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Smartbroker+ Test 2026 — Konditionen und Angebot im Faktencheck

Von der Preisdrache-Redaktion · Aktualisiert am · So arbeiten wir

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Symbolbild zum Ratgeber: Smartbroker+ Test 2026 — Konditionen und Angebot im Faktencheck
Symbolbild

Smartbroker+ ist ein günstiger Online-Broker mit deutlich größerer Auswahl als reine App-Broker: Laut Anbieter gibt es über 40.000 Aktien, mehr als 2.500 ETFs und über 10.800 Sparpläne. Depot und Konto kosten nichts, Orders über gettex ab 500 € ebenfalls nicht (Konditionenseite, Abruf 10/2026). Wichtig für alte Testberichte: Verwahrung und Konto laufen laut aktueller Konditionenseite über die Baader Bank, nicht mehr über die in älteren Berichten genannte DAB BNP Paribas. Dieser Text ist keine Anlageberatung.

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Was Smartbroker+ ist und wer dahintersteht

Smartbroker+ ist ein Online-Broker mit App für Android und iOS sowie einer Web-Anwendung. Auf der Konditionenseite trägt der Abschnitt zu Depot- und Kontogebühren die Überschrift „Wertpapierverwahrung und Kontoführung (Baader)“. Gemeint ist die Baader Bank AG; auch das Zinskonto und der Lombardkredit laufen dort. Frühere Testberichte nannten die DAB BNP Paribas als Partnerbank. Wann genau der Wechsel stattfand, konnte ich auf den Anbieterseiten nicht belegen; prüfe daher im Depoteröffnungsantrag, welche Bank dein Depot führt. Als Kunde achtest du darauf, welche Bank in den Vertragsunterlagen steht.

Kosten: Orderentgelte nach Handelsplatz

Alle Angaben stammen von der Konditionenseite von Smartbroker+ (Abruf 10/2026); das dort verlinkte Preis- und Leistungsverzeichnis trägt im Dateinamen „2026_07“. Depotführung inklusive Nebendepots und Kontoführung inklusive Währungskonten sind kostenlos.

  • gettex (Aktien, Anleihen, ETFs/ETPs, Fonds): 0 € ab 500 € Ordervolumen, darunter 1 €.
  • Tradegate und Lang & Schwarz (L&S): 4 € je Order. Laut Preis- und Leistungsverzeichnis (Fassung 2026_07) gilt für die „Elektronischen Handelsplätze (Gettex, Lang & Schwarz, Tradegate)“ außerhalb der Premiumpartner eine Basisprovision von 4,00 € je Order; Gettex-Orders über Premiumpartner beginnen bei 0,00 €. Baader Trading führt das Verzeichnis in dieser Aufstellung nicht; die Konditionenseite nennt dafür ebenfalls 4 €.
  • Xetra: 4 € zuzüglich börsenplatzabhängiger Entgelte; die Konditionenseite nennt dafür „0,01%, mind. 1,50 EUR“.
  • Stuttgart sowie Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, München: 4 € plus ggf. börsenplatzabhängige Entgelte.
  • Nasdaq/NYSE: 4 € + 0,02 %, Minimum 8 USD, zuzüglich möglicher Steuern und SEC-Gebühr (Konditionenseite); laut Preis- und Leistungsverzeichnis entfallen die 0,02 % (mind. 8 USD) auf die Fremdkosten der Baader Bank; bei Auslandsplätzen kommt ein Währungsaufschlag hinzu.
  • Krypto: 0,90 % vom Kurswert zuzüglich Auf- oder Abschlag des Handelsplatzes, 1 € Mindermengenzuschlag bis 499,99 €.

Rechenbeispiel: Ein ETF-Kauf über 1.000 € kostet über gettex 0 €, über Tradegate 4 € (0,4 %). Bei 300 € sind es über gettex 1 € (rund 0,33 %). Das Orderentgelt hängt also stark davon ab, wo du kaufst — der Handelsplatz ist der wichtigste Kostenhebel. Ein günstigerer Handelsplatz ist nicht automatisch der mit dem besten Kurs; vergleiche Spreads, wenn du größere Beträge bewegst.

Sparpläne und Angebot

Sparpläne auf Aktien, ETCs, ETFs, Fonds und Krypto-ETPs kosten laut Konditionenseite jeweils 0 €; die Startseite nennt „ab 0 EUR Ausführungsgebühr“ und über 10.800 Sparpläne auf Aktien, ETFs und Fonds, davon über 500 Fonds. Laut Preis- und Leistungsverzeichnis (Fassung 2026_07) liegt der Sparbetrag je Ausführung zwischen 1 € und 5.000 €; für ETFs, Zertifikate und Aktien ist die Ausführung „derzeit entgeltfrei, ansonsten 0,2 %, mind. 1,00 EUR“, bei Fonds entfällt der Ausgabeaufschlag (100 % Rabatt). Die Startseite ergänzt, dass Spreads, Zuwendungen und Produktkosten zusätzlich anfallen können. Das Angebot laut Startseite:

  • über 40.000 deutsche und internationale Aktien,
  • mehr als 2.500 ETFs,
  • mehr als 18.000 Fonds ohne Ausgabeaufschlag,
  • mehr als 4,6 Mio. Optionsscheine, Zertifikate und Knockouts,
  • 41 Kryptowährungen.

