Kaufberatung
Mini-Beamer kaufen: wie hell, wie groß, wie lange ohne Steckdose
Von der Preisdrache-Redaktion · Aktualisiert am · So arbeiten wir
Ein Mini-Beamer lohnt sich, wenn du ein großes Bild an wechselnden Orten willst: Schlafzimmerdecke, Balkon, Ferienwohnung, Gartenabend. Er ersetzt aber keinen Heimkino-Beamer für das helle Wohnzimmer. Das zeigt unsere Auswertung der 219 Beamer-Datenblätter, die preisdrache.de aus dem Icecat-Katalog vorliegen (Stand 12.10.2026): Die 28 Geräte mit höchstens 2 kg Gewicht kommen im Median auf 350 ANSI-Lumen, die 188 schwereren auf 4.000. Diese Seite rechnet aus, welche Bildgröße mit dieser Helligkeit sinnvoll ist, erklärt den Unterschied zwischen ANSI-, ISO- und LED-Lumen, zeigt, wann ein Akku wirklich reicht, und vergleicht sechs kompakte Modelle zwischen 0,83 und 1,6 kg.
Mini-Beamer bis 2 kg im Vergleich 2026
| Platz | Modell | Wertung | Helligkeit | Auflösung | Strom unterwegs | Gewicht | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Unser FavoritXGIMI MoGo 4 | 8,6 | 450 ISO-Lumen | 1.920 × 1.080 | Akku 71,28 Wh, bis 2,5 h Video (Eco) | 1,31 kg | Preis prüfen* |
| 2 | 4K im KleinformatLG CineBeam Q (HU710PB) | 8,4 | 500 ANSI-Lumen | 3.840 × 2.160 | kein Akku, Netzteil 65 W | 1,49 kg | Preis prüfen* |
| 3 | Am leichtestenSamsung The Freestyle 2nd Gen (SP-LFF3CLAXXXE) | 8,0 | 550 LED-Lumen (keine ANSI-Angabe) | 1.920 × 1.080 | USB-C-Powerbank ab 50–60 W oder Akku Base (Zubehör, bis 3 h) | 0,83 kg | Preis prüfen* |
| 4 | Bester TonBenQ GV32 | 7,9 | 500 ANSI-Lumen | 1.920 × 1.080 | kein Akku; USB-C-Powerbank ab 60 W, volle Helligkeit ab 90 W | 1,6 kg | Preis prüfen* |
| 5 | Klein mit AkkuViewSonic M1E Max | 7,4 | 200 ANSI-Lumen (beworben 500 LED-Lumen) | 1.920 × 1.080 | Akku 12.000 mAh, 1,5 h (Normal) bis 2 h (Eco) | 0,96 kg | Preis prüfen* |
| 6 | EinstiegPhilips NeoPix 150 (NPX150/INT) | 6,8 | 250 ANSI-Lumen | 1.920 × 1.080 | kein Akku, nur Netz | 0,85 kg | Preis prüfen* |
XGIMI MoGo 4
Für alle, die den Beamer mit auf Balkon, Garten oder Reise nehmen und keinen Akku dazukaufen wollen.
- Eingebauter Akku mit 71,28 Wh laut XGIMI, Laden über USB-C
- Google TV und 2 × 6 W Harman/Kardon
- Höchstens 28 dB in 1 m laut XGIMI
- Laufzeit nur für den Eco-Modus angegeben
- Für Spielfilme über 2,5 Stunden reicht eine Ladung nicht
- Helligkeit
- 450 ISO-Lumen
- Auflösung
- 1.920 × 1.080
- Strom unterwegs
- Akku 71,28 Wh, bis 2,5 h Video (Eco)
- Gewicht
- 1,31 kg
LG CineBeam Q (HU710PB)
Für den dunklen Raum, wenn das Bild trotz kleinem Gehäuse möglichst scharf sein soll.
