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Kaufberatung

Multikocher kaufen – die ehrliche Kaufberatung

Von der Preisdrache-Redaktion · Aktualisiert am 8. Oktober 2026

Ein Multikocher mit Druckfunktion, oft schlicht „Instant Pot“ genannt, ersetzt keinen ganzen Herd, aber er nimmt dir bei Eintöpfen, Hülsenfrüchten, Reis und Braten viel Zeit und Aufsicht ab. Du gibst Zutaten und Flüssigkeit in den Topf, schließt den Deckel, wählst ein Programm, und das Gerät regelt Temperatur und Druck selbst. Bevor du kaufst, solltest du aber drei Dinge klären: Brauchst du wirklich Druckgaren, oder reicht ein Schongarer? Willst du Knuspern und Frittieren dazu, wie es die Ninja-Foodi-Geräte mit zweitem Deckel versprechen? Und wie viel Platz hast du, denn die Geräte sind größer, als es auf Fotos wirkt? Hier findest du die Kriterien, die im Alltag zählen, typische Fehlkäufe und eine Einordnung, welcher Typ zu wem passt.

Multikocher im Vergleich 2026

Stand 2026-10-08 · Werbung Links mit * sind Affiliate-Links

PlatzModellWertungVolumenLeistungDruckgarenBesonderheit
1 Unser FavoritInstant Pot Duo 5,7 L (IP-DUO60) 8,8 5,7 l1.000 Wja, hoch 0,65-0,85 bar / niedrig 0,35-0,55 bar7-in-1, Edelstahltopf, Programmanzahl je Quelle 11-13 Preis prüfen*
2 Für TechnikfansInstant Pot Pro Plus 5,7 L 8,6 5,7 l1.200 WjaWLAN-App, NutriBoost, Sous-vide Preis prüfen*
3 Für FamilienNinja Foodi MAX OP500EU 8,4 7,5 lk. A. (Quellen: 1.460 bis 1.760 W)ja9-in-1, Knusperdeckel, Heißluft, Grillen Preis prüfen*
4 Druck und KnusperNinja Foodi OP300EU 8,0 6 l (Korb 3,6 l)1.460 WjaTenderCrisp, Knusperdeckel, 7 Funktionen Preis prüfen*
5 Mit AppKrups Cook4Me Touch CZ9128 7,9 6 l (Händler teils 4 l Rührschüssel)k. A. (Amazon-Eintrag 1.000 W, Händler 1.600 W)jaWLAN, Cook4Me-App, 13 Programme Preis prüfen*
6 Philips-BedienungPhilips Viva Collection HD2237/40 7,5 6 l1.300 Wja, 7 Druckgarprogramme laut DatenblattProCeramic+-Topf, Warmhalten bis 12 h Preis prüfen*
1
Unser Favorit

Instant Pot Duo 5,7 L (IP-DUO60)

Für alle, die einen unkomplizierten elektrischen Schnellkochtopf mit Edelstahltopf wollen.

8,8/10
  • Edelstahltopf (304, 18/8), ohne PTFE und PFOA
  • Zwei Druckstufen, Zeitvorwahl, Warmhalten
  • Mit rund 5,4 kg vergleichsweise leicht
  • Spülmaschinengeeignet laut Amazon-Eintrag
  • Kein Heißluft- oder Knusperdeckel
  • Programmanzahl in den Quellen uneinheitlich
Volumen
5,7 l
Leistung
1.000 W
Druckgaren
ja, hoch 0,65-0,85 bar / niedrig 0,35-0,55 bar
Besonderheit
7-in-1, Edelstahltopf, Programmanzahl je Quelle 11-13
Bei Amazon ansehen*
2
Für Technikfans

Instant Pot Pro Plus 5,7 L

Für alle, die WLAN-Steuerung, mehr Leistung und Sous-vide wollen.

