Kaufberatung
Bohrhammer kaufen — die ehrliche Kaufberatung
Von der Preisdrache-Redaktion · Aktualisiert am 7. Oktober 2026
Ein Bohrhammer ist die richtige Maschine, sobald du Beton, Naturstein oder Klinker bohren musst. Doch zwischen Dübelloch und Abbruch liegen Welten, und auf dem Karton stehen Wattzahlen, die wenig sagen. Entscheidend sind die Werkzeugaufnahme (SDS-plus oder SDS-max), die Einzelschlagenergie in Joule nach EPTA, Akku oder Kabel, die Meißelfunktion und die Vibration. Hier die Kriterien, nach denen du entscheiden solltest, damit du weder zu klein noch zu groß kaufst.
Bohrhämmer im Vergleich 2026
| Platz | Modell | Wertung | Aufnahme | Schlagenergie (EPTA) | Antrieb | Gewicht | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Unser FavoritBosch Professional GBH 2-26 DRE | 9,0 | SDS-plus | 2,7 J | Kabel, 830 W | ca. 2,9 kg | Preis prüfen* |
| 2 | Für Profis (SDS-plus)Metabo KHE 2660 Quick | 8,6 | SDS-plus (mit Quick-Wechselfutter) | 3 J | Kabel, 850 W | ca. 3,1 kg (ohne Kabel) | Preis prüfen* |
| 3 | AkkuBosch Professional GBH 18V-21 | 8,3 | SDS-plus | 2,0 J | Akku 18 V, bürstenlos | ca. 2,4 kg ohne Akku | Preis prüfen* |
| 4 | AkkuMakita DHR243 | 8,0 | SDS-plus | 2,0 J | Akku 18 V LXT, bürstenlos | ca. 3,4–4,9 kg inkl. Akku (EPTA) | Preis prüfen* |
| 5 | Preis-LeistungEinhell TE-RH 32 4F Kit | 7,6 | SDS-plus | 5 J | Kabel, 1.250 W | ca. 5,1 kg | Preis prüfen* |
| 6 | SDS-maxBosch Professional GBH 5-40 D | 7,4 | SDS-max | 8,5 J | Kabel, 1.100 W | ca. 6,8 kg | Preis prüfen* |
Bosch Professional GBH 2-26 DRE
Für die meisten Heimwerker und Handwerker: der Allrounder für Dübel, Beton und gelegentliches Meißeln.
- Gute Schlagenergie für die SDS-plus-Klasse
- Bohr-Ø in Beton 4–26 mm
- Handlich und leicht
- Hohlbohrkronen bis 68 mm möglich
- Kabelgebunden
- Vibrationswert beim Meißeln laut Datenblatt 12,1 m/s²
- Aufnahme
- SDS-plus
- Schlagenergie (EPTA)
- 2,7 J
- Antrieb
- Kabel, 830 W
- Gewicht
- ca. 2,9 kg
Metabo KHE 2660 Quick
Für Handwerker, die Werkzeug mit Wechselfutter nutzen wollen.
- Hohe Schlagenergie in der SDS-plus-Klasse
- Metabo-Quick-Wechselfutter für Rundschaftwerkzeug
- Max. Bohr-Ø in Beton 26 mm
- Meißelfunktion
- Schwerer als manche Konkurrenten
- Hammerbohren-Vibration laut Datenblatt 12,9 m/s²
- Aufnahme
- SDS-plus (mit Quick-Wechselfutter)
- Schlagenergie (EPTA)
- 3 J
- Antrieb
- Kabel, 850 W
- Gewicht
- ca. 3,1 kg (ohne Kabel)
Bosch Professional GBH 18V-21
Für Monteure und Elektriker, die kabellos Dübellöcher und Kabeltrassen bohren.
- Sehr handlich
- Drei Betriebsarten: Bohren, Hammerbohren, Meißeln
- Bürstenloser Motor
- Passt in die 18-V-Akkuplattform von Bosch
- Weniger Schlagenergie als Kabelgeräte
- Akku und Lader meist separat oder im Set wählen
- Aufnahme
- SDS-plus
- Schlagenergie (EPTA)
- 2,0 J
- Antrieb
- Akku 18 V, bürstenlos
- Gewicht
- ca. 2,4 kg ohne Akku
Makita DHR243
Für Nutzer der Makita-18-V-LXT-Plattform.
