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Kaufberatung

Trekkingrad kaufen – die ehrliche Kaufberatung

Von der Preisdrache-Redaktion · Aktualisiert am 7. Oktober 2026

Ein Trekkingrad soll alles können: zur Arbeit, auf den Radweg am Fluss und mit Gepäck in den Urlaub. Es ist deshalb der klassische Kompromiss zwischen Citybike, Mountainbike und Rennrad, und genau da passieren die meisten Fehlkäufe. Ein Rad mit zu wenig Ausstattung nervt im Alltag, eines mit falscher Rahmenhöhe schmerzt nach zwei Stunden, und eines mit billigen Bremsen wird bei Regen zum Sicherheitsrisiko. Dieser Ratgeber behandelt Trekkingräder ohne Motor. Die Variante mit Motor findest du im <a href="/ratgeber/e-bike-kaufen/">E-Bike-Ratgeber</a>.

Trekkingräder im Vergleich 2026

Stand 2026-10-07 · Werbung Links mit * sind Affiliate-Links

PlatzModellWertungSchaltungBremsenBeleuchtungGabel
1 Unser FavoritAirtracks Herren Trekkingrad 28 Zoll TR.2870 8,9 Shimano Deore, 30 Gängehydraulische Scheibenbremse (Shimano)Nabendynamo mit Busch & Müller Lumotec UPP N Plusstarre Aluminiumgabel Preis prüfen*
2 Mit FedergabelAirtracks Herren Trekkingrad 28 Zoll TR.2855-C 8,6 Shimano CUES RD-U6020-10, 2x10 Gängehydraulisch, Shimano BR-MT200, 160 mmNabendynamo Shimano DH-3D37Suntour SF16 NEX, 63 mm Preis prüfen*
3 Airtracks Herren Trekkingrad 28 Zoll TR.2835 8,0 Shimano Alivio RD-M3100, 24 Gängehydraulisch, Shimano BR-MT200Nabendynamo mit Axa-Beleuchtungk. A. Preis prüfen*
4 Preis-LeistungProphete Entdecker 500 7,8 Shimano Altus, 24 Gängehydraulisch, Shimano MT200Nabendynamo, 40 Lux LEDSuntour NEX, Aluminium Preis prüfen*
5 Komplettausstattung2R Manufaktur TRX24 7,7 Shimano Altus RD-M310, 24 Gängehydraulisch, Shimano BR-MT200Nabendynamo Shimano DH-3D37, 6 V / 3 WSR Suntour NEX-E25, 63 mm Preis prüfen*
6 Für EinsteigerZündapp T700 Trekkingrad 6,6 Shimano Altus, 21 GängeV-Brakes vorn und hintenNabendynamo, AXA-LichtFedergabel, 63 mm Preis prüfen*
1
Unser Favorit

Airtracks Herren Trekkingrad 28 Zoll TR.2870

Für Vielfahrer, die breite Gangauswahl und hochwertiges Licht wollen.

8,9/10
  • Deore-Schaltung mit 30 Gängen und großer Bandbreite
  • Nabendynamo mit Busch-und-Müller-Licht
  • Hydraulische Scheibenbremsen
  • Leichte starre Gabel, wartungsfrei
  • Keine Federung
  • Höherer Anspruch, keine Federung für schlechte Wege
Schaltung
Shimano Deore, 30 Gänge
Bremsen
hydraulische Scheibenbremse (Shimano)
Beleuchtung
Nabendynamo mit Busch & Müller Lumotec UPP N Plus
Gabel
starre Aluminiumgabel
Bei Amazon ansehen*
2
Mit Federgabel

Airtracks Herren Trekkingrad 28 Zoll TR.2855-C

Für alle, die zusätzlich zu guter Technik eine gefederte Gabel für schlechte Wege wollen.

