Kaufberatung
Akkuschrauber kaufen – die ehrliche Kaufberatung
Von der Preisdrache-Redaktion · Aktualisiert am 7. Oktober 2026
Ein Akkuschrauber ist meist das erste Elektrowerkzeug, das ins Haus kommt, und oft das Gerät, mit dem man sich in ein Akkusystem einkauft. Auf dem Karton stehen große Zahlen für Drehmoment und Volt, doch entscheidend sind andere Dinge: ob 12 oder 18 Volt zu deinen Arbeiten passt, welches Drehmoment (hart oder weich) wirklich gemeint ist, wie groß das Bohrfutter ist und welche weiteren Geräte du später mit denselben Akkus betreiben kannst. Hier die Kriterien, nach denen du entscheiden solltest, damit du weder zu klein noch zu groß kaufst. Für Beton und Naturstein brauchst du eine andere Maschine, dazu findest du einen eigenen Ratgeber zum Bohrhammer.
Akkuschrauber im Vergleich 2026
| Platz | Modell | Wertung | Spannung | Drehmoment | Bohrfutter | Gewicht | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Unser FavoritBosch Professional GSR 18V-55 | 9,0 | 18 V, bürstenlos | 28 Nm weich / 55 Nm hart | 1,5–13 mm | 1,0 kg ohne Akku | Preis prüfen* |
| 2 | Makita-SystemMakita DDF484 | 8,8 | 18 V LXT, bürstenlos | 30 Nm weich / 54 Nm hart | 1,5–13 mm | ca. 1,5–1,8 kg mit Akku (EPTA) | Preis prüfen* |
| 3 | KompaktBosch Professional GSR 12V-35 | 8,2 | 12 V, bürstenlos | 20 Nm weich / 35 Nm hart | 10 mm Schnellspann | 0,75 kg ohne Akku | Preis prüfen* |
| 4 | Preis-LeistungEinhell Power X-Change TE-CD 18/40 Li | 7,6 | 18 V (Power X-Change) | 40 Nm hart | 10 oder 13 mm je nach Variante | 1,1–1,2 kg je nach Variante | Preis prüfen* |
| 5 | Für EinsteigerBosch EasyDrill 18V-40 | 7,1 | 18 V | 40 Nm max. | 13 mm einhülsig | k. A. | Preis prüfen* |
Bosch Professional GSR 18V-55
Für die meisten, die ein kräftiges, leichtes 18-Volt-Gerät für Haus und Werkstatt suchen.
- 55 Nm hart bei nur etwa 1 kg ohne Akku
- Bohrt bis 35 mm in Holz und 13 mm in Stahl laut Datenblatt
- 20 + 1 Drehmomentstufen
- Zwei Gänge (bis 460 und bis 1.800 min⁻¹)
- Akku und Ladegerät je nach Variante nicht im Lieferumfang
- Drehzahlangabe in den Quellen leicht abweichend (1.750 oder 1.800 min⁻¹)
- Spannung
- 18 V, bürstenlos
- Drehmoment
- 28 Nm weich / 55 Nm hart
- Bohrfutter
- 1,5–13 mm
- Gewicht
- 1,0 kg ohne Akku
Makita DDF484
Für alle, die im Makita-LXT-System arbeiten oder dort einsteigen wollen.
- 54 Nm hart mit Vollmetall-Planetengetriebe
- Bohrt bis 38 mm in Holz und 13 mm in Stahl
- 21 Drehmomentstufen und Motorbremse
- Doppel-LED
- Solo-Variante ohne Akku und Ladegerät
- Gewichts- und Längenangaben je nach Quelle unterschiedlich
- Spannung
- 18 V LXT, bürstenlos
- Drehmoment
- 30 Nm weich / 54 Nm hart
- Bohrfutter
- 1,5–13 mm
- Gewicht
- ca. 1,5–1,8 kg mit Akku (EPTA)
Bosch Professional GSR 12V-35
Für Montage, Möbel und Arbeiten in engen Räumen oder über Kopf.
- Sehr leicht und kurz (Kopflänge 154 mm)
- Bohrt bis 32 mm in Holz und 10 mm in Stahl
- 20 + 1 Drehmomentstufen
- Passt in enge Ecken
- Weniger Kraft für Konstruktionsholz und große Bohrer
- Anderes Akkusystem als die 18-Volt-Geräte
- Spannung
- 12 V, bürstenlos
- Drehmoment
- 20 Nm weich / 35 Nm hart
- Bohrfutter
- 10 mm Schnellspann
- Gewicht
- 0,75 kg ohne Akku
Einhell Power X-Change TE-CD 18/40 Li
Für Heimwerker, die ein breites Akkusystem mit Garten- und Haushaltsgeräten nutzen wollen.
