher mit 5 bis 15 Litern sitzen über oder unter einem Waschbecken, laufen mit 2 kW an der Steckdose und sind meist drucklos: Das Wasser läuft über eine Spezialarmatur offen aus, damit der Behälter keinen Leitungsdruck aushalten muss. Ein Beispiel ist der Stiebel Eltron SNU 5 Plus mit 5 Litern Inhalt.
Wandspeicher mit etwa 30 bis 150 Litern versorgen ein Bad oder eine kleine Wohnung. Sie sind in der Regel druckfest (geschlossen) und hängen an der normalen Wasserleitung; dafür braucht es eine Sicherheitsgruppe mit Sicherheitsventil, die der Installateur setzt. Standspeicher mit 150 bis 300 Litern stehen im Keller und versorgen ein ganzes Haus.
Die vierte Bauform ist die Warmwasser-Wärmepumpe (Brauchwasser-Wärmepumpe): ein Standspeicher von meist 200 bis 300 Litern mit aufgesetzter kleiner Luft-Wasser-Wärmepumpe. Laut Verbraucherzentrale nutzt sie die Raumluft als Wärmequelle, steht in der Regel im Keller und braucht Platz wie ein großer Kühlschrank. Daneben gibt es wandhängende Geräte mit 80 bis 150 Litern wie den Ariston Nuos Evo A+. Eine Warmwasser-Wärmepumpe bereitet nur Warmwasser, sie heizt nicht.
Eine Alternative ohne Speicher ist der Durchlauferhitzer, der Wasser erst beim Zapfen erwärmt und keine Bereitschaftsverluste hat. Er braucht aber für eine Dusche 18 kW an Drehstrom; alles dazu im Ratgeber Durchlauferhitzer.
Welche Größe: Lastprofil statt Literzahl
Auf dem EU-Label steht neben dem Wasserhahn-Symbol ein Buchstabe, das Lastprofil. Es beschreibt den genormten Zapfplan, mit dem das Gerät geprüft wurde, und ist der beste Anhaltspunkt für die passende Größe. Laut Umweltbundesamt stehen 3XS bis S für einzelne Waschbecken, M und L für eine kleine Wohnung mit Dusche, XL und XXL für eine größere Wohnung oder ein Haus mit größerem Warmwasserverbrauch. Die Verordnung (EU) Nr. 812/2013 legt in Anhang VII fest, wie viel Nutzwärme pro Tag gezapft wird: 5,845 kWh im Profil M, 11,655 kWh im Profil L, 19,07 kWh im Profil XL und 24,53 kWh im Profil XXL.
Die Literzahl allein sagt wenig, weil sie von der Speichertemperatur abhängt. Aussagekräftiger ist die Mischwassermenge bei 40 °C: Stiebel Eltron gibt für die Warmwasser-Wärmepumpe WWK-I 200 Plus mit 200 Litern Inhalt bis zu 346 Liter Mischwasser an, für den Kleinspeicher SNU 5 Plus 9,3 Liter. Die Hersteller nennen außerdem Haushaltsgrößen: Vaillant empfiehlt die aroSTOR plus mit 200 Litern für drei bis vier Personen, die 260-Liter-Variante für vier bis fünf; Stiebel Eltron nennt für die WWK-I 200 Plus bis zu vier Nutzer, für die 300-Liter-Geräte bis zu sechs.
Größer ist nicht automatisch besser. Laut Verbraucherzentrale erhöht ein zu großer Speicher die Speicherverluste und verlängert die Aufheizzeit. Wer allein oder zu zweit lebt und nicht badet, ist mit einem Gerät im Profil M meist gut bedient; Familien mit Badewanne greifen zu L oder XL.
