Ratgeber
Luftentfeuchter: Stromverbrauch und Kosten nach Bauart
Von der Preisdrache-Redaktion · Aktualisiert am · So arbeiten wir
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Ein Luftentfeuchter mit Kompressor braucht laut Herstellerangaben meist 285 bis 575 W, ein kleines Gerät um 160 W. Acht Stunden Volllast kosten damit bei einem 285-W-Gerät 2,28 kWh, also rund 80 Cent bei 35 Cent je kWh. Zeolith- und Adsorptionsgeräte ziehen mit 660 bis 780 W deutlich mehr, Peltier-Minis nur 22 bis 40 W. Weil es für Luftentfeuchter kein EU-Energielabel gibt, haben wir die Datenblätter von 15 Modellen ausgewertet und daraus berechnet, wie viele Liter Wasser jede Bauart je kWh aus der Luft holt. Alle Zahlen sind Herstellerangaben, keine eigenen Messungen.
Wie viel Strom braucht ein Luftentfeuchter?
Ein Kompressor-Luftentfeuchter für Wohnung oder Keller nimmt laut Herstellerangaben meist zwischen 285 und 575 W auf, kleine Geräte um 160 W. Adsorptions- und Zeolithgeräte liegen mit 660 bis 780 W deutlich darüber, Peltier-Minis mit 22 bis 40 W weit darunter. Läuft ein Gerät mit 285 W eine Stunde unter Volllast, zieht es 0,285 kWh; über 24 Stunden wären es 6,84 kWh.
Für Luftentfeuchter gibt es kein EU-Energielabel und damit keinen Eintrag in der EU-Datenbank EPREL. Wer Geräte vergleichen will, muss die Datenblätter selbst nebeneinanderlegen. Genau das zeigt die folgende Tabelle: 15 Modelle aus allen drei Bauarten, jeweils mit Leistungsaufnahme und Entfeuchtungsleistung aus Herstellerseite, Bedienungsanleitung oder Datenblatt (abgerufen im Oktober 2026, Links unter „Quellen“). Die beiden rechten Spalten sind unsere Rechnung: Watt mal 24 Stunden ergibt die kWh am Tag, Liter geteilt durch diese kWh ergibt die Liter je kWh.
| Modell | Bauart | Leistungsaufnahme laut Hersteller | Entfeuchtung je 24 h | Messbedingung laut Hersteller | kWh bei 24 h Dauerlauf | Liter je kWh (gerechnet) |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Trotec TTK 54 E | Kompressor | 430 W (max.) | 16 l | 30 °C / 80 % rF | 10,32 | 1,55 |
| Trotec TTK 66 E | Kompressor | 440 W (max.) | 20 l | 30 °C / 80 % rF | 10,56 | 1,89 |
| Midea DF-20DEN7-WF | Kompressor | 360 W (Anschlusswert 290 W) | 20 l | 30 °C / 80 % rF | 8,64 | 2,31 |
| De'Longhi DEXD216RF | Kompressor | 285 W | 16 l | 30 °C / 80 % rF | 6,84 | 2,34 |
| De'Longhi DD230P | Kompressor | 575 W | 30 l | 30 °C / 80 % rF | 13,80 | 2,17 |
| Trotec TTK 95 E | Kompressor | 500 W (max.) | 30 l | Maximalwert, keine Bedingung | 12,00 | 2,50 |
| Trotec TTK 32 E | Kompressor | 350 W (max.) | 12 l | Maximalwert, keine Bedingung | 8,40 | 1,43 |
| duux Bora 12 L | Kompressor | 160 W | 12 l | keine Angabe | 3,84 | 3,12 |
| duux Bora Smart 30 L | Kompressor | 20 bis 315 W | 30 l | keine Angabe | 7,56 | 3,97 |
| Trotec TTR 57 E | Adsorption | 730 W (max.) | 8,5 l | 30 °C / 80 % rF | 17,52 | 0,49 |
