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Stromverbrauch mobiler Klimageräte: was eine Stunde, ein Tag und ein Sommer kosten

Von der Preisdrache-Redaktion · Aktualisiert am · So arbeiten wir

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Ein mobiles Klimagerät mit rund 2,6 kW Kühlleistung braucht laut EU-Label im Median 1,0 kWh pro Stunde Kühlbetrieb, ein Gerät mit 3,5 kW 1,3 bis 1,4 kWh. Mit dem Rechenwert von 35 Cent je kWh kostet ein Tag mit acht Stunden Betrieb beim 2,6-kW-Gerät rund 2,80 Euro, ein Sommer mit 300 Stunden rund 105 Euro. Ein fest installiertes Split-Klimagerät gleicher Größe kommt auf etwa ein Drittel. Die Zahlen stammen aus 1.363 mobilen Klimageräten und 2.043 Split-Geräten in der EU-Energielabel-Datenbank EPREL (Stand 12.10.2026). Unten findest du die Rechnung nach Kühlleistung, Bauart und Effizienz.

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Wie viel Strom verbraucht ein mobiles Klimagerät pro Stunde?

Zwischen rund 0,6 und 1,4 kWh, je nach Kühlleistung. Das EU-Energielabel nennt für mobile Monoblock-Geräte den stündlichen Stromverbrauch in kWh je 60 Minuten. So schreibt es die Delegierte Verordnung (EU) Nr. 626/2011 für Einkanal- und Zweikanalgeräte vor, mit dem Zusatz, dass der tatsächliche Verbrauch von Nutzung und Standort abhängt. Gemessen wird bei Nennbedingungen mit voller Kühlleistung.

KühlleistungEinschlauch: Geräte, kWh/h (Median)Zweischlauch: Geräte, kWh/h (Median)8 Stunden Einschlauch (35 ct/kWh)300 Stunden Einschlauch (35 ct/kWh)
unter 2 kW77 Geräte, 0,615 Geräte, 0,64,8 kWh, rund 1,68 Euro180 kWh, rund 63 Euro
2 bis 2,4 kW269 Geräte, 0,822 Geräte, 0,86,4 kWh, rund 2,24 Euro240 kWh, rund 84 Euro
2,5 bis 2,9 kW424 Geräte, 1,028 Geräte, 1,18,0 kWh, rund 2,80 Euro300 kWh, rund 105 Euro
3 bis 3,4 kW24 Geräte, 1,27 Geräte, 1,29,6 kWh, rund 3,36 Euro360 kWh, rund 126 Euro
ab 3,5 kW473 Geräte, 1,424 Geräte, 1,311,2 kWh, rund 3,92 Euro420 kWh, rund 147 Euro

Quelle: EU-Label laut EPREL, Stand 12.10.2026. Die Faustregel dahinter ist einfach: Kühlleistung geteilt durch EER ergibt die Leistungsaufnahme. Fast alle Geräte haben einen EER von 2,6, deshalb braucht ein 2,6-kW-Gerät rund 1 kW Strom. Ein typisches Beispiel ist das Comfee CPPXE-09CRN7 mit 2,6 kW, EER 2,6 und 1,0 kWh je Stunde. Alle Geräte dieser Größe stehen im Datenvergleich mobile Klimageräte um 2,6 kW.

Was kostet ein mobiles Klimagerät pro Tag?

Bei einem 2,6-kW-Gerät rund 35 Cent pro Stunde Volllast, also rund 1,40 Euro für vier Stunden und rund 2,80 Euro für acht Stunden. Der Rechenweg: kWh je Stunde laut Label mal Betriebsstunden mal 0,35. Der Rechenwert von 35 Cent je kWh ist derselbe wie auf unseren Produktseiten und kein Marktpreis; mit deinem Tarif einfach umrechnen.

