Kaufberatung
Action-Cam kaufen — worauf es wirklich ankommt
Von der Preisdrache-Redaktion · Aktualisiert am 7. Oktober 2026
Bei Action-Cams werben alle mit 4K, 5K oder sogar 8K. Im Alltag entscheiden aber andere Dinge: wie groß der Sensor ist, wie gut die Stabilisierung arbeitet, wie tief die Kamera ohne Gehäuse taucht, wie lange der Akku hält und welches Zubehör-System du wählst. Hier die Kriterien in der Reihenfolge, in der sie dir beim Filmen wirklich auffallen. Die Datenblattangaben beruhen auf Herstellerangaben und Händlerseiten, Stand Oktober 2026; Laufzeiten und Tiefen sind Idealwerte unter Herstellerbedingungen. Die Wertung im Vergleich basiert auf Datenblättern, nicht auf eigenen Praxiserfahrungen.
Action-Cams im Vergleich 2026
| Platz | Modell | Wertung | Sensor | Video | Wasserdicht (ohne Gehäuse) | Gewicht | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Unser FavoritDJI Osmo Action 6 | 9,2 | 1/1,1 Zoll, 38 MP | 4K bis 120 fps, Blende f/2.0–f/4.0 | 20 m | 149 g | Preis prüfen* |
| 2 | Für ProfisDJI Osmo Action 5 Pro | 8,8 | 1/1,3 Zoll, 40 MP Fotos | 4K bis 120 fps | 20 m | 145 g | Preis prüfen* |
| 3 | Für KreativeInsta360 Ace Pro 2 | 8,6 | 1/1,3 Zoll | 8K/30, 4K/120 | 12 m | 177 g | Preis prüfen* |
| 4 | Zubehör-ÖkosystemGoPro HERO13 Black | 8,5 | 1/1,9 Zoll, 27,6 MP | 5,3K/60 | 10 m | 154 g | Preis prüfen* |
| 5 | Preis-LeistungAKASO Brave 8 | 7,3 | 1/2 Zoll | 4K/60, 48-MP-Fotos | 10 m | ca. 115 g | Preis prüfen* |
| 6 | KompaktGoPro HERO (2024) | 7,0 | k. A. | 4K/30, 2.7K/60 | 5 m | 86 g | Preis prüfen* |
DJI Osmo Action 6
Für alle, die bei Licht und Details das Maximum aus einer Action-Cam herausholen wollen.
- Größter Sensor im Vergleich
- Variable Blende f/2.0 bis f/4.0
- 20 m wasserdicht ohne Gehäuse
- 50 GB interner Speicher
- Oberklasse
- Zubehör nicht mit GoPro-System austauschbar
- Sensor
- 1/1,1 Zoll, 38 MP
- Video
- 4K bis 120 fps, Blende f/2.0–f/4.0
- Wasserdicht (ohne Gehäuse)
- 20 m
- Gewicht
- 149 g
DJI Osmo Action 5 Pro
Für Vielfilmer, die einen großen Sensor, zwei Displays und lange Laufzeit wollen.
- Zwei OLED-Touchscreens
- Magnetisches Schnellwechselsystem
- Bis 4 Stunden Akkulaufzeit (Herstellerangabe)
- 20 m wasserdicht
- Vorgänger der Action 6
- Nur 47 GB interner Speicher als Reserve
- Sensor
- 1/1,3 Zoll, 40 MP Fotos
- Video
- 4K bis 120 fps
- Wasserdicht (ohne Gehäuse)
- 20 m
- Gewicht
- 145 g
Insta360 Ace Pro 2
Für Filmer, die Auflösungsreserve und ein helles Klappdisplay schätzen.
- 8K/30-Aufnahme
- 2,5-Zoll-Klappdisplay mit 900 Nit
- Leica-Objektiv (laut Hersteller)
- 30-Watt-Schnellladen
- Schwerste Kamera im Vergleich
- Weniger Zubehör-Ökosystem als GoPro
- Sensor
- 1/1,3 Zoll
- Video
- 8K/30, 4K/120
- Wasserdicht (ohne Gehäuse)
- 12 m
- Gewicht
- 177 g
GoPro HERO13 Black
Für alle, die viel Zubehör, Wechselobjektive und das GoPro-System nutzen wollen.