- Bürstenlos mit SDS-plus
- Bohrleistung in Beton bis 24 mm
- Schnellwechsel-Futter für Rundschaftbohrer erhältlich
- Passt in die LXT-Plattform
- Gewicht je nach Akku spürbar
- Akkulaufzeit bei Beton begrenzt
- Aufnahme
- SDS-plus
- Schlagenergie (EPTA)
- 2,0 J
- Antrieb
- Akku 18 V LXT, bürstenlos
- Gewicht
- ca. 3,4–4,9 kg inkl. Akku (EPTA)
Einhell TE-RH 32 4F Kit
Für Heimwerker, die viel Schlagenergie und Zubehör im Koffer wollen.
- Hohe Schlagenergie (5 J) mit SDS-plus
- Bohr-Ø in Beton bis 32 mm
- Meißelfixierung (4 Funktionen)
- Koffer, Bohrer und Meißel im Lieferumfang
- Schwer und sperrig für Überkopfarbeit
- Als Heimwerkergerät nicht für Dauereinsatz auf der Baustelle gedacht
- Aufnahme
- SDS-plus
- Schlagenergie (EPTA)
- 5 J
- Antrieb
- Kabel, 1.250 W
- Gewicht
- ca. 5,1 kg
Bosch Professional GBH 5-40 D
Für Bauprofis, die große Durchmesser und längere Stemmarbeiten haben.
- SDS-max für Bohr-Ø 12–40 mm in Beton
- Hohe Schlagenergie
- Hohlbohrkronen bis 90 mm
- Einsteigermodell der Bosch-SDS-max-Klasse
- Schwer, für Heimwerker meist überdimensioniert
- Hammerbohren-Vibration laut Datenblatt 16,5 m/s²
- Aufnahme
- SDS-max
- Schlagenergie (EPTA)
- 8,5 J
- Antrieb
- Kabel, 1.100 W
- Gewicht
- ca. 6,8 kg
So entsteht die Wertung: Die Wertung gewichtet die Kriterien dieses Ratgebers nach Datenblatt: am stärksten das Verhältnis aus Schlagenergie und Gewicht, dann Einsatzbreite (Aufnahme, Meißelfunktion), dann Antrieb. Herstellerangaben, kein Praxistest. Preise ändern sich laufend – den aktuellen Preis siehst du beim Händler. *Affiliate-Links: Als Amazon-Partner und Partner weiterer Shops verdienen wir an qualifizierten Verkäufen eine Provision; für dich ändert sich der Preis nicht.
SDS-plus oder SDS-max: die erste Weichenstellung
SDS steht für das Schnellwechselsystem der Werkzeugaufnahme, bei dem Bohrer und Meißel axial beweglich in Nuten geführt werden. Dadurch kann der Schlagkolben direkt auf das Werkzeug schlagen, ohne dass du das Futter spannen musst. Es gibt zwei Größen, die nicht untereinander kompatibel sind: SDS-plus mit 10 mm Schaftdurchmesser und SDS-max mit 18 mm Schaft. Daran hängt fast alles Weitere, denn der Schaft begrenzt, wie viel Schlagenergie sich sinnvoll übertragen lässt.
SDS-plus ist die Klasse für Haus, Wohnung und Werkstatt: Dübellöcher in Beton und Mauerwerk, Befestigungen, Steckdosen-Dosen, Kernbohrungen in kleinem Durchmesser, leichte Meißelarbeit. Typische Bohrdurchmesser reichen von 4 bis etwa 26 bis 30 mm. SDS-max ist die Klasse für den Bau: Bohrungen ab etwa 20 bis 25 mm bis 40 mm und mehr, Hohlbohrkronen mit großem Durchmesser, Schlitze, Durchbrüche und anhaltendes Meißeln. Die Geräte wiegen deutlich mehr (ein SDS-max-Kombihammer liegt im Bereich von 6 bis 7 kg und darüber) und sind für gelegentliche Heimwerker meist unhandlich. Faustregel: Wenn du hauptsächlich Löcher bis 16 mm bohrst, ist SDS-plus richtig, und alles darüber ist Luxus. SDS-max lohnt, wenn du regelmäßig große Durchmesser oder längere Stemmarbeiten hast.
Beachte Zubehör: SDS-plus-Bohrer sind günstig und überall zu haben, SDS-max-Werkzeug ist teurer und weniger verbreitet. Ein Adapter von SDS-max auf SDS-plus oder umgekehrt ist keine gute Lösung, denn er verschiebt nur den Verschleiß.
