Kaufberatung
Gaming-Maus kaufen: Sensor, Polling-Rate, Gewicht, Griffart
Von der Preisdrache-Redaktion · Aktualisiert am · So arbeiten wir
Die richtige Gaming-Maus erkennst du an fünf Dingen: der Form, die zu deiner Handlänge und deinem Griff passt, dem Gewicht (aktuelle Wettkampfmodelle wiegen rund 54 bis 60 Gramm, ergonomische Allrounder über 100 Gramm), der Verbindung (2,4-Gigahertz-Funk oder Kabel), der Polling-Rate (1000 bis 8000 Hertz) und dem Sensor. Beim Sensor sagt die höchste DPI-Zahl auf der Packung am wenigsten: 26.000 oder 44.000 DPI spielst du praktisch nie, entscheidend ist ein sauber arbeitender Sensor in einer Form, die in deiner Hand liegt. Diese Seite geht die Kriterien der Reihe nach durch, nennt Datenblattwerte mit Quelle statt Werbeversprechen und stellt sechs aktuelle Modelle gegenüber. Wer den Rest des Arbeitsplatzes plant, findet passende Ratgeber zur <a href="/ratgeber/gaming-tastatur-kaufen/">Gaming-Tastatur</a>, zum <a href="/ratgeber/gaming-monitor-kaufen/">Gaming-Monitor</a>, zum <a href="/ratgeber/gaming-headset-kaufen/">Gaming-Headset</a> und zum <a href="/ratgeber/gaming-pc-kaufen/">Gaming-PC</a>.
Gaming-Mäuse im Vergleich 2026
| Platz | Modell | Wertung | Gewicht | Polling-Rate | Akku | Sensor | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Unser FavoritLogitech G PRO X Superlight 2 | 9,1 | 60 g | bis 8 kHz | bis 95 Std. (Logitech) | HERO 2, bis 44.000 DPI | Preis prüfen* |
| 2 | Leichtestes ModellRazer Viper V3 Pro | 8,9 | 54 g (Schwarz), 55 g (Weiß) | bis 8000 Hz (mit separatem HyperPolling-Dongle) | 95 Std. bei 1000 Hz, 17 Std. bei 8000 Hz | Focus Pro 35K Gen-2, bis 35.000 DPI | Preis prüfen* |
| 3 | Für Einsteiger in WettkampfmäuseASUS ROG Keris II Ace Wireless AimPoint | 8,5 | 54 g | bis 4000 Hz kabellos, bis 8000 Hz kabelgebunden | bis 107 Std. (Funk, ohne Beleuchtung) | AimPoint Pro, 42.000 DPI | Preis prüfen* |
| 4 | Für viele TastenRazer Basilisk V3 Pro 35K | 8,3 | rund 112 g | 8000 Hz mit Mouse Dock Pro oder HyperPolling-Dongle (separat) | bis 140 Std. (HyperSpeed), 210 Std. (Bluetooth) | Focus Pro 35K Gen-2, 35.000 DPI | Preis prüfen* |
| 5 | ErgonomischRazer DeathAdder V3 HyperSpeed | 8,1 | 55 g | 1000 Hz; 8000 Hz mit separatem Adapter | bis 100 Std. | Focus X 26K, 26.000 DPI | Preis prüfen* |
| 6 | Viele TastenLogitech G502 X Plus | 7,8 | 106 g | k. A. | bis 130 Std., 37 Std. mit RGB | HERO 25K, 25.600 DPI | Preis prüfen* |
Logitech G PRO X Superlight 2
Für Wettkampfspielende mit symmetrischer Form, die ein leichtes Funkmodell mit hoher Polling-Rate suchen.
- 60 Gramm Gewicht
- 8 kHz Polling-Rate laut Hersteller
- LIGHTFORCE-Hybrid-Switches, 70 Millionen Klicks
- Bis zu 95 Stunden Akku laut Logitech
- Wenig Zusatztasten
- Die DEX-Variante ist asymmetrisch und hat laut Logitech 32.000 DPI und kabellos bis 4000 Hz; Variante prüfen
- Gewicht
- 60 g
- Polling-Rate
- bis 8 kHz
- Akku
- bis 95 Std. (Logitech)
- Sensor
- HERO 2, bis 44.000 DPI
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Für Fingertip- und Claw-Griff, die höchste Polling-Rate und geringstes Gewicht wollen und dafür beim Akku Abstriche akzeptieren.
