Kaufberatung
Powerbank kaufen: mAh, Wh und Ladeleistung richtig lesen
Von der Preisdrache-Redaktion · Aktualisiert am · So arbeiten wir
<p>Für das Handy im Alltag reicht eine Powerbank mit 10.000 mAh und rund 20 Watt per USB-C; für Tablet oder Laptop brauchst du mehr Leistung in Watt, nicht nur mehr mAh. Entscheidend sind die Wattstunden (Wh), die nutzbare Kapazität, USB Power Delivery und die Flugzeug-Grenze von 100 Wh laut Luftfahrt-Bundesamt.</p><p>Die Seite stützt sich auf eine Auswertung von 121 Powerbank-Datenblättern (Icecat, Stand 11.10.2026) und auf Herstellerseiten. Es ist eine Zählung über Datenblätter, kein Test: Wir haben keine der Powerbanks selbst benutzt. Wo ein Hersteller etwas nicht nennt, steht „k. A.“.</p>
Powerbanks im Vergleich 2026
| Platz | Modell | Wertung | Kapazität | Max. Ladeleistung (USB-C) | Kabellos | Gewicht | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Unser FavoritVerbatim Charge 'n' Go Essentials Magnetic Wireless 20000 (32223) | 8,9 | 20.000 mAh (nutzbar etwa 12.000 mAh laut Hersteller) | 35 W, PD 3.0 und QC 3.0 | magnetisch bis 15 W | 351,1 g | Preis prüfen* |
| 2 | Für LaptopsSandberg Laptop Powerbank 27000 PD100W (421-13) | 8,8 | 27.000 mAh / 99,9 Wh | 100 W (zweiter USB-C-Port 30 W) | bis 10 W | 589 g | Preis prüfen* |
| 3 | Für ProfisTargus 140W USB-C Portable Power Bank APB081GLZ | 8,5 | 24.000 mAh (Wh k. A.) | 140 W, PD 3.1 EPR | k. A. | ca. 689 g (1,52 lb laut Targus) | Preis prüfen* |
| 4 | Qi2Cellularline Power Bank Mag Stand 10.000 Qi2 15W (PBMAG10000QI2K) | 8,0 | 10.000 mAh (Wh k. A.) | 20 W PD | Qi2 15 W | k. A. | Preis prüfen* |
| 5 | Für EinsteigerHama PD20-W20 Power Pack 20000 mAh (00201780) | 7,6 | 20.000 mAh (Wh k. A.) | 20 W gesamt, PD 3.0 und QC 3.0 | k. A. | 322,9 g | Preis prüfen* |
| 6 | EinstiegCellularline Power Bank 20000 (PBENTRY20000K) | 6,6 | 20.000 mAh (Wh k. A.) | 12 W | k. A. | k. A. | Preis prüfen* |
Verbatim Charge 'n' Go Essentials Magnetic Wireless 20000 (32223)
Für alle, die Handy und Tablet mit einem Gerät laden wollen und unter der 100-Wh-Grenze fürs Flugzeug bleiben.
- 35 Watt per USB-C in beide Richtungen laut Verbatim
- Magnetisches kabelloses Laden bis 15 W laut Verbatim
- Nutzbare Kapazität vom Hersteller offen genannt
- Rechnerisch etwa 74 Wh, unter der 100-Wh-Grenze
- Für Laptops zu schwach
- Wattstunden nennt Verbatim nicht, nur die Rechnung mit 3,7 V
- Kapazität
- 20.000 mAh (nutzbar etwa 12.000 mAh laut Hersteller)
- Max. Ladeleistung (USB-C)
- 35 W, PD 3.0 und QC 3.0
- Kabellos
- magnetisch bis 15 W
- Gewicht
- 351,1 g
Sandberg Laptop Powerbank 27000 PD100W (421-13)
Für alle, die ein Notebook per USB-C oder Rundstecker laden und trotzdem im Handgepäck fliegen wollen.