  • Kleines Gerät unter 2 kW (0,6 kWh/h): 4 Stunden rund 84 Cent, 8 Stunden rund 1,68 Euro
  • 2,6 kW (1,0 kWh/h): 4 Stunden rund 1,40 Euro, 8 Stunden rund 2,80 Euro
  • 3,5 kW (1,3 kWh/h, Median der 299 Einschlauchgeräte mit genau 3,5 kW): 4 Stunden rund 1,82 Euro, 8 Stunden rund 3,64 Euro

Ein Beispiel für 3,5 kW ist das Trotec PAC 3501 S mit 1,3 kWh je Stunde laut EU-Label. Diese Werte sind eine Obergrenze für den Betrieb mit voller Leistung. Ist der Raum heruntergekühlt, schaltet der Thermostat den Kompressor zeitweise ab, und der Verbrauch sinkt. Wie stark, hängt von Raumgröße, Sonneneinstrahlung und Dämmung ab und lässt sich aus dem Label nicht ablesen. Wer es genau wissen will, misst mit einem Steckdosen-Strommessgerät einen typischen Hitzetag.

Was kostet ein mobiles Klimagerät im Sommer?

Mit 300 Betriebsstunden gerechnet, kostet ein 2,6-kW-Gerät rund 105 Euro Strom, ein 3,5-kW-Gerät mit 1,4 kWh je Stunde rund 147 Euro. Die 300 Stunden sind die Rechenannahme unserer Produktseiten, etwa 30 Hitzetage mit je zehn Stunden oder 50 Tage mit je sechs Stunden. Sie sind keine Norm, sondern ein Ansatz für einen deutschen Sommer mit regelmäßiger Nutzung.

Wer nur in Hitzewellen kühlt, kommt mit 100 bis 150 Stunden aus. Dann kostet das 2,6-kW-Gerät 35 bis 53 Euro im Jahr. Wer ein Dachgeschoss von Juni bis August täglich kühlt, kann 500 Stunden und mehr erreichen; dann sind es beim 2,6-kW-Gerät rund 175 Euro. Die Rechnung skaliert linear: Jede zusätzliche Stunde kostet so viel, wie das Label je Stunde angibt, mal deinem Strompreis.

Die Kühlleistung bestimmt den Verbrauch stärker als jede Effizienzklasse. Ein zu großes Gerät kühlt den Raum schnell herunter und taktet dann, ein zu kleines läuft dauernd auf voller Leistung, ohne die Wunschtemperatur zu erreichen. Welche Leistung zu welcher Raumgröße passt, erklärt der Ratgeber Mobiles Klimagerät kaufen. Geräte mit 3,5 kW sortiert der Datenvergleich mobile Klimageräte um 3,5 kW.

Braucht ein Zweischlauch-Gerät weniger Strom als ein Einschlauch-Gerät?

Laut Label kaum: Beide Bauarten haben im Median einen EER von 2,6 und brauchen bei gleicher Kühlleistung fast dieselben kWh je Stunde. Der Unterschied liegt darin, was das Label nicht misst. Die Verordnung (EU) Nr. 626/2011 definiert das Einkanalgerät so, dass es die Luft für den Verflüssiger aus dem Raum ansaugt und nach außen ableitet. Diese abgeführte Luft strömt durch Fenster- und Türspalten von draußen nach, im Sommer also warm. Das Zweikanalgerät holt die Kühlluft über einen zweiten Schlauch von außen und gibt sie wieder nach außen ab.

  • Einschlauch: 1.267 Geräte in EPREL, Median 2,6 kW, 1,0 kWh/h, 65 dB
  • Zweischlauch: 96 Geräte, Median 2,65 kW, 1,0 kWh/h, 59 dB

Stand: EPREL, 12.10.2026. Auffällig ist die Lautstärke: Zweischlauchgeräte liegen im Median 6 dB niedriger. Die Dezibel-Angabe auf dem Label ist der Schallleistungspegel des Geräts. Zweischlauchgeräte haben außerdem öfter eine Heizfunktion, 81 von 96 gegenüber 347 von 1.267 Einschlauchgeräten. Ein sparsames Beispiel ist das Olimpia Splendid UNICO EVO 20 HP mit 1,7 kW, EER 3,1 und 0,5 kWh je Stunde. Die Auswahl ist klein; alle Modelle zeigt der Datenvergleich Zweischlauch-Geräte.

Wie viel spart ein mobiles Klimagerät mit besserer Energieklasse?

Ein Gerät mit EER 3,6 braucht für dieselbe Kühlleistung gut ein Viertel weniger Strom als eines mit EER 2,6. Die Energieklasse ist bei mobilen Geräten direkt an den EER gekoppelt. Die Verordnung (EU) Nr. 626/2011 legt für Einkanal- und Zweikanalgeräte fest: A+++ ab EER 4,10, A++ ab 3,60, A+ ab 3,10, A ab 2,60, B ab 2,40, C ab 2,10, D ab 1,80.