Bereitschaftsverlust: was ein Speicher verbraucht, während er nur wartet
Jeder Speicher verliert Wärme über seine Hülle, ganz gleich, ob jemand zapft. Diesen Bereitschaftsverlust heizt das Gerät ständig nach. Die Datenblätter nennen ihn in kWh pro 24 Stunden bei einer bestimmten Temperatur. Beim Stiebel Eltron SNU 5 Plus sind es laut Hersteller 0,19 kWh am Tag bei 65 °C, beim SNU 10 Plus 0,31 kWh. Aufs Jahr gerechnet sind das rund 69 und 113 kWh nur fürs Warmhalten eines Waschbecken-Boilers. Bei 38 °C sinkt der Wert laut Stiebel auf 0,07 und 0,11 kWh am Tag.
Auch eine Wärmepumpe hat Bereitschaftsverluste. Stiebel Eltron gibt für die WWK-I 200 Plus eine Leistungsaufnahme in der Bereitschaftsperiode von 0,014 kW an (Prüfung nach EN 16147 bei 20 °C Luft). Rund um die Uhr gerechnet wären das 0,34 kWh Strom am Tag, rund 123 kWh im Jahr, wobei die Wärmepumpe den Verlust mit einem Bruchteil an Strom ausgleicht. Die Verbraucherzentrale nennt Speicherverluste deshalb ausdrücklich als Nachteil auch gut gedämmter Warmwasser-Wärmepumpen.
Drei Dinge senken den Verlust: eine passende statt einer zu großen Speichergröße, eine gute Dämmung (Stiebel setzt beim SNU Plus eine Vakuum-Isolierung ein) und kurze Warmwasserleitungen ohne Dauerzirkulation. Für Speicher ohne eigene Heizung, etwa an einer Heizungsanlage, gibt es ein eigenes Label: Es zeigt laut Umweltbundesamt die Wärmeverluste als Effizienzklasse und als Zahl sowie das Speichervolumen.
Was die EU-Labeldaten zeigen: Heizstab gegen Wärmepumpe
Wir haben die 794 Warmwasserbereiter aus der EU-Datenbank EPREL ausgewertet, die auf unseren Produktseiten stehen, darunter 624 Speichergeräte mit den Lastprofilen M bis XL. Der Jahresverbrauch laut Label (Median):
- Profil M: 281 Speicher mit Heizstab brauchen 1.358 kWh, 48 Warmwasser-Wärmepumpen 450 kWh.
- Profil L: 138 Speicher mit Heizstab brauchen 2.752 kWh, 77 Wärmepumpen 783 kWh.
- Profil XL: 24 Speicher mit Heizstab brauchen 4.412 kWh, 56 Wärmepumpen 1.179 kWh.
Die Wärmepumpe kommt also mit 27 bis 33 Prozent des Stroms aus. Das zeigt sich auch in den Klassen. Für das Profil M verlangt Anhang II der Verordnung mindestens 100 Prozent Wirkungsgrad für A+, 39 Prozent für B und 36 Prozent für C; im Profil L sind es 115 Prozent für A+ und 37 Prozent für C. Ein Heizstab kommt in Primärenergie gerechnet auf höchstens rund 40 Prozent, weil Strom mit dem Faktor 2,5 bewertet wird. Deshalb stehen 162 der Heizstab-Speicher im Profil M in Klasse C und 119 in B, während 41 der 48 Wärmepumpen A+ erreichen.
Innerhalb der Heizstab-Speicher macht die Smart-Regelung den Unterschied zwischen B und C. Ein Gerät darf sich laut Anhang VIII „smart“ nennen, wenn es durch Lernen des Zapfverhaltens im Prüfzyklus mindestens 7 Prozent spart. In unseren Daten brauchen 81 smarte Speicher im Profil M im Median 1.306 kWh, 200 ohne Smart-Funktion 1.403 kWh. Den Überblick nach Profil und Klasse zeigen unsere Datenvergleiche, etwa Lastprofil M, smarte Speicher im Profil L und die Produktdatenbank mit allen Warmwasserbereitern einschließlich Wärmepumpen-Speichern.