- 99,9 Wh laut Sandberg, gerade unter der 100-Wh-Grenze
- 100 W per USB-C und 84 W am DC-Anschluss laut Sandberg
- Kabelloses Laden bis 10 W laut Sandberg
- 5 Jahre Garantie laut Sandberg
- 589 Gramm laut Sandberg, schwer für den Alltag
- USB-C-Eingang nur bis 60 W, Aufladen dauert
- Kapazität
- 27.000 mAh / 99,9 Wh
- Max. Ladeleistung (USB-C)
- 100 W (zweiter USB-C-Port 30 W)
- Kabellos
- bis 10 W
- Gewicht
- 589 g
Targus 140W USB-C Portable Power Bank APB081GLZ
Für alle, die ein Notebook mit hohem Leistungsbedarf unterwegs laden müssen.
- Bis 140 W per PD 3.1 EPR laut Targus
- 1x USB-A und 2x USB-C laut Targus
- Rechnerisch etwa 88,8 Wh, unter 100 Wh
- 2 Jahre Garantie laut Targus
- Wattstunden nennt Targus auf der Produktseite nicht
- Kabelloses Laden nicht angegeben
- Kapazität
- 24.000 mAh (Wh k. A.)
- Max. Ladeleistung (USB-C)
- 140 W, PD 3.1 EPR
- Kabellos
- k. A.
- Gewicht
- ca. 689 g (1,52 lb laut Targus)
Cellularline Power Bank Mag Stand 10.000 Qi2 15W (PBMAG10000QI2K)
Für alle, die ihr Handy magnetisch laden und auf dem Tisch aufstellen wollen.
- Qi2 mit 15 W laut Cellularline
- 20 W Power Delivery per USB-C laut Cellularline
- Klappbarer Standfuß laut Cellularline
- Kompakte 10.000 mAh
- Gewicht auf der Herstellerseite nicht genannt
- Nur ein USB-Anschluss laut Cellularline
- Kapazität
- 10.000 mAh (Wh k. A.)
- Max. Ladeleistung (USB-C)
- 20 W PD
- Kabellos
- Qi2 15 W
- Gewicht
- k. A.
Hama PD20-W20 Power Pack 20000 mAh (00201780)
Für alle, die ein schlichtes 20.000-mAh-Gerät mit mehreren Anschlüssen für Handy und Zubehör wollen.
- PD 3.0 und Quick Charge 3.0 laut Hama
- 2x USB-C und 1x USB-A als Ausgänge laut Hama
- 322,9 Gramm für 20.000 mAh laut Hama
- Rechnerisch etwa 74 Wh
- Aufladen dauert laut Hama etwa 7 Stunden
- Kabelloses Laden nicht genannt
- Kapazität
- 20.000 mAh (Wh k. A.)
- Max. Ladeleistung (USB-C)
- 20 W gesamt, PD 3.0 und QC 3.0
- Kabellos
- k. A.
- Gewicht
- 322,9 g
Cellularline Power Bank 20000 (PBENTRY20000K)
Für alle, die nur gelegentlich das Handy nachladen und wenig Leistung brauchen.
- 20.000 mAh Kapazität laut Cellularline
- Drei Anschlüsse, zwei Ausgänge laut Cellularline
- LED-Anzeige für den Ladestand laut Cellularline
- Nur 12 W, für Tablets zu langsam
- Eingang nur 10,5 W laut Cellularline
- Kapazität
- 20.000 mAh (Wh k. A.)
- Max. Ladeleistung (USB-C)
- 12 W
- Kabellos
- k. A.
- Gewicht
- k. A.
So entsteht die Wertung: Die Wertung gewichtet Datenblattangaben zu Kapazität, Ladeleistung, kabellosem Laden und Gewicht, wie in diesem Ratgeber beschrieben; fehlende oder widersprüchliche Herstellerangaben geben Abzug. Es ist kein Praxistest; Werte ohne Herstellerbeleg stehen als „k. A.“. Preise ändern sich laufend – den aktuellen Preis siehst du beim Händler. *Affiliate-Links: Als Amazon-Partner und Partner weiterer Shops verdienen wir an qualifizierten Verkäufen eine Provision; für dich ändert sich der Preis nicht.