- 2-Gang-Getriebe mit 21 Drehmomentstufen
- Ein Akku für viele weitere Einhell-Geräte
- Als Solo und als Kit mit Akkus und Ladegerät erhältlich
- Futtergröße und Drehzahl hängen von der Variante ab
- Geringeres Drehmoment als die Profi-Geräte
- Spannung
- 18 V (Power X-Change)
- Drehmoment
- 40 Nm hart
- Bohrfutter
- 10 oder 13 mm je nach Variante
- Gewicht
- 1,1–1,2 kg je nach Variante
Bosch EasyDrill 18V-40
Für gelegentliche Heimwerkerarbeiten mit einem einfachen Gerät für Haus und Wohnung.
- Bohrt bis 30 mm in Holz und 13 mm in Metall laut Händlerangaben
- 2-Gang-Getriebe
- Auch mit Akku, Ladegerät und Koffer erhältlich
- Heimwerkerklasse, nicht für Dauereinsatz gedacht
- Angaben zu Drehmomentstufen und Gewicht in den Quellen uneinheitlich
- Spannung
- 18 V
- Drehmoment
- 40 Nm max.
- Bohrfutter
- 13 mm einhülsig
- Gewicht
- k. A.
So entsteht die Wertung: Die Wertung gewichtet die Kriterien dieses Ratgebers nach Datenblatt: am stärksten das Verhältnis aus Drehmoment und Gewicht, dann Bohrfutter und Ausstattung, dann Akkusystem. Angaben stammen aus Hersteller- und Händlerdatenbanken, kein Praxistest. Preise ändern sich laufend – den aktuellen Preis siehst du beim Händler. *Affiliate-Links: Als Amazon-Partner und Partner weiterer Shops verdienen wir an qualifizierten Verkäufen eine Provision; für dich ändert sich der Preis nicht.
Akkuschrauber, Bohrschrauber, Schlagbohrschrauber, Schlagschrauber: die Begriffe
Im Handel wird „Akkuschrauber“ als Sammelbegriff für sehr unterschiedliche Geräte benutzt. Der klassische Akkuschrauber hat meist ein kleines Drehmoment und kein Bohrfutter für Bohrer, er ist zum Schrauben gedacht. Der Akku-Bohrschrauber hat ein Bohrfutter, ein Schaltgetriebe mit meist zwei Gängen und eine einstellbare Drehmomentkupplung. Er bohrt in Holz, Metall und Kunststoff und dreht Schrauben ein. Für die meisten Haushalte und Werkstätten ist er das richtige Gerät.
Der Schlagbohrschrauber hat zusätzlich ein Schlagwerk, mit dem er in Ziegel und Mauerwerk bohren kann. Für Beton und harten Naturstein ist er allerdings nur begrenzt geeignet; dort gehört ein Bohrhammer hin, zu dem du bei uns einen eigenen Ratgeber findest: Bohrhammer kaufen. Der Akku-Schlagschrauber ist ein anderes Werkzeug: Er nimmt Bits mit Sechskantschaft (meist 1/4 Zoll) und erzeugt kurze Drehimpulse. Das lohnt sich für lange Holzschrauben, Terrassendielen und Schraubarbeiten mit hohem Widerstand, zum Bohren ist er nicht gedacht.
Dieser Ratgeber behandelt den Akku-Bohrschrauber, weil er für Zuhause und Werkstatt die meistgekaufte Variante ist. Ob du ihn als eigenes Gerät kaufst oder später ergänzt, hängt stark von deinem Akkusystem ab, dazu weiter unten mehr.
Akkuspannung: 12 Volt oder 18 Volt
Die Spannung ist das erste Auswahlkriterium. 12-Volt-Geräte sind kompakt und leicht. Sie eignen sich für Montagearbeiten, Möbelaufbau, Einbau von Beschlägen, Arbeiten über Kopf und alles, was Handlichkeit braucht. Ein Beispiel aus den Herstellerdaten: Der Bosch Professional GSR 12V-35 wiegt laut Datenblatt rund 0,75 kg ohne Akku, hat eine Kopflänge von 154 mm und kommt auf 35 Nm hartes Drehmoment.
18-Volt-Geräte liefern mehr Drehmoment und Ausdauer und sind der Standard für Bau, Holzarbeiten und Dauerbetrieb. Als Beispiel nennt das Datenblatt des Bosch Professional GSR 18V-55 28 Nm im weichen und 55 Nm im harten Bereich bei etwa 1 kg ohne Akku, das Makita DDF484 gibt 54 Nm hartes Drehmoment an. Der Preis dieser Leistung ist Gewicht: Mit Akku liegen 18-Volt-Geräte schnell bei 1,5 kg oder mehr.