Stromverbrauch selbst einordnen: was die Labelzahl bedeutet
Der Jahresverbrauch auf dem Label ist ein Rechenwert. Laut Anhang VIII der Verordnung (EU) Nr. 812/2013 wird der an einem Prüftag gemessene Stromverbrauch mit 366 Tagen und dem Faktor 0,6 multipliziert. Das Label unterstellt also, dass du das volle Lastprofil an 60 Prozent der Tage zapfst. Zapft dein Haushalt jeden Tag die volle Menge des Profils, liegt dein Verbrauch entsprechend höher: Label-kWh geteilt durch 0,6.
Für den Vergleich zweier Geräte reicht das Label trotzdem, solange beide dasselbe Lastprofil haben. Ein Beispiel aus unseren Daten im Profil M: Der Ariston Velis Tech 50 mit Heizstab und Smart-Funktion steht mit 1.284 kWh im Label, die wandhängende Wärmepumpe Ariston Nuos Evo A+ 80 mit 479 kWh. Die Differenz von 805 kWh im Jahr multiplizierst du mit deinem Arbeitspreis; jede unserer Produktseiten rechnet das mit einem einstellbaren Strompreis vor. Im Profil L ist die Differenz zwischen typischer Wärmepumpe und typischem Heizstab-Speicher mit fast 2.000 kWh im Jahr noch größer.
Bei Wärmepumpen lohnt ein zweiter Blick aufs Datenblatt: Das Label nennt neben dem Wert für mittleres Klima auch Werte für kälteres und wärmeres Klima. Beim Ariston Nuos Plus S2 Wi-Fi 200 steigt der Verbrauch laut EU-Datenblatt von 719 kWh (mittel) auf 1.025 kWh (kälter). Weil eine Warmwasser-Wärmepumpe im Haus meist Raumluft nutzt, zählt vor allem die Temperatur am Aufstellort. Die Verbraucherzentrale nennt typische Jahresarbeitszahlen von 2,5 bis 4: Aus einer kWh Strom werden 2,5 bis 4 kWh Wärme.
Warmwasser-Wärmepumpe: Aufstellort, Geräusch und Stromanschluss
Eine Warmwasser-Wärmepumpe entzieht der Luft Wärme und kühlt dabei den Aufstellraum. Laut Verbraucherzentrale sind unbeheizte, aber frostfreie Räume wie ein Heizungskeller ideal; als Nebeneffekt wird der Raum gekühlt und entfeuchtet. Die Hersteller nennen genaue Grenzen: Die Stiebel Eltron WWK-I 200 Plus arbeitet im Wärmepumpenbetrieb bei Lufttemperaturen von 6 bis 43 °C und braucht mindestens 13 m³ Raumvolumen im Umluftbetrieb. Die Vaillant aroSTOR plus nutzt wahlweise Raum- oder Außenluft und arbeitet laut Produktinformation von minus 7 bis 43 °C. Darunter übernimmt ein elektrischer Heizstab, bei der WWK-I mit 1,5 kW.
Geräusch: Anders als ein Boiler hat die Wärmepumpe Verdichter und Lüfter. Die Schallleistung innen liegt bei den Wärmepumpen in unseren EPREL-Daten im Median bei 47 dB(A), mit einer Spanne von 37 bis 60 dB(A). Die WWK-I 200 Plus nennt 56,5 dB(A) Schallleistung, der Ariston Nuos Plus S2 Wi-Fi 200 laut EU-Datenblatt 48 dB. Die Verbraucherzentrale vergleicht die Lautstärke mit einem großen Kühlschrank; neben dem Schlafzimmer hat das Gerät nichts zu suchen.
Anschluss: Viele Geräte kommen mit Netzstecker. Die WWK-I 200 Plus braucht laut Datenblatt eine Absicherung mit C16 A an 230 V und nimmt höchstens 2,125 kW auf, wenn Wärmepumpe und Heizstab gleichzeitig laufen. Starkstrom ist nicht nötig. Für Haushalte mit Photovoltaik wichtig: Stiebel (SG Ready) und Vaillant werben mit einer Schnittstelle, über die das Gerät bei Sonnenstrom gezielt aufheizt. Beide Geräte arbeiten mit dem Kältemittel R290 (Propan); bei der WWK-I sind es laut Datenblatt 0,152 kg.