Schlagenergie in Joule nach EPTA: was die Zahl sagt
Die Einzelschlagenergie in Joule (J) beschreibt, wie viel Energie ein einzelner Schlag auf das Werkzeug überträgt. Sie wird nach dem Verfahren der EPTA (European Power Tool Association, Procedure 05) gemessen und angegeben. Dieses Verfahren soll die Werte verschiedener Hersteller vergleichbar machen. Ältere oder nicht normgerechte Angaben, die zum Beispiel die Motorleistung statt der Schlagenergie hervorheben, sind dagegen schwer vergleichbar; achte deshalb ausdrücklich auf "EPTA" im Datenblatt.
Praxiswerte: Ein typisches SDS-plus-Kombigerät liegt bei etwa 2 bis 3 Joule. Das reicht für Bohrungen bis etwa 16 bis 20 mm in Beton zügig und für leichte Meißelarbeit. Es gibt SDS-plus-Geräte mit deutlich mehr (in der Heimwerkerklasse bis 5 J, dann aber mit entsprechendem Gewicht von etwa 5 kg und mehr). Darüber beginnt SDS-max, das je nach Modell oft bei 5 bis 8 J und mehr liegt. Mehr Joule bedeuten schnelleres Arbeiten in hartem Beton und größere Durchmesser, aber auch mehr Gewicht, mehr Rückstoß und mehr Vibration.
Wichtig: Joule allein entscheiden nicht. Das Gerät braucht ein gutes Schlagwerk (pneumatischer Schlagmechanismus), ausreichend Drehzahl und ein passendes Werkzeug. Ein Bohrer mit stumpfen Schneiden macht aus einem 3-J-Gerät schnell ein 1-J-Gerät. Auch die Schlagzahl pro Minute und das Gewicht spielen mit: Wer mit einem leichten Gerät über Kopf bohren muss, profitiert mehr von Handlichkeit als von zusätzlichen Joule.
Akku oder Kabel: was zu welchem Einsatz passt
Ein Kabelgerät liefert dauerhaft Leistung, ohne dass der Akku leerläuft. Es ist leichter pro Leistungseinheit, in der Anschaffung bei gleicher Schlagenergie oft günstiger und ideal für Dauereinsätze, Meißeln und große Bohrserien. Nachteil: Du brauchst Steckdose oder Generator, das Kabel ist im Weg, und bei Arbeiten auf Leitern oder auf dem Dach nervt es.
Ein Akku-Bohrhammer (meist 18 V) gibt dir Freiheit. Gerade SDS-plus-Geräte mit etwa 2 J sind in der Akku-Klasse stark verbreitet, ein Gerät wie ein 18-V-Bohrhammer mit 2 J wiegt ohne Akku rund 2,4 kg. Für Dübellöcher auf der Baustelle oder bei der Montage, Kabeltrassen und Elektroinstallationen reicht das gut. Rechne aber mit der Akkulaufzeit: Beton und große Durchmesser ziehen Strom, und je kleiner der Akku, desto schneller ist Pause. Mit Reserveakku wird das Gerät dauerhaft nutzbar, kostet dann aber zusätzlich. Und: Ein Akku-Gerät macht vor allem dann Sinn, wenn du schon eine Akkuplattform eines Herstellers besitzt (Bohrschrauber, Sägen, Staubsauger). Dann kaufst du das Gerät solo ohne Akku und Lader. Wer neu einsteigt, sollte die Plattform bewusst wählen, denn Akkus verschiedener Hersteller sind nicht kompatibel.
Faustregel: Wer selten und vor allem Dübel setzt, fährt mit einem kabelgebundenen SDS-plus-Gerät günstig und zuverlässig. Wer täglich auf Montage ist, nimmt Akku für den Alltag und ein Kabelgerät für die Schwerarbeit.
Meißelfunktion: Bohrhammer, Kombihammer, Meißelhammer
Die Begriffe sind nicht trennscharf. Ein Bohrhammer bohrt mit Schlag und oft ohne Schlag. Ein Kombihammer kann zusätzlich meißeln (Betriebsart "Meißeln" mit abgeschaltetem Drehen). Ein reiner Meißelhammer hat keine Drehfunktion und eignet sich für Abbruch und Stemmarbeiten. Für die meisten Käufer ist der Kombihammer richtig: Bohren, Hammerbohren und leichtes Meißeln in einer Maschine.