8,6/10
  • Moderne Cues-Schaltung mit 20 Gängen
  • Hydraulische MT200-Bremsen mit 160-mm-Scheiben
  • Nabendynamo Shimano DH-3D37
  • Aluminiumrahmen 6061 mit innenliegenden Zügen
  • Mehr Gewicht durch Federgabel
  • Als Modell 2024 angeboten, Verfügbarkeit prüfen
Schaltung
Shimano CUES RD-U6020-10, 2x10 Gänge
Bremsen
hydraulisch, Shimano BR-MT200, 160 mm
Beleuchtung
Nabendynamo Shimano DH-3D37
Gabel
Suntour SF16 NEX, 63 mm
Bei Amazon ansehen*
3

Airtracks Herren Trekkingrad 28 Zoll TR.2835

Für Aufsteiger, die Alivio-Schaltung und Scheibenbremse zu einem moderateren Anspruch wollen.

8,0/10
  • Alivio-Schaltung mit 24 Gängen
  • Hydraulische Scheibenbremsen
  • Nabendynamo mit Axa-Lichtset
  • Gabel laut Angebot nicht eindeutig benannt (k. A.)
Schaltung
Shimano Alivio RD-M3100, 24 Gänge
Bremsen
hydraulisch, Shimano BR-MT200
Beleuchtung
Nabendynamo mit Axa-Beleuchtung
Gabel
k. A.
Bei Amazon ansehen*
4
Preis-Leistung

Prophete Entdecker 500

Für Alltags- und Tourenfahrer mit Scheibenbremse und gutem Licht.

7,8/10
  • Hydraulische MT200-Scheibenbremsen
  • 40-Lux-LED-Beleuchtung mit Nabendynamo
  • Aluminiumrahmen (Trapez)
  • Aluminium bei Lenker, Vorbau und Sattelstütze
  • Altus ist Einstiegsgruppe
Schaltung
Shimano Altus, 24 Gänge
Bremsen
hydraulisch, Shimano MT200
Beleuchtung
Nabendynamo, 40 Lux LED
Gabel
Suntour NEX, Aluminium
Bei Amazon ansehen*
5
Komplettausstattung

2R Manufaktur TRX24

Für Tourenfahrer, die ein komplett ausgestattetes Rad mit Gepäckträger wollen.

7,7/10
  • Komplette Straßenausstattung mit Licht, Schutzblechen, Ständer und Gepäckträger
  • Hydraulische Scheibenbremsen
  • Nabendynamo Shimano DH-3D37
  • Alu-Rahmen, rund 17,6 kg (Händlerangabe)
  • Altus-Schaltung auf Einstiegsniveau
  • Kurbel Shimano Tourney
Schaltung
Shimano Altus RD-M310, 24 Gänge
Bremsen
hydraulisch, Shimano BR-MT200
Beleuchtung
Nabendynamo Shimano DH-3D37, 6 V / 3 W
Gabel
SR Suntour NEX-E25, 63 mm
Bei Amazon ansehen*
6
Für Einsteiger

Zündapp T700 Trekkingrad

Für Einsteiger mit wenig Budget, die Basis-Ausstattung wollen.

6,6/10
  • Komplette StVZO-Ausstattung inklusive Gepäckträger und Schutzblechen
  • Nabendynamo, kein Batteriewechsel
  • Aluminium-Diamantrahmen
  • V-Brakes bremsen bei Nässe schwächer als Scheibenbremsen
  • Weniger Gänge als die übrigen Modelle
Schaltung
Shimano Altus, 21 Gänge
Bremsen
V-Brakes vorn und hinten
Beleuchtung
Nabendynamo, AXA-Licht
Gabel
Federgabel, 63 mm
Bei Amazon ansehen*

So entsteht die Wertung: Die Wertung gewichtet Datenblatt-Kriterien aus diesem Ratgeber: Schaltgruppe, Bremsen, Beleuchtung und Gabel. Kein Praxistest. Angaben aus Hersteller- und Händlerseiten, bei fehlenden Angaben steht k. A. Preise ändern sich laufend – den aktuellen Preis siehst du beim Händler. *Affiliate-Links: Als Amazon-Partner und Partner weiterer Shops verdienen wir an qualifizierten Verkäufen eine Provision; für dich ändert sich der Preis nicht.