- 3-Kanal-Laser mit bis zu 20.000 Stunden laut LG
- Autofokus, automatische Trapezkorrektur, webOS mit AirPlay 2
- 25 bis 29 dB(A) je nach Modus laut LG
- Kein eingebauter Akku
- Nur ein HDMI-Eingang, Lautsprecher 3 W laut Icecat
- Helligkeit
- 500 ANSI-Lumen
- Auflösung
- 3.840 × 2.160
- Strom unterwegs
- kein Akku, Netzteil 65 W
- Gewicht
- 1,49 kg
Samsung The Freestyle 2nd Gen (SP-LFF3CLAXXXE)
Für alle, die den Beamer oft umstellen und auch an Decke oder Wand schräg projizieren wollen.
- Nur 0,83 kg laut Samsung
- Automatische Trapezkorrektur und Autofokus
- Bildgröße 30 bis 160 Zoll laut Samsung, Tizen mit Streaming-Apps
- Helligkeit nur in LED-Lumen angegeben
- Akku nur als separat verkaufte Akku Base
- Helligkeit
- 550 LED-Lumen (keine ANSI-Angabe)
- Auflösung
- 1.920 × 1.080
- Strom unterwegs
- USB-C-Powerbank ab 50–60 W oder Akku Base (Zubehör, bis 3 h)
- Gewicht
- 0,83 kg
BenQ GV32
Für Filme an der Schlafzimmerdecke, wenn der Ton ohne Zusatzlautsprecher reichen soll.
- 18 W 2.1-Lautsprecher laut BenQ
- Bis 135 Grad nach oben neigbar
- Google TV, laut Icecat 26 dB
- Mit 60 bis 90 W Powerbank nur bis 50 % Helligkeit laut BenQ
- Schwerster Beamer dieser Auswahl
- Helligkeit
- 500 ANSI-Lumen
- Auflösung
- 1.920 × 1.080
- Strom unterwegs
- kein Akku; USB-C-Powerbank ab 60 W, volle Helligkeit ab 90 W
- Gewicht
- 1,6 kg
ViewSonic M1E Max
Für kurze Filme und Serienfolgen ohne Steckdose, wenn das Gerät in jede Tasche passen soll.
- Eingebauter Akku laut Icecat und Notebookcheck
- Google TV vorinstalliert
- Unter 1 kg laut Icecat-Datenblatt
- 200 ANSI-Lumen: nur im dunklen Raum bis etwa 80 Zoll
- Laufzeit im Normalmodus nur 1,5 Stunden
- Helligkeit
- 200 ANSI-Lumen (beworben 500 LED-Lumen)
- Auflösung
- 1.920 × 1.080
- Strom unterwegs
- Akku 12.000 mAh, 1,5 h (Normal) bis 2 h (Eco)
- Gewicht
- 0,96 kg
Philips NeoPix 150 (NPX150/INT)
Für gelegentliche Filmabende im abgedunkelten Raum mit Steckdose in der Nähe.
- Native Full-HD-Auflösung laut Icecat
- LED mit 30.000 Stunden laut Icecat
- WLAN für Bildspiegelung
- Kein eigenes Smart-TV-System im Datenblatt
- Manueller Fokus, LCD-Technik
- Helligkeit
- 250 ANSI-Lumen
- Auflösung
- 1.920 × 1.080
- Strom unterwegs
- kein Akku, nur Netz
- Gewicht
- 0,85 kg
So entsteht die Wertung: Aufgenommen sind Beamer mit höchstens 2 kg Gewicht laut Hersteller oder Icecat-Datenblatt. Die Wertung gewichtet die Kriterien dieses Ratgebers: Helligkeit nach genormter Messung (ANSI oder ISO; reine LED-Lumen zählen weniger), native Auflösung, Betrieb ohne Steckdose (eingebauter Akku vor Powerbank vor Netz), Gewicht sowie Ton und Streaming laut Datenblatt. Werte stammen von den Herstellerseiten von XGIMI, Samsung und BenQ, dem LG-Datenblatt, Notebookcheck (ViewSonic) und den Icecat-Datenblättern. Was dort nicht steht, ist nicht angegeben. Kein Praxistest. Preise ändern sich laufend – den aktuellen Preis siehst du beim Händler. *Affiliate-Links: Als Amazon-Partner und Partner weiterer Shops verdienen wir an qualifizierten Verkäufen eine Provision; für dich ändert sich der Preis nicht.