- HB-Series-Objektive mit Auto-Erkennung
- Magnetic-Latch-Montage
- HyperSmooth 6.0
- 1900-mAh-Enduro-Akku
- Kleinerer Sensor als DJI und Insta360
- Akku nicht mit HERO12/11 kompatibel
- Sensor
- 1/1,9 Zoll, 27,6 MP
- Video
- 5,3K/60
- Wasserdicht (ohne Gehäuse)
- 10 m
- Gewicht
- 154 g
AKASO Brave 8
Für Einsteiger, die 4K/60 und zwei Displays von einem kleineren Hersteller wollen.
- 4K/60 und 48-MP-Fotos
- Zwei Displays
- Leicht
- 1550-mAh-Akku
- Kleiner Sensor
- Digitale Stabilisierung, kein Spitzenniveau
- Sensor
- 1/2 Zoll
- Video
- 4K/60, 48-MP-Fotos
- Wasserdicht (ohne Gehäuse)
- 10 m
- Gewicht
- ca. 115 g
GoPro HERO (2024)
Für Einsteiger und Familien, die eine winzige, einfache Kamera suchen.
- Mit 86 g die leichteste Kamera im Vergleich
- Kompakt und unkompliziert
- Befestigungsfinger eingebaut
- Akku für 60 Minuten (Herstellerangabe)
- Nur 4K/30
- Nur 5 m wasserdicht
- Sensor
- k. A.
- Video
- 4K/30, 2.7K/60
- Wasserdicht (ohne Gehäuse)
- 5 m
- Gewicht
- 86 g
So entsteht die Wertung: Die Wertung gewichtet die Kriterien dieses Ratgebers nach Datenblatt: am stärksten Sensorgröße und Videofunktionen, dann Wasserdichtigkeit, dann Gewicht. Kein Praxistest. Preise ändern sich laufend – den aktuellen Preis siehst du beim Händler. *Affiliate-Links: Als Amazon-Partner und Partner weiterer Shops verdienen wir an qualifizierten Verkäufen eine Provision; für dich ändert sich der Preis nicht.
Sensor und Bildqualität: Warum die Chipgröße mehr zählt als die Auflösung
Alle aktuellen Action-Cams filmen in 4K, die Spitzenmodelle sogar in 5,3K oder 8K. Für die Bildqualität im Alltag ist das weniger entscheidend als die Sensorgröße. Ein größerer Sensor fängt mehr Licht ein, das zeigt sich bei Dämmerung, im Wald, in Tunneln und beim Skifahren im diffusen Licht. Die Spanne bei den Modellen im Vergleich unten reicht von einem 1/2-Zoll-Sensor in der Einsteigerklasse über 1/1,9 Zoll bei der GoPro HERO13 Black und 1/1,3 Zoll bei der DJI Osmo Action 5 Pro und der Insta360 Ace Pro 2 bis zu 1/1,1 Zoll bei der DJI Osmo Action 6. Je größer der Sensor, desto weniger Rauschen bei wenig Licht und desto mehr Spielraum in hellen und dunklen Bildteilen.
Die Auflösung ist deshalb eher ein Komfortmerkmal: 5,3K oder 8K geben dir Reserve, um nachträglich auszuschneiden, den Horizont zu begradigen oder einen Bildausschnitt für ein Hochformat-Video zu wählen. Für Clips, die du auf dem Handy ansiehst, genügt 4K bei 30 oder 60 Bildern pro Sekunde völlig. Entscheidender sind die Bildraten bei 4K: 4K/120 erlaubt Zeitlupe, ohne dass du auf Full HD herunter musst. Die Osmo Action 5 Pro, die Osmo Action 6 und die Ace Pro 2 geben 4K/120 laut Hersteller an, die einfache GoPro HERO (2024) filmt dagegen 4K nur mit 30 Bildern pro Sekunde. Achte außerdem auf das Farbprofil: Wer später Farben korrigieren möchte, braucht ein flaches Profil oder 10-Bit-Aufnahme; wer direkt teilen will, ist mit normalem Profil und Automatik besser dran.
Auch die Optik zählt: Action-Cams haben Weitwinkel-Objektive mit etwa 150 bis 160 Grad Bildwinkel (die Osmo Action 6 nennt 155 Grad, die Ace Pro 2 157 Grad). Das sorgt für das typische „mittendrin“-Gefühl, verzerrt aber die Ränder. Die Osmo Action 6 ist laut DJI die erste Action-Cam des Herstellers mit variabler Blende von f/2.0 bis f/4.0, was bei hellem Licht mehr Kontrolle über Schärfentiefe und Lichtreflexe gibt. Das ist ein Datenblatt-Vorteil, den du nur dann nutzt, wenn du dich mit manuellen Einstellungen beschäftigst.