Derivate und Hebelprodukte sind riskant und können bis zum Totalverlust führen — für Einsteiger sind sie kein Thema. Wie du den ersten Sparplan sinnvoll aufsetzt, steht im ETF-Sparplan-Guide.

Zinskonto bei der Baader Bank

Nicht investiertes Geld kann auf dem Zinskonto der Baader Bank liegen. Laut Konditionenseite (Abruf 10/2026): 2,25 % p.a. (variabel) auf Guthaben bis 100.000 €, 2 % p.a. von über 100.000 € bis 1.000.000 €, darüber keine Verzinsung. Die Basis ist der EZB-Zinssatz für die Einlagefazilität abzüglich 0,25 Prozentpunkte (bis 100.000 €) beziehungsweise 0,5 Prozentpunkte (bis 1.000.000 €). Der Einlagesatz der EZB beträgt laut EZB seit dem 16.09.2026 2,50 %; die Sätze passen dazu, ändern sich aber mit jedem Zinsschritt. Die Zinsen werden laut Fußnote auf der Startseite rückwirkend quartalsweise gezahlt.

Beispiel: 10.000 € bei 2,25 % ergeben rund 225 € Zinsen brutto im Jahr, solange der Satz gleich bleibt. Bis zum Sparer-Pauschbetrag von 1.000 € (§ 20 Abs. 9 EStG) bleiben Zinsen mit Freistellungsauftrag steuerfrei, siehe Steuer-Ratgeber. Wer Tagesgeld und Festgeld vergleichen will, findet das in Tagesgeld vs. Festgeld.

Sicherheit: Einlagensicherung und Wertpapiere

Für Bankguthaben gilt der gesetzliche Schutz: höchstens 100.000 € pro Kunde und Bank, unabhängig von der Zahl der Konten (BaFin). Welche zusätzliche freiwillige Sicherung die Baader Bank bietet, habe ich auf den Anbieterseiten nicht belegt gefunden — verlasse dich nur auf die 100.000 €.

Wertpapiere im Depot fallen nicht unter die Einlagensicherung, bleiben aber dein Eigentum; im Insolvenzfall kannst du sie laut BaFin herausverlangen oder das Depot übertragen, sofern die Papiere nicht als Kreditsicherheit dienen (siehe Lombardkredit; § 47 InsO). Die gesetzliche Anlegerentschädigung deckt nur unterschlagene oder veruntreute Werte, 90 % bis höchstens 20.000 € (BaFin). Kursverluste sind nie abgesichert. Beim Lombardkredit (Zins gekoppelt an den 3-Monats-EURIBOR) haftest du mit deinen Wertpapieren; Kredit zum Wertpapierkauf erhöht das Verlustrisiko.

Stärken, Schwächen und typische Fehler

Stärken:

  • 0 € für Depot- und Kontoführung und für Sparplan-Ausführungen.
  • Sehr große Auswahl an Werten und Handelsplätzen.
  • Orders ab 500 € über gettex ohne Entgelt.

Schwächen:

  • Viele Orderentgelte (4 € plus Börsenentgelte) fallen an, sobald du nicht über gettex handelst — bei kleinen Beträgen teuer.
  • Mehr Auswahl heißt mehr Komplexität als in einer reinen Einsteiger-App.
  • Zinsen werden nur quartalsweise gezahlt und der Satz ist variabel.

Typische Fehler: Börsenplatz nicht prüfen und unnötig 4 € zahlen, Kleinstorders unter 500 € über gettex (1 € bei 100 € sind 1 %), Fremdwährungs- und Börsenentgelte beim Auslandshandel übersehen.

Kostenvergleich an drei Beispielen

Die Konditionenseite (Abruf 10/2026) erlaubt einfache Modellrechnungen. Alle Beispiele ignorieren Spreads, Produktkosten und Steuern, die zusätzlich anfallen können.

  • Monatlicher ETF-Sparplan über 150 €: Die Ausführung kostet laut Konditionenseite 0 €. Über zwölf Monate fallen also 0 € Ausführungsentgelt an. Laut Preis- und Leistungsverzeichnis (Fassung 2026_07) liegt der Sparbetrag je Ausführung zwischen 1 € und 5.000 €, 150 € liegen damit im zulässigen Bereich.
  • Einmalkauf von ETF-Anteilen für 2.000 €: Über gettex 0 € (ab 500 € Ordervolumen), über Tradegate laut Konditionenseite 4 €, über Xetra 4 € plus börsenplatzabhängige Entgelte von „0,01%, mind. 1,50 EUR“ (0,01 % von 2.000 € wären 0,20 €, es gilt also das Minimum), zusammen demnach 5,50 €.
  • Kauf von US-Aktien für 3.000 €: An der Nasdaq laut Konditionenseite 4 € plus 0,02 %, Minimum 8 USD. Die 0,02 % wären bei 3.000 € rechnerisch 0,60 €; da laut Preis- und Leistungsverzeichnis das Minimum von 8 USD für diesen Anteil gilt, zahlst du 4 € plus 8 USD. Dazu kommen laut Konditionenseite die SEC-Gebühr und mögliche Steuern.