Welche Powerbank passt zu dir?
Die richtige Powerbank hängt weniger von der Marke als von drei Fragen ab: Was willst du laden (Handy, Tablet, Laptop), wie oft ohne Steckdose, und fliegst du damit? Für das Handy im Alltag reicht in der Regel eine Powerbank mit 10.000 mAh und rund 20 Watt per USB-C. Wer zusätzlich ein Tablet lädt oder mehrere Tage unterwegs ist, nimmt 20.000 mAh. Ein Laptop braucht einen USB-C-Ausgang mit deutlich mehr Leistung; in unseren Datenblättern beginnt das bei 65 Watt, die stärksten Modelle nennen 140 Watt.
Daraus ergeben sich vier Typen:
- Kompakt (5.000 bis 10.000 mAh): passt in die Jackentasche und lädt ein Handy ein- bis zweimal. Sinnvoll für Alltag und Pendeln.
- Mittelklasse (20.000 mAh, etwa 20 bis 35 Watt): für Wochenende, Festival, Reise mit Handy und Tablet. Deutlich schwerer, dafür mehr Ladungen.
- Laptop-Powerbank (20.000 bis 27.000 mAh, 65 bis 140 Watt): liefert genug Leistung für Notebooks, die per USB-C laden. Hier musst du die Flugzeug-Grenze von 100 Wh im Blick haben.
- Magnetisch mit Qi2: haftet am Smartphone und lädt kabellos. Bequem, aber langsamer als per Kabel und meist mit kleiner Kapazität.
Wenn du erst das Gerät suchst, das du laden willst, hilft dir Smartphone kaufen beim Handy-Akku und Tablet kaufen beim Tablet. Wer nicht nur Handy und Laptop, sondern Kaffeemaschine, Kühlbox oder Heizlüfter betreiben will, ist mit einer Powerbank falsch beraten und braucht eine Powerstation; die Unterschiede erklärt Beste Powerstation 2026.
mAh, Wh und die nutzbare Kapazität
Auf der Verpackung steht fast immer die Kapazität in Milliamperestunden (mAh). Vergleichbar wird sie erst, wenn du sie in Wattstunden (Wh) umrechnest: Wh = mAh × Volt ÷ 1.000. Lithium-Zellen laufen mit einer Nennspannung von rund 3,7 Volt. Damit sind 10.000 mAh rechnerisch etwa 37 Wh, 20.000 mAh etwa 74 Wh und 27.000 mAh etwa 100 Wh. Das ist eine Rechnung mit der üblichen Nennspannung, keine Messung am Gerät. Sandberg nennt für die Laptop Powerbank 421-13 laut Hersteller 27.000 mAh bei 3,7 Volt und 99,9 Wh, also knapp unter der Flugzeug-Grenze.
Die aufgedruckte Zahl ist die Zellenkapazität, nicht das, was im Handy ankommt. Beim Laden über USB gehen Energie in Spannungswandlung und Wärme verloren, und der Ausgang arbeitet bei 5 Volt statt bei 3,7. Verbatim sagt das offen: Die Charge 'n' Go Essentials 20000 hat laut Hersteller 20.000 mAh, als nutzbare Kapazität nennt Verbatim etwa 12.000 mAh bei 5 Volt und 2,4 Ampere. Das sind rechnerisch 60 Prozent der aufgedruckten Zahl. Als Faustregel für die Praxis solltest du deshalb mit der Hälfte bis zwei Dritteln der Herstellerangabe rechnen, wenn du die Zahl der möglichen Handyladungen schätzt; ein Messwert für jedes Modell liegt uns nicht vor.