Klasse (EER)EinschlauchgeräteZweischlauchgerätekWh je Stunde bei 2,6 kW rechnerisch300 Stunden (35 ct/kWh)
A+++ (ab 4,10)100,63190 kWh, rund 67 Euro
A++ (ab 3,60)1610,72217 kWh, rund 76 Euro
A+ (ab 3,10)49160,84252 kWh, rund 88 Euro
A (ab 2,60)1.182751,00300 kWh, rund 105 Euro

Geräteanzahl laut EPREL, Stand 12.10.2026; die kWh-Spalte ist 2,6 kW geteilt durch den jeweiligen Mindest-EER. Über 90 Prozent der Geräte stehen in Klasse A mit EER um 2,6. Das einzige A+++-Gerät in den Daten ist das De'Longhi PAC EX105 A+++ mit 2,5 kW, EER 4,1 und 0,6 kWh je Stunde; bei 300 Stunden sind das 180 kWh oder rund 63 Euro, gegenüber 300 kWh bei einem typischen 2,6-kW-Gerät. Wie leise die sparsamen Modelle sind, zeigt der Datenvergleich leiser mobiler Klimageräte bis 62 dB.

Wie viel Strom braucht ein Split-Klimagerät im Vergleich?

Bei gleicher Kühlleistung etwa ein Drittel. Split-Geräte tragen ein anderes Label: Statt kWh je Stunde nennt es einen Jahresverbrauch für die Kühlperiode und den saisonalen Wirkungsgrad SEER. Grundlage sind nach der Verordnung (EU) Nr. 626/2011 350 Stunden Kühlbetrieb mit Auslegungslast im Jahr. Teilst du den Jahresverbrauch durch 350, erhältst du einen Stundenwert, den du mit dem mobilen Gerät vergleichen kannst.

Split-Geräte nach KühlleistungGeräteSEER (Median)kWh/Jahr laut Label (350 h)kWh je Stunde300 Stunden (35 ct/kWh)
unter 2,6 kW (Median 2,5 kW)1907,41030,2988 kWh, rund 31 Euro
2,6 bis 3,5 kW (Median 3,4 kW)6887,51450,41124 kWh, rund 44 Euro
3,6 bis 4,5 kW (Median 4,1 kW)1046,82030,58174 kWh, rund 61 Euro
4,6 bis 5,5 kW (Median 5,1 kW)4657,02610,75224 kWh, rund 78 Euro

Eigene Auswertung der Split-Geräte in EPREL, Stand 12.10.2026. Für den direkten Vergleich bei 3,5 kW: Die 296 Split-Geräte mit genau 3,5 kW brauchen im Median 159 kWh im Jahr, auf 300 Stunden umgerechnet 136 kWh oder rund 48 Euro. Ein mobiles Einschlauchgerät mit 3,5 kW braucht in 300 Stunden 390 kWh oder rund 137 Euro, also fast das Dreifache. Ein Beispiel ist das Split-Gerät Daikin FTXP35N5V1B9 / RXP35N5V1B mit 3,5 kW, SEER 7,2 und 170 kWh im Jahr.

Die beiden Werte sind nicht nach demselben Verfahren gemessen: Der SEER berücksichtigt Teillast und Invertertechnik über eine Saison, der EER der mobilen Geräte einen festen Betriebspunkt. Die Verordnung selbst hält in ihren Erwägungsgründen fest, dass Einkanal- und Zweikanalgeräte bauartbedingt weniger effizient sind als Splitgeräte. Was bei Split-Anlagen zu Montage und Fachbetrieb zu beachten ist, steht im Ratgeber Split-Klimaanlage kaufen.

Wie senkst du den Stromverbrauch deines mobilen Klimageräts?

Am meisten bringt es, weniger Wärme in den Raum zu lassen, denn jedes Watt Wärme, das hereinkommt, muss das Gerät wieder hinausbefördern.