Elektrischer Wandspeicher: worauf du beim Boiler mit Heizstab achtest
Ohne Platz für ein Standgerät ist der elektrische Wandspeicher die Regel, etwa in Mietwohnungen mit Boiler im Bad. Hier zählen vier Punkte. Erstens die Smart-Funktion: Sie verschiebt das Gerät im Label meist von C nach B; der Ariston Velis Tech 50 ist laut EU-Datenblatt ein solches Gerät mit 40 Prozent Wirkungsgrad, der Gorenje TGRH80W erreicht Klasse B mit 39 Prozent ohne Smart-Kennzeichnung. Zweitens die Größe nach Lastprofil, nicht nach Gefühl: Ein 80-Liter-Gerät im Profil M verbraucht im Label nicht weniger als ein 50-Liter-Gerät im gleichen Profil, verliert aber im Stand mehr.
Drittens die Temperatur. Viele Boiler stehen ab Werk hoch: Für den Stiebel Eltron EW-V 50 ECO nennt das EU-Datenblatt eine Werkseinstellung von 85 °C. Hohe Speichertemperaturen erhöhen den Bereitschaftsverlust. Aus Hygienegründen solltest du aber nicht beliebig tief gehen; mehr dazu im nächsten Abschnitt. Viertens Anschluss und Pflege: Druckfeste Wandspeicher brauchen eine Sicherheitsgruppe, die bei jedem Aufheizen etwas Ausdehnungswasser abgibt; das ist normal. Die meisten Stahlbehälter haben eine Schutzanode gegen Korrosion, die je nach Wasser alle paar Jahre geprüft werden sollte; Stiebel nennt für die WWK-I eine Signalanode.
Einen Nachtstrom-Tarif nutzt ein Speicher nur, wenn er dafür geeignet ist; das Label zeigt das laut Verbraucherzentrale mit einem Uhrsymbol. Ob sich das rechnet, hängt allein vom Tarif deines Versorgers ab.
Hygiene und Temperatur: wie warm ein Boiler sein muss
In stehendem warmem Wasser können Legionellen wachsen. Das Umweltbundesamt beschreibt die Regel für Großanlagen mit mehr als 400 Litern Speicherinhalt oder mehr als drei Litern Warmwasser in den Leitungen: Dort muss der Trinkwassererwärmer dauerhaft auf 60 °C eingestellt sein, und nirgends in der Installation darf die Temperatur unter 55 °C fallen. Ein einzelner Boiler im Einfamilienhaus fällt meist nicht darunter. Das Umweltbundesamt empfiehlt aber, auch kleinere Anlagen in Anlehnung an diese Temperaturen zu betreiben, obwohl das Risiko dort geringer ist. Sogenannte Legionellenschaltungen, die den Speicher nur zeitweise hochheizen, hält es weder für sinnvoll noch für wirksam.
Praktisch heißt das: Stell einen Speicher, der eine Dusche versorgt, auf rund 60 °C statt auf 45 °C. Das kostet etwas mehr Bereitschaftsverlust, ist aber der sichere Betrieb. Warmwasser-Wärmepumpen schaffen diese Temperatur: Die WWK-I 200 Plus erreicht laut Datenblatt bis 65 °C allein mit der Wärmepumpe, die aroSTOR plus 60 bis 65 °C mit Zusatzheizung und bringt eine Legionellenschutzfunktion mit. Die Verbraucherzentrale weist darauf hin, dass hohe Temperaturen die Effizienz einer Wärmepumpe senken; das ist der Preis für sicheres Wasser. Bei Kleinspeichern am selten genutzten Gäste-WC ist der Durchlauferhitzer die hygienischere Alternative, weil kein Wasser im Gerät steht.