- 54 Gramm und 8000 Hertz
- Optische Switches Gen-3, 90 Millionen Klicks
- Akku bis 95 Stunden bei 1000 Hertz
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- 54 g (Schwarz), 55 g (Weiß)
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- Akku
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Für Rechtshänder, die eine leichte Maus mit langem Funkakku und Ersatzfüßen im Lieferumfang suchen.
- 54 Gramm bei langer Funk-Laufzeit
- Tri-Mode: Funk, Bluetooth, Kabel
- Optische Micro-Switches, 100 Millionen Klicks
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- Kabellos nur bis 4000 Hz
- Nur für Rechtshänder
- Gewicht
- 54 g
- Polling-Rate
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- Akku
- bis 107 Std. (Funk, ohne Beleuchtung)
- Sensor
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Für Spielende, die viele Tastenbelegungen für MMO, Strategie oder Produktivität brauchen und Gewicht in Kauf nehmen.
- Bis zu 140 Stunden Akku
- 11 bis 13 programmierbare Steuerelemente
- HyperScroll-Neigungsrad
- Optische Switches Gen-3, 90 Millionen Klicks
- Mit 112 Gramm das schwerste Gerät der Liste
- Nur für Rechtshänder
- Gewicht
- rund 112 g
- Polling-Rate
- 8000 Hz mit Mouse Dock Pro oder HyperPolling-Dongle (separat)
- Akku
- bis 140 Std. (HyperSpeed), 210 Std. (Bluetooth)
- Sensor
- Focus Pro 35K Gen-2, 35.000 DPI
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Für Rechtshänder mit kleinen bis mittleren Händen, die die klassische DeathAdder-Form in leicht wollen.
- 55 Gramm in ergonomischer Form
- Bis zu 100 Stunden Akku laut Razer
- Optische Switches Gen-3, 90 Millionen Klicks
- Acht programmierbare Steuerelemente
- 8000 Hertz nur mit separatem HyperPolling-Adapter
- Ausgestellte Vorderkante kann bei großen Händen drücken
- Gewicht
- 55 g
- Polling-Rate
- 1000 Hz; 8000 Hz mit separatem Adapter
- Akku
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- Focus X 26K, 26.000 DPI
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Für Palm-Griff-Spielende, die viele Tasten und RGB-Beleuchtung wollen und kein Leichtgewicht brauchen.
- 13 programmierbare Steuerelemente
- LIGHTFORCE-Hybrid-Switches
- Bis zu 130 Stunden Akku ohne RGB
- Beleuchtung mit acht LED-Zonen
- 106 Gramm, schwer für Fingertip-Griff
- Nur 37 Stunden Akku mit RGB
- Gewicht
- 106 g
- Polling-Rate
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- Akku
- bis 130 Std., 37 Std. mit RGB
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Sensor und DPI: was die Zahl wirklich bedeutet
Die Auflösung eines Mikrosensors wird als DPI oder, genauer, als CPI (Counts per Inch) angegeben. PC Gamer weist darauf hin, dass beide Begriffe im Alltag dasselbe meinen: wie viele Schritte der Sensor meldet, wenn du die Maus einen Zoll bewegst. Je höher der Wert, desto weiter springt der Zeiger bei gleicher Handbewegung. Hersteller werben mit immer größeren Zahlen: Razer nennt für die Viper V3 Pro 35.000 DPI, ASUS für die ROG Keris II Ace Wireless 42.000 DPI, Logitech für die PRO X Superlight 2 laut Herstellerseite 44.000 DPI und für die G502 X Plus 25.600 DPI. Für das Spielen sind diese Spitzenwerte bedeutungslos.
In der Praxis zählt die effektive Empfindlichkeit, kurz eDPI: DPI-Wert mal In-Game-Empfindlichkeit. Das heißt: Mit 800 oder 1600 DPI und einer entsprechend niedrigen Spielempfindlichkeit bist du gut bedient; die oberen Stufen des Sensors brauchst du nie.