Spannung allein sagt allerdings nicht alles über die Ausdauer. Die gespeicherte Energie ergibt sich aus Spannung mal Amperestunden: Ein 18-Volt-Akku mit 2,0 Ah speichert rund 36 Wh, ein 12-Volt-Akku mit 2,0 Ah rund 24 Wh. Wer viel schraubt, ohne Pause nachladen zu wollen, greift zu 4,0 Ah oder mehr oder zu zwei Akkus. Für gelegentliche Arbeiten genügt ein kleiner Akku, der die Maschine leicht hält.
Drehmoment: weich, hart und was die Zahl wirklich bedeutet
Das Drehmoment wird in Newtonmeter (Nm) angegeben. Hersteller nennen zwei Werte: das weiche Drehmoment (beim Schrauben in weiche, nachgiebige Verbindungen, etwa Holz in Holz) und das harte Drehmoment (beim Schrauben in harte, unnachgiebige Verbindungen, etwa Metall auf Metall). Der härtere Wert ist deutlich höher und wird gerne in den Vordergrund gestellt. Vergleiche daher immer Äpfel mit Äpfeln: hart mit hart und weich mit weich. Manche Datenblätter nennen nur einen Wert; fehlt die Angabe, vergleiche nur, was wirklich dasteht.
Wie viel brauchst du? Für Möbelaufbau, Trockenbau und leichte Holzarbeiten reichen 30 bis 40 Nm hart. Für Konstruktionsholz, lange Holzschrauben und Bohren mit großen Bohrern wird es ab etwa 50 Nm angenehmer. Mehr ist nicht automatisch besser: Ein hohes Drehmoment macht ein Gerät oft schwerer, und bei feinen Arbeiten (kleine Schrauben, Kunststoff) brauchst du eine fein einstellbare Kupplung, damit nichts ausreißt.
Die Drehmomentkupplung mit 20 oder 21 Stufen plus Bohrstellung ist dein Schutz: Sie rastet aus, wenn das eingestellte Drehmoment erreicht ist, und verhindert, dass der Schraubenkopf überdreht oder das Material beschädigt wird. Die Bosch-Datenblätter nennen für GSR 18V-55 und GSR 12V-35 jeweils 20 + 1 Stufen, das Makita DDF484 21 Stufen. Für Bohrarbeiten stellst du die Kupplung auf das Bohrsymbol, dann dreht das Gerät ohne Auskuppeln durch.
Drehzahl, Gänge und Bohrfutter
Die meisten Bohrschrauber haben zwei mechanische Gänge. Der erste Gang bietet niedrige Drehzahl und viel Kraft für Schrauben, der zweite hohe Drehzahl zum Bohren. Typische Werte aus den Datenblättern: Bosch GSR 18V-55 mit 0–460 und 0–1.800 min⁻¹, GSR 12V-35 mit 0–460 und 0–1.750 min⁻¹, Makita DDF484 mit 0–500 und 0–2.000 min⁻¹. Die Zahlen unterscheiden sich nur geringfügig, wichtig ist, dass überhaupt zwei Gänge vorhanden sind.
Beim Bohrfutter spielt der Spannbereich eine Rolle. 10 mm decken die gängigen Bohrer und Bits ab, 13 mm lassen auch dickere Bohrer und Forstnerbohrer zu. Einhülsige Schnellspannfutter kannst du mit einer Hand öffnen und schließen, was bei häufigem Werkzeugwechsel angenehm ist. Das Bosch GSR 18V-55 hat laut Datenblatt einen Spannbereich von 1,5 bis 13 mm und bohrt bis 35 mm in Holz und 13 mm in Stahl. Das GSR 12V-35 hat ein 10-mm-Schnellspannbohrfutter mit bis zu 32 mm in Holz und 10 mm in Stahl.
Ein Beispiel dafür, dass du auf die genaue Variante achten musst: Beim Einhell TE-CD 18/40 Li nennen Datenblätter je nach Ausführung ein 10-mm- oder ein 13-mm-Futter und leicht unterschiedliche Drehzahlen. Kontrolliere vor dem Kauf immer die genaue Artikelnummer und nicht nur den Modellnamen.