Empfehlung nach Haushalt und typische Fehlkäufe
Haus mit Keller, drei bis vier Personen: eine Warmwasser-Wärmepumpe mit rund 200 Litern im Profil L, etwa die Stiebel Eltron WWK-I 200 Plus (176 Prozent Wirkungsgrad, 583 kWh im Label) oder die Vaillant aroSTOR VWL B 200/6 (774 kWh), wenn auch Außenluft genutzt werden soll. Fünf bis sechs Personen: 260 bis 300 Liter im Profil XL.
Wohnung, ein bis zwei Personen, Platz nur an der Wand: eine wandhängende Wärmepumpe wie der Ariston Nuos Evo A+ 80, wenn der Raum groß genug ist, sonst ein Wandspeicher mit 50 bis 80 Litern im Profil M und Smart-Funktion.
Einzelnes Waschbecken: ein Kleinspeicher mit 5 Litern oder, effizienter, ein Klein-Durchlauferhitzer.
Typische Fehlkäufe: ein zu großer Speicher „für alle Fälle“, der mehr Wärme verliert, als er nützt; eine Wärmepumpe in einem Raum, der im Winter unter 6 °C fällt oder zu klein ist, sodass der Heizstab die Arbeit macht; ein Boiler ohne Smart-Funktion, nur weil er auf dem Papier mehr Liter hat; und eine zu niedrig eingestellte Speichertemperatur, die Strom spart, aber das Wasser riskanter macht. Vergleiche Geräte immer innerhalb desselben Lastprofils, sonst sind die kWh-Werte nicht vergleichbar.
Verbrauch nachschlagen: Datenvergleiche
- Elektrische Warmwasserbereiter Lastprofil M 380 Modelle
- Elektrische Warmwasserbereiter mit Heizstab Lastprofil M 331 Modelle
- Elektrische Warmwasserbereiter Lastprofil L 225 Modelle
- Elektrische Warmwasserbereiter Lastprofil M Energieklasse C 177 Modelle
- Elektrische Warmwasserbereiter Lastprofil L Energieklasse C 143 Modelle
- Elektrische Warmwasserbereiter Lastprofil S 95 Modelle
- Elektrische Warmwasserbereiter Lastprofil XL 86 Modelle
- Elektrische Warmwasserbereiter Lastprofil XXS 77 Modelle
- Elektrische Warmwasserbereiter: alle Modelle mit Datenblatt und Rang
- Alle Datenvergleiche
Häufige Fragen
Wie groß muss ein Warmwasserspeicher sein?
Orientiere dich am Lastprofil auf dem EU-Label. M und L stehen laut Umweltbundesamt für eine kleine Wohnung mit Dusche, XL und XXL für eine größere Wohnung oder ein Haus mit größerem Warmwasserverbrauch. Hersteller nennen für 200-Liter-Wärmepumpen drei bis vier Personen, für 260 bis 300 Liter bis zu sechs.
Lohnt sich eine Warmwasser-Wärmepumpe gegenüber einem Boiler mit Heizstab?
Beim Strom ja: Im EU-Label brauchen Wärmepumpen im Lastprofil L im Median 783 kWh im Jahr, Heizstab-Speicher 2.752 kWh. Dafür kosten sie in der Anschaffung deutlich mehr, brauchen einen frostfreien Raum mit genug Luftvolumen und sind hörbar. Je mehr Warmwasser du brauchst, desto schneller holt die Wärmepumpe den Mehrpreis herein.
Wie viel Strom verbraucht ein Boiler im Stand?
Das steht als Bereitschaftsenergieverbrauch im Datenblatt. Ein 5-Liter-Kleinspeicher wie der Stiebel SNU 5 Plus verliert laut Hersteller 0,19 kWh am Tag bei 65 °C, rund 69 kWh im Jahr. Größere Speicher verlieren mehr; eine niedrigere Temperatur und kurze Leitungen senken den Verlust.
Auf welche Temperatur sollte ich den Boiler einstellen?