Was einen Sensor gut macht, steht selten auf der Packung: kein Beschleunigen oder Vorausberechnen des Zeigers (die Messdatenbank Rtings prüft das bei Mäusen eigens), stabile Abtastung bei schnellen Bewegungen und gleichmäßiges Verhalten auf deinem Mauspad. Die Sensorgeneration zählt mehr als die Maximalzahl: Razer gibt für den Focus Pro 35K Gen-2 eine Maximalgeschwindigkeit von 750 IPS bei 70 G Beschleunigung an, Logitech nennt für den HERO 2 mehr als 888 IPS. Beides liegt weit über dem, was eine Handbewegung erzeugt. Der Sensor ist deshalb bei aktuellen Mäusen ab etwa der Mittelklasse kaum noch ein Unterscheidungsmerkmal; Gewicht, Form und Tasten entscheiden.
Polling-Rate: 1000, 4000 oder 8000 Hertz
Die Polling-Rate gibt an, wie oft pro Sekunde die Maus ihre Position an den Rechner meldet. Bei 1000 Hertz sind das 1 Millisekunde zwischen zwei Meldungen, bei 8000 Hertz nur 0,125 Millisekunden (TechPowerUp). Viele neue Mäuse tragen deshalb „8K“ auf der Packung: Die Razer Viper V3 Pro nennt 8000 Hertz, die Logitech PRO X Superlight 2 8 Kilohertz laut Herstellerseite, die ASUS ROG Keris II Ace Wireless laut ASUS bis 4000 Hertz kabellos und bis 8000 Hertz am Kabel (jeweils mit dem mitgelieferten ROG Polling Rate Booster). Bei Razer ist für die höchste Rate ein separater HyperPolling-Dongle nötig. Wichtig ist der Preis, den die hohe Rate kostet: Bei der Viper V3 Pro gibt Razer laut Support-Seite bis zu 95 Stunden Akku bei 1000 Hertz an, 62 Stunden bei 2000 Hertz, 40 Stunden bei 4000 Hertz und nur 17 Stunden bei 8000 Hertz. Wer ständig mit 8000 Hertz spielt, lädt die Maus fast täglich.
Der Gewinn ist klein. TechPowerUp beziffert den Latenzvorteil gegenüber 1000 Hertz meist mit rund 0,5 Millisekunden, deutlich unter dem, was Menschen wahrnehmen. Für den vollen Effekt empfiehlt der Test einen Prozessor mit sechs physischen Kernen, ein Betriebssystem ab Windows 8 mit XHCI-USB und ein Display mit 240 oder 360 Hertz. Mit einem 144-Hertz-Monitor ist 1000 Hertz meist ausreichend; Details zur Anzeige findest du im Ratgeber zum Gaming-Monitor, zur nötigen CPU im Gaming-PC-Ratgeber.
Praktisch heißt das: 8000 Hertz ist ein Extra für Wettkampfspielende mit schnellem Rechner. Für alle anderen sind 1000 Hertz völlig in Ordnung, und eine längere Laufzeit ist mehr wert als eine Zahl im Datenblatt. Achte außerdem darauf, wo die hohe Rate gilt: Manche Modelle brauchen dafür einen eigenen Funkempfänger oder das Kabel, wie es bei der ASUS Keris II Ace laut ASUS der Fall ist.
Gewicht und Bauform: 54 Gramm oder 112 Gramm
Das Gewicht ist das auffälligste Datenblatt-Merkmal. Die Wettkampf-Leichtgewichte dieser Seite liegen laut Herstellerangaben bei 54 Gramm (Razer Viper V3 Pro in Schwarz, in Weiß 55 Gramm; ASUS ROG Keris II Ace Wireless), 55 Gramm (Razer DeathAdder V3 HyperSpeed) und 60 Gramm (Logitech PRO X Superlight 2). Ergonomische Mäuse mit vielen Tasten sind schwerer: Logitech nennt für die G502 X Plus 106 Gramm, Razer für die Basilisk V3 Pro 35K rund 112 Gramm ohne Dongle und Kabel. Der Unterschied ist mehr als das Doppelte, und er spielt eine Rolle bei schnellen Zielbewegungen, wo jedes Gramm mehr Kraft zum Beschleunigen und Abbremsen braucht.