Bürstenloser Motor, Gewicht und Handhabung
Moderne Geräte der Mittel- und Oberklasse haben bürstenlose Motoren. Sie verschleißen nicht an Kohlebürsten, arbeiten effizienter und nutzen den Akku besser aus. Bei Gelegenheitsnutzung spielt das eine kleinere Rolle, bei häufigem Einsatz zahlt sich die Technik aus. Mehrere der hier betrachteten Modelle (Bosch GSR 18V-55, GSR 12V-35, Makita DDF484) sind laut Datenblatt bürstenlos.
Das Gewicht bestimmt, wie lange du die Maschine bequem halten kannst. Achte auf die Angaben mit und ohne Akku: Das Bosch GSR 18V-55 nennt 1 kg ohne Akku, das Makita DDF484 gibt 1,5 bis 1,8 kg inklusive Akku nach EPTA an. Hersteller messen unterschiedlich, deshalb sind Gewichtsangaben nur dann vergleichbar, wenn sie auf dieselbe Weise ermittelt wurden. Auch Balance und Griff zählen; ein kurzer Kopf (wie die 154 mm beim GSR 12V-35) passt besser in enge Ecken.
Praktische Extras: Eine LED im Gehäuse leuchtet die Arbeitsstelle aus, ein Magnet oder eine Bitaufnahme am Gerät spart Suchen, ein Gürtelclip hilft beim Arbeiten auf der Leiter. Vibrations- und Geräuschwerte (z. B. 2 m/s² Vibration und 72,5 dB(A) beim GSR 18V-55 laut Datenblatt) werden nach EN 62841 gemessen und sind für Vielnutzer relevant.
Das Akkusystem: die eigentliche Kaufentscheidung
Ein Akkuschrauber ist selten das letzte Gerät. Wer einmal in ein System investiert, kauft meist weitere Geräte nach: Winkelschleifer, Stichsäge, Schlagschrauber, Staubsauger. Alle Geräte eines Systems nutzen dieselben Akkus und Ladegeräte. Wechselst du später die Marke, brauchst du neue Akkus und Ladegeräte. Deshalb lohnt der Blick auf das Sortiment, nicht nur auf das Einzelgerät.
Die Systeme im Überblick (ohne Anspruch auf Vollständigkeit): Bosch bietet die blaue Professional-Linie für Handwerk und intensive Nutzung und die grüne Linie für Heimwerker, zum Beispiel den Bosch EasyDrill 18V-40. Makita steht mit dem 18-Volt-LXT-System für ein großes Sortiment im Profi-Bereich. Einhell Power X-Change deckt neben Werkzeugen viele Garten- und Haushaltsgeräte mit demselben Akku ab. Metabo, Milwaukee, DeWalt, Festool und andere haben ebenfalls eigene Systeme.
Praktische Hinweise: Kaufe wenn möglich das Gerät solo (ohne Akku und Ladegerät), wenn du schon ein System hast. Wenn du neu einsteigst, ist ein Set mit zwei Akkus meist günstiger als einzelne Teile. Prüfe, ob das Ladegerät den Akku in angemessener Zeit lädt, und ob der Akku Ladezustand und Temperatur überwacht. Systemübergreifende Adapter von Drittanbietern können Garantie und Sicherheit gefährden; nutze sie nur mit Bedacht.
Für wen passt welcher Typ?
- Wohnung, Möbelaufbau, gelegentliche Reparaturen: Ein 12-Volt-Gerät oder ein einfaches 18-Volt-Gerät der Heimwerkerklasse. Wichtiger als Spitzenwerte sind geringes Gewicht und ein gut greifbarer Griff.
- Haus, Garten, Renovierung: 18 Volt mit 40 bis 55 Nm hart, zwei Akkus und ein offenes Akkusystem, falls du weitere Geräte ergänzen willst.
- Handwerk und tägliche Nutzung: Bürstenloses 18-Volt-Gerät eines Profi-Systems mit robustem Metallgetriebe und Metallfutter. Hier lohnt sich auch ein Zweitgerät, damit du Bit und Bohrer nicht ständig wechseln musst.
- Enge Einbauten, Trockenbau, Küche: Ein kompaktes 12-Volt-Modell mit kurzem Kopf.
- Beton und Mauerwerk: Ein Bohrschrauber ist hier nicht das richtige Werkzeug, wähle einen Bohrhammer (siehe Bohrhammer kaufen).
Typische Fehlkäufe, Pflege und Folgekosten
Fehlkäufe:
- Nur auf die größte Drehmomentzahl achten: Prüfe, ob der Wert „hart“ oder „weich“ ist und ob die Maschine dafür nicht unhandlich schwer wird.
- Zu kleiner Akku: Ein günstiges Set mit einem 1,5-Ah-Akku zwingt dich beim ersten größeren Projekt zum Warten am Ladegerät.