8,6/10
  • 1.200 W für kürzeres Aufheizen
  • App-Steuerung mit Rezepten
  • Sous-vide-Funktion
  • Mehrschichtiger Edelstahl-Innentopf laut Hersteller
  • Gewicht und Maße nicht belegt (k. A.)
  • Amazon-Eintrag zeigte zum Prüfzeitpunkt „derzeit nicht verfügbar“
  • App-Funktion hängt vom Hersteller-Server ab
Volumen
5,7 l
Leistung
1.200 W
Druckgaren
ja
Besonderheit
WLAN-App, NutriBoost, Sous-vide
Bei Amazon ansehen*
3
Für Familien

Ninja Foodi MAX OP500EU

Für Familien, die Druckgaren und Knuspern mit großem 7,5-Liter-Topf wollen.

8,4/10
  • Größter Topf im Vergleich
  • Druckdeckel und Knusperdeckel in einem Gerät
  • Neun Funktionen, auch Dörren und Joghurt
  • Spülmaschinenfeste Teile laut Händler
  • Mit 9,5 bis 11,3 kg je Quelle sehr schwer
  • Netzkabel laut einem Händler nur rund 0,8 m lang
Volumen
7,5 l
Leistung
k. A. (Quellen: 1.460 bis 1.760 W)
Druckgaren
ja
Besonderheit
9-in-1, Knusperdeckel, Heißluft, Grillen
Bei Amazon ansehen*
4
Druck und Knusper

Ninja Foodi OP300EU

Für alle, die auf 6 Liter Platz Druckgaren und Heißluft kombinieren wollen.

8,0/10
  • Druck- und Knusperdeckel im Lieferumfang
  • 1.460 W
  • Meiste Teile laut Testauszug spülmaschinengeeignet
  • Zwei Ebenen gleichzeitig garbar (z. B. Reis unten, Fisch oben) laut Testauszug
  • Aufheizzeit laut Testauszug auf Preisvergleichsseiten über zehn Minuten, Menü auf Englisch
  • Schwer und hoch; Crisp-Deckel laut Testauszug nur feucht abwischbar
Volumen
6 l (Korb 3,6 l)
Leistung
1.460 W
Druckgaren
ja
Besonderheit
TenderCrisp, Knusperdeckel, 7 Funktionen
Bei Amazon ansehen*
5
Mit App

Krups Cook4Me Touch CZ9128

Für alle, die Rezeptführung per App und Touch-Display mögen.

7,9/10
  • Touch-Display und App
  • Behälter spülmaschinenfest laut Amazon-Eintrag
  • 13 Kochprogramme
  • WLAN-Steuerung und Rezepte per Cook4Me-App
  • Druckwert nicht belegt (k. A.)
  • Volumen- und Leistungsangaben der Händler widersprüchlich
  • Amazon-Eintrag zeigte zum Prüfzeitpunkt „derzeit nicht verfügbar“
Volumen
6 l (Händler teils 4 l Rührschüssel)
Leistung
k. A. (Amazon-Eintrag 1.000 W, Händler 1.600 W)
Druckgaren
ja
Besonderheit
WLAN, Cook4Me-App, 13 Programme
Bei Amazon ansehen*
6
Philips-Bedienung

Philips Viva Collection HD2237/40

Für Haushalte, die ein 6-Liter-Gerät mit sieben Druckgarprogrammen und Beschichtungstopf wollen.

7,5/10
  • 1.300 W bei 6 Litern Fassungsvermögen
  • ProCeramic+-Beschichtung laut Datenblatt
  • Warmhalten bis 12 Stunden laut Händler
  • Neun Sicherheitssysteme laut Hersteller
  • Laut Amazon-Eintrag nicht spülmaschinenfest
  • Datenblätter beziehen sich teils auf das Schwestermodell HD2237/72
Volumen
6 l
Leistung
1.300 W
Druckgaren
ja, 7 Druckgarprogramme laut Datenblatt
Besonderheit
ProCeramic+-Topf, Warmhalten bis 12 h
Bei Amazon ansehen*

So entsteht die Wertung: Die Wertung ergibt sich aus gewichteten Datenblatt- und Händlerangaben (Volumen, Ausstattung, Topf, Reinigung) nach den Kriterien dieses Ratgebers. Es ist kein Praxistest; fehlende oder widersprüchliche Angaben sind mit k. A. markiert. Preise ändern sich laufend – den aktuellen Preis siehst du beim Händler. *Affiliate-Links: Als Amazon-Partner und Partner weiterer Shops verdienen wir an qualifizierten Verkäufen eine Provision; für dich ändert sich der Preis nicht.