Auf rund 60 °C. Für Großanlagen ist das vorgeschrieben, und das Umweltbundesamt empfiehlt, kleinere Anlagen in Anlehnung daran zu betreiben, um Legionellen vorzubeugen. Zeitweises Hochheizen per Legionellenschaltung hält es nicht für wirksam.
Was bedeutet smart auf dem Energielabel eines Boilers?
Das Gerät lernt das Zapfverhalten und heizt nur bei Bedarf auf. Laut Verordnung (EU) Nr. 812/2013 darf es sich so nennen, wenn es dadurch im Prüfzyklus mindestens 7 Prozent spart. In unseren EPREL-Daten brauchen smarte Speicher im Profil M im Median 1.306 kWh, andere 1.403 kWh.
Braucht eine Warmwasser-Wärmepumpe Starkstrom?
Meist nicht. Viele Geräte kommen mit Netzstecker für 230 V; die Stiebel Eltron WWK-I 200 Plus zum Beispiel braucht laut Datenblatt eine Absicherung mit C16 A und nimmt mit Zusatzheizung höchstens 2,125 kW auf. Wasseranschluss und Aufstellung gehören trotzdem in Fachhand.
Quellen und Stand
- Delegierte Verordnung (EU) Nr. 812/2013 zur Energieverbrauchskennzeichnung von Warmwasserbereitern und Warmwasserspeichern (Amtsblatt der EU) (eur-lex.europa.eu)
- VO (EU) 2013/812, Anhang VIII: Berechnung von Jahresstromverbrauch und Smart-Faktor (gesetze.legal)
- Umweltbundesamt: Energieverbrauchskennzeichnung für Warmwasserbereiter und Warmwasserspeicher (umweltbundesamt.de)
- Umweltbundesamt: FAQ Absenkung der Raumtemperatur (Warmwassertemperatur und Legionellen) (umweltbundesamt.de)
- Verbraucherzentrale: Wie erzeuge ich Warmwasser, wenn ich mit einer Wärmepumpe heize? (verbraucherzentrale.de)
- Verbraucherzentrale: Durchlauferhitzer kaufen – welcher ist der richtige? (Label, Schwachlast-Symbol) (verbraucherzentrale.de)
- Stiebel Eltron: Technisches Datenblatt WWK-I 200 Plus / 300 Plus (fachkunden.stiebel-eltron.de)
- Stiebel Eltron: Technisches Datenblatt SNU 5 Plus / SNU 10 Plus (stiebel-eltron.de)
- Vaillant: Produktinfo aroSTOR plus (Stand 09/26) (vaillant.de)
- EPREL-Produktdatenblatt: Ariston Nuos Plus S2 Wi-Fi 200 (2563384) (eprel.ec.europa.eu)
- EPREL-Produktdatenblatt: Vaillant VWL B 200/6 230V (2501175) (eprel.ec.europa.eu)
- EPREL-Produktdatenblatt: Ariston Nuos Evo A+ 80 WH (2239580) (eprel.ec.europa.eu)
- EPREL-Produktdatenblatt: Ariston Velis Tech 50 (1819051) (eprel.ec.europa.eu)
- EPREL-Produktdatenblatt: Gorenje TGRH80W (2386078) (eprel.ec.europa.eu)
- EPREL-Produktdatenblatt: Stiebel Eltron EW-V 50 ECO (1502891) (eprel.ec.europa.eu)
- EPREL: Stiebel Eltron WWK-I 200 Plus (Registrierung 2110813) (eprel.ec.europa.eu)
Technische Angaben im Modellvergleich: Hersteller- und Händlerdatenblätter, Stand 15. Oktober 2026; nicht belegte Werte stehen als „k. A.“. Aktualisiert am . Preisdrache testet nicht selbst im Labor — wie wir Daten auswählen und gewichten, steht unter So vergleichen wir; wie wir Geld verdienen, unter Wie wir Geld verdienen. Fehler gefunden? Schreib uns über die Adresse im Impressum.