Kaufberatung
Fahrradhelm kaufen – worauf es wirklich ankommt
Von der Preisdrache-Redaktion · Aktualisiert am 7. Oktober 2026
Ein Fahrradhelm ist das einzige Ausrüstungsteil, bei dem eine falsche Kaufentscheidung im Ernstfall nicht nur Geld, sondern Gesundheit kostet. Trotzdem entscheiden viele nach Optik oder Rabatt. Dieser Ratgeber erklärt, was die Norm DIN EN 1078 garantiert und was nicht, was MIPS leisten kann, wie du die richtige Größe findest und wann ein Helm ausgedient hat. Die Datenblattangaben stammen von Herstellerseiten, Händlerlisten und einer Gewichtsmessung des ÖAMTC (Stand Oktober 2026); wo Quellen fehlen, steht „k. A.“. Die Wertung im Vergleich beruht auf Datenblättern, nicht auf eigenen Praxistests. Zum passenden Rad: <a href="/ratgeber/trekkingrad-kaufen/">Trekkingrad kaufen</a> und <a href="/ratgeber/e-bike-kaufen/">E-Bike kaufen</a>.
Fahrradhelme im Vergleich 2026
| Platz | Modell | Wertung | Rotationsschutz | Gewicht | Belüftung | Licht | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Unser FavoritAlpina Gent MIPS | 8,6 | MIPS | 326 g (ÖAMTC-Messung, Größe M) | k. A. | LED-Rücklicht, Reflektoren | Preis prüfen* |
| 2 | Für TourenGiro Register MIPS II | 8,4 | MIPS (Evolve Core) | ca. 300 g | 19 Öffnungen | k. A. | Preis prüfen* |
| 3 | StadtAbus Hyban 2.0 MIPS | 8,2 | MIPS | ca. 433 g (Größe M, Listing) | 13 Öffnungen (5 Einlässe, 8 Auslässe) laut Listing | LED-Rücklicht | Preis prüfen* |
| 4 | Für PendlerAbus Hyban 2.0 | 7,6 | nein | ca. 400 g | 13 Öffnungen | LED-Rücklicht, 180° | Preis prüfen* |
| 5 | LeichtUvex Rise CC | 7,4 | nein | ca. 270 g (kleine Größe, Listing) | 11 Öffnungen | k. A. | Preis prüfen* |
Alpina Gent MIPS
Für Pendler, die Rotationsschutz, Rücklicht und Reflektoren in einem Helm wollen.
- MIPS-Rotationsschutz
- Aktives LED-Rücklicht, Reflektoren an den Riemen
- Insektengitter an den vorderen Öffnungen
- Größen S bis L (51–63 cm laut Listing)
- Lange Haare können sich beim Abnehmen verfangen (ÖAMTC-Test)
- Anzahl der Öffnungen nicht belegt
- Rotationsschutz
- MIPS
- Gewicht
- 326 g (ÖAMTC-Messung, Größe M)
- Belüftung
- k. A.
- Licht
- LED-Rücklicht, Reflektoren
Giro Register MIPS II
Für Tourenfahrer, die viel Belüftung und ein abnehmbares Visier mögen.
- MIPS-Rotationsschutz
- 19 Belüftungsöffnungen
- Abnehmbares Visier
- Insektennetz und reflektierende Elemente
- Größenangaben der Quellen uneinheitlich
- Kein integriertes Licht belegt
- Rotationsschutz
- MIPS (Evolve Core)
- Gewicht
- ca. 300 g
- Belüftung
- 19 Öffnungen
- Licht
- k. A.
Abus Hyban 2.0 MIPS
Für Stadtfahrer, die MIPS und ein Rücklicht kombinieren wollen.
- MIPS-Rotationsschutz
- Rücklicht integriert
- ABS-Hartschale laut Listing
- Verstellrad am Hinterkopf, Platz für Zopf laut Listing
- Mit ca. 433 g (Größe M) schwerer als sportliche Helme
- Hartschale kann schwerer sein als Sportmodelle
- Rotationsschutz
- MIPS
- Gewicht
- ca. 433 g (Größe M, Listing)
- Belüftung
- 13 Öffnungen (5 Einlässe, 8 Auslässe) laut Listing
- Licht
- LED-Rücklicht
Abus Hyban 2.0
Für Pendler, die einen Helm mit Rücklicht ohne MIPS suchen.