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Was ein Multikocher mit Druckfunktion eigentlich ist

Ein elektrischer Schnellkochtopf kombiniert Heizplatte, Topf, dichten Deckel und Steuerung in einem Gerät. Beim Druckgaren steigt im verschlossenen Topf der Druck, dadurch liegt der Siedepunkt des Wassers über 100 °C. Beim Instant Pot Duo nennt eine Händler- und Herstellerangabe für die hohe Stufe 0,65 bis 0,85 bar Überdruck und rund 116 °C, für die niedrige Stufe 0,35 bis 0,55 bar und rund 110 °C. Das verkürzt die Garzeit von Dingen, die sonst lange köcheln, deutlich: Linsen, Bohnen, Rinderschmorbraten, Brühe, Kartoffeln.

Zusätzlich bieten die meisten Geräte Funktionen ohne Druck: Anbraten (Sauté), Schongaren, Dampfgaren, Reis, Joghurt, Warmhalten. Bei manchen Modellen kommen Sous-vide oder ein Heißluft-Deckel dazu. Wichtig zu verstehen: Die Zahl in der Werbung („7-in-1“, „9-in-1“, „10-in-1“) ist eine Marketing-Zahl. Sie zählt Funktionen, die ein Topf mit Heizplatte ohnehin kann, und sagt wenig über die Qualität aus. Entscheidend sind Topfmaterial, Volumen, Heizleistung, Bedienung und Reinigung.

Volumen und Leistung: Was „5,7 Liter“ wirklich bedeutet

Die gängigste Größe ist 5,7 bis 6 Liter, ausgelegt für etwa vier bis sechs Portionen. Der Instant Pot Duo hat laut Datenblatt 5,7 Liter und 1.000 W, der Instant Pot Pro Plus ebenfalls 5,7 Liter, aber 1.200 W. Das Ninja Foodi MAX OP500EU kommt auf 7,5 Liter, das Ninja Foodi OP300EU auf 6 Liter, die Philips Viva Collection HD2237/40 auf 6 Liter bei 1.300 W.

Beachte: Das Nennvolumen ist nicht die Füllmenge. Bei Druckgaren darf der Topf nur bis zu einer Markierung gefüllt werden, bei schäumenden Speisen wie Hülsenfrüchten oder Haferflocken noch weniger, damit das Ventil nicht verstopft. Rechne mit etwa zwei Dritteln des Nennvolumens als nutzbarer Menge. Das Innentopf-Maß beim Instant Pot Duo gibt eine Händlerangabe mit 18 cm Durchmesser und 12 cm Höhe an. Für einen Single-Haushalt reicht oft ein 3-Liter-Gerät; für Familien ist 5,7 bis 6 Liter die vernünftige Mitte. Der 7,5-Liter-Topf des Ninja Foodi MAX lohnt sich nur, wenn du wirklich große Mengen oder einen ganzen Braten machen willst.

Mehr Leistung bedeutet kürzeres Aufheizen, bis der Druck steht. Ein Preisvergleichsportal bemängelt beim Ninja OP300EU, dass die Aufheizzeit von über zehn Minuten die versprochene Zeitersparnis schmälert. Das gilt für alle Druckgeräte: Die reine Garzeit ist kurz, Aufheizen und Druckabbau kommen aber dazu.

Topfmaterial: Edelstahl oder Antihaft?

Der Innentopf ist das Teil, das du am häufigsten anfasst. Beim Instant Pot Duo besteht er laut Angabe aus Edelstahl 304 (18/8), ohne PTFE oder PFOA. Edelstahl ist robust und verträgt Metallbesteck besser, brät aber anfangs leichter an. Antihaftbeschichtete Töpfe wie bei den Ninja-Foodi-Modellen reinigen sich leichter, können aber zerkratzen; Metallbesteck und scharfe Schwämme solltest du meiden. Philips nennt für die Viva Collection eine ProCeramic+-Beschichtung und wirbt mit höherer Haltbarkeit; das ist eine Herstellerangabe, kein unabhängiger Befund.