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Was ein Trekkingrad ist und wofür es taugt

Ein Trekkingrad hat meist 28-Zoll-Laufräder (622 mm), einen aufrechten bis leicht sportlichen Sitz, Reifen von etwa 37 bis 47 mm Breite und die komplette Straßenausstattung nach StVZO: Schutzbleche, Beleuchtung, Gepäckträger und Ständer. Typisch sind ein Aluminiumrahmen, eine Kettenschaltung mit 21 bis 30 Gängen und häufig eine Federgabel. Im Gegensatz zum Mountainbike (Mountainbike-Ratgeber) ist es für Straße, Radweg und Schotter gebaut, nicht fürs Gelände. Im Gegensatz zum Gravelbike (Gravelbike-Ratgeber) ist es auf Komfort und Alltagstauglichkeit ausgelegt, nicht auf sportliche Geschwindigkeit.

Das ideale Einsatzgebiet: Pendeln, Wochenendtouren, Radreisen auf befestigten Wegen. Wer überwiegend kurze Stadtstrecken fährt, ist mit einem Cityrad mit Nabenschaltung oft besser bedient, weil es wartungsärmer ist.

Rahmen und Rahmenhöhe: der wichtigste Kauffaktor

Die Rahmenhöhe entscheidet über Sitzkomfort und Rückenbelastung mehr als jedes Bauteil. Eine gängige Faustformel für Trekkingräder lautet: Schrittlänge in Zentimetern mal 0,66, gemessen vom Boden bis zum Schritt, Ergebnis ist die Rahmenhöhe in Zentimetern. Sie gilt nur als Richtwert, denn Hersteller messen die Rahmenhöhe unterschiedlich. Nimm deshalb die Größentabelle des konkreten Modells, wie sie auf der Produktseite steht. Amazon-Angebote nennen oft zusätzlich die empfohlene Körpergröße, zum Beispiel für einen 52-cm-Rahmen etwa 165 bis 175 cm bei manchen Airtracks-Modellen.

Zwischen Diamantrahmen (Herrenform) und Trapezrahmen (tiefer Einstieg) ist es Geschmackssache und eine Frage der Beweglichkeit. Ein Trapezrahmen erleichtert das Aufsteigen mit Gepäck oder Kindersitz. Aluminium ist der Standard: leicht und rostfrei. Stahlrahmen sind schwerer, aber robuster und reparierbarer, kommen bei Einsteigermodellen aber selten vor. Wer schwerer als etwa 100 kg wiegt oder viel Gepäck mitnimmt, sollte die zulässige Gesamtlast im Datenblatt prüfen. Der Gepäckträger trägt meist bis etwa 25 kg, das Gesamtgewicht des Rads legt der Hersteller gesondert fest.

Schaltung: Gruppe, Gangzahl und Wartung

Die Schaltgruppe bestimmt Wartungsaufwand und Verschleiß. Bei Trekkingrädern sind drei Konzepte üblich:

  • Kettenschaltung: am häufigsten. Viele Gänge, geringes Gewicht, dafür liegen Kette und Ritzel offen und verschleißen schneller. Gängige Shimano-Einstiegsgruppen sind Tourney, Altus, Acera, Alivio, Deore und die neuere Serie Cues. Je höher die Gruppe, desto präziser und langlebiger sind die Teile.
  • Nabenschaltung: kapselt die Gänge in der Hinterradnabe, ist wartungsarm und lässt sich im Stand schalten. Nachteil: weniger Gänge, höheres Gewicht.
  • Riemenantrieb: kombiniert mit Nabenschaltung nahezu wartungsfrei, aber bei Einsteigerrädern kaum zu finden.