- LED-Rücklicht mit 180° Sichtbarkeit
- 13 Öffnungen mit Fliegennetz
- Verstellrad am Hinterkopf
- Größe M mit 52–58 cm
- Kein MIPS
- Mit ca. 400 g deutlich schwerer als der Uvex Rise CC
- Rotationsschutz
- nein
- Gewicht
- ca. 400 g
- Belüftung
- 13 Öffnungen
- Licht
- LED-Rücklicht, 180°
Uvex Rise CC
Für sportliche Fahrer, die ein leichtes, gut belüftetes Modell suchen.
- Mit ca. 270 g (kleine Größe) der leichteste Helm im Vergleich
- Verstellrad am Hinterkopf
- Brillengarage
- 11 Belüftungsöffnungen
- Kein MIPS
- Kein Rücklicht
- Kein Insektenschutznetz angegeben
- Rotationsschutz
- nein
- Gewicht
- ca. 270 g (kleine Größe, Listing)
- Belüftung
- 11 Öffnungen
- Licht
- k. A.
So entsteht die Wertung: Die Wertung gewichtet nach Datenblatt Rotationsschutz, Ausstattung (Licht, Belüftung) und Gewicht. Kein Praxistest. Preise ändern sich laufend – den aktuellen Preis siehst du beim Händler. *Affiliate-Links: Als Amazon-Partner und Partner weiterer Shops verdienen wir an qualifizierten Verkäufen eine Provision; für dich ändert sich der Preis nicht.
Norm und Pflicht: Was DIN EN 1078 bedeutet – und was nicht
Ein Fahrradhelm, der in Deutschland verkauft wird, muss die europäische Norm DIN EN 1078 erfüllen. Sie gilt für Helme von Radfahrern sowie Skateboard- und Rollschuhfahrern; die aktuell verfügbare Ausgabe ist DIN EN 1078:2012+A1:2013. Die Norm regelt unter anderem die Konstruktion einschließlich Sichtfeld, die stoßdämpfenden Eigenschaften, die Trageeinrichtung mit Kinnriemen und Verschluss sowie Kennzeichnung und Information. Zur Stoßdämpfung werden Helme mit einem Normprüfkopf auf eine ebene Fläche und auf eine bordsteinähnliche Kante fallen gelassen. Auf dem Helm findest du das Kennzeichen meist auf einem Aufkleber an der Innenseite, zusammen mit dem CE-Zeichen und dem Herstellungsdatum.
Wichtig zu wissen: EN 1078 ist ein Mindeststandard. Er sagt, dass der Helm gewisse Grenzwerte einhält, nicht, wie gut er im Vergleich zu anderen ist. Die Norm gilt außerdem als veraltet, weil sie Rotationsschutz wie MIPS nicht abbildet; unabhängige Prüfer arbeiten deshalb teils mit zusätzlichen Prüfungen. Ein Helm ohne die Kennzeichnung nach EN 1078 solltest du nicht kaufen; ein Helm mit ihr ist aber nicht automatisch ein guter.
Eine Helmpflicht für Radfahrer gibt es in Deutschland nicht. Der Bundesgerichtshof hat 2014 (Az. VI ZR 281/13) entschieden, dass das Nichttragen eines Helms bei Unfällen bis 2011 in der Regel nicht zu einer Kürzung des Schadensersatzes wegen Mitverschuldens führt; das Gericht ließ ausdrücklich offen, wie es bei sportlichen Fahrten aussieht, und begrenzte die Aussage auf Unfälle bis 2011. Das ist keine Rechtsberatung. Für schnelle Pedelecs (S-Pedelecs bis 45 km/h) gilt dagegen eine Helmpflicht; dazu mehr im Abschnitt zu E-Bikes.
MIPS und Rotationsschutz: Was das System kann
Bei vielen Stürzen prallt der Kopf nicht senkrecht, sondern schräg auf. Dabei entstehen Drehkräfte, die auf das Gehirn wirken können. MIPS (Multi-directional Impact Protection System) ist eine dünne, gleitfähige Kunststoffschicht im Helm, die sich bei einem schrägen Aufprall leicht gegenüber der Helmschale verschieben soll und so einen Teil der Rotationsenergie vom Kopf fernhält. Bei den hier verglichenen Helmen ist MIPS in unterschiedlicher Bauform integriert: beim Giro Register MIPS II als Mips-Evolve-Core-System, beim Alpina Gent MIPS und beim Abus Hyban 2.0 MIPS als MIPS-Gleitschicht. Der erwähnte Uvex Rise Pro MIPS integriert sie als Air Node in der Polsterung.