Leichter ist nicht automatisch besser. Sehr leichte Mäuse haben oft kaum Zusatztasten und lösen das mit dünnen Wänden oder Waben-Gehäusen, die weniger robust sind. Eine 54-Gramm-Maus rutscht außerdem schneller aus der Hand, wenn du sie fest greifst. Wer lieber mit ruhiger Hand zielt oder viele Tasten braucht, fährt mit 100 Gramm gut. Für Shooter-Wettkämpfe ist der Trend klar auf der leichten Seite; für Strategie-, Rollenspiel- und MMO-Titel überwiegt die Tastenzahl.
Die Bauform trennt zwei Lager: symmetrische Mäuse passen zu Rechts- und Linkshändern und zu den meisten Griffen, ergonomisch geformte Mäuse (DeathAdder V3 HyperSpeed, Basilisk V3 Pro 35K, G502 X Plus; die ROG Keris II Ace nennt ASUS ausdrücklich rechtshändig, die Superlight 2 DEX beschreibt Logitech als asymmetrisch für die rechte Hand) sind für die rechte Hand gebaut und liegen im Handballen. Kauf nach Form, nicht nach Gewicht: Eine passende 80-Gramm-Maus schlägt eine unpassende 55-Gramm-Maus.
Griffart und Handgröße: so findest du die passende Form
Drei Griffarten gibt es: Beim Palm-Griff liegt die ganze Handfläche auf der Maus, beim Claw-Griff sind die Finger gekrümmt und der Handballen stützt hinten, beim Fingertip-Griff berühren nur die Fingerspitzen die Maus. Rtings ordnet Mäusen ein typisches Griffprofil zu: Modelle mit hohem Rücken und länger Bauform passen zum Palm-Griff, kleine, flache Leichtgewichte zum Fingertip-Griff, MMO-Mäuse mit vielen Seitentasten sind für den Palm-Griff gedacht.
Die Handlänge bestimmt, wie lang die Maus sein darf. Rtings teilt Hände so ein: klein 14 bis 17,5 Zentimeter, mittel 17 bis 19,5 Zentimeter, groß 19 bis 20,5 Zentimeter, sehr groß 20 bis 24 Zentimeter. Wer mit kleinen Händen eine große Maus nimmt, erreicht die Tasten nur mit gestreckten Fingern; wer mit sehr großen Händen eine kompakte Maus nimmt, bekommt Krämpfe in der Fingerspitze. Hilfreich ist ein Abgleich mit den Maßen des Herstellers (Länge, Breite, Höhe) gegen die eigene Handlänge.
Beispiele: Die DeathAdder V3 HyperSpeed hat laut Testberichten eine kompakte, ergonomische Form, die auch Menschen mit kleineren Händen und Claw-Griff passt; für sehr große Hände kann die ausgestellte Vorderkante auf den Ringfinger drücken. Die G502 X Plus ist breit und hoch gebaut und liegt für Palm-Griff gut in der Hand. Wenn du unsicher bist: Kaufe dort, wo du eine Rückgabefrist hast, und teste mindestens drei Tage. Im Alltag stören Formfehler oft erst nach einer Stunde.
Kabellos oder Kabel: Funk, Bluetooth und Akku
Mit einem 2,4-GHz-Dongle arbeiten Funkmäuse nahe an Kabelmodellen. Das ist bei den Top-Mäusen Standard, bei Logitech heißt es Lightspeed, bei Razer HyperSpeed, bei ASUS SpeedNova. TechPowerUp misst in seinen Mausreviews die Klick-Latenz für Kabel und Funk getrennt; bei mehreren getesteten Funkmäusen lag der Aufschlag im Funkbetrieb bei etwa 0,4 bis 1,5 Millisekunden. Der Unterschied zum Kabel ist also messbar, aber klein. Bluetooth ist bequem für Laptop und Reisen und für schnelle Shooter in der Regel weniger geeignet, weil das Protokoll zusätzliche Verzögerung bringt. Nicht alle Modelle bieten Bluetooth: Die Razer Basilisk V3 Pro 35K nennt dafür bis zu 210 Stunden Akku, die ASUS Keris II Ace ist laut ASUS eine Tri-Mode-Maus mit Kabel, 2,4 GHz und Bluetooth; bei den übrigen Funkmodellen prüfst du die Verbindungsarten auf der Herstellerseite.