Ein Beispiel für die Spanne: Die Airtracks TR.2870 nutzt laut Anbieter eine Shimano-Deore-Schaltung mit 30 Gängen, die TR.2855-C eine 2x10-Schaltung mit Shimano Cues, die Prophete Entdecker 500 und die 2R Manufaktur TRX24 eine 24-Gang-Schaltung der Altus-Klasse, das Zündapp T700 eine Altus-Schaltung mit 21 Gängen. Wichtiger als die Gangzahl ist die Bandbreite: Für Hügel und Gepäck brauchst du kleine Gänge, für flache Strecken reichen weniger.

Bremsen: Scheibenbremse oder V-Brake

Bei Nässe und beladenem Rad entscheidet die Bremse über Sicherheit. Hydraulische Scheibenbremsen (zum Beispiel Shimano MT200 mit 160-mm-Scheiben) bremsen bei Nässe zuverlässiger, sind besser dosierbar und erfordern weniger Handkraft. Sie sind heute bei Rädern ab der Mittelklasse Standard. V-Brakes (Felgenbremsen) sind günstig und leicht zu warten, verschleißen die Felge und lassen bei Nässe nach. Mechanische Scheibenbremsen liegen dazwischen, brauchen aber häufiger Nachjustierung.

Wichtig: Hydraulikbremsen brauchen irgendwann Entlüftung und Wechsel der Beläge, das ist ein Werkstattjob. Prüfe die Beläge regelmäßig: Die Mindestbelagstärke steht in der Anleitung des Bremsenherstellers, darunter gehören sie getauscht. Wer viel bergab fährt oder oft im Regen unterwegs ist, sollte nicht an der Bremse sparen.

Beleuchtung und Straßenausstattung nach StVZO

In Deutschland muss ein verkehrssicheres Fahrrad zwei voneinander unabhängige Bremsen, eine helltönende Klingel, ein weißes Frontlicht, ein rotes Rücklicht, Reflektoren und Pedalreflektoren haben. Für die Räder gilt: entweder Reflexstreifen an den Reifen oder je zwei Speichenreflektoren. Beleuchtung darf per Dynamo oder per Akku/Batterie betrieben werden, wenn sie ein Prüfzeichen (Wellenlinie mit K und Nummer) trägt.

Der Nabendynamo ist die komfortabelste Lösung: Er sitzt in der Vorderradnabe, läuft leise und geht nie leer. Typisch sind 6 V und 3 W, zum Beispiel der Shimano DH-3D37 an der 2R Manufaktur TRX24 und der Airtracks TR.2855. Die Leuchtstärke wird in Lux angegeben, Prophete nennt für die Entdecker 500 eine 40-Lux-LED-Beleuchtung, Airtracks setzt bei der TR.2870 auf eine Busch-und-Müller-Lumotec-Anlage. Ein Standlicht im Rücklicht ist praktisch an Ampeln. Rechne bei Rädern ohne Nabendynamo damit, dass du Akkuleuchten nachrüstest und regelmäßig laden musst.

Auch Schutzbleche, Kettenschutz, Ständer und Gepäckträger gehören zur Komplettausstattung. Lass dich nicht von einem Rad locken, das auf dem Papier günstig ist, bei dem aber Gepäckträger oder Licht fehlen. Nachrüsten kostet schnell mehr, als du gespart hast.

Federgabel, Reifen und Komfort

Viele Trekkingräder haben eine Federgabel, zum Beispiel eine SR Suntour NEX mit 63 mm Federweg bei der 2R Manufaktur TRX24 und der Airtracks TR.2855-C. Eine Federgabel dämpft Stöße auf schlechten Radwegen, ist bei günstigen Rädern aber schwer, ohne Einstellmöglichkeit und kaum feinfühlig. Eine starre Gabel (die Airtracks TR.2870 hat laut Anbieter eine starre Aluminiumgabel) ist leichter, wartungsfrei und direkter, verlangt aber breitere Reifen und etwas Luftdruck-Gefühl. Wer überwiegend auf Asphalt fährt, braucht keine Federgabel.