Worauf es bei der Meißelfunktion ankommt: Gibt es eine Meißelfixierung (Vario-Lock oder ähnlich), mit der du den Meißel in verschiedenen Positionen arretieren kannst, etwa einen Flachmeißel in der passenden Schlitzlage? Ohne Fixierung dreht sich der Meißel mit, was für Schlitze unpraktisch ist. Wie lange hält das Gerät bei Dauerlast aus, ohne zu überhitzen? Wie schwer ist es: Beim Meißeln arbeitest du oft mit seitlichem Druck und über längere Zeit; ein zu leichtes Gerät hat wenig Eigenmasse, ein zu schweres ermüdet. Bei SDS-plus-Geräten mit 2 bis 3 J ist das Meißeln auf gelegentliche Arbeiten ausgelegt (Putz, Fliesen, kleine Schlitze). Für größere Abbrucharbeiten brauchst du SDS-max oder einen echten Meißelhammer.
Zusätzlich sinnvoll: Eine Rutschkupplung (oder Rückschlagschutz), die bei Blockieren des Bohrers die Drehung unterbricht, schützt dein Handgelenk. Gerade wenn der Bohrer auf Bewehrungsstahl trifft, kann das Gerät schlagartig verkanten.
Vibration: warum der Griff wichtiger ist als die Joule
Hammerwerkzeuge übertragen Schwingungen auf Hand und Arm. Auf Dauer drohen Durchblutungs- und Nervenschäden (Hand-Arm-Vibrationssyndrom). Die EU-Richtlinie 2002/44/EG nennt als Auslösewert 2,5 m/s² und als Grenzwert 5 m/s², bezogen auf eine Tagesexposition von acht Stunden (A(8)). Die Datenblattwerte der Hersteller sind dagegen Emissionswerte unter Prüfbedingungen, zum Beispiel für Hammerbohren in Beton und für Meißeln, jeweils in m/s² mit Messunsicherheit. Typische Werte für SDS-plus-Kombihämmer liegen im Bereich von etwa 8 bis 13 m/s², bei SDS-max-Geräten bei Hammerbohren teils darüber. Das ist kein Widerspruch zu den Grenzwerten, weil die tatsächliche Belastung von der Einsatzdauer pro Tag abhängt. Wer einen Nachmittag lang Dübellöcher bohrt, liegt anders als jemand, der täglich stundenlang Beton bearbeitet.
Worauf du achten kannst: einen vibrationsgedämpften Handgriff (Zusatzhandgriff und Hauptgriff entkoppelt), das Gewicht (zu leicht bedeutet hohe Rückstoß-Bewegung), regelmäßige Pausen, scharfe Werkzeuge und ein passender Anpressdruck. Mit Druck arbeitet das Schlagwerk nicht besser, es überträgt nur mehr Kraft in deinen Körper. Handschuhe, Gehörschutz und Schutzbrille gehören bei jedem Einsatz dazu. Gehörschutz ist keine Kür: Ein Bohrhammer erreicht im Betrieb Schalldruckpegel, bei denen Gehörschutz nötig ist.
Staub, Sicherheit und Zubehör, das sich lohnt
Beim Bohren in Beton und Mauerwerk entsteht mineralischer Feinstaub, der Quarz enthalten kann. Quarzfeinstaub gilt als gesundheitsschädlich für die Lunge. Ein Staubabsaug-Aufsatz oder ein Bohrer mit Absaugung und ein Industriestaubsauger sind deshalb eine sinnvolle Ergänzung, im Beruf Pflicht. Für Heimwerker reicht bei seltenem Einsatz ein einfacher Staubfänger plus Atemschutz der Klasse FFP2 oder besser. Beim Bohren über Kopf ist das ein spürbarer Unterschied.
Beim Zubehör lohnt Qualität: Hammerbohrer mit Vierschneiden-Geometrie bohren schneller und sauberer als einfache Zweischneider. Achte auf Länge (Nutzlänge ist kürzer als Gesamtlänge), Durchmesser und auf das Material (Beton, Ziegel, Naturstein). Armierungen verlangen Spezialbohrer oder ein Umlenken. Ein Tiefenanschlag hilft bei gleichmäßigen Dübellöchern. Eine Kernbohrkrone oder Hohlbohrkrone braucht Leistung und ist bei SDS-plus nur für kleine Durchmesser geeignet. Vor dem Bohren: Leitungen prüfen. Ein Leitungssucher ist günstig verglichen mit einem Wasser- oder Stromschaden.