Stabilisierung: Das eigentliche Verkaufsargument
Eine Action-Cam wird bewegt: am Helm, an der Lenkstange, an der Brust. Ohne gute Stabilisierung wird jedes Video zum Wackelfilm. Moderne Modelle rechnen die Bewegung aus Sensordaten (Gyroskop) heraus und beschneiden dafür den Bildrand leicht. Die Marken nennen ihre Verfahren unterschiedlich: GoPro HyperSmooth (bei der HERO13 Black in Version 6.0), DJI RockSteady mit HorizonSteady, Insta360 FlowState mit 360-Grad-Horizontausgleich. Alle drei sind für den Alltag ausgelegt; Unterschiede zeigen sich eher bei extremen Bedingungen wie Mountainbike-Trails oder Skiabfahrten.
Wichtig sind zwei Dinge. Erstens: Horizontausgleich hält das Bild gerade, auch wenn die Kamera sich dreht, etwa bei Bike-Kurven oder Wasserrutschen. Bei den Spitzenmodellen gibt es ihn bis 360 Grad, bei Einsteigermodellen oft nur als begrenzten Ausgleich oder gar nicht. Zweitens: Stabilisierung verbraucht Bildfläche. Wer das weiteste Sichtfeld will, filmt mit schwächerer Stabilisierung; wer das ruhigste Bild will, akzeptiert einen engeren Ausschnitt. Deshalb ist ein Modell mit höherem Auflösungs-Spielraum (zum Beispiel 5,3K oder 8K) im Vorteil: Es kann den Rand wegschneiden und behält trotzdem 4K-Qualität.
Bei günstigen Einsteigerkameras ist die Stabilisierung oft rein digital und in manchen Modi eingeschränkt oder abschaltbar. Prüfe im Datenblatt, ob die Stabilisierung bei der Auflösung und Bildrate verfügbar ist, mit der du wirklich filmen willst. Bei einer Kamera, die nur in Full HD stabilisiert, bist du sonst gezwungen, für ruhige Bilder auf die höhere Auflösung zu verzichten.
Wasserdichtigkeit: Was „ohne Gehäuse“ wirklich heißt
Die Tiefenangaben der Hersteller beziehen sich auf die Kamera allein, ohne zusätzliches Tauchgehäuse. Die Spannweite bei den hier verglichenen Modellen: 5 Meter bei der GoPro HERO (2024), 10 Meter bei der HERO13 Black und der AKASO Brave 8, 12 Meter bei der Insta360 Ace Pro 2 und 20 Meter bei der Osmo Action 5 Pro und der Osmo Action 6. Mit optionalem Tauchgehäuse nennen die Hersteller bei mehreren Modellen bis zu 60 Meter. Für Schnorcheln, Surfen, Kajak und Regen reichen 5 bis 10 Meter. Wer im Tauchbereich unterwegs ist, braucht das Gehäuse und sollte auf die Herstellerangabe zum Gehäuse achten.
Wasserdicht bedeutet nicht wartungsfrei. Die Dichtungen an Akkufach und Klappen müssen sauber sein: Sand, Haare oder Sonnencreme-Reste unter der Gummidichtung sind eine häufige Ursache für Wassereinbruch. Nach Salzwasser spülst du die Kamera mit Süßwasser ab und lässt sie trocknen, bevor du das Fach öffnest. Prüfe vor jedem Wassereinsatz die Dichtung. Ein weiterer Praxispunkt: Unter Wasser beschlägt die Linse, wenn Kamera und Wasser stark unterschiedliche Temperaturen haben; Antibeschlag-Einlagen helfen. Außerdem sind die Farben unter Wasser ohne Filter oder Farbkorrektur oft grünlich oder bläulich; manche Kameras bieten dafür einen Unterwassermodus.