Das zeigt: Wer regelmäßig kleine Beträge anlegt und den Sparplan nutzt, zahlt am wenigsten. Wer dagegen häufig kleine Einzelorders unter 500 € aufgibt, zahlt bei gettex 1 € je Order. Zehn solcher Orders im Jahr kosten damit 10 €.

Vor jeder Order lohnt ein Blick auf die Orderübersicht, weil der Handelsplatz bei der Eingabe gewählt wird. Die Preisunterschiede zwischen den Plätzen sind fest im Preis- und Leistungsverzeichnis geregelt, der Kurs selbst weicht je nach Platz leicht ab. Bewahre die Orderbestätigungen auf, damit du die tatsächlich berechneten Entgelte mit den Angaben der Konditionenseite abgleichen kannst.

Für wen es sich lohnt

Passend ist Smartbroker+ für Anleger, die ETFs, Einzelaktien oder Fonds breit streuen, mehrere Handelsplätze nutzen wollen und Wert auf ein Zinskonto im selben Haus legen. Weniger nötig ist er für Einsteiger mit nur einem Sparplan: Hier reicht oft eine schlanke App wie Trade Republic. Einen Überblick über die Einsteiger-Broker gibt der Depot-Vergleich.

Zur kostenlosen Depoteröffnung geht es über unsere Geld-sparen-Seite.

Häufige Fragen

Was kostet ein Depot bei Smartbroker+?

Depotführung inklusive Nebendepots und Kontoführung sind laut Konditionenseite kostenlos (Abruf 10/2026). Orderentgelte hängen vom Handelsplatz ab: gettex ab 500 € 0 €, darunter 1 €; Tradegate und L&S 4 € je Order (Preis- und Leistungsverzeichnis 2026_07), Baader Trading laut Konditionenseite ebenfalls 4 €.

Sind Sparpläne bei Smartbroker+ kostenlos?

Laut Konditionenseite kosten Sparpläne auf Aktien, ETCs, ETFs, Fonds und Krypto-ETPs 0 € in der Ausführung. Laut Preis- und Leistungsverzeichnis (2026_07) liegt der Sparbetrag bei 1 bis 5.000 € je Ausführung; für ETFs und Aktien gilt „derzeit entgeltfrei, ansonsten 0,2 %, mind. 1,00 EUR“. Angeboten werden über 10.800 Sparpläne. ETFs haben zusätzlich laufende Fondskosten.

Welche Bank führt das Depot bei Smartbroker+?

Laut Konditionenseite erfolgen Wertpapierverwahrung und Kontoführung über die Baader Bank. Ältere Testberichte nennen noch die DAB BNP Paribas. Entscheidend ist die Bank in deinen Vertragsunterlagen.

Wie hoch sind die Zinsen beim Zinskonto?

Laut Konditionenseite 2,25 % p.a. bis 100.000 € und 2 % p.a. darüber bis 1.000.000 € (variabel, Stand 10/2026). Gezahlt wird rückwirkend quartalsweise, die Basis ist der EZB-Zinssatz für die Einlagefazilität (laut EZB seit 16.09.2026: 2,50 %) abzüglich 0,25 beziehungsweise 0,5 Prozentpunkte.

Ist mein Geld bei Smartbroker+ sicher?

Bankguthaben sind gesetzlich bis 100.000 € pro Kunde und Bank geschützt (BaFin). Wertpapiere bleiben dein Eigentum, sind aber nicht gegen Kursverluste abgesichert.

Worin unterscheidet sich Smartbroker+ von Trade Republic?

Smartbroker+ bietet mehr Handelsplätze und Werte (über 40.000 Aktien, mehr als 2.500 ETFs) und wählt den Handelsplatz je Order. Trade Republic berechnet laut eigener Support-Seite keine Orderprovision, sondern eine Fremdkostenpauschale von einem Euro je Transaktion, und ist schlanker aufgebaut. Für einen einzelnen Sparplan reicht meist beides.

Quellen und Stand

  1. Smartbroker+: Konditionen (smartbrokerplus.de)
  2. Smartbroker+: Startseite (Angebot, Zinskonto-Fußnote) (smartbrokerplus.de)
  3. Smartbroker+: Preis- und Leistungsverzeichnis (2026_07) (content-hub.smartbrokerplus.de)
  4. BaFin: Einlagensicherung und Anlegerentschädigung (bafin.de)
  5. § 20 EStG (Sparer-Pauschbetrag, Abs. 9) (gesetze-im-internet.de)
  6. § 47 InsO (Aussonderung) (gesetze-im-internet.de)
  7. EZB: Leitzinsen (Einlagefazilität 2,50 % seit 16.09.2026) (ecb.europa.eu)
  8. Trade Republic Support: Ex-Post-Kosteninformation (Fremdkostenpauschale) (support.traderepublic.com)

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