Folgekosten, Pflege und Garantie
Der Bohrhammer ist langlebig, wenn du ihn richtig behandelst. Pflege: Staub aus Futter und Lüftung entfernen, Werkzeugaufnahme leicht fetten (mit dem zum Gerät passenden Fett), Kohlebürsten bei Kabelgeräten prüfen (Bürstenlose Akku-Geräte sind hier wartungsärmer), Kabel auf Beschädigungen kontrollieren. Beim Akku: nicht tiefentladen, kühl lagern, nicht in praller Sonne lassen. Der Akku ist beim Akku-Gerät der Verschleißteil, dessen Ersatz am Ende ins Gewicht fällt.
Zu den Folgekosten zählen Bohrer, Meißel, Staubabsaugung, Atemschutz und Gehörschutz. Prüfe vor dem Kauf, wie lange der Hersteller Ersatzteile und Akkus liefert und welche Garantie- und Serviceleistung es gibt. Profi-Marken bieten oft Serviceverlängerungen an, die sich bei Dauereinsatz lohnen können. Beim Heimwerker-Einsatz ist ein solides Gerät eines bekannten Herstellers meist wichtiger als jede Zusatzfunktion.
Typische Fehlkäufe und wann ein Bohrhammer überdimensioniert ist
Der Klassiker ist der zu große Bohrhammer: SDS-max für ein paar Dübellöcher, schwer, laut, unhandlich. Ebenso häufig: der Bohrhammer ohne Schlagfunktion-Umschaltung (reiner Meißelhammer) oder der Billig-Akkuhammer mit schwachem Akku, der bei jeder Betonbohrung aufgibt. Auch die Fixierung auf eine Zahl ("je mehr Joule, desto besser") führt in die Irre, wenn das Gerät zu schwer für die Aufgabe ist.
Und manchmal reicht etwas anderes: Für Mauerwerk aus Ziegel oder Porenbeton und Gipskarton ist eine Schlagbohrmaschine oder ein Akkuschrauber mit Schlagfunktion völlig ausreichend und viel handlicher. Ein Bohrhammer lohnt sich, sobald du Beton, Naturstein oder Klinker regelmäßig bohrst oder gelegentlich meißeln musst. Wer nur einmal ein Regal aufhängt, kann ein Gerät leihen (Baumarkt-Verleih), statt zu kaufen.
Echter Rabatt oder nur Schein-Rabatt?
Bei Werkzeugen sind Sets und Aktionspreise üblich. Ein Gerät "im Koffer mit Zubehör" ist nicht automatisch ein gutes Angebot, wenn das Zubehör mäßig ist. Vergleiche außerdem Set-Varianten (mit oder ohne Akku, mit oder ohne Lader). Prüfe den Preisverlauf, bevor du zuschlägst: Preisverlauf prüfen.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen SDS-plus und SDS-max?
SDS-plus hat einen 10-mm-Schaft und ist die Klasse für Haus und Werkstatt (Bohrungen bis etwa 26 bis 30 mm). SDS-max hat einen 18-mm-Schaft, ist für große Durchmesser und Abbruch gedacht und deutlich schwerer. Die Systeme sind nicht kompatibel.
Wie viel Joule Schlagenergie brauche ich?
Für Dübellöcher im Wohnbereich reichen meist 2 bis 3 Joule (SDS-plus). Für regelmäßig große Durchmesser und längere Stemmarbeiten kommen SDS-max-Geräte mit höherer Einzelschlagenergie infrage. Achte auf die Angabe nach EPTA.
Akku oder Kabel: was ist besser?
Kabel liefert dauerhaft Leistung und ist günstiger pro Leistungseinheit. Akku ist flexibel, die Laufzeit begrenzt und lohnt vor allem, wenn du eine passende Akkuplattform besitzt. Für Dauer- und Meißelarbeit ist Kabel meist die bessere Wahl.
Kann jeder Bohrhammer meißeln?
Nein. Du brauchst einen Kombihammer mit Betriebsart Meißeln, am besten mit Meißelfixierung. Reine Bohrhämmer ohne Meißelfunktion eignen sich nicht dafür.
Wie gefährlich ist die Vibration?
Auf Dauer können Hand und Arm geschädigt werden. Die EU-Richtlinie 2002/44/EG nennt 2,5 m/s² als Auslösewert und 5 m/s² als Grenzwert für acht Stunden. Wichtig sind vibrationsgedämpfte Griffe, Pausen, scharfe Werkzeuge und die Einsatzdauer.
Brauche ich eine Staubabsaugung?
Beim Bohren in Beton entsteht Quarzfeinstaub. Ein Absaug-Aufsatz mit Staubsauger oder ein Atemschutz (FFP2 oder besser) ist sinnvoll, im Beruf vorgeschrieben. Gehörschutz und Schutzbrille gehören immer dazu.
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