| Trotec TTR 56 E | Adsorption | 780 W (max.) | 9 l | Maximalwert, keine Bedingung | 18,72 | 0,48 |
| Meaco DD8L Zambezi | Zeolith | 660 W (höchste Stufe) | 8,3 l | 20 °C / 60 % rF, Stufe 3 | 15,84 | 0,52 |
| Trotec TTP 10 E | Peltier | 40 W (max.) | 0,75 l | 30 °C / 80 % rF | 0,96 | 0,78 |
| Trotec TTP 5 E | Peltier | 23 W (max.) | 0,3 l | 30 °C / 80 % rF | 0,55 | 0,54 |
| Trotec TTP 1 E | Peltier | 22 W | 0,22 l | Maximalwert, keine Bedingung | 0,53 | 0,42 |
Wichtig beim Lesen: Trotec nennt bei seinen Geräten die maximale Leistungsaufnahme, De'Longhi eine Eingangsleistung, Midea im selben Datenblatt einen Anschlusswert von 290 W und eine Leistungsaufnahme von 360 W (gerechnet haben wir mit dem höheren Wert). Die Liter je kWh sind deshalb eher vorsichtig angesetzt. Vergleichbar sind nur Zeilen mit derselben Messbedingung: Die fünf Kompressorgeräte mit Angabe für 30 °C und 80 Prozent relativer Feuchte (rF) kommen auf 1,55 bis 2,34 Liter je kWh, das Adsorptionsgerät Trotec TTR 57 E unter derselben Bedingung auf 0,49 und die Peltier-Geräte auf 0,54 bis 0,78. Bei den duux-Modellen fehlt die Messbedingung auf der Herstellerseite; ihre rechnerisch hohen Werte von 3,12 und 3,97 Litern je kWh lassen sich deshalb nicht mit den anderen vergleichen.
Was kostet ein Luftentfeuchter pro Stunde, Tag und Monat?
Ein typischer 16-Liter-Kompressorentfeuchter mit 285 W kostet unter Volllast rund 10 Cent pro Stunde, 80 Cent für acht Stunden und 2,39 Euro für einen ganzen Tag. Gerechnet ist immer gleich: Watt geteilt durch 1.000 ergibt kWh pro Stunde, mal Betriebsstunden, mal 35 Cent je kWh. Das ist derselbe Rechenwert wie auf unseren Produktseiten, kein Marktpreis; mit deinem Tarif rechnest du einfach um.
- Kompressor, De'Longhi DEXD216RF (285 W): 1 h = 0,285 kWh = 10,0 Cent · 8 h = 2,28 kWh = 0,80 Euro · 24 h = 6,84 kWh = 2,39 Euro · 30 Tage mit je 8 h = 68,4 kWh = 23,94 Euro
- Kompressor, Trotec TTK 66 E (440 W max.): 1 h = 0,44 kWh = 15,4 Cent · 8 h = 3,52 kWh = 1,23 Euro · 24 h = 10,56 kWh = 3,70 Euro · 30 Tage mit je 8 h = 105,6 kWh = 36,96 Euro
- Adsorption, Trotec TTR 57 E (730 W max.): 1 h = 0,73 kWh = 25,6 Cent · 8 h = 5,84 kWh = 2,04 Euro · 24 h = 17,52 kWh = 6,13 Euro · 30 Tage mit je 8 h = 175,2 kWh = 61,32 Euro
- Peltier, Trotec TTP 10 E (40 W max.): 1 h = 0,04 kWh = 1,4 Cent · 8 h = 0,32 kWh = 0,11 Euro · 24 h = 0,96 kWh = 0,34 Euro · 30 Tage mit je 8 h = 9,6 kWh = 3,36 Euro
Diese Werte sind Obergrenzen. Sie unterstellen, dass der Kompressor oder die Heizung ohne Pause läuft. Ein Gerät mit Hygrostat schaltet ab, sobald die eingestellte Feuchte erreicht ist, und läuft danach nur noch in Intervallen. Wie viele Stunden das am Ende sind, hängt an Raumgröße, Feuchtequelle und Temperatur; das kann kein Datenblatt vorhersagen. Ein Zwischenstecker-Messgerät zeigt dir nach einer Woche die echte Zahl.