Akku, Speicher und Laden
Die Akkulaufzeit, die der Hersteller nennt, ist meist eine Idealmessung bei niedriger Auflösung und Raumtemperatur. In 4K mit Stabilisierung und bei Kälte bleibt davon deutlich weniger. Einige Datenpunkte laut Hersteller: Die HERO13 Black hat einen 1900-mAh-Enduro-Akku und soll bei 1080p30 über 2,5 Stunden durchgehende Aufnahme erreichen; bei 4K30 und 5,3K30 nennt GoPro über 1,5 Stunden. Die Osmo Action 6 hat einen 1950-mAh-Akku und eine Laufzeit von 240 Minuten, die Osmo Action 5 Pro nennt bis zu 4 Stunden, die Ace Pro 2 bis zu 180 Minuten (mit 30-Watt-Schnellladen). Die einfache GoPro HERO schafft mit 1255 mAh laut GoPro 60 Minuten auf höchster Videoeinstellung. Rechne in der Praxis mit weniger, und plane mindestens einen Ersatzakku ein, wenn du länger unterwegs bist.
Auch die Kompatibilität spielt eine Rolle: Der 1900-mAh-Enduro-Akku der HERO13 Black ist nach GoPro-Angaben nicht mit den Akkus der HERO12 und HERO11 austauschbar. Wer alte Akkus besitzt, kann sie also nicht weiterverwenden. Bei Kälte lässt die Kapazität nach; nimm den Ersatzakku warm in der Jackentasche mit. Außerdem brauchst du eine passende microSD-Karte: Für 4K-Aufnahmen mit hoher Datenrate empfehlen sich Karten mit V30/U3 oder besser; die Herstellerseiten nennen die freigegebenen Klassen. Die Osmo Action 6 bringt 50 GB internen Speicher mit, die Osmo Action 5 Pro 47 GB, was zumindest als Notreserve nützlich ist. Eine zu langsame Karte führt zu abgebrochenen Aufnahmen und Fehlermeldungen.
Gewicht, Größe und Montage: Wohin die Kamera soll
Das Gewicht reicht von 86 Gramm bei der GoPro HERO (2024) bis 177 Gramm bei der Insta360 Ace Pro 2. Dazwischen liegen die Osmo Action 5 Pro mit 145 Gramm, die Osmo Action 6 mit 149 Gramm, die HERO13 Black mit 154 Gramm (mit Akku und Befestigungsfingern) und die AKASO Brave 8 mit etwa 115 Gramm. Für den Helm ist jedes Gramm mehr eine Last auf dem Kopf; ein leichtes Modell ist an Kinderhelmen oder Kopfbändern deutlich angenehmer. Am Lenker, an der Brust oder am Stativ spielt das Gewicht kaum eine Rolle.
Wichtiger ist das Montagesystem. GoPro hat Befestigungsfinger eingebaut und unterstützt Magnetic-Latch-Halter (die Magnete sitzen neben den Fingern); DJI setzt bei der Osmo Action 5 Pro auf ein magnetisches Schnellwechselsystem. Das spart im Alltag Zeit, weil du die Kamera zwischen Helm, Stativ und Selfie-Stick wechselst, ohne zu schrauben. Der Haken: Zubehör ist nicht zwischen den Marken austauschbar. Wer schon viel GoPro-Zubehör besitzt, hat einen Grund, bei GoPro zu bleiben; der GoPro-Fingerstandard wird außerdem von vielen Drittanbietern unterstützt.
Bildschirme sind das nächste Thema. Eine Kamera mit zwei Displays (vorn und hinten) hilft beim Selbstfilmen; die Osmo Action 5 Pro hat zwei OLED-Touchscreens, die HERO13 Black ein 2,27-Zoll-Rückdisplay und ein 1,4-Zoll-Frontdisplay, die Ace Pro 2 einen 2,5-Zoll-Klappbildschirm. Bei der Ace Pro 2 nennt Insta360 900 Nit Helligkeit, was bei Sonne den Unterschied macht. Prüfe außerdem, ob der Touchscreen mit nassen Fingern oder Handschuhen funktioniert; im Zweifel zählt, ob es physische Tasten für Start und Stopp gibt.
Typische Fehlkäufe: Was du vermeiden solltest
Der häufigste Fehler: nach der Auflösung kaufen. Eine günstige Kamera mit „4K“ oder „5K“ im Namen und kleinem Sensor liefert bei Sonne ordentliche Bilder, rauscht aber in der Dämmerung und hat schwächere Stabilisierung. Der zweite Fehler: Zubehör unterschätzen. Die Kamera allein ist selten der ganze Kauf: Ersatzakku, Karte, Halterungen, Gehäuse und Mikrofon kommen dazu. Beim Vergleichen zählt das Gesamtpaket, nicht das nackte Gehäuse. Vergleiche gleiche Bundles, etwa „Standard Combo“ gegen „Adventure Combo“, sonst vergleichst du Äpfel mit Birnen.