Praktischer Tipp: Prüfe, ob der Innentopf als Ersatzteil nachbestellbar ist, und lege ihn nicht mit scharfen Schwämmen in die Spülmaschine, wenn die Beschichtung empfindlich ist. Ein zweiter Topf lohnt sich, wenn du oft mehrere Gerichte nacheinander kochst.

Deckel, Ventil und Sicherheit

Der Deckel ist das sicherheitsrelevante Teil. Moderne Geräte verriegeln ihn, solange Druck anliegt, und haben ein Sicherheitsventil sowie Überhitzungsschutz. Philips spricht beim HD2237/40 von neun Sicherheitssystemen, für den Instant Pot Pro Plus nennt der Hersteller mehr als elf Sicherheitsfunktionen. Das sind Herstellerangaben; wichtig ist für dich im Alltag, dass du den Deckel nie mit Gewalt öffnest und das Ventil frei hältst.

Zwei Methoden zum Druckabbau: natürlich (das Gerät kühlt von allein ab, das dauert) und schnell (du öffnest das Ventil, heißer Dampf entweicht). Bei Speisen mit viel Flüssigkeit oder Schaum ist der natürliche Abbau sicherer. Beim Schnellabbau gehört die Hand nicht über das Ventil. Der Silikonring im Deckel nimmt Gerüche an und verschleißt; Hersteller empfehlen, ihn regelmäßig zu tauschen, das Intervall steht in der Anleitung. Ein zweiter Ring für Süßes und Herzhaftes ist eine kleine Investition, die viel bringt.

Der Ninja Foodi arbeitet mit zwei Deckeln: einem Druckdeckel und einem Knusperdeckel für Heißluft, Backen und Grillen. Das ist praktisch, bedeutet aber auch mehr Teile zum Verstauen und eine Maschine von rund zehn Kilo, je nach Quelle.

Multikocher oder Küchenmaschine mit Kochfunktion?

Beide Geräte kochen, aber sie lösen verschiedene Aufgaben. Eine Küchenmaschine mit Kochfunktion wie der Thermomix rührt, zerkleinert, knetet und erhitzt, aber sie arbeitet drucklos. Beim Thermomix TM6 nennt Vorwerk einen einstellbaren Bereich von 37 bis 120 °C, über Rezepte sind bis 160 °C möglich; gedämpft wird über den Varoma-Aufsatz. Druckgaren nennt Vorwerk nicht als Funktion. Ihre Stärke liegt in der Vorbereitung und im Rühren: Suppen pürieren, Soßen binden, Teig kneten.

Ein Multikocher mit Druck dagegen kann Dinge in kurzer Zeit weich garen, die sonst Stunden brauchen, rührt und zerkleinert aber nichts. Willst du ein Gerät, das alles kann, brauchst du in der Regel beide Konzepte, und die Entscheidung hängt davon ab, was du häufig kochst: Wer viel Eintopf, Hülsenfrüchte, Brühe und Schmorbraten macht, ist mit dem Druckgerät besser bedient. Wer viel Teig, Pürees und kleine Mengen frisch verarbeitet, schaut zur Küchenmaschine.

Wenn du außerdem knuspriges Ergebnis willst, ohne Fett, denk auch an die Heißluftfritteuse: Sie macht Pommes, Hähnchenteile und Gemüse knusprig und ist als eigenes Gerät meist schneller und besser bedienbar als der Heißluft-Deckel eines Multikochers.