Für den Kauf heißt das: Vergleiche Powerbanks über Wh statt über mAh, wenn du verschiedene Spannungen vor dir hast, und rechne den Akku deines Handys oder Laptops ebenfalls in Wh um. Die Wh-Angabe deines Geräts steht im Datenblatt oder auf dem Typenschild. Teile die Wh der Powerbank durch die Wh deines Geräts, ziehe etwa ein Drittel bis die Hälfte als Verlust ab, und du hast eine ehrliche Schätzung der Ladungen. Wo ein Hersteller keine Wh nennt, rechnen wir mit 3,7 Volt selbst und kennzeichnen das als Rechnung.
Was die Datenblätter zeigen
Für diesen Ratgeber haben wir 121 Powerbank-Datenblätter aus dem Icecat Open Catalog (Stand 11.10.2026) ausgezählt; sie sind auch im Powerbank-Hub aufgelistet. Das ist eine Zählung über diese Datenblätter, keine Marktstatistik und kein Test. Nicht jedes Feld ist bei jedem Gerät befüllt, deshalb steht bei jedem Merkmal die Zahl der Datenblätter mit Angabe. Die Marken sind im Katalog ungleich vertreten (zum Beispiel Sandberg mit 33, Cellularline mit 29, LogiLink mit 18 und Hama mit 12 Datenblättern), das Bild gilt also nur für diesen Bestand.
- Kapazität: 117 von 121 Datenblättern nennen mAh. Die Spanne reicht von 5.000 bis 144.000 mAh, der Median liegt bei 10.000 mAh. Am häufigsten: 10.000 mAh (42 mal), 20.000 mAh (35 mal), 5.000 mAh (16 mal) und 27.000 mAh (7 mal).
- Maximale Ladeleistung per USB: 101 Angaben von 7,5 bis 140 Watt, Median 20 Watt. 20 Watt stehen 40 mal im Datenblatt, 12 Watt 12 mal, 100 Watt 11 mal, 18 Watt und 65 Watt je 7 mal.
- USB Power Delivery: 98 Datenblätter nennen es, alle mit „Ja“.
- Schnellladung: 106 Angaben, 105 mal „Ja“ und 1 mal „Nein“ (die Cellularline Mag Lite 10000 mit 7,5 Watt).
- Gleichzeitig ladbare Geräte: 97 Angaben, Median 2. Zwei Geräte nennen 41 Datenblätter, drei Geräte ebenfalls 41, nur eines 9.
- USB-C-Anschlüsse: 114 Angaben, Median 1. Einen USB-C-Port haben 65 Datenblätter, zwei 47, drei nur 2.
- Kabelloses Laden: 70 Angaben, davon 31 mal „Ja“ und 39 mal „Nein“; bei 51 Datenblättern fehlt die Angabe.
- Gewicht: alle 121 Datenblätter nennen es, von 89 Gramm bis 4,5 Kilogramm, Median 275 Gramm.
- Geeignet für: 66 mal „Universal“, 25 mal „Handy/Smartphone“, nur 5 mal ausschließlich „Laptop/Netbook“.
Was daraus folgt: Die typische Powerbank in diesem Bestand ist ein 10.000-mAh-Gerät mit 20 Watt, zwei Ausgängen und gut einem Viertel Kilogramm. Laptop-taugliche Modelle mit 65 Watt und mehr sind die Ausnahme. Außerdem sind vier Datenblätter mit 40.000 bis 144.000 mAh dabei; bei 3,7 Volt sind das rechnerisch weit mehr als 100 Wh, solche Geräte gehören also nicht ins Flugzeug, und das 4,5-Kilogramm-Modell ist eher eine kleine Powerstation. Beim kabellosen Laden fehlt in mehr als vier von zehn Datenblättern die Angabe, prüfe sie auf der Herstellerseite. Die Vergleichstabelle oben nutzt nur Werte, die der Hersteller selbst nennt.