Aussagekräftiger als die Stundenkosten sind die Kosten je Liter Wasser, denn am Ende willst du Wasser aus der Luft holen. Bei 30 °C und 80 Prozent rF kostet ein Liter beim DEXD216RF rechnerisch rund 15 Cent (0,43 kWh), beim TTK 54 E rund 23 Cent (0,65 kWh), beim Adsorptionsgerät TTR 57 E rund 72 Cent (2,06 kWh) und beim Peltier-Gerät TTP 10 E rund 45 Cent (1,28 kWh). Der Mini mit 40 W ist pro Stunde also billig, pro Liter aber dreimal so teuer wie ein sparsamer Kompressor.
Kompressor, Zeolith oder Peltier: welche Bauart braucht am wenigsten Strom je Liter?
Bei normaler Zimmertemperatur holt ein Kompressorgerät mit derselben kWh zwei- bis knapp fünfmal so viel Wasser aus der Luft wie ein Adsorptions- oder Peltier-Gerät. Das zeigt die Tabelle für alle Zeilen mit der Bedingung 30 °C und 80 Prozent rF.
Kompressor: Ein Kältekreis kühlt die angesaugte Luft am Verdampfer unter den Taupunkt, das Wasser kondensiert, die Abwärme des Verflüssigers wärmt die Luft wieder auf. Die eingesetzte Energie verschiebt vor allem Wärme, deshalb ist die Ausbeute je kWh hoch. Die Grenze ist die Temperatur: Trotec gibt für TTK 32 E, 54 E, 66 E und 95 E einen Arbeitsbereich ab 5 °C an, Midea für das DF-20DEN7-WF ebenfalls 5 bis 32 °C.
Adsorption und Zeolith: Ein Trockenmittelrad bindet den Wasserdampf, ein Heizelement treibt ihn wieder aus. Beim Trotec TTR 57 E entfallen laut Anleitung 650 der maximal 730 W auf das Heizelement. Fast die ganze Energie wird also zu Wärme, die im Raum bleibt. Dafür arbeiten diese Geräte laut Hersteller schon ab 1 °C (TTR 57 E, TTR 56 E, Meaco DD8L Zambezi). Meaco gibt für den Zambezi bei 20 °C und 60 Prozent rF je nach Stufe 3,9, 8 oder 8,3 Liter am Tag an.
Peltier: Ein Halbleiterelement kühlt eine Seite, auf der Wasser kondensiert. Das ist leise und braucht wenig Leistung, die Ausbeute bleibt aber klein: 0,3 Liter (TTP 5 E) bis 0,75 Liter (TTP 10 E) am Tag bei 30 °C und 80 Prozent rF, und der TTP 1 E arbeitet laut Anleitung erst ab 16 °C. Für einen Kleiderschrank oder eine Abstellkammer reicht das, für ein Bad nach dem Duschen oder einen Keller nicht.
Welche Bauart für welchen Raum passt und worauf du sonst beim Kauf achtest, steht im Ratgeber Luftentfeuchter kaufen.
Warum entfeuchtet ein Luftentfeuchter im kühlen Keller weniger?
Kühle Luft enthält bei gleicher relativer Feuchte viel weniger Wasser, und ein Kompressorgerät muss sie noch weiter abkühlen, um etwas davon auszufällen. Die Literangaben der Datenblätter gelten deshalb nur für die genannte Bedingung, meist 30 °C und 80 Prozent rF, und nicht für einen Keller mit 12 °C.