Der Akku ist ein Kompromiss aus Gewicht und Laufzeit. Herstellerangaben: Razer DeathAdder V3 HyperSpeed bis zu 100 Stunden, Razer Basilisk V3 Pro 35K bis zu 140 Stunden über HyperSpeed und 210 Stunden über Bluetooth, ASUS ROG Keris II Ace Wireless bis zu 107 Stunden im 2,4-GHz-Funkmodus bei ausgeschalteter Beleuchtung, Logitech PRO X Superlight 2 bis zu 95 Stunden (Logitech-Spezifikation, Dauerbewegung). Die Logitech G502 X Plus erreicht laut Logitech 130 Stunden im Dauerbetrieb, aber nur 37 Stunden mit eingeschalteter RGB-Beleuchtung. Plane auch hier mit der Hälfte der Maximalwerte, besonders bei aktiver Beleuchtung.
Ein Kabel bleibt das Robusteste: Kein Akku, keine Ausfälle, meist günstiger. Gute Kabelmäuse nutzen weiche Paracord-Kabel, die kaum ziehen. Wer sich um Akku und Dongle nicht kümmern will, bleibt am Kabel. Wer Wert auf Bewegungsfreiheit legt, kauft kabellos und lädt am besten nachts.
Switches, Tasten und Scrollrad
Die Haupttasten entscheiden über das Klickgefühl. Mechanische Switches sind bei vielen Modellen von optischen abgelöst worden. Razer nutzt bei Viper V3 Pro, DeathAdder V3 HyperSpeed und Basilisk V3 Pro 35K optische Switches der dritten Generation mit einer Lebensdauer von 90 Millionen Klicks und einer Auslösezeit von 0,2 Millisekunden ohne Entprellverzögerung (Herstellerangabe auf den Razer-Produktseiten). ASUS gibt für die optischen Micro-Switches der Keris II Ace 100 Millionen Klicks an. Logitech setzt bei der PRO X Superlight 2 laut Herstellerseite auf LIGHTFORCE-Hybrid-Switches mit 70 Millionen Klicks, die optische und mechanische Technik verbinden. Optische Switches haben keine klassischen Kontakte und sollen deshalb keine Doppelklick-Fehler durch Verschleiß bekommen.
Wichtig ist die Zahl der Tasten. Eine Wettkampfmaus kommt mit fünf bis sechs Tasten aus (typisch bei Modellen wie der Logitech PRO X Superlight 2). Wer in MMO-Spielen oder bei kreativer Software viele Belegungen braucht, wählt eine Maus mit Seitentastenfeld oder einer Tastenmatrix. Die Razer Basilisk V3 Pro 35K hat laut Razer-Support 11 programmierbare Tasten, die Razer-Produktseite nennt 13 anpassbare Steuerelemente; die Logitech G502 X Plus bietet 13. Das Scrollrad ist ein oft übersehener Punkt: Das HyperScroll-Neigungsrad der Basilisk kann frei drehen oder rasten, das ist im Alltag praktisch, im Spiel aber nur ein Extra.
Im Zweifel ist die Anzahl der Zusatztasten weniger entscheidend als deren Position: Tasten, die du versehentlich drückst, sind schlechter als gar keine.
Software, Profile und Lebensdauer
Alle hier verglichenen Mäuse lassen sich über Herstellersoftware einstellen (Logitech G HUB, Razer Synapse, ASUS Armoury Crate). Dort legst du DPI-Stufen, Polling-Rate, Tastenbelegung und Beleuchtung fest, und viele Modelle speichern die Profile im Gerät, sodass die Software im Betrieb nicht laufen muss. Achte vor dem Kauf darauf, ob die Maus Einstellungen im Speicher behält: Das spart Hintergrundprogramme und funktioniert auch an Turnier-PCs ohne Installationsrechte.
Zur Lebensdauer: Verschleiß entsteht meist an den Gleitfüßen, am Kabel und an den Tasten. PTFE-Füße (die Gleitfüße unter der Maus) lassen sich bei den meisten Modellen ersetzen, was der ASUS Keris II Ace laut Lieferumfang mit Ersatzfüßen und Grip-Tape ausdrücklich erleichtert. Der Akku ist nicht immer wechselbar; nach einigen Jahren nimmt seine Kapazität ab. Ist dir das wichtig, wähle ein Modell mit Kabelbetrieb im Notfall.
Beachte außerdem die Garantie: Gaming-Mäuse haben in der EU eine gesetzliche Gewährleistung von zwei Jahren, viele Hersteller bieten Zusatzgarantie. Wer lange Freude an einer Maus haben will, kauft Modelle, deren Ersatzteile (Füße, Dongle) einzeln erhältlich sind.