Dritter Fehler: Ton vergessen. Das eingebaute Mikrofon einer Action-Cam nimmt bei Fahrt Wind- und Fahrgeräusche auf. Wer sprechen will, braucht ein externes Mikrofon oder ein Funkmikro; manche Modelle haben Anschlüsse oder drahtlose Verbindungen, andere nicht. Vierter Fehler: Handy als Ersatz unterschätzen oder überschätzen. Ein Smartphone filmt bei Sonne ordentlich, ist aber nicht für Stöße, Wasser und Montage am Helm gebaut. Der Unterschied zur Action-Cam liegt in der Robustheit und der Montage, nicht in der reinen Bildqualität bei gutem Licht. Fünfter Fehler: Überhitzung ignorieren. Bei Aufnahmen in hohen Auflösungen in direkter Sonne und ohne Fahrtwind kann eine Kamera warm laufen und sich abschalten. Nimm im Sommer Pausen und prüfe die Hinweise des Herstellers.
Sechster Fehler: Speicherkarte falsch gewählt. Gefälschte oder zu langsame Karten sind eine häufige Ursache für abgebrochene Aufnahmen. Kauf Karten bei seriösen Händlern und formatiere sie in der Kamera.
Welche Kamera passt zu wem?
Einsteiger und Gelegenheitsnutzer brauchen vor allem Robustheit, einfache Bedienung und genug Stabilisierung. Hier genügt ein Modell mit 4K/30, Stoßfestigkeit und Wasserdichtigkeit bis 5 oder 10 Meter. Die GoPro HERO (2024) ist mit 86 Gramm sehr leicht und kompakt, bietet aber nur 4K/30 und 5 Meter Wasserdichtigkeit; die AKASO Brave 8 bietet 4K/60 und zwei Displays als Alternative eines kleineren Herstellers.
Radfahrer, Wintersportler und Mountainbiker profitieren von starker Stabilisierung, Horizontausgleich und einem guten Akku. Hier lohnt sich ein Modell mit größerem Sensor und Zubehörumfeld wie die HERO13 Black oder die Osmo Action 5 Pro, vor allem wenn du im Wald oder bei wechselndem Licht filmst. Reise und Urlaub sprechen für Modelle mit guter Low-Light-Leistung und Zeitlupe; die Osmo Action 6 mit dem größten Sensor im Vergleich ist hier datenblattseitig vorn. Wassersport verlangt mindestens 10 Meter Tiefe, besser 12 bis 20 Meter, und ein Modell, dessen Linse sich leicht reinigen lässt.
Kreative mit Nachbearbeitung wählen Kameras mit hoher Auflösung und flachen Farbprofilen; die Ace Pro 2 nennt 8K/30 und 50 Megapixel bei Fotos, die HERO13 Black 5,3K/60. Wer lieber ein Rundum-Bild aufnimmt, schaut sich 360-Grad-Kameras an, die ein anderes Prinzip nutzen und hier nicht verglichen werden. Ultrakleine Körperkameras sind für Point-of-View-Aufnahmen gedacht und keine Ersatzlösung für eine klassische Action-Cam mit Gehäusefestigkeit und Stabilisierung.
Recht und Datenschutz: Filmen im öffentlichen Raum
Mit einer Action-Cam am Helm oder an der Brust filmst du ständig auch andere. Rechtlich sind drei Punkte relevant. Erstens das Recht am eigenen Bild nach dem Kunsturhebergesetz: Aufnahmen von Personen dürfen grundsätzlich nur mit deren Einwilligung veröffentlicht werden, Ausnahmen gibt es unter anderem für Personen als Beiwerk neben einer Landschaft oder für Versammlungen. Wer ein Video online stellt, auf dem Passanten erkennbar sind, braucht dafür eine Rechtsgrundlage oder muss sie unkenntlich machen. Zweitens der Ton: Das unbefugte Aufnehmen des nichtöffentlich gesprochenen Wortes kann nach § 201 StGB strafbar sein; wer Gespräche mitschneidet, sollte sich bewusst sein, dass es nicht nur um Bilder geht. Drittens heimliche Aufnahmen im höchstpersönlichen Lebensbereich: Sie können nach § 201a StGB strafbar sein.