Was ein Mini-Beamer ist und was 28 Datenblätter zeigen
„Mini“ ist kein Normbegriff. Wir ziehen die Grenze dort, wo sich ein Beamer mit einer Hand tragen und ohne Halterung auf ein Regal stellen lässt: höchstens 2 kg laut Datenblatt. Von den 219 Beamer-Datenblättern unserer Produktdatenbank erfüllen das 28, bei drei fehlt die Gewichtsangabe. Die übrigen 188 wiegen mehr als 2 kg; das sind überwiegend Wohnzimmer-, Büro- und Schulbeamer.
Der Vergleich beider Gruppen (eigene Auswertung, jeweils nur Datenblätter mit Angabe):
- Helligkeit: Median 350 ANSI-Lumen bei 19 Mini-Beamern mit Angabe, 4.000 ANSI-Lumen bei 177 schwereren Geräten. 18 der 19 Mini-Beamer bleiben unter 1.000 ANSI-Lumen.
- Lichtquelle: 23 von 28 Mini-Beamern nutzen LED, 4 Laser, nur einer eine Lampe. Bei den schweren Geräten sind es 87 Laser, 59 Lampen und 28 LED.
- Leistungsaufnahme: Median 55 W (19 Datenblätter) gegenüber 250 W (151 Datenblätter).
- Lautstärke: Median 26 dB (14 Datenblätter) gegenüber 32 dB (132 Datenblätter).
- Anschlüsse: 27 von 28 Mini-Beamern haben genau einen HDMI-Eingang; bei den schweren Geräten haben 159 von 182 mit Angabe zwei oder mehr.
- Smart-Funktionen: 20 der 28 Datenblätter nennen ein eingebautes Smart-System, bei den schweren Geräten nur 29 von 188.
Das Bild ist klar: Ein Mini-Beamer ist leise, sparsam und bringt seine Streaming-Apps selbst mit, ist aber um eine Größenordnung dunkler. Wer das vorher weiß, wird mit einem Mini-Beamer zufrieden; wer einen Fernseher ersetzen will, eher nicht.
Helligkeit richtig lesen: ANSI-, ISO- und LED-Lumen
Die Helligkeit ist die Zahl, an der sich Mini-Beamer am stärksten unterscheiden, und die, bei der am meisten geschönt wird. Drei Angaben begegnen dir:
- ANSI-Lumen: gemessen nach einem festgelegten Verfahren an mehreren Punkten des Bildes und gemittelt. Diese Angabe ist zwischen Herstellern vergleichbar.
- ISO-Lumen: ein Messverfahren nach ISO 21118, das XGIMI und andere nutzen. Laut XGIMI liegen ISO- und ANSI-Werte nah beieinander; ganz deckungsgleich sind sie nicht.
- LED-Lumen oder „Lumen“ ohne Zusatz: keine genormte Messung am Bild. Diese Werte liegen oft deutlich über der ANSI-Angabe.
Wie groß der Abstand sein kann, zeigt der ViewSonic M1E Max: Beworben wird er mit 500 LED-Lumen, die ANSI-Angabe liegt laut Notebookcheck bei 200. Das ist der Faktor 2,5. Auch Samsung nennt für The Freestyle 2nd Gen „550 LED-Lumen“ ohne ANSI-Wert. Vergleiche deshalb nur ANSI mit ANSI. Bei Angeboten, die vierstellige „Lumen“ für ein Gerät in Taschenbuchgröße versprechen, fehlt fast immer die ANSI-Messung.
In unserer Auswertung nennen 19 der 28 Mini-Beamer einen ANSI-Wert. Die Spanne reicht von 100 ANSI-Lumen (Philips NeoPix 113, HP 88T90AA) bis 1.200 ANSI-Lumen (Acer PD1520s, mit 1,32 kg und Lampe). Typisch sind 150 bis 550.