Bei den Reifen zählt die Breite: 40 mm (28 x 1,60) sind ein guter Kompromiss aus Komfort und Rollwiderstand. Pannenschutzreifen kosten mehr, ersparen dir aber Plattfüße unterwegs. Prüfe auch den Luftdruck: Zu wenig Druck erhöht den Rollwiderstand und die Pannengefahr, zu viel macht das Rad hart. Die Zielwerte stehen auf der Reifenflanke.

Auch der Sattel und der Lenker bestimmen den Komfort. Ein zu harter oder zu schmaler Sattel macht lange Touren zur Qual, und ein höhenverstellbarer Vorbau oder ein Lenker mit ergonomischen Griffen entlastet Handgelenke und Schultern. Probiere die Sitzposition auf einer längeren Strecke aus und stelle Sattelhöhe und -neigung nach: Bei durchgetretenem Bein soll das Knie leicht gebeugt bleiben.

Gewicht, Zuladung und Transport

Trekkingräder wiegen je nach Ausstattung oft rund 15 bis 18 kg. Für die 2R Manufaktur TRX24 nennt ein Händler etwa 17,6 kg. Das spielt vor allem eine Rolle, wenn du das Rad in den Keller tragen oder ins Auto heben musst. Fürs Auto brauchst du einen Fahrradträger, der das Gewicht und die Radgröße verträgt. Fürs Fahren selbst ist Gewicht weniger wichtig als Ausstattung und Rahmengröße.

Pflege und Folgekosten: Ein Trekkingrad braucht regelmäßige Pflege, sonst verschleißen Antrieb und Bremsen schneller. Reinige und ölst die Kette alle paar hundert Kilometer, besonders nach Regenfahrten. Die Kette ist ein Verschleißteil: Eine Kettenlehre zeigt, wann sie gelängt ist, und ein rechtzeitiger Tausch schont Ritzel und Kettenblätter. Rechne außerdem mit Ersatz für Bremsbeläge, Bowdenzüge, Reifen und Schläuche. Eine jährliche Inspektion in der Werkstatt, bei der Schrauben, Lager, Bremsen und Schaltung geprüft werden, ist bei einem Alltagsrad sinnvoll. Wer viel fährt, kommt auf Folgekosten, die man bei der Budgetplanung nicht vergessen sollte.

Beim Gepäck zählt die Befestigung: Ein stabiler Gepäckträger mit Federklappe trägt Packtaschen sicher, Taschen mit Haken sind günstiger als dauerhaft montierte Systeme. Achte darauf, dass die Fersen beim Pedalieren nicht an die Taschen stoßen, was bei kurzem Radstand vorkommt.

Kaufen bei Amazon: Montage, Rückgabe und Service

Fahrräder von Online-Händlern kommen meist teilmontiert im Karton. Vor der ersten Fahrt musst du Lenker, Pedale, Sattel und Schutzbleche montieren und Bremsen und Schaltung einstellen. Wer das nicht sicher kann, lässt das Rad vor der ersten Fahrt in der Fahrradwerkstatt prüfen und rechnet die Kosten mit ein. Das gilt besonders für hydraulische Scheibenbremsen und die Schaltung: Falsch eingestellte Bremsen sind ein Sicherheitsrisiko.

Beim Online-Kauf gilt das gesetzliche Widerrufsrecht von 14 Tagen. Dabei muss das Rad aber ungenutzt zurückgeschickt werden, Probefahrten in der Nachbarschaft sind riskant. Prüfe außerdem die Ersatzteilversorgung: Marken, die Standardteile von Shimano nutzen, lassen sich in jeder Werkstatt reparieren. Bei Eigenmarken ohne Servicenetz kann das Warten zum Problem werden. Ein stationäres Fahrradgeschäft bietet Probefahrt und Anpassung, der Online-Kauf dafür oft eine größere Auswahl.