Bedienung, Programme und App

Die Programmanzahl schwankt in den Angaben stark. Für den Instant Pot Duo nennen Hersteller und Händler 11, 13 oder mehr Programme, für das Philips-Gerät schwanken die Angaben je Quelle stark, das Krups Cook4Me Touch wird mit 13 Programmen angegeben. Lass dich davon nicht blenden: Wichtig ist, ob die Programme zu deinem Kochen passen und ob du Zeit und Druckstufe manuell einstellen kannst. Nützlich sind Zeitvorwahl, Warmhalten (die Philips HD2237/40 hält laut Händlerangabe bis zu 720 Minuten warm) und ein Display, das auf Deutsch verständlich ist. Ein Preisvergleichsportal bemängelt beim Ninja OP300EU ein englischsprachiges Menü.

Geräte mit WLAN, etwa der Instant Pot Pro Plus oder das Krups Cook4Me Touch, lassen sich per App steuern und bringen Rezepte mit. Das ist bequem, hat aber einen Preis: Die Funktion hängt von App und Server des Herstellers ab. Frag dich, ob du die App brauchst, oder ob du lieber ein Gerät mit Drehregler und klaren Tasten möchtest.

Größe, Gewicht und Reinigung und Zubehör

Multikocher sind sperrig. Der Instant Pot Duo misst laut Händlerangabe etwa 34 x 31 x 31,7 cm und wiegt rund 5,4 kg. Das Ninja Foodi MAX liegt laut Händlerangaben zwischen 9,5 und 11,3 kg, das Ninja OP300EU ist ähnlich schwer (Angaben je Händler abweichend); die Krups Cook4Me Touch wiegt laut Amazon-Eintrag rund 6,4 kg. Prüfe, ob du das Gerät dauerhaft auf der Arbeitsplatte stehen lassen kannst, und ob die Steckdose in Reichweite ist: Das Kabel ist teils kurz (beim Ninja Foodi MAX laut einem Händler rund 0,8 m).

Reinigung: Innentopf, Deckel und Zubehör sollten spülmaschinenfest sein; den Hinweis nennen Hersteller meist, bei der Philips HD2237/40 steht laut Amazon-Eintrag ausdrücklich, dass sie nicht spülmaschinenfest ist. Der Deckelring, das Ventil und der Dampfauslass müssen regelmäßig gesäubert werden, sonst riecht das Gerät oder das Ventil klemmt. Die Heizplatte im Gerät darf nicht ins Wasser.

Zum Gerät gehört meist nur das Nötigste: Innentopf, Deckel, Dichtring, Dampfeinsatz oder Rost und ein Messbecher. Sinnvolles Zubehör kaufst du später: ein Ersatz-Dichtring (am besten zwei, einen für Herzhaftes und einen für Süßes), ein Dämpfeinsatz für Gemüse oder Fisch, ein Glasdeckel für Schongaren und gegebenenfalls ein zweiter Innentopf. Prüfe vor dem Kauf, ob es Ersatzteile für dein Modell gibt und ob sie nachbestellbar sind, denn Dichtring und Topf sind Verschleißteile.

Bei den Garzeiten gilt: Das Druckgaren selbst ist kurz, die Gesamtzeit aber nicht. Das Gerät braucht erst Zeit, bis Druck aufgebaut ist, nach dem Garen kommt der Druckabbau. Rechne deshalb bei einem Eintopf nicht mit Sofortessen. Der Vorteil liegt woanders: Du musst nicht danebenstehen, nichts brennt an, und zähe Stücke wie Rinderbacke werden weich. Für Reis, Eier oder zartes Gemüse bringt das Druckgaren dagegen wenig, hier reicht oft ein normaler Topf oder das Dampfgar-Programm. Die verbindlichen Zeiten stehen in der Anleitung deines Geräts; Rezepte für andere Modelle lassen sich nicht ohne Weiteres übertragen, weil Topfgröße, Druckstufe und Heizleistung abweichen.

Folgekosten sind überschaubar. Die Leistung von 1.000 bis 1.300 W liegt nur beim Aufheizen an, im Druckbetrieb regelt das Gerät herunter. Ein Eintopf im Druckgerät verbraucht deshalb meist weniger Energie als eine Stunde auf der Herdplatte; belegte Messwerte dazu gibt es für die hier verglichenen Modelle nicht, daher keine Zahl. Plane außerdem Platz zum Lagern von Deckel und Zubehör ein, denn der Silikonring sollte nicht im Deckel dauerhaft eingequetscht liegen, sondern trocken und locker verstaut werden.