Eigene Rechnung: welche Bildgröße die Helligkeit trägt
Wie hell das Bild wirkt, hängt davon ab, auf wie viel Fläche sich das Licht verteilt. Die Beleuchtungsstärke auf der Leinwand in Lux ist Lumen geteilt durch Fläche in Quadratmetern. Ein Bild im Format 16:9 mit 80 Zoll Diagonale ist 1,77 m breit und 1,00 m hoch, also 1,76 m² groß; bei 100 Zoll sind es 2,21 × 1,25 m und 2,76 m². Damit ergibt sich (eigene Rechnung):
- 200 ANSI-Lumen: 202 lx bei 60 Zoll, 113 lx bei 80 Zoll, 73 lx bei 100 Zoll
- 350 ANSI-Lumen (Median der Mini-Beamer): 353 lx bei 60 Zoll, 198 lx bei 80 Zoll, 127 lx bei 100 Zoll
- 500 ANSI-Lumen: 504 lx bei 60 Zoll, 283 lx bei 80 Zoll, 181 lx bei 100 Zoll
- 4.000 ANSI-Lumen (Median der schweren Beamer): 2.267 lx bei 80 Zoll
Die Rechnung zeigt zwei Dinge. Erstens: Ein heller Mini-Beamer mit 500 ANSI-Lumen erreicht bei 100 Zoll weniger als ein Zehntel dessen, was ein typischer Wohnzimmer-Beamer bei 80 Zoll liefert. Gegen Tageslicht oder eine eingeschaltete Deckenleuchte, deren Licht ebenfalls auf die Wand fällt, kommt er nicht an. Zweitens: Halbierst du die Diagonale nicht, sondern gehst von 100 auf 80 Zoll, gewinnst du bereits rund 56 Prozent an Beleuchtungsstärke. Wer abends mit Restlicht schaut, stellt das Bild lieber kleiner und kontrastreicher ein, statt die Herstellerangabe „bis 120 Zoll“ auszureizen.
Faustregel aus diesen Zahlen: Mit 150 bis 250 ANSI-Lumen bleibst du bei 60 bis 80 Zoll im dunklen Raum, mit 400 bis 550 ANSI-Lumen sind 80 bis 100 Zoll in der Dämmerung möglich.
Abstand und Bildgröße: das Projektionsverhältnis
Das Projektionsverhältnis (Throw Ratio) sagt, wie weit der Beamer für eine bestimmte Bildbreite entfernt stehen muss: Abstand geteilt durch Bildbreite. Die meisten Mini-Beamer haben ein festes Objektiv mit 1,2:1, so XGIMI für den MoGo 4, LG für den CineBeam Q und Samsung für The Freestyle 2nd Gen. Optischen Zoom gibt es in dieser Klasse praktisch nicht; die Bildgröße bestimmst du also mit dem Abstand.
Bei 1,2:1 ergibt sich (eigene Rechnung, Bildformat 16:9):
- 1,5 m Abstand: 1,25 m Bildbreite, rund 56 Zoll Diagonale
- 2,0 m: 1,67 m Breite, rund 75 Zoll
- 2,5 m: 2,08 m Breite, rund 94 Zoll
- 3,0 m: 2,50 m Breite, rund 113 Zoll
Zur Kontrolle: LG nennt für den CineBeam Q 100 Zoll bei 8,7 Fuß, also 2,65 m. Das passt zum Verhältnis 1,2. Für ein Schlafzimmer mit 3 m Abstand zur gegenüberliegenden Wand reicht damit jeder dieser Beamer für mehr als 100 Zoll, nur die Helligkeit setzt die Grenze (siehe Rechnung oben). Wer den Beamer direkt vor die Wand stellen will, braucht ein Kurzdistanz-Gerät; darauf geht der Ratgeber zu Kurzdistanz-Beamern ein.