Wie viel das bringt, ist nicht eindeutig: Die Norm EN 1078 prüft Rotationsschutz nicht, und ein besserer Schutz im Ernstfall lässt sich für ein einzelnes Modell nicht garantieren. Für dich heißt das: MIPS ist ein sinnvolles Zusatzmerkmal, ersetzt aber nicht die Gesamtkonstruktion, die Passform und den guten Sitz des Kinnriemens. Ein gut sitzender Helm ohne MIPS kann besser sein als ein schlecht sitzender mit MIPS. Es gibt auch Alternativsysteme anderer Hersteller; wir haben dazu keine eigenen Belege geprüft.
Wenn du die Wahl hast und das Budget es zulässt, spricht für MIPS: Es ist ein dokumentierter Ansatz gegen ein bekanntes Verletzungsmuster, und viele Hersteller bieten die Modelle in ähnlicher Preisklasse an. Entscheide trotzdem erst nach Passform und Tragekomfort.
Passform: Größe messen, Sitz prüfen
Die beste Ausstattung nützt nichts, wenn der Helm nicht passt. Miss deinen Kopfumfang mit einem flexiblen Maßband etwa einen Zentimeter oberhalb der Augenbrauen, an der breitesten Stelle des Kopfes; das Band soll anliegen, ohne zu drücken. Vergleiche den Wert mit der Größentabelle des Herstellers: Die Tabellen sind nicht genormt. Ein Beispiel aus einem Ratgeber: Ein Alpina in M deckt 55 bis 57 cm ab, ein MET in M dagegen 56 bis 59 cm.
Die Größenangaben der hier verglichenen Helme laut Händlern und Herstellern: Der Uvex Rise CC ist in zwei Größen erhältlich (52–56 und 56–59 cm), der Abus Hyban 2.0 in M mit 52 bis 58 cm, der Giro Register MIPS II als Einheitsgröße mit Verstellbereich (laut Händlern etwa 54 bis 61 cm), der Alpina Gent MIPS in S (51–56), M (55–59) und L (58–63 cm).
So prüfst du den Sitz: Der Helm sitzt waagerecht auf der Stirn, etwa zwei Fingerbreit über den Augenbrauen. Er wackelt nicht, wenn du den Kopf schüttelst, und rutscht nicht in den Nacken. Die Riemen bilden ein Y unter den Ohren, und zwischen Kinn und Riemen passen etwa zwei Finger. Ein Verstellrad hinten (Zoom-System bei Abus, Roc Loc bei Giro, Rad am Hinterkopf bei Uvex) hilft, die Weite fein anzupassen. Bei Kindern wächst der Kopf; rechne etwa mit einem halben Zentimeter Umfang pro Jahr. Für Kinder gibt es eigene Helme; mehr zum Rad selbst: Kinderfahrrad kaufen.
Gewicht, Belüftung und Ausstattung: Die Details im Alltag
Das Gewicht schwankt bei den hier verglichenen Helmen zwischen etwa 270 Gramm (Uvex Rise CC, kleine Größe laut Listing) und rund 430 Gramm (Abus Hyban 2.0 MIPS in Größe M laut Listing; die Version ohne MIPS wird mit etwa 400 Gramm genannt). Der Giro Register MIPS II liegt laut Händlern bei rund 300 Gramm, der Alpina Gent MIPS wurde vom ÖAMTC mit 326 Gramm gemessen (Händlerlistings nennen davon abweichende Werte). Wenige Dutzend Gramm merkst du auf dem Weg zur Arbeit kaum, auf einer langen Tour dagegen schon.
Die Belüftung hängt weniger an der Zahl der Öffnungen als an ihrer Anordnung und den Kanälen im Inneren. Als Orientierung: Der Giro Register MIPS II hat laut Händlern 19 Öffnungen, der Abus Hyban 2.0 13 (5 Einlässe, 8 Auslässe), der Uvex Rise CC 11. Ein Insektenschutznetz in den vorderen Öffnungen haben laut Listing Giro Register MIPS II, Abus Hyban 2.0 und Alpina Gent MIPS; beim Uvex Rise CC ist keines angegeben. Ein Schirm (Visier) schützt vor Sonne und Regen; bei Giro ist er abnehmbar, beim Hyban 2.0 gehört er zur ACE-Variante.
Licht und Reflektoren sind im Stadtverkehr ein Plus: Der Hyban 2.0 hat ein integriertes LED-Rücklicht mit 180 Grad Sichtbarkeit (Knopfzelle CR2032) und mehrere Reflektoren, der Alpina Gent MIPS ein aktives LED-Rücklicht und Reflektoren an den Riemen. Beachte, dass ein am Helm befestigtes Licht kein Ersatz für die vorgeschriebene Fahrradbeleuchtung ist, siehe Trekkingrad kaufen mit der StVZO-Ausstattung. Wer im Winter fährt, schaut auf ein Innenfutter, das sich waschen lässt, und auf einen Verschluss, der sich auch mit Handschuhen bedienen lässt.