Zubehör, das du einplanen solltest: Ein hochwertiges Schloss (Bügel- oder Faltschloss), ein Helm, Packtaschen und eine Luftpumpe mit Manometer gehören zur Grundausstattung. Ein Schloss sollte nach dem Wert des Rads gewählt werden: Dünne Kabelschlösser lassen sich in Sekunden durchtrennen. Dazu kommen ein kleines Reparaturset mit Flickzeug, Reifenhebern und Multitool. Wer abends unterwegs ist, sollte auf reflektierende Kleidung achten. Beim Kauf eines Rads in der unteren Preisklasse lohnt es, einen Teil des Budgets in Schloss und Helm zu stecken, statt das Rad selbst maximal auszureizen.

Bei Angeboten wie diesen gilt: Lies die Produktbeschreibung genau, vergleiche die Ausstattung Punkt für Punkt, und prüfe, ob die Größe, die du wählst, lieferbar ist. Ein günstiges Angebot nützt nichts, wenn deine Rahmenhöhe fehlt.

Typische Fehlkäufe und für wen welcher Typ passt

Häufige Fehler:

  • Zu kleine oder zu große Rahmenhöhe gewählt, weil nach der Optik gekauft wurde.
  • Auf billige V-Brakes gesetzt und dann bei Regen und Beladung zu spät gebremst.
  • Ein Rad ohne Nabendynamo gekauft und im Alltag ständig leere Akkuleuchten gehabt.
  • Eine Federgabel für wichtig gehalten, obwohl die Strecken asphaltiert sind.
  • Einen Kettenschutz oder Schutzbleche nicht beachtet und bei Regen schmutzige Hosen gehabt.

Einsteiger mit Budget: Das Zündapp T700 mit 21 Gängen, V-Brakes und Nabendynamo-Beleuchtung deckt die Basis ab. Alltag und Tour mit hydraulischer Scheibenbremse: Airtracks TR.2835, Prophete Entdecker 500 oder 2R Manufaktur TRX24 haben Altus- bis Alivio-Schaltung und MT200-Bremsen. Vielfahrer mit hohem Anspruch an Schaltung und Licht: Airtracks TR.2870 (Deore, 30 Gänge) und TR.2855-C (Cues). Wer lange Anstiege oder Gepäck hat, sollte außerdem prüfen, ob ein E-Bike besser passt.

Häufige Fragen

Welche Rahmenhöhe brauche ich?

Als Faustformel gilt Schrittlänge mal 0,66 in Zentimetern. Verlässlicher ist die Größentabelle des jeweiligen Modells mit der empfohlenen Körpergröße, weil Hersteller unterschiedlich messen.

Brauche ich eine Scheibenbremse?

Nicht zwingend, aber bei Nässe, Beladung und Gefälle bremst eine hydraulische Scheibenbremse deutlich sicherer als eine V-Brake. Ab der Mittelklasse ist sie Standard.

Lohnt sich ein Nabendynamo?

Für den Alltag ja. Das Licht läuft ohne Batterie und ist immer einsatzbereit. Beachte, dass das Licht dazu passend montiert sein muss, was bei Kompletträdern der Fall ist.

Federgabel oder starre Gabel?

Auf Asphalt reicht eine starre Gabel mit Reifen ab etwa 40 mm. Eine Federgabel hilft auf schlechten Radwegen und Schotter, wiegt aber mehr und braucht Pflege.

Muss ich ein online gekauftes Rad vor der Fahrt prüfen lassen?

Ja, am besten in einer Fahrradwerkstatt. Räder kommen teilmontiert, und falsch eingestellte Bremsen oder lockere Schrauben sind ein Sicherheitsrisiko.

Was ist der Unterschied zwischen Trekkingrad und Cityrad?

Das Trekkingrad ist sportlicher und für längere Strecken ausgelegt, mit mehr Gängen und oft Federgabel. Das Cityrad ist auf kurze Strecken und Wartungsarmut optimiert, häufig mit Nabenschaltung.

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