USB Power Delivery und PPS
USB Power Delivery (PD) ist der Standard, über den Ladegerät und Gerät die Spannung aushandeln. Ohne PD bleibt es bei 5 Volt und wenigen Watt. In unseren Datenblättern nennen 98 von 121 PD, und nur bei Modellen mit PD kannst du ein Handy wirklich schnell und einen Laptop überhaupt laden. Targus nennt für die 140-Watt-Powerbank APB081GLZ laut Hersteller „Power Delivery 3.1 EPR“; das ist die Erweiterung für hohe Leistungen. Hama führt beim PD20-W20 laut Hersteller PD 3.0 und Qualcomm Quick Charge 3.0.
PPS (Programmable Power Supply) ist eine Erweiterung von PD, bei der das Ladegerät die Spannung in kleinen Schritten anpasst. Manche Smartphones, zum Beispiel Samsung-Modelle, nutzen PPS für ihr schnellstes Laden und fallen sonst auf eine langsamere PD-Stufe zurück. Ob dein Handy das braucht, steht in dessen Datenblatt. Bei der Powerbank findest du PPS in der Beschreibung der Schnellladetechnik; in unserem Bestand ist diese Angabe nur bei 49 von 121 Datenblättern vorhanden, und PPS taucht darin nur vereinzelt auf. Wer ein Samsung-Handy mit maximaler Geschwindigkeit laden will, sollte PPS also ausdrücklich in der Produktbeschreibung suchen.
Quick Charge (QC) ist Qualcomms eigener Standard und taucht in vielen Datenblättern neben PD auf; moderne Geräte laden meist über PD. Ein reines QC-Gerät ohne PD ist für neue Smartphones und Laptops die schlechtere Wahl. Prüfe außerdem das Kabel: Sandberg legt der 421-13 laut Hersteller ein USB-C-Kabel für 100 Watt bei. Ein einfaches Kabel aus dem Handy-Zubehör begrenzt oft die Leistung, und das ist eine häufige Ursache, wenn der Laptop an der Powerbank nur langsam oder gar nicht lädt.
Ladeleistung: Handy oder Laptop?
Für ein Handy reichen die 20 Watt, die in unserem Bestand der Median sind. Mehr bringt nur, wenn das Handy mehr annimmt. Wichtig ist die Verteilung auf mehrere Anschlüsse: Hama gibt beim PD20-W20 laut Hersteller 20 Watt gesamt an, und Sandberg nennt bei der 421-13 am zweiten USB-C-Port 30 Watt statt der 100 Watt des ersten. Lies deshalb im Datenblatt nach, ob die Leistung pro Port oder gesamt gilt.
Für einen Laptop zählt der stärkste USB-C-Port. Die Sandberg 421-13 liefert laut Hersteller am USB-C-Ausgang bis zu 100 Watt (20 Volt bei 5 Ampere), am Gleichstromanschluss bis zu 84 Watt, am zweiten USB-C-Port 30 Watt und am USB-A-Port 22,5 Watt. Die Targus APB081GLZ nennt bis zu 140 Watt per PD 3.1 EPR. Bei beiden hängt die Ladezeit der Powerbank selbst von der Eingangsleistung ab: Sandberg gibt für den USB-C-Eingang höchstens 60 Watt an; bei 99,9 Wh braucht das Wiederaufladen damit rechnerisch mindestens knapp zwei Stunden, mit einem schwächeren Ladegerät entsprechend länger.
Zum Vergleich die Einsteigerseite: Die Cellularline Power Bank 20000 (PBENTRY20000K) nennt laut Hersteller höchstens 12 Watt Ausgangsleistung und 10,5 Watt Eingang. Das lädt ein Handy, aber langsam, und ist für Tablets und Laptops nicht gedacht. Die Hama PD20-W20 kommt laut Hersteller auf 20 Watt gesamt und braucht für das Aufladen etwa 7 Stunden über USB-C. Rechne also immer beides: wie schnell die Powerbank dein Gerät lädt und wie lange sie selbst am Netz hängt.