Helmtypen: Stadt, Tour oder Rennrad?
Die Bauformen unterscheiden sich in Schalenform, Belüftung und Ausstattung. Stadt- und Citybike-Helme haben eine stabilere, oft ABS-verstärkte Außenschale, wenig scharfe Kanten, Rücklicht und Reflektoren; der Abus Hyban 2.0 und der Alpina Gent MIPS gehören dazu. Tourenhelme wie der Giro Register MIPS II setzen auf viel Belüftung, ein Insektennetz und ein abnehmbares Visier. Sportliche Helme wie der Uvex Rise CC sind leichter und stärker belüftet, haben aber kein Rücklicht und kein MIPS. MTB-Helme ziehen den Hinterkopf weiter herunter und haben ein festes Visier. Kinderhelme brauchen eine eigene Größe und einen leichten Riemen; achte auf die Angabe EN 1078 und eine passende Größe.
Wenn du dich für ein Fahrrad entscheidest, passt der Helmtyp zum Einsatz: Für den Weg zur Arbeit mit einem Trekkingrad (Trekkingrad kaufen) reicht ein Stadt- oder Tourenhelm. Wer sportlich fährt, nimmt einen leichteren, besser belüfteten Helm.
E-Bike und Pedelec: Brauchst du einen anderen Helm?
Für ein normales Pedelec (Motorunterstützung bis 25 km/h) gilt dieselbe Norm wie für ein normales Fahrrad: Ein Helm nach EN 1078 genügt, eine Helmpflicht besteht nicht. Wer ein E-Bike kauft, sollte aber bedenken, dass die Geschwindigkeiten im Schnitt höher sind und Stürze oft mit Last und Schwung passieren; ein besser sitzender Helm mit Rücklicht ist hier eine sinnvolle Investition. Mehr zur Fahrradwahl: E-Bike kaufen.
Anders bei S-Pedelecs (bis 45 km/h): Sie gelten nach EU-Recht als Kleinkrafträder (Verordnung (EU) Nr. 168/2013), und es gilt eine Helmpflicht. Ein Helm nur nach DIN EN 1078 gilt dafür als nicht ausreichend. Die niederländische Technische Vereinbarung NTA 8776 stellt höhere Anforderungen an Stoßdämpfung bei höheren Aufprallgeschwindigkeiten; Händler nennen für S-Pedelecs Helme nach NTA 8776 oder Mofa-/Motorradhelme mit ECE-22-Prüfzeichen. Die Quellen sind uneinheitlich, ob NTA 8776 allein rechtlich genügt; prüfe das vor dem Kauf bei ADAC, Behörde oder Versicherung. Die hier verglichenen Helme sind für normale Fahrräder und Pedelecs bis 25 km/h gedacht, nicht für S-Pedelecs.
Austausch, Pflege und Lebensdauer
Nach einem Sturz tauschst du den Helm aus, auch wenn außen nichts zu sehen ist: Die Innenschale aus EPS-Schaum kann durch den Aufprall Schaden nehmen, ohne dass Risse sichtbar sind. Unabhängig davon empfehlen Hersteller meist, den Helm nach drei bis fünf Jahren zu ersetzen, weil Schaum, Kleber und Riemen altern; bei intensiver Nutzung auch früher. Das Herstellungsdatum findest du auf dem Aufkleber im Helm. Das sind Herstellerempfehlungen, keine gesetzliche Frist.
Zur Pflege: Reinige den Helm nur mit Wasser und milder Seife, keine Lösungsmittel; die Polster lassen sich bei den meisten Modellen herausnehmen und waschen. Lagere den Helm nicht im heißen Auto oder in der Sonne, weil UV-Strahlung und Hitze das Material auf Dauer ermüden. Klebe keine Aufkleber auf die Schale, ohne beim Hersteller nachzufragen. Prüfe regelmäßig Riemen, Schloss und Verstellrad, und tausche den Helm aus, wenn etwas lose ist.