Für die rein private Nutzung, etwa Urlaubsvideos für die Familie, gelten Datenschutzregeln großzügiger; sobald du veröffentlichst, wird es strenger. Das ist eine Orientierung, keine Rechtsberatung: Bei gewerblicher Nutzung, bei Aufnahmen an Schulen, in Schwimmbädern oder auf Veranstaltungen lohnt ein Blick in die Hausordnung und die Hinweise der Datenschutzbehörden. Fliegst du mit einer Drohne, kommen eigene Pflichten dazu: Drohne kaufen: Klassen, Pflichten und worauf es ankommt.
Folgekosten, Pflege und echte Rabatte
Die Kamera ist nur der Anfang. Zu den Folgekosten zählen Ersatzakkus, Speicherkarten, Halterungen, Schutzfolien für das Display, Linsenschutz und gegebenenfalls ein Abo oder ein Cloud-Dienst des Herstellers; die aktuellen Bedingungen liest du auf der Herstellerseite nach. Rechne außerdem damit, dass Kratzer auf der Linse die Bildqualität sichtbar mindern: Ein austauschbarer Linsenschutz ist deshalb sinnvoll. Pflege heißt: nach Salzwasser abspülen, Dichtungen kontrollieren, Akkus nicht tiefentladen lagern und die Firmware aktuell halten, weil Hersteller damit Stabilisierung und Akkulaufzeit verbessern können.
Bei Rabatten gilt: Eine Prozentangabe neben einem durchgestrichenen Preis sagt wenig, solange der Vergleichspreis eine unverbindliche Preisempfehlung ist. Prüfe den Preisverlauf des Modells über mehrere Monate: So prüfst du den Preisverlauf. Vorgängermodelle werden nach einer Neuvorstellung oft günstiger; da die Sprünge zwischen Generationen bei Action-Cams meist klein sind (etwas bessere Akkus, etwas größere Sensoren), ist ein Vorjahresmodell ein sinnvoller Einstieg. Vergleiche immer dasselbe Paket, achte darauf, dass im Set alles dabei ist, was du brauchst, und dass Garantie und Rückgabebedingungen des Händlers klar sind.
Häufige Fragen
Welche Auflösung brauche ich wirklich?
Für Videos, die du auf dem Handy oder Fernseher ansiehst, reicht 4K bei 30 oder 60 Bildern pro Sekunde. Höhere Auflösungen wie 5,3K oder 8K geben dir Reserve zum Ausschneiden und Stabilisieren. Wichtiger als die Auflösung sind Sensorgröße und Stabilisierung.
Wie tief sind Action-Cams ohne Gehäuse wasserdicht?
Das hängt vom Modell. Laut Herstellerangaben sind es bei der GoPro HERO (2024) 5 Meter, bei der HERO13 Black und der AKASO Brave 8 je 10 Meter, bei der Insta360 Ace Pro 2 12 Meter und bei den DJI Osmo Action 5 Pro und 6 je 20 Meter. Für Tauchen brauchst du ein zusätzliches Gehäuse.
Brauche ich ein Abo für die Kamera?
Nicht zum Filmen. Manche Hersteller bieten optionale Cloud- oder Rabattabos an. Die Kamera funktioniert auch ohne. Aktuelle Bedingungen liest du auf der Herstellerseite nach.
Reicht mein Smartphone statt einer Action-Cam?
Bei gutem Licht liefert ein Smartphone oft ähnliche Bilder. Die Action-Cam punktet bei Robustheit, Wasserdichtigkeit, Montage am Helm oder Lenker und Stabilisierung unter Dauerbewegung.
Welche Speicherkarte passt?
Eine microSD-Karte mit V30/U3 oder besser, von einem seriösen Händler, in der Kamera formatiert. Die freigegebenen Karten nennt der Hersteller auf seiner Support-Seite. Zu langsame Karten führen zu abgebrochenen Aufnahmen.
Darf ich mit der Action-Cam andere Menschen filmen?
Privat aufnehmen und veröffentlichen sind zwei verschiedene Dinge. Veröffentlichte Aufnahmen erkennbarer Personen brauchen in der Regel deren Einwilligung (Recht am eigenen Bild). Das heimliche Aufnehmen von Gesprächen kann strafbar sein (§ 201 StGB). Das ist keine Rechtsberatung.
Lohnt sich ein Vorjahresmodell?
Oft ja. Die Unterschiede zwischen Generationen sind bei Action-Cams meist klein, und Vorgänger werden nach Neuvorstellungen häufig günstiger. Prüfe den Preisverlauf und achte darauf, dass Akku und Zubehör noch verfügbar sind.
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