Gewicht, Anschlüsse und Kabel
Gewicht ist bei Powerbanks fast proportional zur Kapazität, weil die Zellen den Hauptteil ausmachen. In unseren 121 Datenblättern liegt der Median bei 275 Gramm, das leichteste Modell wiegt 89 Gramm, das schwerste 4,5 Kilogramm. Konkrete Herstellerwerte: Die Hama PD20-W20 mit 20.000 mAh wiegt laut Hersteller 322,9 Gramm, die Verbatim Charge 'n' Go Essentials 20000 mit Magnet 351,1 Gramm, die Sandberg 421-13 mit 27.000 mAh 589 Gramm und die Targus APB081GLZ mit 24.000 mAh rund 689 Gramm (Targus nennt 1,52 lb). Wer täglich trägt, spürt jede 100 Gramm.
Bei den Anschlüssen zählt, was du anschließen willst. Mindestens ein USB-C-Port mit PD ist heute Pflicht; 65 der 114 Datenblätter mit Angabe haben genau einen, 47 haben zwei. Ein USB-A-Port ist praktisch für ältere Kabel, ein Gleichstromanschluss (wie bei Sandberg) nur für Notebooks mit passendem Rundstecker. Ein USB-C-Port, der zugleich Ein- und Ausgang ist, spart Platz; die Targus nutzt laut Hersteller einen Port für beides.
Das mitgelieferte Kabel ist oft der Schwachpunkt: Der Cellularline Power Bank 20000 liegt laut Hersteller ein 15 Zentimeter langes Kabel bei, und die Mag Stand 10.000 bringt ein 15 Zentimeter langes USB-C-Kabel mit. Das ist kompakt für die Tasche, aber zu kurz, um das Handy beim Laden bequem in der Hand zu halten.
Kabelloses Laden und Qi2
Kabelloses Laden in der Powerbank erkennst du am Qi-Logo oder am Magnetring. Wichtig ist der Standard: Qi2 ist der neuere Qi-Standard des Wireless Power Consortium (WPC). Laut WPC wurde Qi2 2023 mit 15 Watt eingeführt und nutzt das Magnetic Power Profile, damit Handy und Ladegerät sauber ausgerichtet sind; das erhöht die Effizienz gegenüber dem alten Qi. Die Stufe Qi2 25W folgte laut WPC im Juli 2025. Ob dein Handy 15 oder 25 Watt kabellos annimmt, steht im Datenblatt des Handys; die Powerbank kann nie mehr liefern, als das Handy akzeptiert.
In unseren Datenblättern nennen 31 von 70 Angaben kabelloses Laden, bei 51 fehlt die Angabe. Die Cellularline Mag Stand 10.000 Qi2 15W (PBMAG10000QI2K) nennt laut Hersteller 15 Watt Qi2 kabellos und 20 Watt Power Delivery per USB-C bei 10.000 mAh, dazu einen klappbaren Standfuß. Die Sandberg 421-13 bietet laut Hersteller nur bis zu 10 Watt kabellos, die Verbatim Charge 'n' Go Essentials 20000 laut Hersteller bis zu 15 Watt magnetisch; wie schnell das Handy tatsächlich lädt, hängt nach Verbatim vom Handy ab.
Kabellos ist bequem, aber nicht die schnellste Wahl: Die Leistung ist bei Qi2 auf 15 Watt begrenzt, mit Kabel sind 20 Watt und mehr möglich. Wenn du das Handy auf dem Weg benutzen willst, ist ein Kabel oft schneller. Kaufe Qi2 nur, wenn dir das Haften am Handy wirklich wichtig ist.
Powerbank im Flugzeug: 100 Wh und 160 Wh
Für Flüge gilt die Wh-Angabe, nicht die mAh-Zahl. Nach der Seite „Elektronische Geräte mit Lithium-Batterien“ des Luftfahrt-Bundesamts (LBA) sind lose Lithium-Ersatzbatterien, dazu zählen Powerbanks, im aufgegebenen Gepäck verboten; sie gehören ins Handgepäck. Lithium-Ionen-Batterien dürfen laut LBA bis 100 Wh Nennenergie mit. Mit Genehmigung des Luftfahrtunternehmens sind Batterien bis 160 Wh möglich, und in dem Fall darf laut LBA jeder Passagier höchstens zwei solcher Ersatzbatterien mitführen.