- Ein Akku-System, das nicht wächst: Marken, bei denen es das gewünschte Folgewerkzeug nicht gibt, sind später ein Ärgernis.
- Klassischer Akkuschrauber statt Bohrschrauber: Reines Schrauben reicht selten, spätestens bei der ersten Bohrung fehlt das Futter.
- Schlagschrauber statt Bohrschrauber: Er ist bei Holzschrauben stark, kann aber nicht bohren und ist für feine Arbeiten ungeeignet.
Pflege: Lithium-Ionen-Akkus magst du weder bei Frost noch bei Hitze. Lagere sie trocken und bei Zimmertemperatur, idealerweise mit einer Teilladung statt komplett leer oder voll über Monate. Reinige Lüftungsschlitze mit einem Pinsel oder Druckluft, halte das Bohrfutter sauber und tausche abgenutzte Bits. Ein abgenutzter Bit rutscht aus der Schraube und beschädigt Kopf und Material.
Folgekosten: Bits und Bohrer in guter Qualität, ein Ersatzakku und gegebenenfalls ein zweites Ladegerät. Ein Akku ist ein Verschleißteil; nach einigen Jahren lässt seine Kapazität nach. Für das Gerät gilt die gesetzliche Gewährleistung von zwei Jahren, Akkus altern jedoch auch durch Gebrauch und werden häufig anders behandelt als Defekte. Manche Hersteller bieten eine verlängerte Garantie nach Registrierung, lies die Bedingungen.
Sicherheit: Trage beim Bohren eine Schutzbrille, spanne Werkstücke fest ein statt sie mit der Hand zu halten und achte beim Bohren in Wände auf Leitungen. Ein Leitungsdetektor ist eine sinnvolle Ergänzung.
Echter Rabatt oder nur Schein-Rabatt?
Bei Akkuwerkzeugen sind Sets, Koffer und Aktionen üblich. Ein Gerät „mit 100 Zubehörteilen“ ist nicht automatisch ein gutes Angebot, wenn die Bits und Bohrer nur mäßig sind. Vergleiche Set-Varianten (solo, mit einem oder mit zwei Akkus, mit oder ohne Ladegerät und Koffer) und achte auf die genaue Artikelnummer, weil dieselbe Serie oft in mehreren Ausführungen verkauft wird. Prüfe den Preisverlauf, bevor du zuschlägst: Preisverlauf prüfen.
Häufige Fragen
Wie viel Drehmoment brauche ich?
Für Möbelaufbau und leichte Arbeiten reichen 30 bis 40 Nm hart. Für Konstruktionsholz und lange Schrauben sind 50 Nm oder mehr angenehmer. Vergleiche nur gleiche Angaben, also hart mit hart.
12 Volt oder 18 Volt: was ist besser?
12 Volt ist leichter und kompakter für Montage und enge Stellen. 18 Volt hat mehr Kraft und Ausdauer für Holz, Bau und intensiven Einsatz. Wenn du nur ein Gerät willst und viel unterschiedlich arbeitest, ist 18 Volt der flexiblere Allrounder.
Was ist der Unterschied zwischen Akkuschrauber und Bohrschrauber?
Der Bohrschrauber hat ein Bohrfutter, ein Schaltgetriebe und eine Drehmomentkupplung und kann bohren und schrauben. Einfache Akkuschrauber sind zum Schrauben gedacht und bohren nur eingeschränkt.
Brauche ich einen Schlagschrauber statt eines Bohrschraubers?
Meist nicht. Der Schlagschrauber eignet sich für lange Schrauben und hohen Widerstand, bohren kann er nicht. Für die meisten Haushalte ist der Bohrschrauber die richtige Basis, der Schlagschrauber eine Ergänzung.
Kann ich mit einem Akku-Bohrschrauber in Beton bohren?
Nur sehr eingeschränkt, und selbst Schlagbohrschrauber stoßen bei Beton schnell an Grenzen. Für Beton und harten Stein nimmst du besser einen Bohrhammer, siehe unseren Ratgeber zum Bohrhammer.
Lohnt sich ein bürstenloser Motor?
Bei häufiger Nutzung ja: weniger Verschleiß und bessere Akkunutzung. Bei seltenem Einsatz spielt es eine kleinere Rolle, ist aber in der Mittelklasse inzwischen verbreitet.
Kann ich Akkus verschiedener Marken mischen?
Grundsätzlich nein. Jedes System hat eigene Akkus und Ladegeräte. Adapter von Drittanbietern sind möglich, können aber Garantie und Sicherheit beeinträchtigen. Entscheide dich deshalb bewusst für ein System.
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