Typische Fehlkäufe bei Gaming-Mäusen
DPI-Zahl überschätzt: 44.000 DPI klingen nach Leistung, spielbar sind 400 bis 1600. Kaufe nicht nach der Maximalzahl.
Zu leicht für die Hand: Eine 54-Gramm-Maus mit kleinem Gehäuse ist für sehr große Hände (über 20 Zentimeter Handlänge nach Rtings) unbequem. Prüfe die Maße.
8000 Hertz ohne passenden PC: Ohne starken Prozessor und 240-Hertz-Monitor ist der Vorteil kaum messbar, die Akkulaufzeit sinkt dagegen auf 17 Stunden (Viper V3 Pro). Bleibe bei 1000 Hertz.
Variante verwechselt: Die Logitech PRO X Superlight 2 gibt es als Standardversion (laut Logitech bis 44.000 DPI und bis 8 kHz) und als DEX-Version (asymmetrisch für die rechte Hand; laut Logitech-Spezifikation 32.000 DPI, kabellos bis 4000 Hz); dazu kommt die kompakte Variante 2c. Razer verkauft die Viper V3 Pro neben der Viper V3 HyperSpeed. Vergleiche die vollständige Bezeichnung.
Beleuchtung vergessen: Bei der G502 X Plus sinkt die Laufzeit von 130 Stunden auf 37 Stunden, wenn die RGB-Beleuchtung an ist (Logitech).
Falsche Hand: Ergonomische Mäuse wie DeathAdder V3 HyperSpeed oder Basilisk V3 Pro 35K sind für die rechte Hand gebaut. Linkshänder brauchen eine symmetrische Maus.
Zu viele Tasten gekauft: Wer die Daumentasten nie nutzt, zahlt mit Gewicht (112 Gramm Basilisk gegen 54 Gramm Viper).
Für wen welcher Typ passt
Wettkampf mit 60 Gramm: Die Logitech PRO X Superlight 2 mit 60 Gramm, HERO-2-Sensor und LIGHTFORCE-Hybrid-Switches.
Leichtes Funkmodell für Fingertip- und Claw-Griff: Die Razer Viper V3 Pro mit 54 Gramm, 8000 Hertz und 95 Stunden Akku bei 1000 Hertz.
Ergonomisch und leicht für die rechte Hand: Die ASUS ROG Keris II Ace Wireless mit 54 Gramm und 107 Stunden Funkakku, oder die Razer DeathAdder V3 HyperSpeed mit 55 Gramm und klassischer Ergo-Form.
Viele Tasten für MMO und Produktivität: Die Razer Basilisk V3 Pro 35K mit bis zu 140 Stunden Akku oder die Logitech G502 X Plus mit 13 Tasten und 106 Gramm.
Passendes Zubehör: Die Maus ist nur ein Teil des Arbeitsplatzes. Zur Eingabe gehört die Gaming-Tastatur, zur Anzeige der Gaming-Monitor, zum Ton das Gaming-Headset, und die Basis bildet der Gaming-PC.
Häufige Fragen
Welche Gaming-Maus ist die beste?
Das hängt von Handlänge, Griff und Spiel ab. In unserer Datenblatt-Wertung liegt die Logitech PRO X Superlight 2 vorn, gefolgt von der Razer Viper V3 Pro und der ASUS ROG Keris II Ace Wireless. Es ist kein Praxistest; die Wertung gewichtet Gewicht, Polling-Rate, Akku und Ausstattung.
Wie viele DPI brauche ich für Gaming?
Deutlich weniger, als auf der Packung steht. Mit 800 oder 1600 DPI bist du bei allen hier verglichenen Mäusen gut bedient; 25.600 bis 44.000 DPI sind Marketingzahlen.
Lohnt sich eine Polling-Rate von 8000 Hertz?
Nur mit schnellem Rechner. TechPowerUp beziffert den Latenzvorteil gegenüber 1000 Hertz mit rund 0,5 Millisekunden und empfiehlt einen Prozessor mit sechs Kernen und einen 240-Hertz-Monitor. Bei der Razer Viper V3 Pro sinkt die Akkulaufzeit laut Razer von 95 Stunden bei 1000 Hertz auf 17 Stunden bei 8000 Hertz.