Typische Fehlkäufe
Der häufigste Fehler ist die falsche Größe: Wer einen Helm „nach Optik“ kauft und den Kopfumfang nicht misst, bekommt einen wackelnden Helm, der im Ernstfall nicht schützt. Zweiter Fehler: nach MIPS allein kaufen. Ein Helm mit MIPS aber schlechter Passform ist kein Gewinn. Dritter Fehler: Gebrauchte oder sehr alte Helme kaufen oder weiterverwenden; vorherige Stürze und Materialalter lassen sich nicht erkennen. Vierter Fehler: Kinderhelm vererben, der nach einem Sturz nicht ausgetauscht wurde. Fünfter Fehler: Rücklicht mit Fahrradbeleuchtung verwechseln. Sechster Fehler: Helm zu locker tragen: Ein Kinnriemen, der locker oder verdreht sitzt, nimmt den Helm im Sturz nicht mit.
Und: Varianten verwechseln. Abus bietet den Hyban 2.0 in Versionen mit und ohne MIPS, mit Visier (ACE) und mit LED-Beleuchtung an; Uvex hat den Rise CC ohne MIPS und den Rise Pro MIPS im Programm. Achte auf den vollständigen Namen im Produkttitel.
Für wen welcher Helm?
Pendler und Stadtfahrer sind mit einem Stadthelm wie dem Abus Hyban 2.0 (mit oder ohne MIPS) oder dem Alpina Gent MIPS gut bedient: Rücklicht, Reflektoren, stabile Schale. Tourenfahrer profitieren von dem gut belüfteten Giro Register MIPS II mit Insektennetz und abnehmbarem Visier. Sportliche Fahrer, denen Gewicht und Belüftung wichtiger sind, finden im Uvex Rise CC einen leichten Helm ohne MIPS. Wer viel im Dunkeln fährt, achtet auf ein integriertes Licht und gute Sichtbarkeit.
Wer ein Fahrrad kaufen will: Beim Trekkingrad geht es um Rahmenhöhe, Schaltung und Beleuchtung (Trekkingrad kaufen); wer einen Motor will, liest E-Bike kaufen. Plane den Helm von Anfang an im Gesamtbudget ein.
Zum Preis nur so viel: Es gibt Helme in der Einsteiger-, Mittel- und Oberklasse. Der Unterschied zeigt sich meist in Gewicht, Belüftung, Verstellsystem und Zusatzfunktionen, nicht zwingend im Schutzniveau nach Norm. Beobachte den Preisverlauf deines Modells: Preisverlauf prüfen.
Häufige Fragen
Gibt es in Deutschland eine Helmpflicht für Radfahrer?
Nein, für normale Fahrräder und Pedelecs bis 25 km/h gibt es keine Helmpflicht. Für S-Pedelecs bis 45 km/h gilt dagegen eine Helmpflicht. Das ist keine Rechtsberatung.
Was bedeutet die Kennzeichnung DIN EN 1078?
Sie zeigt, dass der Helm die europäische Mindestnorm für Fahrrad-, Skateboard- und Rollschuhhelme erfüllt: Konstruktion, Stoßdämpfung, Trageeinrichtung, Kennzeichnung. Sie sagt nichts darüber, wie gut er im Vergleich zu anderen Helmen schützt.
Lohnt sich ein Helm mit MIPS?
MIPS ist ein sinnvolles Zusatzmerkmal gegen Rotationskräfte, garantiert aber keinen besseren Schutz im Einzelfall. Entscheidend sind Passform, Gesamtkonstruktion und der Sitz des Kinnriemens.
Wie oft muss ich den Helm wechseln?
Nach jedem Sturz, auch ohne sichtbare Schäden. Hersteller empfehlen außerdem meist einen Wechsel nach drei bis fünf Jahren; bei intensiver Nutzung früher. Eine gesetzliche Frist gibt es nicht.
Wie finde ich die richtige Größe?
Miss den Kopfumfang etwa einen Zentimeter über den Augenbrauen und vergleiche ihn mit der Tabelle des Herstellers; Größentabellen sind nicht genormt. Der Helm muss fest sitzen, ohne zu drücken.
Reicht ein normaler Fahrradhelm für ein S-Pedelec?
Nach den gefundenen Quellen nicht: Für S-Pedelecs gilt eine Helmpflicht, und ein Helm nur nach DIN EN 1078 gilt als nicht ausreichend. Helme nach NTA 8776 oder Mofa- bzw. Motorradhelme mit ECE-22-Prüfzeichen werden genannt; die Quellen sind uneinheitlich, prüfe vorab die rechtliche Anerkennung.
Ersetzt das Rücklicht am Helm die Fahrradbeleuchtung?
Nein. Ein Helm-Rücklicht ist eine zusätzliche Sichtbarkeitshilfe, keine vorgeschriebene Fahrradbeleuchtung.
Lieber per Messenger? Telegram-Kanal abonnieren →