Digitale Trapezkorrektur macht schräg aufgestellte Mini-Beamer erst alltagstauglich, kostet aber Auflösung, weil das Bild elektronisch verzerrt wird. Wenn du kannst, stell den Beamer gerade vor die Fläche und korrigiere nur den Rest.
Akku, Powerbank oder Steckdose
Viele kaufen einen Mini-Beamer, weil er „ohne Kabel“ funktionieren soll. Genau hier sind die Unterschiede am größten. Von den 28 Datenblättern nennen nur 8 die Energiequelle „Wechselstrom/Batterie“, also einen eingebauten Akku; 15 laufen nur am Netz, 3 werden per USB versorgt. Eine Akkukapazität geben nur sechs Datenblätter an, alle von ViewSonic mit 12.000 mAh.
Drei Bauarten solltest du unterscheiden:
- Akku eingebaut: Der XGIMI MoGo 4 hat laut XGIMI 71,28 Wh und hält bis zu 2,5 Stunden Video im Eco-Modus. Daraus folgt eine mittlere Leistungsaufnahme von gut 28 W (eigene Rechnung: 71,28 Wh / 2,5 h). Der ViewSonic M1E Max schafft laut Notebookcheck 1,5 Stunden im Normalmodus und 2 im Eco-Modus. Ein Spielfilm von 2 Stunden ist damit knapp, ein Fußballspiel mit Vorbericht nicht.
- Akku als Zubehör: Samsung bietet für The Freestyle 2nd Gen eine separat verkaufte Akku Base an, laut Samsung bis 3 Stunden.
- Powerbank per USB-C: The Freestyle braucht laut Samsung USB-C mit 20 V und mindestens 50 bis 60 W (die Seite nennt beide Werte). BenQ verlangt für den GV32 mindestens 60 W und schreibt: Mit 60 bis 90 W erreicht er bis zu 50 Prozent Helligkeit, volle Leuchtkraft erst ab 90 W.
Eine eigene Überschlagsrechnung zur Powerbank: Eine Powerbank mit 20.000 mAh speichert bei 3,7 V Zellspannung rund 74 Wh. Bei 50 W Leistungsaufnahme reicht das rechnerisch knapp 1,5 Stunden, vor Wandlungsverlusten. Eine Powerbank ersetzt also keinen eingebauten Akku, sie verlängert ihn. Und sie muss die nötige Leistung auch liefern: Eine Handy-Powerbank mit 20 W bringt einen Beamer, der 60 W verlangt, nicht in Gang.
Auflösung: 720p, Full HD oder 4K im Kleinformat
In unserer Auswertung haben 14 der 28 Mini-Beamer native Full-HD-Auflösung (1.920 × 1.080), 6 nur 720p (1.280 × 720), 5 noch weniger (854 × 480 oder 800 × 480) und 3 sind 4K-Geräte (3.840 × 2.160). Achte auf das Wort „nativ“: Viele Geräte nehmen ein 1080p- oder 4K-Signal an, zeigen es aber mit weniger Bildpunkten.
Was das bei Mini-Beamer-Bildgrößen bedeutet, zeigt eine eigene Rechnung: Bei 80 Zoll ist das Bild 1,77 m breit. Mit 1.280 Pixeln in der Breite ist jeder Bildpunkt 1,4 mm breit, mit 1.920 Pixeln 0,9 mm, mit 3.840 Pixeln 0,46 mm. Aus 2 bis 3 m Sitzabstand fallen 1,4 mm große Pixel bei Schrift und Menüs auf, 0,9 mm kaum noch. Full HD ist deshalb die sinnvolle Untergrenze, wenn du Filme schaust; 720p reicht für Kinder-Cartoons und Sternenhimmel-Projektionen.
4K im Mini-Format bietet der LG CineBeam Q: LG nennt 4K UHD (3.840 × 2.160) mit DMD-Chip, 500 ANSI-Lumen und 3-Kanal-Laser. Die Schärfe nützt bei der Helligkeit eines Mini-Beamers vor allem bei 80 bis 100 Zoll im dunklen Raum. Wer vor allem hell und groß will, ist mit einem schwereren Gerät aus dem Ratgeber zu 4K-Beamern besser bedient.