Rechne also nach: Eine 20.000-mAh-Powerbank liegt rechnerisch bei 74 Wh und damit klar unter 100 Wh. Eine 27.000-mAh-Powerbank liegt mit etwa 100 Wh am Limit. Die Sandberg 421-13 hält die Grenze laut Hersteller mit 99,9 Wh gerade ein. Die Targus APB081GLZ mit 24.000 mAh liegt rechnerisch bei 88,8 Wh (24.000 mAh × 3,7 Volt); Targus wirbt mit „configured to stay below 27,000 mAh FAA/TSA limit“, einem Hinweis auf die US-Regel. Eine Powerbank mit 40.000 mAh oder mehr kommt rechnerisch auf über 100 Wh und braucht die Zustimmung der Airline oder bleibt zu Hause.
Zwei Praxishinweise: Erstens können Airlines strenger sein als die Behörden. Das LBA verweist selbst auf das Luftfahrtunternehmen für abweichende Anforderungen, lies also die Bedingungen deiner Fluggesellschaft, vor allem zur Nutzung an Bord. Zweitens solltest du die Wh-Angabe belegen können, am besten über das Typenschild oder das Herstellerdatenblatt. Schütze außerdem die Pole vor Kurzschluss (Originalverpackung oder Klebeband) und nimm die Powerbank nie in den Koffer.
Typische Fehlkäufe, Pflege und die Modelle
Die häufigsten Fehlkäufe entstehen aus der Zahl auf der Verpackung. Erstens: hohe mAh bei niedriger Leistung. Die Cellularline Power Bank 20000 hat 20.000 mAh, aber höchstens 12 Watt; für ein Tablet ist das zu langsam. Zweitens: eine Powerbank mit zu wenig Watt für den Laptop, die ihn kaum lädt. Drittens: eine Powerbank über 100 Wh für die Urlaubsreise, die am Flughafen bleibt. Viertens: ein zu kurzes oder zu schwaches Kabel. Fünftens: die Annahme, Qi2 sei schneller als ein Kabel.
Zur Pflege: Lade Lithium-Powerbanks nicht in der Hitze und lagere sie nicht komplett leer. Eine aufgeblähte oder heiße Powerbank verwendest du nicht weiter. Zur Garantie: Sandberg gibt für die 421-13 laut Hersteller fünf Jahre Garantie, Targus zwei Jahre.
Die Modelle der Vergleichstabelle decken verschiedene Klassen ab. Die Verbatim Charge 'n' Go Essentials 20000 steht oben als Favorit für die meisten, weil sie mit 35 Watt, 20.000 mAh und Magnet-Laden für Handy und Tablet reicht und rechnerisch unter der Flugzeug-Grenze bleibt. Die Sandberg 421-13 und die Targus APB081GLZ sind die Wahl für Laptops. Die Cellularline Mag Stand ist für alle, die Qi2 am Handy wollen, die Hama PD20-W20 ein schlichter 20-Watt-Allrounder, die Cellularline Power Bank 20000 die einfache Einstiegsvariante. Alle Datenblätter findest du im Powerbank-Hub.
Modelle nachschlagen: Produktdaten
Häufige Fragen
Wie viele mAh braucht eine Powerbank?
Für das Handy im Alltag reichen 10.000 mAh; für Handy plus Tablet oder zwei Tage ohne Steckdose 20.000 mAh. In unseren 121 Datenblättern liegt der Median bei 10.000 mAh (117 Angaben), am zweithäufigsten sind 20.000 mAh. Ein Laptop braucht vor allem mehr Leistung in Watt.
Wie rechne ich mAh in Wh um?