Wie stark die Temperatur zählt, zeigt ein Beispiel aus dem Schimmelleitfaden des Umweltbundesamts (Infobox 4): Luft mit 22 °C und 10 Gramm Wasser je Kubikmeter hat 50 Prozent relative Feuchte. Kühlt dieselbe Luft auf 14,5 °C ab, steigt die relative Feuchte auf 80 Prozent, bei rund 11 °C ist der Taupunkt erreicht. Umgekehrt heißt das: Ein Keller mit 80 Prozent rF bei 12 °C enthält in jedem Kubikmeter weit weniger Wasser als ein Raum mit 80 Prozent bei 30 °C. Die Feuchte ist hoch, der Wasservorrat klein.
Dazu kommt die Technik. Trotec schreibt in der Anleitung zum TTK 54 E: Bei niedrigen Umgebungstemperaturen kann der Verdampfer vereisen; das Gerät taut dann automatisch ab, und während der Abtauphase ist die Entfeuchtung unterbrochen. Unter 5 °C startet das Gerät eventuell gar nicht. Der Trockenmittelhersteller Ecor Pro beschreibt Kompressorgeräte so, dass sie am besten über etwa 30 °C arbeiten, darunter stark an Leistung verlieren, unter etwa 10 °C oft kaum noch etwas entziehen und bei etwa 4 °C stoppen; Trockenmittelgeräte seien weniger temperaturabhängig. Das ist eine Herstelleraussage, keine neutrale Messung, deckt sich aber mit den Arbeitsbereichen in den Datenblättern.
Für die Stromrechnung bedeutet das: Im kalten Keller läuft ein Kompressorgerät länger für weniger Wasser, die Liter je kWh aus der Tabelle werden dort nicht erreicht. Liegt der Keller dauerhaft unter etwa 10 °C, kann ein Zeolithgerät trotz der höheren Leistungsaufnahme die bessere Wahl sein, weil der Kompressor dort kaum noch Wasser liefert. Ein Teil seines Stroms kommt als Wärme in den Raum zurück, was den Keller zusätzlich etwas trockener macht.
Welche Luftfeuchte solltest du einstellen, damit der Entfeuchter nicht unnötig läuft?
Für Wohnräume reicht ein Zielwert um 50 Prozent: Die Verbraucherzentrale nennt 40 bis 60 Prozent relative Luftfeuchte als behagliches Wohnklima und warnt, dass die Schimmelgefahr steigt, wenn die Feuchte im Winter regelmäßig über 50 Prozent liegt. Jeder Prozentpunkt darunter kostet Laufzeit, ohne beim Schimmelschutz noch viel zu bringen.
Warum gerade dieser Bereich, erklärt das Umweltbundesamt. Für Schimmelwachstum genügt laut Schimmelleitfaden eine relative Feuchte von 70 bis 80 Prozent an der Materialoberfläche, wenn sie über längere Zeit einwirkt. Die Oberfläche ist an kalten Außenwänden feuchter als die Raumluft: Bei 20 °C und 50 Prozent Raumluftfeuchte erreicht die Außenecke hinter einem Schrank im Rechenbeispiel des Leitfadens 73 Prozent, bei 60 Prozent Raumluftfeuchte schon 88 Prozent. Zwischen 50 und 60 Prozent im Raum liegt also die Grenze, an der es an kalten Stellen kritisch wird.
Praktisch heißt das:
- Hygrostat für Wohnräume auf 50 Prozent stellen, bei gut gedämmten Räumen ohne kalte Ecken sind 55 Prozent vertretbar.
- Im Keller ebenfalls 50 bis 55 Prozent anpeilen; tiefer zu gehen bringt dort wegen der geringen Wassermenge kaum etwas, kostet aber lange Laufzeiten.
- Ein separates Hygrometer an der kritischen Stelle aufstellen, denn der Sensor im Gerät misst nur die Luft, die durch das Gerät strömt.