Ton, Lüfter und Streaming
Ton: Die eingebauten Lautsprecher sind klein. Der Median liegt bei 6 W RMS (26 Datenblätter), bei schweren Beamern bei 10 W. Ausreißer nach oben sind der BenQ GV32 mit 18 W in einem 2.1-System laut BenQ und der XGIMI MoGo 4 mit zweimal 6 W. Der LG CineBeam Q hat laut Icecat-Datenblatt 3 W RMS. Für Filmabende mit mehreren Leuten ist eine Bluetooth-Box oder Soundbar eingeplant besser; 19 der 28 Datenblätter nennen Bluetooth.
Lüfter: Weil Mini-Beamer wenig Leistung aufnehmen, sind sie leise. Der Median von 26 dB bei 14 Datenblättern liegt deutlich unter 32 dB bei den schweren Geräten. LG nennt für den CineBeam Q 25, 27 und 29 dB(A) je nach Modus, Samsung für The Freestyle 30 dB(A), XGIMI für den MoGo 4 höchstens 28 dB in 1 m Abstand. Wichtig im Schlafzimmer: Ein Mini-Beamer steht oft direkt neben dem Kopfkissen, also näher als 1 m.
Streaming: Ein eingebautes System spart den Streaming-Stick und damit einen Anschluss, der bei nur einem HDMI-Eingang knapp ist. Google TV haben MoGo 4, GV32 und M1E Max, Tizen The Freestyle, webOS der CineBeam Q. Prüfe vor dem Kauf, ob die Apps deines Streamingdienstes offiziell laufen; einfache Beamer ohne zertifiziertes System spiegeln oft nur das Handy-Bild, und dabei sperren manche Dienste die Wiedergabe.
Typische Fehlkäufe und welcher Mini-Beamer zu wem passt
- „Lumen“ statt ANSI-Lumen: Ein Gerät mit 9.000 „Lumen“ ohne Normangabe ist in aller Regel dunkler als eines mit 500 ANSI-Lumen.
- Akku vorausgesetzt, aber keiner drin: Nur 8 von 28 Datenblättern nennen einen eingebauten Akku. The Freestyle, CineBeam Q und GV32 brauchen Netz oder Powerbank.
- Zu schwache Powerbank: Unter 50 bis 60 W startet manches Gerät nicht, beim GV32 bekommst du unter 90 W nur halbe Helligkeit.
- 120 Zoll ausgereizt: Bei 500 ANSI-Lumen verteilen sich auf 120 Zoll nur noch rund 126 lx; das Bild wirkt flau.
- Ton vergessen: 3 bis 6 W reichen für zwei Personen, nicht für einen Gartenabend.
Unterwegs ohne Steckdose: XGIMI MoGo 4, mit eingebautem 71-Wh-Akku und Google TV. Möglichst scharf im dunklen Raum: LG CineBeam Q mit 4K und Laser, aber ohne Akku. Leicht und flexibel ausrichtbar: Samsung The Freestyle 2nd Gen mit 0,83 kg und automatischer Trapezkorrektur. An die Schlafzimmerdecke und mit gutem Ton: BenQ GV32 mit 135 Grad Neigung und 18-W-Lautsprecher. Kleiner Akku-Beamer mit Google TV: ViewSonic M1E Max. Einstieg für gelegentliche Filmabende: Philips NeoPix 150 mit Full HD am Netz.
Alle Beamer mit Datenblatt findest du im Hub Beamer; die Grundlagen zu Leinwand, Raum und Bildtechnik erklärt der allgemeine Beamer-Ratgeber.
Modelle nachschlagen: Produktdaten
Häufige Fragen
Wie viel Lumen braucht ein Mini-Beamer?