Wh = mAh × Volt ÷ 1.000. Mit der üblichen Zellenspannung von 3,7 Volt sind 10.000 mAh rund 37 Wh und 20.000 mAh rund 74 Wh. Das ist eine Rechnung, keine Messung; manche Hersteller nennen die Wh zusätzlich, Sandberg zum Beispiel 99,9 Wh für 27.000 mAh.
Wie viel von den mAh kommt wirklich im Handy an?
Deutlich weniger als aufgedruckt. Verbatim nennt für die Charge 'n' Go Essentials 20000 laut Hersteller eine nutzbare Kapazität von etwa 12.000 mAh bei 5 Volt, also 60 Prozent der Nennkapazität. Rechne in der Praxis mit der Hälfte bis zwei Dritteln.
Darf eine Powerbank ins Flugzeug?
Ja, aber nur im Handgepäck. Das Luftfahrt-Bundesamt nennt für Lithium-Ionen-Batterien 100 Wh als Grenze; bis 160 Wh braucht es die Genehmigung der Airline, und es sind höchstens zwei Ersatzbatterien pro Passagier erlaubt. Im aufgegebenen Gepäck sind Powerbanks verboten. Prüfe zusätzlich die Regeln deiner Airline.
Brauche ich USB Power Delivery und PPS?
PD brauchst du für schnelles Laden und für Laptops; 98 von 121 Datenblättern nennen es. PPS ist eine Erweiterung, die manche Smartphones, etwa Samsung-Modelle, für das schnellste Laden nutzen. Schau ins Datenblatt deines Handys, ob es PPS verlangt.
Lohnt sich eine Powerbank mit Qi2?
Nur wenn du das Haften am Handy willst. Qi2 liefert laut WPC 15 Watt und ist damit nicht schneller als ein Kabel mit 20 Watt. Die Cellularline Mag Stand 10.000 Qi2 15W bietet laut Hersteller 15 Watt kabellos und 20 Watt per USB-C.
Kann eine Powerbank meinen Laptop laden?
Ja, wenn sie per USB-C genug Leistung liefert und dein Laptop USB-C-Ladung unterstützt. Die Sandberg 421-13 nennt laut Hersteller 100 Watt am USB-C-Ausgang, die Targus APB081GLZ bis 140 Watt. Eine 12-Watt-Powerbank reicht dafür nicht.
Quellen und Stand
- Icecat Open Catalog: Datenblätter (eigene Auswertung von 121 Powerbank-Datenblättern, Stand 11.10.2026) (icecat.biz)
- Luftfahrt-Bundesamt: Elektronische Geräte mit Lithium-Batterien (Passagiergepäck) (lba.de)
- Sandberg: Laptop Powerbank 27000 PD100W (421-13), Herstellerseite (sandberg.world)
- Targus: 140W USB-C Portable Power Bank APB081GLZ, Herstellerseite (us.targus.com)
- Verbatim: Charge 'n' Go Essentials Magnetic Wireless Power Bank 20000 mAh (32223), Herstellerseite (verbatim-europe.com)
- Cellularline: Power Bank Mag Stand 10.000 Qi2 15W, Herstellerseite (cellularline.com)
- Cellularline: Power Bank 20000 (PBENTRY20000K), Herstellerseite (cellularline.com)
- Hama: PD20-W20 Power Pack 20000 mAh (00201780), Herstellerseite (in.hama.com)
- Wireless Power Consortium: Qi2 (Magnetic Power Profile, 15 W) (wirelesspowerconsortium.com)
Technische Angaben im Modellvergleich: Hersteller- und Händlerdatenblätter, Stand 11. Oktober 2026; nicht belegte Werte stehen als „k. A.“. Aktualisiert am . Preisdrache testet nicht selbst im Labor — wie wir Daten auswählen und gewichten, steht unter So vergleichen wir; wie wir Geld verdienen, unter Wie wir Geld verdienen. Fehler gefunden? Schreib uns über die Adresse im Impressum.
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