- Nicht unter 40 Prozent gehen. Ist die Luft im Winter eher zu trocken, ist ein Luftbefeuchter das passende Gerät; mehr dazu im Ratgeber Luftbefeuchter kaufen.
Die Hygrostate der geprüften Geräte lassen sich fein genug einstellen: Trotec gibt für den TTK 54 E 35 bis 85 Prozent in 5-Prozent-Schritten an, duux für die Bora 12 L 30 bis 80 Prozent.
Wie betreibst du einen Luftentfeuchter sparsam?
Am meisten sparst du, wenn das Gerät nur so lange läuft, bis der Zielwert erreicht ist: Hygrostat statt Dauerbetrieb, Türen und Fenster zu, Gerät passend zur Raumtemperatur. Die folgenden Punkte stammen aus den Anleitungen und dem UBA-Leitfaden.
- Raum abschließen. Jeder offene Spalt holt feuchte Luft nach. Bei geschlossenen Türen entfeuchtet das Gerät nur das Volumen, für das es ausgelegt ist.
- Keller im Sommer nicht tagsüber lüften. Das Umweltbundesamt beschreibt die „Sommerkondensation“: Warme, feuchte Außenluft strömt in den kühlen Keller, kühlt ab und lässt die Feuchte steigen. Gelüftet werden sollte nur, wenn die Außentemperatur nicht über der Kellertemperatur liegt, also nachts oder früh am Morgen. Sonst arbeitet der Entfeuchter gegen die eigene Lüftung an.
- Dauerablauf nutzen. Ein voller Tank stoppt das Gerät, das spart zwar Strom, lässt die Feuchte aber wieder steigen; danach muss das Gerät umso länger laufen. Ein Schlauch zum Abfluss hält den Betrieb gleichmäßig.
- Filter sauber halten. Ein verstopfter Luftfilter verringert den Luftdurchsatz, das Gerät braucht länger für dieselbe Wassermenge.
- Stufen bewusst wählen. Beim Meaco DD8L Zambezi hängt der Verbrauch stark an der Lüfterstufe: Laut Anleitung braucht er auf niedriger Stufe 300 W, auf mittlerer und hoher 600 W. Im Wäschemodus halbiert er die Leistung auf 300 W, sobald 35 Prozent rF erreicht sind, und schaltet die Heizung darunter ab.
- Ursache beheben. Dringt Wasser durch Wand oder Boden ein, läuft jeder Entfeuchter ohne Ende. Der UBA-Leitfaden nennt Luftentfeuchter als Hilfe für kühle Keller, die Ursache muss aber zuerst geklärt werden.
Ein mobiles Klimagerät entfeuchtet beim Kühlen nebenbei mit, braucht dafür aber deutlich mehr Leistung und einen Abluftschlauch nach draußen. Was ein solches Gerät stündlich zieht, steht im Ratgeber Mobiles Klimagerät: Stromverbrauch; alle Modelle mit EU-Label findest du im Datenvergleich mobile Klimageräte.
Wäsche trocknen: braucht ein Luftentfeuchter mehr Strom als ein Wärmepumpentrockner?
Meist ja, sobald der Entfeuchter mehr als zwei bis drei Stunden für die Wäsche läuft. Ein sparsamer Wärmepumpentrockner mit 8 kg braucht laut EU-Label (EPREL, Stand 12.10.2026) für eine Ladung im eco-Programm zwischen 0,65 und gut 0,8 kWh, ein Entfeuchter mit 285 W hat diese Menge nach 2,3 bis 2,9 Stunden verbraucht.
Die Labelwerte im Einzelnen: Der AEG T97DR8V6PBC1 kommt auf 0,65 kWh je Trockengang, also rund 23 Cent bei 35 Cent je kWh. Der Haier HD80-A367U1 braucht 0,73 kWh, der Miele TK100C WP 0,84 kWh, ist dafür nach 168 statt 230 bis 270 Minuten fertig. Ein Entfeuchter wie der De'Longhi DEXD216RF zieht 0,285 kWh pro Stunde; ein Adsorptionsgerät mit 730 W überholt den AEG-Trockner schon nach knapp einer Stunde.