Wie leicht sollte eine Gaming-Maus sein?
Wettkampfmodelle liegen bei rund 54 bis 60 Gramm (Viper V3 Pro 54 Gramm, Superlight 2 60 Gramm), ergonomische Modelle mit vielen Tasten bei über 100 Gramm (G502 X Plus 106 Gramm, Basilisk V3 Pro 35K rund 112 Gramm). Die Form der Maus zur eigenen Hand ist wichtiger als jedes Gramm.
Welche Griffart habe ich und was bedeutet sie für den Kauf?
Palm-Griff: ganze Handfläche liegt auf, passt zu hohen, längeren Mäusen. Claw-Griff: gekrümmte Finger, passt zu mittelhohen Formen. Fingertip-Griff: nur Fingerspitzen, passt zu kleinen, flachen Leichtgewichten. Rtings ordnet Hände nach Länge in klein (14 bis 17,5 cm), mittel (17 bis 19,5 cm), groß (19 bis 20,5 cm) und sehr groß (20 bis 24 cm) ein.
Kabellos oder Kabel: was ist besser zum Spielen?
Mit 2,4-GHz-Dongle liegen gute Funkmäuse nach den Latenzmessungen von TechPowerUp nur etwa 0,4 bis 1,5 Millisekunden hinter dem Kabelbetrieb. Bluetooth ist für schnelle Shooter in der Regel weniger geeignet. Funkmäuse brauchen Akku: 95 bis 140 Stunden bei den Modellen dieser Seite laut Herstellerangaben.
Wie lange hält der Akku einer Gaming-Maus?
Die Herstellerangaben liegen bei 95 Stunden (Logitech PRO X Superlight 2), 100 Stunden (Razer DeathAdder V3 HyperSpeed), 107 Stunden (ASUS ROG Keris II Ace Wireless) und bis zu 140 Stunden (Razer Basilisk V3 Pro 35K). Mit Beleuchtung oder hoher Polling-Rate sinkt die Laufzeit stark, bei der G502 X Plus auf 37 Stunden.
Quellen und Stand
- Logitech G: PRO X SUPERLIGHT 2 LIGHTSPEED Wireless Gaming Mouse (Herstellerseite) (logitechg.com)
- Razer Support: At a Glance Razer Viper V3 Pro (mysupport.razer.com)
- Razer Support: At a Glance Razer Basilisk V3 Pro 35K (mysupport.razer.com)
- Razer Support: At a Glance Razer DeathAdder V3 HyperSpeed (mysupport.razer.com)
- TechPowerUp: 8000 Hz, A Closer Look (Polling-Rate, Latenz, CPU-Anforderungen) (techpowerup.com)
- Rtings: Mouse Ergonomics Tests (Handgrößen und Griffarten) (rtings.com)
- Rtings: Razer DeathAdder V3 HyperSpeed Review (rtings.com)
- ProSettings: Razer DeathAdder V3 HyperSpeed Review (prosettings.net)
- PC Gamer: What's the difference between CPI and DPI? (pcgamer.com)
- Logitech Support: Specification G PRO X Superlight 2 (Akku, Polling-Rate, DPI) (support.logi.com)
- Logitech Support: Specification PRO X SUPERLIGHT 2 DEX (support.logi.com)
- Logitech Support: Specification G502 X PLUS (support.logi.com)
- ASUS ROG: ROG Keris II Ace Spezifikationen (rog.asus.com)
- Razer: Viper V3 Pro (Herstellerseite) (razer.com)
- Razer: DeathAdder V3 HyperSpeed (Herstellerseite) (razer.com)
- Razer: Basilisk V3 Pro 35K (Herstellerseite) (razer.com)
- TechPowerUp: Glorious Model I 2 Wireless, Sensor und Performance (Klick-Latenz kabelgebunden und kabellos) (techpowerup.com)
Technische Angaben im Modellvergleich: Hersteller- und Händlerdatenblätter, Stand 9. Oktober 2026; nicht belegte Werte stehen als „k. A.“. Aktualisiert am . Preisdrache testet nicht selbst im Labor — wie wir Daten auswählen und gewichten, steht unter So vergleichen wir; wie wir Geld verdienen, unter Wie wir Geld verdienen. Fehler gefunden? Schreib uns über die Adresse im Impressum.
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