Typische Fehlkäufe

  • Zu viel Funktionen, zu wenig Platz: Ein 11-in-1-Gerät, das im Schrank verschwindet, wird nicht benutzt.
  • Ninja Foodi als Heißluftfritteuse erwartet: Der Korb des Ninja OP300EU fasst laut Händler 3,6 Liter; für größere Mengen Pommes ist ein eigener Frittier-Ratgeber sinnvoller.
  • Nur auf die Wattzahl geachtet: Mehr Watt heizt schneller auf, sagt aber nichts über Topf, Deckel und Bedienung.
  • Zu großes Gerät für Singles: Wer meist für eine Person kocht, braucht keinen 7,5-Liter-Topf.
  • Schnellabbau bei Schaumspeisen: Hülsenfrüchte und Haferflocken immer natürlich abbauen lassen.
  • Dichtring nie getauscht: Er nimmt Gerüche an und verliert Dichtheit.
  • App erzwungen: Wer keine WLAN-Steuerung will, sollte prüfen, ob das Gerät auch ohne App voll funktioniert.

Für wen welcher Typ passt

Du kochst gern Eintöpfe, Hülsenfrüchte und Brühe und willst es einfach: Ein klassischer Instant Pot Duo mit Edelstahltopf und Drehknopf-Bedienung ist die unkomplizierte Wahl.

Du willst Komfort und Technik: Der Instant Pot Pro Plus mit WLAN, 1.200 W und NutriBoost-Funktion oder das Krups Cook4Me Touch mit App und Touch-Display passen, wenn du Rezeptführung magst.

Du willst Druckgaren und Knuspern in einem Gerät: Die Ninja-Foodi-Modelle OP500EU (7,5 l) und OP300EU (6 l) haben einen Knusperdeckel. Rechne mit hohem Gewicht und viel Platzbedarf.

Du kochst für die Familie und willst Philips-Bedienung: Die Viva Collection HD2237/40 bietet 6 Liter, 1.300 W und sieben Druckgarprogramme, ist aber laut Händlerangabe nicht spülmaschinenfest.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Multikocher und Schnellkochtopf?

Ein elektrischer Multikocher mit Druckfunktion ist ein Schnellkochtopf mit Heizplatte und Steuerung. Du musst keine Herdplatte einstellen, das Gerät regelt Temperatur und Zeit selbst. Zusätzlich bietet er Funktionen wie Schongaren, Reis oder Joghurt.

Ist ein Multikocher besser als eine Küchenmaschine mit Kochfunktion?

Sie lösen verschiedene Aufgaben. Eine Küchenmaschine wie der Thermomix rührt, zerkleinert und erhitzt drucklos (beim TM6 laut Vorwerk 37 bis 120 °C). Ein Multikocher mit Druck gart Eintöpfe und Hülsenfrüchte schnell, rührt aber nicht.

Kann ich in einem Multikocher Heißluft-Frittieren?

Nur bei Modellen mit Knusperdeckel wie dem Ninja Foodi OP300EU oder OP500EU. Klassische Instant-Pot-Duo-Geräte können das nicht.

Wie groß sollte ein Multikocher sein?

Für ein bis zwei Personen reichen 3 Liter, für Familien sind 5,7 bis 6 Liter üblich. Rechne mit etwa zwei Dritteln des Nennvolumens als nutzbarer Füllmenge.

Wie sicher ist Druckgaren im Multikocher?

Moderne Geräte verriegeln den Deckel unter Druck und haben mehrere Sicherheitssysteme. Du musst trotzdem das Ventil frei halten, die Füllmarkierung beachten und den Deckel nie mit Gewalt öffnen.

Wie oft muss ich den Dichtring wechseln?

Hersteller empfehlen einen regelmäßigen Wechsel; das genaue Intervall steht in der Anleitung deines Geräts.

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