Wie lange Wäsche mit einem Entfeuchter trocknet, nennt keiner der Hersteller als Zahl, es hängt an Raumgröße, Wäschemenge und Temperatur. Für gelegentliche Ladungen im kleinen, geschlossenen Raum ist der Entfeuchter eine Alternative, wenn er ohnehin vorhanden ist. Wer regelmäßig mehrere Maschinen pro Woche trocknet, fährt mit einem Wärmepumpentrockner beim Strom meist besser. Was ein Trockner übers Jahr kostet, rechnet der Ratgeber Trockner: Stromkosten pro Jahr vor; die sparsamsten Geräte stehen im Datenvergleich Wärmepumpentrockner 8 kg, die Bauarten im Überblick im Ratgeber Wäschetrockner kaufen.
Wie verlässlich sind die Zahlen aus den Datenblättern?
Die Tabelle beruht vollständig auf Herstellerangaben, nicht auf eigenen Messungen. Das hat drei Folgen, die du beim Vergleichen im Kopf behalten solltest.
Erstens ist die Leistungsaufnahme nicht einheitlich angegeben. Trotec nennt Maximalwerte, Midea zwei verschiedene Werte im selben Datenblatt, duux für die Bora Smart eine Spanne von 20 bis 315 W. Wer mit dem Maximum rechnet, liegt beim Verbrauch eher zu hoch.
Zweitens fehlt bei mehreren Geräten die Messbedingung für die Literangabe. 30 °C und 80 Prozent rF sind bei Kompressorgeräten üblich und geben hohe Zahlen; Meaco nennt für den Zambezi dagegen 20 °C und 60 Prozent, eine Bedingung mit viel weniger Wasser in der Luft. Ein direkter Vergleich zwischen diesen beiden Bedingungen ist nicht möglich.
Drittens sagt keine Angabe etwas über deinen Raum. Die Liter je kWh zeigen, welche Bauart grundsätzlich sparsamer arbeitet, und helfen, ähnliche Geräte zu unterscheiden. Den tatsächlichen Verbrauch ermittelst du nur mit einem Strommessgerät an der Steckdose über ein bis zwei Wochen. Ändert ein Hersteller seine Angaben, ändert sich auch die Rechnung; maßgeblich ist das jeweils aktuelle Datenblatt.
Häufige Fragen
Wie viel kWh braucht ein Luftentfeuchter am Tag?
Laut Datenblatt zwischen 0,5 kWh (Peltier-Mini mit 22 W) und gut 18 kWh (Adsorptionsgerät mit 780 W), jeweils bei 24 Stunden Volllast. Ein üblicher 16-Liter-Kompressorentfeuchter mit 285 W kommt auf 6,84 kWh. Mit Hygrostat läuft das Gerät nicht durchgehend, der echte Verbrauch liegt darunter.
Was kostet ein Luftentfeuchter im Monat?
Bei acht Stunden Volllast am Tag und 35 Cent je kWh: rund 24 Euro für ein Kompressorgerät mit 285 W (68,4 kWh), rund 61 Euro für ein Adsorptionsgerät mit 730 W (175,2 kWh) und rund 3,40 Euro für ein Peltier-Gerät mit 40 W (9,6 kWh). Mit deinem Tarif rechnest du einfach um.
Ist ein Zeolith-Luftentfeuchter ein Stromfresser?
Pro Stunde ja: Die Geräte in der Tabelle nehmen 660 bis 780 W auf, weil ein Heizelement das Trockenmittel regeneriert. In warmen Räumen holt ein Kompressorgerät mit derselben kWh drei- bis fast fünfmal so viel Wasser heraus. Im kalten Keller unter etwa 10 °C kehrt sich das Bild um, weil der Kompressor dort kaum noch Wasser liefert.