  • Fensterabdichtung für den Schlauch: Ein offen gekipptes Fenster neben dem Abluftschlauch lässt warme Luft zurückströmen. Eine Abdichtung aus Stoff oder eine Platte für den Schlauchdurchlass schließt die Lücke.
  • Abluftschlauch kurz und gerade: Ein langer, durchhängender Schlauch gibt Wärme an den Raum ab, bevor die Luft draußen ist.
  • Tagsüber verschatten: Außenliegender Sonnenschutz hält mehr Wärme ab als ein Vorhang innen.
  • Früh einschalten, moderat einstellen: Wer das Gerät startet, bevor der Raum aufgeheizt ist, muss weniger Wärme abführen. Jedes Grad Wunschtemperatur weniger verlängert die Laufzeit unter Volllast.
  • Nur den genutzten Raum kühlen: Tür zu, und das Gerät dorthin, wo du dich aufhältst.

Viele Geräte haben zusätzlich einen Entfeuchtungsmodus. Er hilft bei schwüler Luft, kühlt aber weniger. Wer vor allem gegen Feuchte vorgehen will, braucht eher einen Luftentfeuchter; was der im Betrieb kostet, steht im Ratgeber Luftentfeuchter Stromverbrauch.

Häufige Fragen

Wie viel Watt hat ein mobiles Klimagerät?

Die Leistungsaufnahme ist ungefähr Kühlleistung geteilt durch EER. Bei 2,6 kW und dem üblichen EER 2,6 sind das rund 1.000 Watt; laut EU-Label braucht ein solches Gerät im Median 1,0 kWh je Stunde.

Was kostet ein mobiles Klimagerät pro Stunde?

Ein 2,6-kW-Gerät mit 1,0 kWh je Stunde kostet mit 35 Cent je kWh rund 35 Cent pro Stunde Volllast. Kleine Geräte unter 2 kW kommen auf rund 21 Cent, Geräte ab 3,5 kW auf rund 46 bis 49 Cent.

Kann ich ein mobiles Klimagerät die ganze Nacht laufen lassen?

Technisch ja. Acht Stunden mit voller Leistung kosten beim 2,6-kW-Gerät rund 2,80 Euro, gerechnet mit 1,0 kWh je Stunde und 35 Cent je kWh. Läuft es mit Thermostat, wird es weniger; zum Schlafen stört eher die Lautstärke um 65 dB.

Ist ein Split-Klimagerät sparsamer als ein mobiles?

Ja, deutlich. Split-Geräte mit 3,5 kW brauchen laut EU-Label im Median 159 kWh im Jahr bei 350 Stunden, rechnerisch 0,45 kWh je Stunde. Ein mobiles Einschlauchgerät mit 3,5 kW braucht 1,3 kWh je Stunde, also fast das Dreifache.

Was bedeutet kWh/60 min auf dem Energielabel?

Den Stromverbrauch einer Stunde Kühlbetrieb bei Nennbedingungen. So schreibt es die Verordnung (EU) Nr. 626/2011 für Einkanal- und Zweikanalgeräte vor, mit dem Hinweis, dass der tatsächliche Verbrauch von Nutzung und Standort abhängt.

Verbraucht ein mobiles Klimagerät beim Heizen auch so viel?

Das hängt vom Gerät ab. Von den mobilen Geräten in EPREL haben 347 von 1.267 Einschlauch- und 81 von 96 Zweischlauchgeräten eine Heizfunktion. Für den Heizbetrieb weist das Label nach der Verordnung (EU) Nr. 626/2011 eine eigene Klasse und einen eigenen Stundenverbrauch aus.

Quellen und Stand

  1. Delegierte Verordnung (EU) Nr. 626/2011 zur Energieverbrauchskennzeichnung von Luftkonditionierern (EUR-Lex) (eur-lex.europa.eu)
  2. EPREL: Comfee CPPXE-09CRN7 (Registrierung 2605786) (eprel.ec.europa.eu)
  3. EPREL: Trotec PAC 3501 S (Registrierung 2085660) (eprel.ec.europa.eu)
  4. EPREL: De'Longhi PAC EX105 A+++ (Registrierung 1449405) (eprel.ec.europa.eu)
  5. EPREL: Olimpia Splendid UNICO EVO 20 HP (Registrierung 2082893) (eprel.ec.europa.eu)
  6. EPREL: Daikin FTXP35N5V1B9 / RXP35N5V1B (Registrierung 1907882) (eprel.ec.europa.eu)

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