Für 60 bis 80 Zoll im dunklen Raum reichen 150 bis 250 ANSI-Lumen, für 80 bis 100 Zoll in der Dämmerung solltest du 400 bis 550 ANSI-Lumen einplanen. Der Median der 28 ausgewerteten Mini-Beamer liegt bei 350 ANSI-Lumen. Werte in LED-Lumen oder „Lumen“ ohne Zusatz sind nicht vergleichbar und liegen oft um den Faktor 2 bis 3 höher.
Kann man einen Mini-Beamer bei Tageslicht nutzen?
Kaum. Ein Mini-Beamer mit 500 ANSI-Lumen bringt bei 100 Zoll rechnerisch rund 181 lx auf die Leinwand, ein typischer Wohnzimmer-Beamer mit 4.000 ANSI-Lumen bei 80 Zoll rund 2.267 lx. Tageslicht und Raumlicht überstrahlen ein Mini-Beamer-Bild; draußen beginnt der Filmabend sinnvoll erst nach Sonnenuntergang.
Wie lange hält der Akku eines Mini-Beamers?
Meist 1,5 bis 2,5 Stunden Video: XGIMI nennt für den MoGo 4 bis zu 2,5 Stunden im Eco-Modus, ViewSonic für den M1E Max 1,5 bis 2 Stunden. Nur 8 der 28 ausgewerteten Datenblätter nennen überhaupt einen eingebauten Akku; viele kompakte Geräte brauchen Netz oder eine starke USB-C-Powerbank.
Funktioniert ein Mini-Beamer mit einer Powerbank?
Ja, wenn er USB-C-Power-Delivery unterstützt und die Powerbank genug Leistung liefert. Samsung verlangt für The Freestyle 2nd Gen 20 V und mindestens 50 bis 60 W, BenQ für den GV32 mindestens 60 W; volle Helligkeit gibt es beim GV32 erst ab 90 W. Eine Powerbank mit 20.000 mAh (rund 74 Wh) reicht bei 50 W rechnerisch knapp 1,5 Stunden.
Wie weit muss ein Mini-Beamer von der Wand stehen?
Bei dem üblichen Projektionsverhältnis 1,2:1 ergibt 2 m Abstand rund 75 Zoll Bilddiagonale, 2,5 m rund 94 Zoll und 3 m rund 113 Zoll. Die Bildbreite ist Abstand geteilt durch 1,2.
Lohnt sich ein 4K-Mini-Beamer?
Nur im dunklen Raum bei 80 bis 100 Zoll. Bei 80 Zoll ist ein Bildpunkt in Full HD 0,9 mm breit, in 4K 0,46 mm. Die Helligkeit bleibt die Grenze: Auch der 4K-fähige LG CineBeam Q liefert 500 ANSI-Lumen.
Quellen und Stand
- Icecat Open Catalog: Datenblätter (eigene Auswertung von 219 Beamer-Datenblättern, davon 28 bis 2 kg, Stand 12.10.2026) (icecat.biz)
- XGIMI: MoGo 4, Produktseite mit technischen Daten (de.xgimi.com)
- XGIMI: ISO-Lumen vs. ANSI, Helligkeitsangaben erklärt (us.xgimi.com)
- Samsung: The Freestyle 2nd Gen (SP-LFF3CLAXXXE), Produktseite Deutschland (samsung.com)
- LG: CineBeam Q HU710PB, Spec Sheet (Kopie bei Abt) (content.abt.com)
- BenQ: GV32, Produktseite Deutschland (benq.eu)
- Notebookcheck: ViewSonic M1E Max, portabler Beamer mit Akku (10.04.2025) (notebookcheck.com)
Technische Angaben im Modellvergleich: Hersteller- und Händlerdatenblätter, Stand 15. Oktober 2026; nicht belegte Werte stehen als „k. A.“. Aktualisiert am . Preisdrache testet nicht selbst im Labor — wie wir Daten auswählen und gewichten, steht unter So vergleichen wir; wie wir Geld verdienen, unter Wie wir Geld verdienen. Fehler gefunden? Schreib uns über die Adresse im Impressum.