Lohnt sich ein kleiner Peltier-Entfeuchter, weil er so wenig Strom braucht?
Nur für sehr kleine Räume wie Schrank oder Abstellkammer. Mit 22 bis 40 W ist er pro Stunde billig, entzieht laut Trotec aber nur 0,22 bis 0,75 Liter am Tag. Je Liter Wasser braucht er rund drei- bis viermal so viel Strom wie ein sparsamer Kompressorentfeuchter.
Auf welchen Wert sollte ich den Hygrostat stellen?
Für Wohnräume auf etwa 50 Prozent. Die Verbraucherzentrale nennt 40 bis 60 Prozent als behagliches Wohnklima; laut Umweltbundesamt führen 60 Prozent Raumluftfeuchte an kalten Außenecken bereits zu 88 Prozent an der Oberfläche, genug für Schimmel. Tiefer als 40 Prozent zu gehen kostet nur Strom.
Warum sammelt mein Entfeuchter im Keller kaum Wasser?
Kühle Luft enthält wenig Wasser, und Kompressorgeräte verlieren bei niedriger Temperatur an Leistung. Trotec nennt für seine Kompressorgeräte einen Arbeitsbereich ab 5 °C und beschreibt das Vereisen des Verdampfers mit Abtaupausen. Die Literangabe im Datenblatt gilt meist für 30 °C und 80 Prozent rF.
Quellen und Stand
- Trotec: Bedienungsanleitung TTK 54 E / TTK 66 E, Technische Daten (de.trotec.com)
- Trotec: Betriebsanleitung TTK 95 E, Technische Daten (de.trotec.com)
- Trotec: Betriebsanleitung TTK 32 E, Technische Daten (de.trotec.com)
- Trotec: Bedienungsanleitung Adsorptionstrockner TTR 57 E (de.trotec.com)
- Trotec: Bedienungsanleitung Adsorptionstrockner TTR 56 E (de.trotec.com)
- Trotec: Bedienungsanleitung TTP 5 E / TTP 10 E (hr.trotec.com)
- Trotec: Bedienungsanleitung TTP 1 E / TTP 2 E (de.trotec.com)
- Midea Europe: Datenblatt DF-20DEN7-WF (midea.com)
- De'Longhi: Tasciugo AriaDry Multi DEXD216RF (Herstellerseite) (delonghi.com)
- De'Longhi: Luftentfeuchter DD230P (Herstellerseite) (delonghi.com)
- duux: Bora 12L Luftentfeuchter (Herstellerseite) (duux.com)
- duux: Bora Smart Luftentfeuchter 20/30 L (Herstellerseite) (duux.com)
- Meaco: DD8L Zambezi (Herstellerseite) (meaco.com)
- Meaco: Bedienungsanleitung DD8L Zambezi (englisch) (meaco.de)
- Ecor Pro: Home Dehumidifiers, Hinweise zu Kälte- und Trockenmittelgeräten (Herstellerseite) (ecor-pro.com)
- Umweltbundesamt: Leitfaden zur Vorbeugung, Erfassung und Sanierung von Schimmelbefall in Gebäuden (umweltbundesamt.de)
- Verbraucherzentrale: Heizen und Lüften, so geht's richtig (verbraucherzentrale.de)
- EPREL: AEG T97DR8V6PBC1 (EU-Energielabel) (eprel.ec.europa.eu)
- EPREL: Haier HD80-A367U1 (EU-Energielabel) (eprel.ec.europa.eu)
- EPREL: Miele TK100C WP (EU-Energielabel) (eprel.ec.europa.eu)
- Delegierte Verordnung (EU) 2023/2534 zur Energieverbrauchskennzeichnung von Haushaltswäschetrocknern (eur-lex.europa.eu)
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